DE9398C - Verfahren und Apparat zur Bereitung von Chlorkalk - Google Patents
Verfahren und Apparat zur Bereitung von ChlorkalkInfo
- Publication number
- DE9398C DE9398C DENDAT9398D DE9398DA DE9398C DE 9398 C DE9398 C DE 9398C DE NDAT9398 D DENDAT9398 D DE NDAT9398D DE 9398D A DE9398D A DE 9398DA DE 9398 C DE9398 C DE 9398C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- lime
- chlorinated lime
- chamber
- preparation
- chlorinated
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 title claims description 15
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 title claims description 15
- 239000004571 lime Substances 0.000 title claims description 15
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 title claims description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 title description 4
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 claims description 8
- AXCZMVOFGPJBDE-UHFFFAOYSA-L calcium dihydroxide Chemical compound [OH-].[OH-].[Ca+2] AXCZMVOFGPJBDE-UHFFFAOYSA-L 0.000 claims description 7
- 229910001861 calcium hydroxide Inorganic materials 0.000 claims description 7
- 235000011116 calcium hydroxide Nutrition 0.000 claims description 7
- 239000000920 calcium hydroxide Substances 0.000 claims description 7
- 239000000428 dust Substances 0.000 claims 2
- ZAMOUSCENKQFHK-UHFFFAOYSA-N Chlorine atom Chemical compound [Cl] ZAMOUSCENKQFHK-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 8
- 229910052801 chlorine Inorganic materials 0.000 description 8
- 239000000460 chlorine Substances 0.000 description 8
- KZBUYRJDOAKODT-UHFFFAOYSA-N Chlorine Chemical compound ClCl KZBUYRJDOAKODT-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 7
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 3
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000009792 diffusion process Methods 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 244000144619 Abrus precatorius Species 0.000 description 1
- 241000196324 Embryophyta Species 0.000 description 1
- 238000000889 atomisation Methods 0.000 description 1
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000000737 periodic effect Effects 0.000 description 1
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 description 1
- 238000003892 spreading Methods 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B11/00—Oxides or oxyacids of halogens; Salts thereof
- C01B11/04—Hypochlorous acid
- C01B11/06—Hypochlorites
- C01B11/064—Hypochlorites of alkaline-earth metals
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geology (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Treating Waste Gases (AREA)
Description
1879.
Klasse 75.
FERDINAND KÖPFER in MANNHEIM. Verfahren und Apparat zur Bereitung von Chlorkalk.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 1J. November 1879 ab.
Die Absorption des Chlors durch Kalkhydrat wird fast in allen Fabriken, die sich mit der
Chlorkalk-Fabrikation befassen, in der Weise bewirkt, dafs Chlorgas in grofse, luftdicht verschlossene
Kammern eingeleitet wird, auf deren Boden das zur Sättigung bestimmte Kalkhydrat
in einer 10 bis 25 cm hohen Schicht ausgebreitet
liegt.
Bei der Darstellung des hochgradigen Chlorkalks (iio° bis 115°) werden bekanntlich die
letzten Antheile Chlor nur sehr langsam aufgenommen, und wenn in die Kammer die berechnete
Chlormenge eingeströmt ist und dieselbe nun behufs Absorption des in ihr noch vorhandenen Chlorgases stillgestellt wird, vergeht
oft geraume Zeit, bis der Chlorgehalt der Kammergase soweit herabgedrückt ist, dafs
durch das Oeffnen der Kammern dem Fabrikanten nur ein geringer materieller Verlust verursacht
und das Gedeihen der in der Umgebung der Fabrik lebenden Individuen und
Pflanzen möglichst wenig gestört werde. Während die Kammer stillsteht, ist sie für den Betrieb
verloren; oft beträgt dies mehr als 48 Stunden in der Woche. Um diese Mifsstände zu vermeiden,
hat man die Anwendung von Kammern vorgeschlagen, welche mit Rührwerken versehen sind, oder solche, in denen der Kalk von oben
eingetragen wird, dann über eine Reihe geneigter Flächen dem in der halben Höhe der Kammer
eintretenden Chlorgas entgegenrutscht, um unten continuirlich als gesättigter Chlorkalk anzukommen.
Derartige Einrichtungen haben indessen den Nachtheil, dafs innere Apparatstücke,
zum Theil solche von Metall, fortwährend mit Chlorgas in Berührung sind, wodurch sie
bald der vollständigen Zerstörung entgegengeführt werden.
Um nun einerseits die Vortheile der erwähnten verschiedenen Einrichtungen zu verbinden und
die Nachtheile derselben gemeinschaftlich auszuschliefsen, besteht das neue Verfahren darin,
die Absorption des Chlors so zu bewirken, dafs dasselbe in der halben Höhe einer ,etwa
4 m hohen Absorptionskammer von achteckigem Grundrifs eingeführt wird, während von oben
her continuirlich oder periodisch fein gemahlenes Kalkhydrat eingestreut wird. Die hierzu dienende
Streuvorrichtung mufs nun folgenden Anforderungen genügen: Sie mufs durch eine
möglichst enge Oeffhung in der Bleidecke der Chlorkammer den feinen gelöschten Kalk auf
eine möglichst grofse Fläche in gleichmäfsig hoher Schicht ausstreuen. Eine dem entsprechende
Vorrichtung ist in beiliegender Zeichnung dargestellt.
