DE949254C - Entparaffinierungs- und Klaermittelloesung zur Praeparierung von histologischem Gewebe zur mikroskopischen Untersuchung - Google Patents

Entparaffinierungs- und Klaermittelloesung zur Praeparierung von histologischem Gewebe zur mikroskopischen Untersuchung

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DE949254C
DE949254C DET8250A DET0008250A DE949254C DE 949254 C DE949254 C DE 949254C DE T8250 A DET8250 A DE T8250A DE T0008250 A DET0008250 A DE T0008250A DE 949254 C DE949254 C DE 949254C
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dewaxing
tissue
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clarifying agent
xylene
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DET8250A
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Andres Ferrari Jun
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Technicon Chemical Co Inc
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Technicon Chemical Co Inc
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N1/00Sampling; Preparing specimens for investigation
    • G01N1/28Preparing specimens for investigation including physical details of (bio-)chemical methods covered elsewhere, e.g. G01N33/50, C12Q
    • G01N1/30Staining; Impregnating ; Fixation; Dehydration; Multistep processes for preparing samples of tissue, cell or nucleic acid material and the like for analysis

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Description

  • Entparaffinierungs- und Klärmittellösung zur Präparierung von histologischem Gewebe zur mikroskopisdien Untersuchung Die Erfindung betrifft das Präparieren von histologischen Gewebestücken zur mikroskopischen Untersuchung und insbesondere eine Entparaffinier-und Klärlösung zur Behandlung des Gewebes im Verlauf der Präparierung.
  • Die Präparation von Gewebe zur mikroskopischen Untersuchung erfordert eine Reihe von Behandlungen des Gewebes vor dem Schneiden der Schnitte aus dem Gewebestück zur Färbung und zum Aufbringen der Schnitte auf den Objektträger.
  • Insbesondere ist es bei der Präparierung von Gewebe erforderlich, das Gewebe nacheinander während bestimmter Zeitabschnitte in eine Reihe von flüssigen Mitteln einzutauchen, nämlich zuerst zum Fixieren des Gewebes, dann zum Waschen zur Entfernung des Fixiermittels, dann zum Entwässern des Gewebes, dann zum Eintauchen des Gewebes in ein Klärmittel und darauf zum Durchtränken des Gewebes mit Paraffin. Wie den Pathologen wohlbekannt, dient die Behandlung des Gewebes mit einem Klärmittel vor dem Einbetten in Paraffin dem Zweck, die Entfernung aller Flüssigkeiten aus dem Gewebe zu bewirken, welche, wenn sie nicht entfernt werden, den Refraktionsindex des Gewebes herabsetzen und weiterhin die vollständige Durchtränkung des Gewebes mit Paraffin beeinträchtigen, woraus sich dann schlechte Gewebeschnittabschnitte ergeben. Einem Pathologen ist es bekannt, daß, je höher der Refraktionsindex bzw. die Durchsichtigkeit des Gewebes ist, um so leichter und genauer die mikroskopische Prüfung durchgeführt werden kann.
  • Als ein geeignetes Kleidemittel vor dem Einbetten in Paraffin ist Kienöl unter Zusatz von kleineren Anteilen Butylacetat und Chlorkohlenwasserstoffen bekannt.
  • Nachdem das Gewebe mit Paraffin durchtränkt ist, wird es in dünne Schnitte geschnitten, zum Beispiel gewöhnlich unter Verwendung eines Mikrotoms, worauf die dünnen Schnitte auf Glasobjektträgern aufgebracht werden. Die aufgebrachten Schnitte werden dann mit einer Entparaffinierlösung zur Entfernung des Paraffins aus dem Gewebe behandelt. Bisher wurden Toluol und Xylol zu diesem Zweck angewandt, indem die Schnitte in Toluol und Xylol eingetaucht werden, welche das Paraffin aus dem Gewebe lösen und so entfernen. Das Gewebe auf dem Objektträger wird dann gefärbt.
