DE9464C - Neuerungen an dem Petroleum-Dampfbrenner mit Regulirhülse an der Dochtscheide und Luftschieber, betr. das über dem Dochte befindliche Metallgitter, die Anwendung eines gewundenen Kanals oberhalb des Dochtes zur Mischung von Luft und Petroleumdampf, sowie die Anbringung eines llegulir- und Löschventils - Google Patents
Neuerungen an dem Petroleum-Dampfbrenner mit Regulirhülse an der Dochtscheide und Luftschieber, betr. das über dem Dochte befindliche Metallgitter, die Anwendung eines gewundenen Kanals oberhalb des Dochtes zur Mischung von Luft und Petroleumdampf, sowie die Anbringung eines llegulir- und LöschventilsInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23D—BURNERS
- F23D3/00—Burners using capillary action
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Description
1879.
Klasse 4.
C. RUPRECHT in BERLIN.
gewundenen Kanales oberhalb des Dochtes zur Mischung von Luft und Petroleumdampf,
sowie die Anbringung eines Regulir- und Löschventils.
Zusatz-Patent zu No. 6686 vom 7. November 1878.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. September 1879 ab.
Längste Dauer: 6. November 1893.
Der in beiliegender Zeichnung dargestellte Petroleum-Dampfbrenner stimmt in Bezug auf
Zweck, Gonstructionsprincip und allgemeine Anordnung mit dem in der Patentschrift No. 6686
erläuterten älteren Apparate im wesentlichen überein. Im Einzelnen unterscheidet sich der
neue Apparat von dem älteren wie folgt:
I. Der Dampferzeuger. Fig. 1 und 2.
Für den vorliegenden Apparat, der in seiner Leistung etwa einem gewöhnlichen Petroleum-Kochapparat
mit zwei breiten Dochten gleichkommt, ist das ursprünglich für gröfsere Apparate
bestimmte Gittersystem mit Haupt- und Zwischenstäben angewendet. Aufserdem hat hier
das Gitter der gesammten, mit dem Petroleumdampf zu mischenden Luftmenge zum Eintritt
in den Raum M Durchlafs zu gewähren.
Bei der hierdurch bedingten Lebhaftigkeit des Luftzuges und der Verbrennung in der am
Docht unterhaltenen Flamme geschieht es leicht, dafs der erhitzte Docht kleine brennende Theilchen
ausspritzt, welche, durch das Gitter hindurch in den Raum M mitgerissen, hier eine
Entzündung der Dämpfe veranlassen können. Um diese Funken mit Sicherheit zu löschen,
hält es Erfinder für nöthig, den Abstand der Gitterstäbe unter sich auf höchstens 2 mm von
Mitte zu Mitte zu beschränken. Aus dem Bestreben, der Luft zu beiden Seiten der Generatorflamme
trotzdem einen wenig gehemmten Durchfiufs zu verschaffen, ergab sich dann die in
Fig. 6, 7, 8 gezeichnete Form der Gitterstäbe. Nur die Hauptstäbe sind am Gitterrahmen befestigt;
je zwei kürzere Zwischenstäbe werden von dem nebenliegenden Hauptstabe getragen und sind mit demselben aus einem Stück hergestellt.
Alle Stäbe reichen zu beiden Seiten aufserhalb der Generatorflamme bis unter die
Kante des Brenners hinab; um auch die in horizontaler Richtung vom Dochte abspringenden
Funken aufzufangen.
II. Die Vorrichtung zur Mischung von Petroleumdampf und Luft. Fig. 1 und 3.
Bei der in dem älteren Apparate angewendeten sternförmigen Zertheilungsplatte hatte sich
gezeigt, dafs der dabei erreichte befriedigende Effect durch geringe Deformationen der Platte,
schiefe Stellung des Apparates und andere Zufälligkeiten leicht beeinträchtigt wurde.
Wenn dagegen Dampf und Luft gemeinsam in compactem Strome durch einen mehrfach
scharf gekrümmten Kanal dem oberen Brenner des Apparates zugeführt wurden, ergab sich
durch die Wirkung der hierbei auftretenden lebhaften Wirbelbewegungen eine vorzügliche
Gleichmäfsigkeit des oben austretenden brennbaren Gemisches und deshalb hat Erfinder die
frühere directe Vertheilung des Dampfes durch eine Platte aufgegeben.
An den Pfeilen in Fig. 1 ist zu erkennen, wie
mittelst dreier Platten
eine derartig
wirksame Führung des Dampf- und Luftstromes erreicht ist. Dafs der Kanal in einzelnen Theilen
doppelt hergestellt ist, um den Durchgangswiderstand zu mindern und eine zum Brenner b
symmetrische Anordnung zu erhalten, ändert im Wesen der Construction nichts. Die Zahl der
Zertheilungsplatten ist zu zwei bis drei angenommen. Die den Ausschnitten in den Platten,
Fig. 3, zweckmäfsig zu gebende Form ist vor allem von der Grundrifsgestaltung des Mischgefäfses
M abhängig.
III. Der obere Brenner. Fig. 1.
Die Brennerplatte besteht aus fein durchlochtem Blech; sie ist umgeben von einer die Flamme enger zusammenfassenden Kappe und niedrigem, seitlich geschlossenen Schornstein.
Die Brennerplatte besteht aus fein durchlochtem Blech; sie ist umgeben von einer die Flamme enger zusammenfassenden Kappe und niedrigem, seitlich geschlossenen Schornstein.
