DE942015C - Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von Ton - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von Ton

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DE942015C
DE942015C DEH11105A DEH0011105A DE942015C DE 942015 C DE942015 C DE 942015C DE H11105 A DEH11105 A DE H11105A DE H0011105 A DEH0011105 A DE H0011105A DE 942015 C DE942015 C DE 942015C
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DE
Germany
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steam
clay
cylindrical container
floor
scrapers
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Expired
Application number
DEH11105A
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English (en)
Inventor
Fritz Huebner
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28CPREPARING CLAY; PRODUCING MIXTURES CONTAINING CLAY OR CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28C1/00Apparatus or methods for obtaining or processing clay
    • B28C1/10Apparatus or methods for obtaining or processing clay for processing clay-containing substances in non-fluid condition ; Plants
    • B28C1/14Apparatus or methods for obtaining or processing clay for processing clay-containing substances in non-fluid condition ; Plants specially adapted for homogenising, comminuting or conditioning clay in non-fluid condition or for separating undesired admixtures therefrom
    • B28C1/22Apparatus or methods for obtaining or processing clay for processing clay-containing substances in non-fluid condition ; Plants specially adapted for homogenising, comminuting or conditioning clay in non-fluid condition or for separating undesired admixtures therefrom combined with means for conditioning by heating, humidifying, or vacuum treatment, by cooling, by sub-atmospheric pressure treatment