  • Gewöhnlich werden Hämatoxylinen und Eosinfarbstoffe für basophiles und acidophiles Material entsprechend dem Gewebe verwendet. Nach dem Färben werden die Schnitte mit einem Entwässerungsmittel, zum Beispiel Alkohol, behandelt, um aus dem Gewebe das Wasser zu entfernen, welches durch das Färbemittel eingebracht wurde und welches bei einer Nichtentfernung den Refraktionsindex des Gewebes verringern würde. Nach dieser Behandlungsstufe werden die Schnitte noch mit einem Klärmittel gewöhnlich Xylol oder Toluol, behandelt, um aus dem Gewebeschnitt auf dem Objektträger die Flüssigkeit, welche in demselben infolge der Behandlung mit Alkohol oder einem anderen Entwässerungsmittel enthalten ist, zu entfernen und um den Refraktionsindex des Gewebes zu erhöhen.
  • Die Präparierung von Gewebe, wie sie vorstehend beschrieben wird, wird häufig in automatischen Eintauchapparaten oder automatischen Gewebebehandlungsmaschinen vorgenommen.
  • Xylol, Toluol und andere Entparaffinier- und Klärlösungen der bisher verwendeten Art sind jedoch aus einer Reihe von Gründen zu beanstanden, und zwar hauptsächlich aus folgenden: a) Sie sind hoch entflammbar und bilden daher eine Feuergefahr; b) sie trocknen rasch.
  • Selbst bei Verwendung von automatischen Eintauch- oder Gewebebehandlungsmaschinen ist es nicht ungewöhnlich festzustellen, daß das Gewebe beim Ubertragen von einer Tauchbehandlung zur anderen trocknet. Ein Gewebeschnitt, welcher auf dem Objektträger trocknet, wird aber selbst dann, wenn er anschließend in die Lösung wieder eingetaucht wird, nicht seine ursprüngliche Transparenz wiedererhalten. Eine zu rasche Trocknung der Entparaffinierlösung oder des Klärmittels verursacht oft eine Zerstörung von wertvollen Schnitten.
  • Die Entparaffinier- und Klärlösung nach der Erfindung weist demgegenüber folgende Eigenschaften auf: I. Sie hat ein hohes Lösungsvermögen für Paraffin; 2. sie härtet das Gewebe nicht und beeinträchtigt nicht die cytologische Struktur desselben; 3. sie setzt nicht den Refraktionsindex des Gewebes herab; 4. sie ist im wesentlichen unentflammbar bei den Verwendungsbedingungen; 5. ihr Trocl:nungsvermögen ist so, daß es die Behandlung der Schnitte in einem gemächlichen Tempo gestattet. Hierdurch ist die Notwendigkeit einer überstürzten Behandlung im Hinblick auf das Trocknen der Schnitte ausgeschaltet, wie es bei Verwendung von Xylol, dem bisher gewöhnlich verwendeten Lösungsmittel zur Entfernung des Paraffins und zur Klärung, der Fall ist.
  • Andere Gesichtspunkte und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Einzelbeschreibung ersichtlich: Gemäß der Erfindung besteht die Entparaffinierungs- und Klärlösung im wesentlichen aus erstens einer aromatischen Kohlenwasserstofffraktion mit einem Siedebereich von etwa I77 bis etwa 2320 und einem spezifischen Gewicht von etwa o,8go bis 0,895 bei I5,50, zweitens aus Kohlenstofftetrachlorid und drittens Xylol. Diese Bestandteile werden in beliebiger Reihenfolge bei Zimmertemperatur in einem Verhältnis von etwa 40 bis etwa 800/(r der aromatischen Kohlenwasserstofffraktion, von etwa 10 bis etwa 20°/o Kohlenstofftetrachlorid und von etwa 10 bis etwa wo0/( Xylol gemischt. Alle Verhältnisangaben in dieser Beschreibung beziehen sich auf das Volumen.
