DE940603C - Hochwertige Wachse - Google Patents

Hochwertige Wachse

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DE940603C
DE940603C DEF13596A DEF0013596A DE940603C DE 940603 C DE940603 C DE 940603C DE F13596 A DEF13596 A DE F13596A DE F0013596 A DEF0013596 A DE F0013596A DE 940603 C DE940603 C DE 940603C
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DE
Germany
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wax
weight
parts
acid
acids
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Expired
Application number
DEF13596A
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Dr Berthold
Hans Dr Hoyer
Guido Von Dr Rosenberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE940603C publication Critical patent/DE940603C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L91/00Compositions of oils, fats or waxes; Compositions of derivatives thereof
    • C08L91/06Waxes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cosmetics (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • HoChwertige Wachse Wachse, die neben den Estern der durch Chromsäureoxydation von Montanwachs erhaltenen Säuren Calciumseifen der gleichen Säuren enthalten, sind bekannt. Sie werden als wertvolle Hartwachse im großen Maßstab hergestellt und für Wachspräparate der verschiedensten Art, insbesondere für die Herstellung von Schuhkremen und Bohnermassen, verwendet. Die große Olaufnahmefähigkeit dieser Produkte und die damit im Zusammenhang stehende Eigenschaft, sehr harte Lösungsmittelpasten zu bilden, ist in manchen Fällen erwünscht. Vielfach besteht aber das Bestreben, salbige und trotzdem einen hohen Anteil an harten Esterwachsen enthaltende Pasten zu' erzeugen, da diese sich besonders vorteilhaft verarbeiten lassen.
  • Man hat in dem-Bestreben, weiche Pasten zu erhalten, bereits Wachse aus Estergemischen von durch Chromsäureoxydation des Montanwachses erzeugten Wachssäuren und Fettsäuren mit Kohlenstoffketten von I2 bis 22 Atomen mit mehrwertigen Alkoholen sowie auch entsprechende calciumseifenhaltige Wachse hergestellt. Die erhaltenen Wachse sind aber verhältnismäßig weich, und die I, eösungsmittelpasten aus diesen, zusammen mit Hartwachsen, erreichen nicht die verlangte Salbigkeit.
  • Auch Fettsäureseifen der Metalle Magnesium, Zink oder Aluminium werden als Zusätze zu Wachspasten empfohlen. Diese besitzen tatsächlich eine weich machende Wirkung. Man muß aber sehr vorsichtig mit solchen Zusätzen sein, damit die Pasten nicht ihren Verband verlieren und dann nicht mehr den Qualitätsansprüchen an derartige Erzeugnisse entsprechen. Es ist auch sehr schwierig, auf diese Weise eine Paste mit einem dauerhaften, schönen Hochglanzspiegel, wie er allgemein gewünscht wird, herzustellen.
  • Es wurde nun gefunden, daß überraschenderweise Wachse, die aus den Estern mit mehrwertigen Alkoholen und Calciumseifen der durchChromsäureoxydation des Montanwachses erhaltenen Säuren bestehen und zusätzlich zum Teil mit mehrwertigen Alkoholen veresterte, gegebenenfalls zum Teil mit Calcium verseifte Fettsäuren mit einer Kohlenstoffkette von I2 bis 22 Atomen und Seifen des Magnesiums, Zinks oder~Aluminiums mit den genannten Wachs- oder Fettsäuren enthalten, nicht nur weiche und salbige Cilpasten mit hohem Ester wachsgehalt herzustellen gestatten, sondern daß diese Pasten gleichzeitig einen besonders schönen und ungewöhnlich beständigen Oberflächenspiegel besitzen. Der Effekt stellt einen beträchtlichen Fortschritt dar und übertrifft denyenigen, der aus der Summierung der Eigenschaften der verschiedenen Komponenten vorauszusehen gewesen wäre, erheblich.