IV. Regulirung der Flamme. Fig. 1, 2, 4 und 5. (In Fig. 5 ist der gröfseren Klarheit
wegen nur der Gitterrahmen ohne die Stäbe
gezeichnet.)
An die Stelle des früheren zusammengesetzten
An die Stelle des früheren zusammengesetzten
Regulirungsmechanismus ist das Regulirventil r
getreten. Dasselbe besteht aus einer das Gitter g horizontal überdeckenden Platte, die mit
verticalen Ansätzen vorn und hinten in das Gitter eingreift und mittelst zweier kleiner Lappen
auf der oberen Fläche des Dochtes ruht. Mit dem Docht bewegt es sich innerhalb der
durch das Gitter und den Brenner b bestimmten Grenzen auf und nieder; es erhält dabei
seine Führung durch den Rahmen des Gitters und einen angenieteten Stift, der in einer Durchbohrung
der Platte Z1, gleitet. Wird der Docht mittelst des Dochtgetriebes auf eine bestimmte
Höhe eingestellt, so regulirt das Ventil, indem es die für Dampf und Luft gemeinsamen, zum
Raum M führenden Einströmungsöffnungen vergröfsert oder verkleinert, zunächst den Luftzug im
Dampfgenerator, damit aber auch die Intensität der Dochtflamme.
V. Handhabung des Apparates.
Zunächst wird der Docht, so weit dies das Ventil r zuläfst, emporgedreht und der obere
Theil des Apparates, der in einem besonderen Drahtgestell, Fig. ι und 2, oder zwischen den
die Kochgefäfse tragenden Ständern eine verticale Führung findet, so weit emporgehoben,
dafs der Docht in seiner Mitte in Brand gesetzt werden kann. Hat die Flamme beide Ecken
des Dochtes erfafst, so läfst man den Cylinder sinken und zündet die sofort oben austretenden
Dämpfe an. Hiernach zieht man die Feder k, auf welche sich der Cylinder zunächst aufgesetzt
hat, nach links zurück, so dafs M in seine ursprüngliche Lage zurückkehrt.
Es ist noch zu beachten, dafs die Träger t, Fig. ι und 5, welche, an ihren Enden mit dem
Untersatz u verlöthet, den oberen Theil des Apparates tragen, verticale Ansätze besitzen,
die, zu beiden Seiten des Gitters g zwischen dieses und den umgebenden Cylinderboden sich
einschiebend, die von r regulirten Oeffhungen zum Theil verdecken. Wird der Cylinder mit
dem Gitter gehoben, so treten diese Ansätze, während das Ventil sich gegen das Gitter herabsenkt,
ihrerseits zurück, so dafs, wenn r in seiner tiefsten Lage angekommen ist, doch eine
für das Ingangsetzen des Apparates genügende freie Oeffnung bleibt.
Das Löschen des Petroleum-Dampf brenners erfolgt nur durch Niederdrehen des Dochtes.
VI. Das Löschventil. Fig. 1.
Die in Fig. 1 mit / bezeichnete Vorrichtung ist dem Apparat in ganz neuer Absicht hinzugefügt.
Sie ist vornehmlich bestimmt für die gröfseren Kochapparate, welche noch in Wohnzimmern
zur Benutzung kommen, bei denen daher mit besonderer Sorgfalt jedes Entweichen unverbrannter Dämpfe zu verhüten ist.
Nach dem Niederdrehen des Dochtes befindet sich in den Ecken des Mischraumes noch unverbrannter
Dampf, der erst nach dem Erlöschen der Flamme allmälig entweicht. Dieser Rest läfst sich nur dadurch beseitigen, dafs
gleich nach dem Niederdrehen des Dochtes eine gröfsere Oeffnung im oberen Brenner freigelegt
wird, so dafs die Flamme in das Innere ,des Apparates zurückschlägt und ihn rein ausbrennt.
Dies zu erreichen, ist am Brenner b, um eine Axe drehbar, ein Hebel /, aus einem etwa 12 mm
breiten Blechstreifen hergestellt, angebracht. Sein kurzer Arm tritt in einen Ausschnitt des Brenners
ein und lehnt sich hier leicht an den Docht an; der andere stützt sich mit seinem
umgebogenen führenden Ende auf das Gehäuse des Dochttriebes. Wird nun der Docht etwa
bis zur Höhe der Drehaxe des Hebels hinabgedreht, so macht der Hebel, an dem Docht
keine Stütze mehr findend, eine Drehung nach links und hebt dabei das Ventil /, welches eine
Oeffnung der Brennerplatte verdeckt. Das Zurückschlagen der Flamme wird so ohne weiteres
Zuthun im rechten Moment herbeigeführt; ein zufälliges Oeffnen des Ventils, wenn der Apparat
im Gebrauch ist, ist ausgeschlossen.
Die Verpuffung beim Zurückschlagen der Flamme ist kaum hörbar und ohne jede Gefahr
für den Apparat und seine Umgebung.
Die beschriebene Anordnung des Ventils / ist besonders auf die dauerhafteren Dochte aus
unverbrennlichem Material (Glaswolle bes.) berechnet; bei Baumwolldochten zieht Erfinder
die Bewegung des Ventils mittelst eines am Untersatz u angebrachten, durch Fingerdruck
bewegten Hebels vor.
Claims (3)
1. Das über dem Dochte befindliche Metallgitter.
2. Die Anordnung des gewundenen Kanals zur Mischung von Petroleumdampf und Luft.
3. Das Regulirventil.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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