  • Die aromatische Kohlenwasserstofffraktion wird durch Hydrierung einer im wesentlichen aus Naphthen-Petroleum bestehenden Fraktion hergestellt. Sie besteht ganz oder teilweise aus aromatischen Verbindungen der folgenden Art: I, 2, 4, 5-Tetramethylbenzol, I, 2, 3, 5-Tetramethylbenzol, I,2-Dialkylbenzol, I,3-Dialkylbenzol, 1, 4-Dialkylbenzol, 1, 2, 3-Trialkylbenzol, I, 2, 4-Trialkylbenzol und Naphthalin.
  • Das Mengenverhältnis dieser Bestandteile und die Länge der Kohlenstoffkette der Alkylgruppen werden von der besonderen Naphthenfraktion als auch von den Bedingungen ihrer Hydrierung abhängen.
  • -Die Fraktion soll einen Siedebereich von etwa I77 bis etwa 2320, vorzugsweise von etwa I85 bis etwa 2I80, einen Destillationstrockenpunkt von etwa 205 bis etwa 2180, vorzugsweise von etwa 205 bis etwa zu30, und ein spezifisches Gewicht von etwa o,8go bis etwa 0,895, vorzugsweise von etwa 0,892 bei I5,50 aufweisen. Solche aromatischen Kohlenwasserstofffraktionen sind im Handel erhältlich.
  • Kohlenstofftetrachlorid erhöht den Flammpunkt der Mischung ohne Beeinträchtigung des Lösungsvermögens für Paraffin oder auch für andere Bestandteile, welche eine Herabsetzung des Refraktionsindex des Gewebes bedingen. Kohlenstofftetrachlorid, Xylol und die aromatische Kohlenwasserstofffraktion der obenerwähnten Art mischen sich zu einer homogenen Lösung. Die Anwendung von Xylol in dem oben bezeichneten Mengenverhältnis ergibt eine Lösung mit einem Optimum des Refraktionsindex und des Trockenvermögens.
  • Ein vorzugsweises Ausführungsbeispiel einer Entparaffinierungs- und Klärmittellösung nach der Erfindung wird nachstehend gegeben. Selbstverständlich soll der Gegenstand der Erfindung durch dieses Beispiel nicht eingeschränkt werden.
  • AromatischeKohlenwasserstofffraktion 70 ovo Kohlenstofftetrachlorid .......... 15% Xylol I ......... 15 <>/ Diese Bestandteile vermischen sich zu einer klaren Lösung mit einem spezifischen Gewicht von o,ggo, einem Refraktionsindex von I,499 bei 250 und einem Flammpunkt, -welcher nach der (ASTM Cleveland Open Cup) Vorschrift bestimmt wurde.
  • Bei dieser Temperatur werden aber reichlich chlorierte Dämpfe abgegeben, um ein tatsächliches Brennen zu verhindern. Mit anderen Worten, es liegt ein unechter Flammpunkt vor, da sofort durch die abgegebenen chlorierten Dämpfe des Kohlenstofftetrachlorids Ablöschung erfolgt.
  • Es ist ohne weiteres verständlich, daß bei Verwendung des Enbaraffinierungs- und Klärmittels nach der Erfindung das mit Paraffin imprägnierte oder durchtränkte Gewebestück, welches auf einen Glasträger aufgebracht ist, in die Lösung in einem entsprechenden Behälter, zum Beispiel einem Becherglas, eingetaucht wird. Diese Behandlung kann beispielsweise in einem automatischen Eintauch-oder Gewebebehandlungsgerät der obenerwähnten Art ausgeführt werden und soll sich auf einen Zeitabschnitt erstrecken, der genügt, um das Paraffin aus dem Gewebe zu entfernen. Eine Behandlungszeit von etwa 2 Minuten wird gewöhnlich ausreichend sein. Die Objektträger mit den Schnitten werden aus der Lösung entfernt, in destilliertes Wasser getaucht, wieder daraus entfernt, gefärbt, zum Beispiel durch Eintauchen in ein Hämatoxylon-Färbungsmittel, wieder daraus entfernt, wieder in destilliertes Wasser getaucht, durch Eintauchen in ein Bad von Eosinlösung gefärbt, hieraus entfernt, in destilliertes Wasser getaucht, daraus entfernt, in Alkohol oder ein anderes Entwässerungsmittel der oben bezeichneten Art eingetaucht, daraus entfernt und danach in eine Lösung nach der Erfindung zur Klärung getaucht. JedeTauchperiode kann etwa 2 bis 5 Minuten betragen.