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von Ton Die Erfindung befaßt sich mit der Aufbereitung von Ton mittels Dampf, insbesondere von solchen Tonen, die schwer aufschließbare Substanzen oder Restteile enthalten, wie Hartschieferton. Zur Aufbereitung solcher Tone waren bisher umständliche und kostspielige Sumpf- und Maukverfahren oder Mahlverfahren zur restlosen mechanischen Zerkleinerung der getrockneten oder vorgetrockneten Materialien erforderlich. Aber auch bei diesen Verfahren hat sich gezeigt, daß es sehr häufig nicht möglich ist, große Materialmassen vollständig aufzuschließen, da die hierzu erforderliche Einwirkungszeit oder Temperatur oder eine Heißdampfeinwirkung in den bisher verwendeten Vorrichtungen nicht erreicht werden kann. Auch unter Verwendung der bekannten, mit in einem gegen die Außenluft abgedichteten, aufrecht stehenden zylindrischen Behälter langsam umlaufenden Bodenteller und Schneckenaustrag versehenen Mischer, in denen Aufschlußzeiten des ruhenden und nicht umgelagerten Tons von etwa 5 bis 15 Minuten -unter Dampfeinwirkung zu erreichen sind, läßt sich der vollständige Aufschluß der genannten Tone nicht durchführen. Dieser vollständige Aufschluß ist aber bei der Herstellung moderner, dünnwandiger Erzeugnisse eine sehr wichtige Voraussetzung.
  • Ein nicht zum Stande der Technik gehörender Vorschlag ist deshalb auf eine Aufbereitungsvorrichtung gerichtet, die aus einem gegen die Außenluft abgedichteten, gegebenenfalls aufrecht stehenden zylindrischen Behälter mit langsam umlaufenden Bodenteller besteht, in dem der Rohwerkstoff unter Dampfzufuhr an einer Vielzahl von Stellen durchgearbeitet werden soll, .beispielsweise. dadurch, daß er durch ortsfeste oder umlaufende Messer in Scheiben bzw. durch Roste oder Siebe nudel- oder bandförmig unterteilt wird,, bevor er über einen-Verteilertrichter auf den Bodenteller gelangt. Für den Fall, daß der Behälter kastenförmig ausgebildet ist, wurde vorgeschlagen, den Behälter durch waagerechte Trennschichten in mehrere, übereinarnderliegende Behälterteile aufzuteilen, über die der Ton mittels einer Förderkette zickzackförmig von oben nach unten bewegt wird. Durch diese Behandlungsart kann die Einwirkungszeit des Dampfes auf den Ton wesentlich verlängert werden.
  • Gegenstand der Erfindung ist dagegen ein- Verfahren zum kontinuierlichen Aufbereiten von Ton mittels - Abdampf, Frischdampf oder überhitztem Dampf in einem gegen die Außenluft abgedichteten, aufrecht stehenden zylindrischen Behälter mit langsam umlaufendem Bodenteller und Schneckenaustrag, das dadurch gekennzeichnet ist, daß der aus dem Kollergang kommende Ton in dem zylindrischen Behälter unter Dampfeinwirkung über mehrere, etagenweise übereinander angeordnete Böden spiralenartig von oben nach unten bewegt wird. Während bisher der Ton unter Dampfeinwirkung entweder dauernd bewegt wurde oder vorwiegend- in Ruhe blieb, wird der Ton nach dem Verfahren nach der Erfindung in Abständen nach einer gewissen Ruhezeit auf den Böden umgelagert und auf diese Weise sowohl ein zufriedenstellender Dampfaufschluß als auch eine Feuchtigkeitsangleichung der Teilchen untereinander erzielt, ohne daß der bestehende Materialfluß - abgesehen von der Anlaufperiode (Füllperiode) - zeitlich unterbrochen oder mengenmäßig verringert und ohne daß übermäßige mechanische Kraft zum Umwälzen des Tons benötigt wird.
  • Zur Durchführung des Verfahrens wird in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung eine Vor-. richtung mit einem gegen die Außenluft abgedichteten, aufrecht stehenden zylindrischen Behälter mit langsam umlaufendem Bodenteller, Schneckenaustrag und Mitteln zum Einleiten von Dampf benutzt, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie mehrere, etagenweise koaxial übereinander angeordnete Böden mit Abstreichern enthält, wobei entweder die Böden oder die Abstreicher zur Bewegung des. Materials von einem Boden zum anderen drehbar sind. An Stelle der Abstreicher können auch Abstreichschnecken verwendet werden. Die Konstruktionsmerkmale der zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendeten Vorrichtungen sind an sich im einzelnen bekannt. Für diese einzelnen Merkmale wird kein Patentschutz begehrt. Es sind auch in im wesentlichen gleicher Weise wie die- Vorrichtung zur-,Durchführung . des Verfahrens nach der Erfindung ausgebildete Vorrichtungen zum Trocknen oder Dämpfen bekanntgeworden. Diese Vorrichtungen konnten jedoch nicht als Vorbild für die. Tonaufbereitung dienen, da die besonderen Probleme der Tonaufbereitung durch die bekannten Vorrichtungen nicht berührt werden.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist in den Figuren der Zeichnung beispielsweise dargestellt. Es zeigt Fig. i eine Vörrichtung im senkrechten Schnitt, die zur Behandlung von z. B. naß aufbereitetem Material dient und drei Zwischenböden und einen Bodenteller enthält, .
