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Vorrichtung zum Trocknen kurzer Teigwaren in Drehtrommeln Die Erfindung
betrifft eine Vorrichtung zum Trocknen von kurzen Teigwaren mittels Warmluft in
einer Drehtrommel, deren Innenraum in mehrere Segmente unterteilt ist, die von den
Teigwaren durchwandert werden.
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Bei vielen der bekannten Trockenanlagen für kurze Teigwaren muB das
fortlaufend aus der Presse austretende zu trocknende Gut von Hand auf Trockenrahmen
verteilt werden. Die Rahmen werden dann in Trockenschränke gegeben, dort gestapelt
und nach beendeter Trocknung wiederum von Hand entnommen. Dieses Verfahren ist durch
das viele Berühren des Guts unhygienisch und erfordert eine hohe Arbeitszeit, was
sich in verschiedener Beziehung ungünstig auswirkt.
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Eine Verbesserung stellen bereits halbautomatische Einrichtungen dar.
Diese Trockenanlagen sind trommelförmig gestaltet. Es sind eine Anzahl Gitterröhren
parallel mit der Trommelachse in die Trommel eingebaut. Die Trommel dreht sich beim
Trockenvorgang langsam um ihre Achse. Zum Aufnehmen des Guts wird zdie Trommel mittels
einer Handwinde schräg gestellt, so daß durch .die dadurch entstehende Neigung die
Ware auf die Trommellänge verteilt wird. Sobald die Röhren gefüllt sind, wird der
Zulauf unterbrochen, die Trommel horizontal gestellt und die Gutsfüllung mittels
Warmluft getrocknet. Nach erfolgter Trocknung vollzieht sich ,die Entleerung in
umgekehrter Reihenfolge. Obwohl bei dieser Konstruktion bereits Handarbeit weitgehend
vermieden ist, hat sie den Nachteil, daB die Trocknung keine fortlaufende, sondern
eine absatzweise ist.
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Eine weitere bekannte Einrichtung stellt ein Trommeltrockner dar,
welcher bereits eine fortlaufende Trocknung ermöglicht. Der Trockenvorgang
erfolgt
mittels spiralförmig angelegter, sich um ihre Achse (drehender Zellen, welche das
Trockengut auf Grund seines Eigengewichtes in der Mitte zum Auslaufen bringen. Während
des Durchgangs durch :die Trommel wird,das Gut von durch Heizkörper erwärmter und
mit Ventilatoren bewegter Luft beaufschlagt. Dieser Vorgang dauert etwa 3 Stunden.
.Da das Gut in dieser Zeit noch nicht ganz getrocknet ist, wird es mit Förderbändern
wieder zu einem zweiten und dritten :gleichen Trommeltrockner bis zur Endtrockrhung
weiterbefördert. Dabei ist das Gut -großen gegenseitigen Reibungen ausgesetzt, was
einen entsprechenden Abfall bedingt.
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Der Zweck der Erfindung ist nun, die bekannten Trommeltrockner für
'kurze Teigwaren derart zu verbessern, .daß jegliche Handarbeit wegfällt, fortlaufender
Betrieb ermöglicht und abfallfreies Trockenprodukt erhalten wird. Dies wird gemäß
der Erfindung dadurch erzielt, daß die Segmente als im wesentlichen mit der Trommelachse
konzentrische Ringräume ausgebildet sind, die durch achsparallele Wände nochmals
in Kanäle unterteilt und mit Gutsförderleisten versehen sind, wobei die Ringräume
jeweils an :einem Trommelende durch Gutsübertrittsspalte mit dem jeweils benachbarten
Ringraum verbunden sind, derart, daß das Gut nacheinander im Zickzackiveg sämtliche
Ringräume durchwandert.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt. Durch das Zulaufrohr i gelangen die von der Presse kommenden Teigwaren
:direkt in den Trommeltrockner. Der Trommeltrockner besitzt eine Vielzahl von Förderkanälen
a. Diese sind .mit Schrägleisten 3 besetzt. Die Schrägleisten haben etwa die halbe
Höhe des betreffenden Förderkanals und können an einer seiner Begrenzungsflächen
angebracht sein. Je nach der Schrägstellung werden die Teigwaren in Richtung .des
einen oder anderen Trommelendes bei der Drehung der Trommel befördert. Bei Erreichen
eines Trommelendes fällt das Gut jeweils durch einen ilbertrittsspalt in den benachbarten
Förderkanal usw., bis die getrockneten Teigwaren aus den innersten Förderkanälen
austreten und in den Abfüllstutzen q. fallen. Zur Erläuterung der Förderung werden
vier jeweils um go° verdrehte Stellungen eines Förderkanals betrachtet. Dabei werden
die Schrägleisten als so angebracht angenommen, wie sie :die Zeichnung zeigt. Bei
einer Anbringung der Schrägleisten an einer anderen Begrenzungswand des Förderkanals
gilt die folgende Erläuterung sinngemäß.
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Bei der tiefsten Lage des Förderkanals liegt :die zu trocknende Ware
zwischen ,den Schrägleisten. Bei der Drehung der Trommel ,gleiten nun idie Teigwaren
auf Grund ihres Gewichtes an :den Schrägleisten ab, d. h. sie bewegen sich in der
Richtung der Neigung weiter. Dieser Vorgang ist nach go° Drehung abgeschlossen.
Ist der Förderkanal oben angelangt, so fallen die Teigwaren aus dem mit Schrägleisten
besetzten Teil heraus und befinden sich in dem durchgehenden Hohlraum. Nach weiteren
go° Drehung sind die Teigwaren im Hohlraum senkrecht zur Drehachse abgerutscht und
gelangen nun bei Weiterdrehung. bis zur Ausgangstellung wieder zwischen :die Schrägleisten.
Da sich diese jedoch überdecken, gelangen die vorher von einer Schrägleiste abgerutschten
Teigwaren diesmal auf die nächste Schrägleiste. So gelangen die Teigwaren nach je
einer Umdrehung auf jeweils :die nächste Schrägleiste, wodurch sich die Förderung
ergibt. Haben die Teigwaren einen Förder-1canal :durchlaufen, so gelangen sie in
den nächst inneren Förderkanal. Dort sind die Schrägleisten in ihrer Schrägstellung
äegenürber den vorherigen versetzt, und somit ist auch die Förderrichtung (die entgegengesetzte.
Um ein Zurückfallen der Teigwaren beim Übergang in den nächst inneren Förderkanal
zu verhindern, sind entsprechende Bunde angebracht. Mehrere Förderkanäle nach der
Mitte zu bewirken so den ständigen Hin- und Hertransport der Teigwaren, bis diese
aus den innersten Förderkanälen austreten und vom Austragstutzen aufgenommen werden.
Die für die Trocknung notwendige Warmluft wird :durch in Bodennähe angebrachte Heizkörper
5 erzeugt und durch einen oder mehrere Ventilatoren 6 in Zirkulation gebracht. Um
den Wärmeverbrauch gering zu halten, ist der Trommeltröckner von einem doppelwandigen
Gehäuse 7 umgeben. Die Regulierung der Luftzu- und -abfuhr wird :durch An- und Absaugöffnungen
8 und g in bekannter Weise vorgenommen.