  • Die Herstellung solcher Gemische kann auf verschiedene Weise erfolgen: I. Gleichzeitige Veresterung des Säuregemisches und anschließende Verseifung, 2. gleichzeitige Veresterung und stufenweise Verseifung, 3. stufenweise Veresterung und stufenweise Verseifung der Säuregemische, 4. Zusammenmischen der für sich hergestellten Ester bzw. der Säure des Säuregemisches -und anschließende gemeinsame Verseifung, 5. Herstellung der Ester des ersten Säureanteils, Zumischen der Ester bzw. der Säuren des zweiten Anteils, anschließendes- Verseifen mit dem ersten Metall und schließlich Zufügen der Seife des zweiten Metalls, 6. Kombination aus den genannten Arbeitsweisen.
  • Soweit es sich bei der Herstellungsweise um das Zumischen von Komponenten handelt, kann dieses auch bei Gegenwart von Lösungsmitteln, wie Benzin oder Terpentinöl, erfolgen, ohne daß die Wachskomponenten dann vor der Endverarbeitung (beispielsweise zu Schuhkremen oder Bohnermassen) abgeschieden zu werden brauchen. Das günstigste Mengenverhältnis zwischen Wachs- und Fettsäuren liegt zwischen 75 und 97 Teilen Wachssäuren sowie 25 und 3 Teil Fettsäuren. Der gesamte Metallgehalt beträgt in der Regel zwischen r und 4 0/o, wobei das Verhältnis zwischen Calcium und dem zweiten Metall beliebig gewählt werden kann.
  • Als Säurekomponente haben sich neben den Chromsäureoxydationsprodukten des Montanwachses mit Säurezahlen von etwa 120 bis I60 besonders die geradzahligen Fettsäuren von C12 bis C22, wie Palmitin-, Stearin-, Arachin- und Behensäure, oder deren Gemische, wie Kokosölfettsäure, Palmkernölfettsäure, bewährt.
  • Für die Veresterung kommen beispielsweise folgende mehrwertige Alkohole in Frage: Athan-, Propan-, Butandiole, Propan-, Butantriole oder deren Gemische.
  • Soweit es sich bei dem beschriebenen Verfahren um die Herstellung lösungsmiftelfreier Wachse handelt, erfolgt die Weiterverarbeitung beispielsweise zu Schuhkrem oder Bodenpflegemittel in der üblichen Weise, d. h., es können außer Lösungsmitteln, wie Benzin, Terpentinöl oder deren Ersatzprodukte, andere Wachse, wie Carnaubawachs, Candelillawachs, Ouricurywachs, Bienenwachs oder Rohmontanwachs oder raffiniertes oder veredeltes Rohmontanwachs, mikrokristalline Wachse\ Ozokerite, Paraffine, Harze, Farbstoffe, Füllstoffe, Schleifmittel, Geruchstoffe, Insekticide, Baktericide und andere für die Fabrikation von Wachspräparaten auf Lösungsmittelbasis geeignete Stoffe zugesetzt werden.
  • Beispiel I 100 Gewichtsteile eines Gemisches von 92 Gewichtsteilen eines durch Bleichen von Rohmontanwachs mit Chromsäure erhältlichen Produktes mit einer Säurezahl von etwa I50 mit 8 Gewichtsteilen Kokosölfettsäure werden mit Butandiol-I .3 3 in der üblichen Weise verestert. Anschließend wird das Säure-Ester-Gemisch durch Zugabe von wasserfreiem Calciumhydroxyd bis zu einer Säurezahl von etwa 10 verseift In die Schmelze dieses Produktes trägt man bei I00° 7 Gewichtsteile Magnesiumstearat ein und rührt, bis die Schmelze vollkommen homogen ist. Die Aufarbeitung erfolgt in der üblichen Weise z. B. durch Vergießen in Schalen oder Ablaufenlassen über eine gekühlte Walze. Man erhält ein hartes Wachs von heller Farbe mit folgenden Kennzahlen: Fließpunkt go0, Säurezahl I8, Verseifungszahl 117.
  • Dieses Wachs besitzt ausgezeichnete glanzgebende Wirkung und sehr gute Lösungsmittelbindefähigkeit An Stelle der beschriebenen Aufarbeitung kann das Wachs in folgender Weise direkt weiterverarbeitet werden: In in, 5 Gewichtsteilen des gescEhmolzenen Wachses werden 2 Gewichtsteile Rohmontanwachs und I Gewichtsteil Bienenwachs eingetragen.
