DE941677C - Vorrichtung zum Entgraten von Schweissnaehten bei abbrenngeschweissten Baendern - Google Patents
Vorrichtung zum Entgraten von Schweissnaehten bei abbrenngeschweissten BaendernInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
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Description
- Vorrichtung zum Entgraten von Schweißnähten bei abbrenngeschweißten Bändern Beim Schweißen von Bändern nach dem Abbrennverfahren war es bisher immer mit großen Schwierigkeiten verbunden, eine Entgratung der Schweißnähte mit möglichst einfachen Mitteln und ohne großen Zeitaufwand vorzunehmen. Eine Entgratung wurde in vielen Fällen derart durchgeführt, daß man eigens hierfür konstruierte Entgratungsmaschinen seitlich der Schweißmaschinen anordnete und die geschweißten Bänder dann nachträglich entgratete. Eine Entgratung unmittelbar im Anschluß an die Schweißung, wenn die Schweißbacken das Band noch zusammenpressen und festhalten, ist deshalb nicht durchführbar, weil der Backenabstand so klein ist, daß das Hindurchführen eines Schälmessers zum Entgraten der Schweißnaht nicht möglich ist. Auch macht es Schwierigkeiten, die Entgratwerkzeuge so zu führen, daß eine Beschädigung des Bandes selbst vermieden wird, da ein Führen dicht neben der Schweißnaht auf dem Band selbst nicht angängig ist, weil dieses vom Schweißen her dort mit Spritzern und Schmelzperlen bedeckt ist.
- Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß nach beendeter Schweißung- die Schweißspannbacken sich öffnen, wobei das geschweißte Band im gleichen Augenblick durch eine weitere Spannvorrichtung festgehalten wird, die sich neben der Spannvorrichtung des Stauchschlittens befindet, und daß beim Rückwärtsgang des Stauchschlittens über einen Hebel die Schweißnahtdes Bandes genau in der Arbeitsmitte zwischen den Schweißbacken gehalten wird. Dabei wird der. Stauchschlitten so weit von der feststehenden. Spannbacke entfernt, daß ein kräftiges Entgratüngs-Werkzeug zwischen den beiden Schweißspannbäcken hindurchfahren kann und die Schweißnaht entgratet wird, nachdem das Band erneut festgespannt und' notfalls nochmals durch einen Stromstoß erwärmt worden ist.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch veranschaulicht.
- Fig. i zeigt die Draufsicht eines Entgratungssupportes und einer Bandschweißmaschine in Stellung ' Fig: 2 zeigt die Seitenansicht der Bandschweißmaschine im Schnitt längs der Linie A-B und Fig. 3 die Seitenansicht des Entgratungssupportes-Einander entsprechende Teile sind in den Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen. ' In Fig. i ist an dem nicht dargestellten Maschinengestell die feststehende Spannbacke r mit der zugehörigen Spannvorrichtung 2 .-.befestigt.. Der. bewegliche Stauchschlitten 3, der.auf dem Maschinengestell gleitet, besitzt außer der Schweißspannbacke 4 mit der erforderlichen Spannvorrichtüng 5 -noch eine sogenannte Rückholeinrichtung für das Zurückziehen des geschweißten Bandes 7 in die Arbeitsmitte des- Entgratungssupportes B. Diese. -Rückholeinrichtung besteht aus einem Hebel 9, dessen Drehpunkt io sich am Gehäuse des Maschinengestells befindet,: sowie aüs- einer Spannbacke i i zum -Festhalten des Bandes 7, wobei die Spannbacke i i in der Mitte des Hebels g drehbar gelagert ist: Der Hebel 9 ist an seinem Ende gabelförmig angeschnitten und umfaßt den am Stauchschlitten befestigten Zapfen i2: Unter -den einzelnen Spann-: backen i, 4 tind i i befindet sich das zu verschweißende Band 7 mit der Schweißnaht 13 in der Mitte zwischen den beiden Spannbacken i. und 4. -Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht im Schnitt .längs der Linie . A-B, wobei außer den' vorgenannten Teilen zwei Zylinder z4 und 15 mit Kolben 16 und 17 sichtbar sind. Wird durch die obere Zuführungsleitung 18 Preßluft in den oberen Teil. der Zylinder eingeblasen, so werden die Kolben 16 und 17 nach unten gedrückt _und das Werkstück? wird entspannt. Das Spannen des Bandes 7 erfolgt durch Einblasen von Preßluft' in die untere Zuführungsleitung ig, -wobei diel einströmende Preßluft -im unteren Teil der Zylinder 15 und 14 die Kolben 16 und 17 nach oben drückt: Nach -Fig. 3 ist- der Kopf des Entgratungssupportes 8 gabelförmig ausgebildet. In dem oberen Gabelteil 2o sind in einem bestimmten Abstand zwei Rollen 2i und 22 hintereinander und parallel zueinander angeordnet. In der Mitte- ist das Schälmesser 24 angeordnet.