  • Es wurde gefunden, daß eine Entparaffinierungs-und Klärlösung nach der Erfindung mit den drei Bestandteilen der obenerwähnten Art in den angegebenen Mengenverhältnissen in überraschendem und außerordentlichem Maßstabe die gewünschten Eigenschaften, welche oben angegeben sind, vereinigt. Sie ist mindestens ein ebenso gutes, wenn nicht besseres Lösungsmittel für Paraffin als Xylol.
  • Sie verdampft nicht so schnell wieXylol und ergibt somit kein Trocknen der Schnitte mit der hieraus folgenden Zerstörung; sie ist im wesentlichen unentflammbar und verringert dadurch entsprechend die Brandgefahr; sie härtet das Gewebe nicht und beeinträchtigt so seine cytologische Struktur nicht.
  • Der Refraktionsindex 1,4999 bei 25 0 ist etwas höher als derjenige von Xylol, der I,497 bei 25 0 beträgt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Entparaffinierungs- und Klärmittellösung zur Präparierung von histologischem Gewebe zur mikroskopischen Untersuchung, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung zu einem größeren Teil aus einer aromatischen Kohlenwasserstofffraktion von einem Siedebereich von I77 bis etwa 2320 und einem spezifischen Gewicht von etwa o,8go bis etwa 0,895 bei 15,50 und aus Tetrachlorkohlenstoff und Xylol besteht.
  2. 2. Entparaffinierungs- und Klärmittellösung nach Anspruch r, gekennzeichnet durch die Zusammensetzung aus etwa 40 bis etwa 8o 80°/o der Kohlenwasserstofffraktion, etwa 10 bis etwa 20°/o Tetrachlorkohlenstoff und etwa 10 bis etwa 20 0/o Xylol, bezogen auf das Volumen.
  3. 3. Entparaffinierungs- und Klärmittellösung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlenwasserstofffraktion im wesentlichen oder vollständig aus I, 4,5-Tetramethylbenzol, I, 2, 2> 3, 5-Tetramethylbenzol, I, 2-Dialkylbenzol, I, 3-Dialkylbenzol, I, 4-Dialkylbenzol, I, 2, 3-Trialkylbenzol, I, 2, 4-Trialkylbenzol und Naphthalin besteht.
  4. 4. Entparaffinierungs- und Klärmittellösung nach Anspruch I, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlenwasserstofffraktion einen Destillationstrockenpunkt von etwa 2I5 bis etwa 2200 aufweist.
  5. 5. Entparaffinierungs- und Klärmittellösung nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet daß die Menge des Xylols etwa I50/o, bezogen auf das Volumen, beträgt.
  6. 6. Entparaffinierungs- und KlärmittellöSung nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des Tetrachlorkohlenstoffes etwa 15 °/o, bezogen auf das Volumen, beträgt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 816 443.
DET8250A 1953-08-18 1953-08-18 Entparaffinierungs- und Klaermittelloesung zur Praeparierung von histologischem Gewebe zur mikroskopischen Untersuchung Expired DE949254C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE816443C (de) * 1949-07-15 1951-10-11 Technicon Chemical Company Klaermittel zum Praeparieren von histologischem Gewebe fuer mikroskopische Untersuchungen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE816443C (de) * 1949-07-15 1951-10-11 Technicon Chemical Company Klaermittel zum Praeparieren von histologischem Gewebe fuer mikroskopische Untersuchungen

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