  • In der Schmelze werden 0,1 Gewichtsteile eines braunen, fettlöslichen Farbstoffes gelöst und 20 Gewichtsteile vollraffiniertes Tafelparaffin 52 bis 540 und 0,5 Gewichtsteile Ozokerit mit einem Schmelzpunkt von etwa 700 zugefügt und unter Rühren zusammengeschmolzen. Nach dem Abkühlen bis zur beginnenden Abscheidung von Wachsanteilen wird in üblicher Weise in die Versandgefäße vergossen.
  • Man erhält einen braunen Schuhkrem von geschmeidiger Konsistenz, der einen hervorragenden haltbaren Hochglanzspiegel zeigt, sich sehr angenehm verarbeiten läßt und einen hochglänzenden Wachsfilm hinterläßt Wachse mit sehr ähnlichen Eigenschaften erhält man, wenn man an Stelle von Butandiol-i .3 mit Athandiol-I 2 oder einem Gemisch dieser Alkohole verestert.
  • Beispiel 2 100 Gewichtsteile eines mit Chromsäure gebleichten Montanwachses der Säurezahl von etwa I60 werden mit Butandiol-i .3 in der üblichen Weise verestert. In dieses Ester-Säure-Gemisch gibt man bei 95 bis I00° 8 Gewichtsteile Palmkernölfettsäure und rührt, bis vollständige Lösung eingetreten ist. Anschließend wird, wie in Beispiel 1 angegeben, mit Calciumhydroxyd verseift, 8 Gewichtsteile Zinkstearat zugegeben und bis zur vollständigen Lösung gerührt. Die heiße Schmelze wird in der üblichen Weise aufgearbeitet, z. B. in Schalen gegossen oder über eine gekühlte Walze in Schuppenfofm gebracht. Man erhält ein hartes Wachs von heller Farbe, Fließpunkt 99 bis I00°, Säurezahl I8, Verseifungszahl 114.
  • Ein Produkt von gleichen Eigenschaften erhält man, wenn man, wie in Beispiel 1 angegeben, das Gemisch von gebleichtem Montanwachs mit Palmkernölfettsäure zusammen verestert, anschließend verseift und Zinkstearat einarbeitet.
  • Verwendet man an Stelle von Palmkernölfettsäure andere Fettsäuren oder deren Gemische, wie Stearin-, Palmitin-, Arachin-, Behensäure, so erhält man Wachse mit gleich wertvollen Eigenschaften.
  • An Stelle von Butandiol-I .3 3 können auch andere mehrwertige Alkohole, wie Äthandiol-1#2, Propandiol-1#2, Propantriol, Bútandiol-1#4 oder deren Gemische, zur Veresterung verwendet werden.
  • Die so erhaltenen Wachse können beispielsweise wie folgt weiterverarbeitet werden: 7 Gewichtsteile eines nach Beispiel 2 erhaltenen Wachses werden mit o, 5 Gewichtsteilen Bienenwachs, I Gewichtsteil Ozokerit mit dem Schmelzpunkt etwa 700 und 24 Gewichtsteilen vollraffiniertem Tafelparaffin mit dem Schmelzpunkt 52 bis 540 zusammengeschmolzen. Die klare Schmelze wird nach dem Abkühlen auf etwa 80° mit einem Gemisch von 20 Gewichtsteilen Terpentinöl und 50 Gewichtsteilen Testbenzin langsam unter Vermeidung von Abscheidungen versetzt. Die erhaltene Lösung wird bis auf etwa 400 abgekühlt und dann in üblicher Weise in die gebräuchlichen Versandgefäße vergossen. Man erhält eine geschmeidlge Wachspaste, die sich durch einen sehr schönen Hochglanzspiegel auszeichnet. Derartige Präparate können beispielsweise als Bohnermasse, Möbelpolitur oder für die Lederpflege verwendet werden.
  • Beispiel 3 Ein Gemisch von go Gewichtsteilen eines durch Bleichen von Montanwachs mit Chromsäure erhaltenen Wachses der Säurezahl I45 mit 10 Gewichtsteilen Palmkernölfettsäure wird in der üblichen Weise mit Butandiol-I .3 3 verestert, dann mit Calciumhydroxyd bis zu einer Säurezahl von 25 und anschließend mit Magnesiumacetat bis zur Säurezahl von etwa I2 verseift, wobei man für die Abführung der entstehenden Essigsäure Sorge trägt. Man erhält ein hartes, cremefarbenes Wachs.