  • Fig. 2 bis 5 in Aufsicht die drei Zwischenböden und den Bodenteller, die in der Vorrichtung gemäß Fig. i verwendet werden.
  • Bei den Vorrichtungen der Fig. i bis 5 fällt das Material durch das Einfalloch i auf den sich um die Mittelwelle 5 drehenden und fest daran montierten Zwischenboden 13. Von hier aus wird es nach einer vollen Drehung mittels Abstreicher i¢ nach innen auf den darunter, ebenfalls an der Mittelachse angebrachten Zwischenboden 15 abgestrichen. Dort vollzieht sich die gleiche Drehbewegung des Materials in dünnverteiltem Zustand. Durch den Abstreicher 16 wird es wiederum auf den darunter befindlichen Zwischenboden 17 und von dort durch den Abstreicher 18 auf den abschließenden Bodenteller i9 abgestreift, wo es nochmals während einer vollen Umdrehung der Dampfdurchdringung ausgesetzt ist. Nach dieser letzten LTnidrehung erst wird das völlig im Dampf aufgeschlossene und erwärmte Material mittels der Schnecke io ausgetragen. Der Wirkungsgrad kann, je nach Weite und Höhe der geschlossenen Maschine., bis ins Maximale-durch Einbau weiterer Etagen gesteigert -werden.
  • Naßgekollertes Material könnte selbstverständlich in an sich bekannter Weise auch unmittelbar aus den Kollersieben in den Behälter, und zwar auf den Zwischenboden 13 ,gedrückt und dem gleichen, geschilderten Verfahren ausgesetzt werden. Eine Gefahr, daß Dampf durch die Kollersiebe entweicht, besteht, erfahrungsgemäß bei dieser- Lösung nicht, da die Siebschlitze jeweils durch Material dicht geschlossen sind.
  • Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion besteht die Möglichkeit, die Geschwindigkeit der Materialbewegung auf den Zwischenböden, gegenüber der des Bodentellers, mittels Sonderantrieb zu beschleunigen, um dadurch die jeweilige Materialauflauge zu verdünnen: Außerdem kann einer etwaigen zu starken Materialdurchfeuchtung dadurch entgegengewirkt werden, daß man verfügbare Heißluft (Ofenwärme) - soweit sie über der Temperatur des Maukmischerraumes liegt - zusätzlich in die Dampfatmosphäre dieses geschlossenen Raumes einführt.
  • Das Verfahren ist auch auf Behälter der oben erläuterten Art mit innerer Austragung änwendbar,. In diesem Fall sind -die Zwischenböden der Fig. i an einer hängenden Welle befestigt, die gesondert von oben angetrieben wird. Bei stark klebendem und sich ballendem Material sind an Stelle der Abstreicher 14, 16, 18 Abwurfschnecken, ähnlich der über dem Bodenteller, anzubringen. Die Schnecken sind von außen her und im Wanddurchtritt gut abgedichtet eingebaut. Sie arbeiten -eventuell mit der Austragschnecke des Bodentellers gekoppelt - im Sinne der in den Fig. 2 bis 5 aufgezeichneten »Materialwege« über den inneren, bzw. äußeren Rand der Zwischenböden hinweg.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum kontinuierlichen Aufbereiten von Tön mittels Abdampf, Frischdampf oder überhitztem Dampf in einem gegen die Außenluft abgedichteten, aufrecht stehenden zylindrischen Behälter mit langsam umlaufendem Bodenteller und Schneckenaustrag, dadurch gekennzeichnet, daß der aus dem Kollergang kommende Ton in dem zylindrischen Behälter unter Dampfeinwirkung über mehrere, etagenweise übereinander angeordnete Bödenspiralenartig von oben nach unten bewegt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i mit "einem gegen die Außenluft abgedichteten, aufrecht stehenden zylindrischen Behälter mit langsam umlaufendem Bodenteller, -Schneckenaustrag -und Mitteln zum Einleiten von Dampf, gekennzeichnet durch mehrere, etagenweise koaxial übereinander angeordnete Böden mit Abstreichern, wobei entweder die Böden oder die Abstreicher zur Bewegung des Materials von einem Boden zum anderen drehbar sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Schnecken an Stelle von Abstreichern über den Böden. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 9 235, 29 384, 23-1 268, 697 597, 826 118; Zeitschrift: Silikattechnik, 195i. S. 337 ff-
DEH11105A 1952-01-16 1952-01-16 Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von Ton Expired DE942015C (de)

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Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE231268C (de) *
DE29384C (de) * O. TOLKE in Neu - Schönsee, Westpr Apparat zum Trocknen und Darren von Diffusions-Rückständen, Malz, Stärke u. dergl
DE9235C (de) * J. F. JENSEN in Flensburg Verfahren, um unter Anwendung von Dampf-Getreidekörner ihrer holzigen Schale zu entkleiden
DE697597C (de) * 1936-05-03 1940-10-17 Eisenwerk Weserhuette Akt Ges
DE826118C (de) * 1950-08-19 1951-12-27 Wenzel Herbring Misch- und Ausgleichvorrichtung fuer Ton, Lehm und aehnliche Stoffe

Patent Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE231268C (de) *
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DE697597C (de) * 1936-05-03 1940-10-17 Eisenwerk Weserhuette Akt Ges
DE826118C (de) * 1950-08-19 1951-12-27 Wenzel Herbring Misch- und Ausgleichvorrichtung fuer Ton, Lehm und aehnliche Stoffe

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