DE9398C - Verfahren und Apparat zur Bereitung von Chlorkalk - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Bereitung von Chlorkalk

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DE9398C
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chlorinated lime
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chlorinated
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Dr. F. KÖPFER in Mannheim
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B11/00Oxides or oxyacids of halogens; Salts thereof
    • C01B11/04Hypochlorous acid
    • C01B11/06Hypochlorites
    • C01B11/064Hypochlorites of alkaline-earth metals

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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

1879.
Klasse 75.
FERDINAND KÖPFER in MANNHEIM. Verfahren und Apparat zur Bereitung von Chlorkalk.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 1J. November 1879 ab.
Die Absorption des Chlors durch Kalkhydrat wird fast in allen Fabriken, die sich mit der Chlorkalk-Fabrikation befassen, in der Weise bewirkt, dafs Chlorgas in grofse, luftdicht verschlossene Kammern eingeleitet wird, auf deren Boden das zur Sättigung bestimmte Kalkhydrat in einer 10 bis 25 cm hohen Schicht ausgebreitet liegt.
Bei der Darstellung des hochgradigen Chlorkalks (iio° bis 115°) werden bekanntlich die letzten Antheile Chlor nur sehr langsam aufgenommen, und wenn in die Kammer die berechnete Chlormenge eingeströmt ist und dieselbe nun behufs Absorption des in ihr noch vorhandenen Chlorgases stillgestellt wird, vergeht oft geraume Zeit, bis der Chlorgehalt der Kammergase soweit herabgedrückt ist, dafs durch das Oeffnen der Kammern dem Fabrikanten nur ein geringer materieller Verlust verursacht und das Gedeihen der in der Umgebung der Fabrik lebenden Individuen und Pflanzen möglichst wenig gestört werde. Während die Kammer stillsteht, ist sie für den Betrieb verloren; oft beträgt dies mehr als 48 Stunden in der Woche. Um diese Mifsstände zu vermeiden, hat man die Anwendung von Kammern vorgeschlagen, welche mit Rührwerken versehen sind, oder solche, in denen der Kalk von oben eingetragen wird, dann über eine Reihe geneigter Flächen dem in der halben Höhe der Kammer eintretenden Chlorgas entgegenrutscht, um unten continuirlich als gesättigter Chlorkalk anzukommen. Derartige Einrichtungen haben indessen den Nachtheil, dafs innere Apparatstücke, zum Theil solche von Metall, fortwährend mit Chlorgas in Berührung sind, wodurch sie bald der vollständigen Zerstörung entgegengeführt werden.
Um nun einerseits die Vortheile der erwähnten verschiedenen Einrichtungen zu verbinden und die Nachtheile derselben gemeinschaftlich auszuschliefsen, besteht das neue Verfahren darin, die Absorption des Chlors so zu bewirken, dafs dasselbe in der halben Höhe einer ,etwa 4 m hohen Absorptionskammer von achteckigem Grundrifs eingeführt wird, während von oben her continuirlich oder periodisch fein gemahlenes Kalkhydrat eingestreut wird. Die hierzu dienende Streuvorrichtung mufs nun folgenden Anforderungen genügen: Sie mufs durch eine möglichst enge Oeffhung in der Bleidecke der Chlorkammer den feinen gelöschten Kalk auf eine möglichst grofse Fläche in gleichmäfsig hoher Schicht ausstreuen. Eine dem entsprechende Vorrichtung ist in beiliegender Zeichnung dargestellt.
In der Decke der Absorptionskammer befindet sich eine kreisrunde Oeffhung von 70 bis 100 cm Durchmesser. An diese ist ein Ansatzrohr (mit Vorrichtung für einen Wasserverschlufs) angelöthet. Fig. 2, h ist ein Holztrichter, durch welchen mittelst eines Paternosterwerks P Kalkhydrat in die Centrifuge A eingeworfen werden kann. Die Centrifuge besteht aus einer oben offenen, unten mit einer kreisrunden Holz- oder Eisenblechplatte geschlossenen Trommel von 60 bis 90 cm Durchmesser und 15 bis 25 cm Höhe. An. der Seite, ist sie von unten herauf ein beliebig grofses Stück zwischen α und b ebenfalls etwas konisch abgeschlossen. Zwischen b und c befindet sich ringsum ein Drahtnetz, dessen Maschen 0,5 cm Weite haben.
Rotirt nun die Trommel, so wird das hineingeworfene Kalkhydrat an die Seitenwände geschleudert und findet einen Ausweg nur durch das grobmaschige Sieb in den Richtungen der Pfeile. Die Rotation der Centrifuge wird durch eine kleine Dampfmaschine in der Weise bewirkt, dafs durch Anwendung von Riemscheiben und Kegelrädern die Trommel 600 bis ι 200 Umdrehungen in einer Minute macht. Der Kalk wird dadurch auf eine kreisrunde Fläche von mindestens 10 m Durchmesser ziemlich gleichmäfsig ausgestreut. Bei C oder C, Fig. i, tritt das Chlorgas in die Kammer ein, es kann nur durch Diffusion nach oben gelangen, und dabei wird der dem Gesetze der Diffusion entsprechende kleine Antheil Chlorgas leicht vollständig durch eingestreuten Kalk absorbirt werden können.
Dieses Verfahren bietet vor den bisher üblichen folgende Vortheile:
1. Das dargestellte Product wird ein sehr gleichmäfsiges, da man während der Fabrikation die Regulirung der continuirlichen oder periodischen Chlorzuströmung und Kalkverstäubung vollständig in der Gewalt hat.
2. Der Betrieb wird viel seltener unterbrochen werden müssen, da man den Chlorkalk vor
dem Entleeren der Kammer bis zu ι '/2 m Höhe aufspeichern kann.
3. Die Chlorverluste nach der Stillstellung und damit die Belästigung der Nachbarschaft mit übelriechenden Gasen werden vollständig vermieden.
Die nach dem Stillstellen der Kammern noch zurückgebliebene Chlorgasmenge kann kurze Zeit nach dem Fertigwerden der Kammer durch Einstreuen einer aus der Analyse der Kammergase berechneten Kalkmenge jedenfalls bis auf 0,5 Volumprocent absorbirt werden.

Claims (3)

  1. Patent-AnSprüche:
    i. Die Darstellung von Chlorkalk durch periodisches oder- continuirliches Eintragen fein gemahlenen Kalkhydrats als Staubregen durch eine Oeffnung in der Decke einer einfachen Absorptionskammer.
  2. 2. Die Darstellung von Chlorkalk durch Einführen des fein gemahlenen Kalkhydrats als Staubregen mit Hülfe einer im Innern der einfachen Absorptionskammer befindlichen periodisch oder continuirlich wirkenden Centrifuge.
  3. 3. Die Verbindung einer gewöhnlichen zur Darstellung von Chlorkalk dienendenAbsorptionskammer mit einer Centrifuge, im wesentlichen wie beschrieben und dargestellt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT9398D Verfahren und Apparat zur Bereitung von Chlorkalk Active DE9398C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1106167B (de) * 1957-08-23 1961-05-04 Hazeltine Corp Anordnung zur Pegelsteuerung bei elektronischen Filmpruefgeraeten

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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