  • An Stelle von Magnesiumacetat kann auch Zinkstearat, an Stelle von Palmkernölfettsäure können Gemische von anderen Fettsäuren von C12 bis C22, wie Fettsäuregemische aus der Paraffinoxydation, verwendet werden.
  • Die so erhaltenen Wachse können beispielsweise wie folgt weiterverarbeitet werden: 6 Gewichtsteile eines nach Beispiel 3 erhaltenen Wachses werden zusammen mit 2 Gewichtsteilèn eines Kalkseife enthaltenden, durch Veresterung des Chromsäureoxydationsproduktes von Montanwachs mittels Butandiol-1#3 hergestellten Wachses zusammengeschmolzen. In die Schmelze gibt man unter gutem Rühren etwa 0,05 Gewichtsteile eines fettlöslichen braunen Farbstoffes. Nachdem dieser in Lösung gegangen ist, fügt man 2 Gewichtsteile Ozokerit vom Schmelzpunkt etwa 700 und I8 Gewichtsteile Paraffin zu. Die eínheitliche Schmelze wird bei einer Temperatur von etwa 700 mit einem Gemisch von 36 Gewichtsteilen Testbenzin und 36 Gewichtsteilen Terpentinöl langsam unter Vermeidung von Abscheidungen versetzt. Die Lösung wird nach dem Abkühlen auf etwa 400 in üblicher Weise vergossen. Man erhält nach dem Erkalten Kreme von weicher, salbiger Beschaffenheit, die z. B. als Schuhpflegemittel, für Autopolituren und zur Lederpflege verwendet werden können. Die Pasten zeichnen sich durch einen vorzüglichen Oberflächenspiegel aus und besitzen hervorragende glanzgebende Eigenschaften.
  • Beispiel 4 Ein Gemisch von 94 Gewichtsteilen eines durch Bleichen von Montanwachs mit Chromsäure erhaltenen Montanwachses der Säurezahl I56 und 6 Gewichtsteilen Kokosölfettsäure werden mit Butandiol-r .3, wie im Beispiel I angegeben, verestert und mit Calciumhydroxyd verseift Danach trägt man 6 Gewichtsteile Zinkmontanat in die Schmelze ein und rührt bis zur vollständigen Lösung. Das so erhaltene harte, helle Wachs vom Schmelzpunkt 980, Säurezahl I3, Verseifungszahl I18 hat ähnliche Eigenschaften, wie das in Beispiel 1 beschriebene, und kann auf die dort beschriebene Weise in Pasten übergeführt werden.
  • An Stelle von Zinkmontanat können auch andere Seifen, z. B. Zink- oder Aluminiumstearat, mit gleichem Erfolg verwendet werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPR8CHE I. Hochwertige Wachse aus einem Estergemisch von durch Oxydation von Montanwachs mittels Chromsäure erhaltenen Säuren und Fettsäuren mit einer Kohlenstoffkette zwischen I2 und 22 Kohlenstoffatomen mit mehrwertigen Alkoholen und Calciumseifen der genannten Säuren, dadurch gekennzeichnet, daß sie noch Zink-, Magnesium- oder Aluminiumseifen dieser Säuren enthalten.
  2. 2. Hochwertige Wachse nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Fettsäuren aus technischen Fettsäuregemischen, wie Kokosölfettsäure, Palmkernölfettsäure oder Fettsäuregemischen der Paraffinoxydation, bestehen.
    Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 530 507.
DEF13596A 1954-01-01 1954-01-01 Hochwertige Wachse Expired DE940603C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1041618B (de) * 1956-01-17 1958-10-23 Giulini Ges Mit Beschraenkter Wasserfreie Bohnerwachsmischungen
WO2006059355A1 (en) * 2004-11-30 2006-06-08 Sante Todeschi Paints for fine arts and painting restoration and relative preparation procedure

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE530507C (de) * 1930-01-29 1931-07-29 I G Farbenindustrie Akt Ges Wachsmassen

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