- Der untere Gabelteil -23 enthält die gleichen Maschinenelemente wie der obere Gabelteil in symmetrischer Anordnung. Während des Schweißprozesses ist der Entgratsupport in_ Ruhestellung, d. h. sein Kopf,_ der die Entgratvorrichtung enthält, steht neben der . - Schweißmaschine. 'Ein nicht dargestelltes Schutzschild deckt ihn gegen die Spritzer beim Schweißen ä'b. -Bei Beendigung des Schweißvorganges haben _ die Schweißbacken i und 4 einen geringen Abstand zueinander, so daß ein Entgraten der Schweißnaht in -dieser Stellung nicht möglich ist. Die Schweiß-- backen müssen erst weit geöffnet werden, gleichzeitig aber auch muß das Band 7 bis in die Arbeitsmitte des Entgratsupportes 8 gebracht werden, so . daß ein Entgraten ohne Schwierigkeiten vorgenommen werden kann: Dies geschieht in der Weise, daß im. gleichen Augenblick, wenn die- Schweißbacken i, 4 sich öffüen, die Spannbacke i i durch Einlassen der Preßluft-in die Zuführungsleitung i9 der Rückholeinrichtung geschlossen und der Stauchschlitten auf volle Öffnung gefahren wird. Durch "die Anordnung der Drehpunkte des Hebels im Verhältnis i : 2 wird also, Wenn der Stauchschlitten den Wegs 'zurücklegt, das Band den Weg s/2 zurücklegen. Mithin kommt also die Schweißnaht genau vor die Arbeitsmitte des Entgratsupportes -..und in der. Mitte, zwischen den beiden. Spannbacken zu liegen. Sodann fährt der Entgratsupport bis an das Werkstück heran, die Schweißbacken spannen wieder-das Band und die Entgratung der Schweißnaht beginnt.
- Die Rollen in dem Kopf des- Entgratsupportes können j -e nach Blechstärke in ihrem lichten Allstand verstellt werden. Der horizontale Abstand der Rollen wird zweckmäßig so-gewählt, daß sie in der unbeschädigten= Zone- des -Bandes laufen, das ist jene, die sich unter den Schweißbacken befand und daher frei. von Schweißspritzern ist. Auf diese Weise kann der Entgratsupport ungehindert hin- ; durchfahren und das Band sauber und ohne Beschädigung .des Grundwerkstoffes .entgraten. Dabei können vor den Führungsrollen auch Bürsten und Preßluftblasdüsen zur Reinigung der Fahrbahn vor den- Rollen angeordnet sein. Nach der Entgratung fährt der Entgratwerkzeugsupport wieder in seine Ruhestellung zurück, und sämtl'ic'he Spannbacken öffnen sich. Der Stauchschlitten wird in seine Anfangsstellung gefahren, und die Maschine ist zu einem neuen Schweißvorgang bereit.
- Da der Abstand der Schweißbacken beim Entgrafen größer ist als beim Schweißbeginn, hat eine nach dem Verfahren der Erfindung arbeitende Maschine drei Ruhestellungen des Maschinenschlittens: ' Schweißbeginn, Schweißende und Entgraten,, während die übliche Maschine nur zwei solcher Stellungen hat: Schweißbeginn und Schweißende.
- Durch die Anordnung einer besonderen Entgratruhesiellung des Schlittens wird auch erreicht, daß beim Entgraten stets eine und dieselbe Entfernung zwischen den Spannbacken herrscht, und zwar unabhängig von der mit der Werkstückdichte ständig wechselnd eingestellten Stellung bei Schweißbeginn. Außerdem steht das Entgratwerkzeug ständig genau vor der Schweißnaht, braucht also nicht seitlich verstellt zu werden, obgleich die Lage der Schweißmitte während des Schweißens mit wechselnder Banddicke sich infolge wechselnden Backenabstandes seitlich verschiebt.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum' Entgraten von Schweißnähten bei abbrenngeschweißten Bändern, dadurch gekennzeichnet, daß nach beendeter Schweißung die Schweißspannbacken sich öffnen und das geschweißte Band im gleichen Augenblick durch eine weitere Spannvorrichtung, die sich neben der Spannvorrichtung des Stauchschlittens befindet, festgehalten wird, die beim Rückwärtsgang des Stauchschlittens bewirkt, daß über ein Hebelsystem die Schweißnaht des Bandes genau vor die Arbeitsmitte des zwischen den Spannbacken befindlichen Entgratwerkzeuges gebracht wird, wobei der Stauchschlitten sich so weit von der feststehenden Spannbacke entfernt, daß der Entgrstwerkzeugsupport zwischen den beiden Schweißspannbacken hindurchfahren kann und die Schweißnaht nach erneutem beidseitigem Spannen des Bandes entgratet.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nach vollzogener Schweißu.:@ und bei geöffneten Schweißspannbacken das?;< so weit von der feststehenden Spannbacke unca -der Stauchschlittern so weit von der Sc'bweii3-naht des Bandes zurückgezogen wird, daß zu beiden Seiten der Schweißnaht eine genügend breite, von Schweißspritzern unbeschädigte Zone frei wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung des Stauchschlittens der Bandschweißmaschine so ausgebildet ist, daß außer den zwei üblichen Ruhestellungen des Schlittens zu Beginn und Ende der Schweißung noch eine dritte Stellung konstanter Backenöffnung zum Zwecke 'des Entgratens vorgesehen ist. q..
- Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hebel, der an einem Ende mit dem beweglichen Stauchschlitten verbunden ist, mit seinem mittleren Drehpunkt eine Bandhaltevorrichtung trägt, durch die bewirkt wird, daß die Schweißstelle des Bandes nur den halben Weg des Stauchschlittens zurücklegt, wodurch die Schweißnaht genau in die Arbeitsmitte des Entgratwerkzeugsupportes gebracht wird, der in der- Mitte zwischen der feststehenden und der beweglichen Spannbacke des Stauchschlittens angeordnet ist, wenn der Stauchschlitten in Stellung »Entgraten« steht.
- 5. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Entgratwerkzeugsupport mit vorzugsweise zwei Paar Leitrollen versehen ist, die sich oberhalb und unterhalb des Bandes auf diesem abstützen, wobei die Abstände der oberen Rollen zu den unteren Rollen der Bandstärke entsprechend einstellbar sind.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen von den Schälmessern rechts und links so weit entfernt sind, daß sie als Laufbahn die während des Schweißens unter den .Spannbacken liegenden und infolgedessen von den Schweißspritzern freien Zonen benutzen.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, gekennzeichnet durch vor den Rollen angeordnete Bürsten oder Preßluftblasdüsen zur Reinigung der . Bahn vor den Rollen des Entgratwerkzeuges.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL17559A DE941677C (de) | 1953-12-29 | 1953-12-29 | Vorrichtung zum Entgraten von Schweissnaehten bei abbrenngeschweissten Baendern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL17559A DE941677C (de) | 1953-12-29 | 1953-12-29 | Vorrichtung zum Entgraten von Schweissnaehten bei abbrenngeschweissten Baendern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE941677C true DE941677C (de) | 1956-04-19 |
Family
ID=7260783
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL17559A Expired DE941677C (de) | 1953-12-29 | 1953-12-29 | Vorrichtung zum Entgraten von Schweissnaehten bei abbrenngeschweissten Baendern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE941677C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1006093B (de) * | 1955-03-28 | 1957-04-11 | Humphrey George Taylor | Verfahren und Vorrichtung zum Entgraten der Schweissnaehte bei der Widerstands-Druck- oder Abbrenn-Schweissung |
-
1953
- 1953-12-29 DE DEL17559A patent/DE941677C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1006093B (de) * | 1955-03-28 | 1957-04-11 | Humphrey George Taylor | Verfahren und Vorrichtung zum Entgraten der Schweissnaehte bei der Widerstands-Druck- oder Abbrenn-Schweissung |
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