In der Decke der Absorptionskammer befindet sich eine kreisrunde Oeffhung von 70 bis 100 cm
Durchmesser. An diese ist ein Ansatzrohr (mit Vorrichtung für einen Wasserverschlufs) angelöthet.
Fig. 2, h ist ein Holztrichter, durch welchen mittelst eines Paternosterwerks P Kalkhydrat
in die Centrifuge A eingeworfen werden kann. Die Centrifuge besteht aus einer oben
offenen, unten mit einer kreisrunden Holz- oder Eisenblechplatte geschlossenen Trommel von
60 bis 90 cm Durchmesser und 15 bis 25 cm Höhe. An. der Seite, ist sie von unten herauf
ein beliebig grofses Stück zwischen α und b ebenfalls etwas konisch abgeschlossen. Zwischen
b und c befindet sich ringsum ein Drahtnetz, dessen Maschen 0,5 cm Weite haben.
Rotirt nun die Trommel, so wird das hineingeworfene Kalkhydrat an die Seitenwände geschleudert
und findet einen Ausweg nur durch das grobmaschige Sieb in den Richtungen der Pfeile. Die Rotation der Centrifuge wird durch
eine kleine Dampfmaschine in der Weise bewirkt, dafs durch Anwendung von Riemscheiben
und Kegelrädern die Trommel 600 bis ι 200 Umdrehungen in einer Minute macht.
Der Kalk wird dadurch auf eine kreisrunde Fläche von mindestens 10 m Durchmesser ziemlich
gleichmäfsig ausgestreut. Bei C oder C, Fig. i, tritt das Chlorgas in die Kammer ein,
es kann nur durch Diffusion nach oben gelangen, und dabei wird der dem Gesetze der
Diffusion entsprechende kleine Antheil Chlorgas leicht vollständig durch eingestreuten Kalk absorbirt
werden können.
Dieses Verfahren bietet vor den bisher üblichen folgende Vortheile:
1. Das dargestellte Product wird ein sehr gleichmäfsiges, da man während der Fabrikation
die Regulirung der continuirlichen oder periodischen Chlorzuströmung und Kalkverstäubung
vollständig in der Gewalt hat.
2. Der Betrieb wird viel seltener unterbrochen werden müssen, da man den Chlorkalk vor
dem Entleeren der Kammer bis zu ι '/2 m Höhe
aufspeichern kann.
3. Die Chlorverluste nach der Stillstellung und damit die Belästigung der Nachbarschaft
mit übelriechenden Gasen werden vollständig vermieden.
Die nach dem Stillstellen der Kammern noch zurückgebliebene Chlorgasmenge kann kurze
Zeit nach dem Fertigwerden der Kammer durch Einstreuen einer aus der Analyse der Kammergase
berechneten Kalkmenge jedenfalls bis auf 0,5 Volumprocent absorbirt werden.
Claims (3)
- Patent-AnSprüche:
i. Die Darstellung von Chlorkalk durch periodisches oder- continuirliches Eintragen fein gemahlenen Kalkhydrats als Staubregen durch eine Oeffnung in der Decke einer einfachen Absorptionskammer. - 2. Die Darstellung von Chlorkalk durch Einführen des fein gemahlenen Kalkhydrats als Staubregen mit Hülfe einer im Innern der einfachen Absorptionskammer befindlichen periodisch oder continuirlich wirkenden Centrifuge.
- 3. Die Verbindung einer gewöhnlichen zur Darstellung von Chlorkalk dienendenAbsorptionskammer mit einer Centrifuge, im wesentlichen wie beschrieben und dargestellt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9398C true DE9398C (de) |
Family
ID=286772
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT9398D Active DE9398C (de) | Verfahren und Apparat zur Bereitung von Chlorkalk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9398C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1106167B (de) * | 1957-08-23 | 1961-05-04 | Hazeltine Corp | Anordnung zur Pegelsteuerung bei elektronischen Filmpruefgeraeten |
-
0
- DE DENDAT9398D patent/DE9398C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1106167B (de) * | 1957-08-23 | 1961-05-04 | Hazeltine Corp | Anordnung zur Pegelsteuerung bei elektronischen Filmpruefgeraeten |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| CH645033A5 (de) | Verfahren sowie vorrichtung zur neutralisation und abscheidung saurer schadstoffe in rauchgasen von feuerungsanlagen mit abwaermenutzung. | |
| DE9398C (de) | Verfahren und Apparat zur Bereitung von Chlorkalk | |
| DE3801913C2 (de) | ||
| DE879685C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Gasen und Daempfen | |
| DE2422799B2 (de) | Verfahren zum Entfernen von Fluorwasserstoff und Borfluorid aus einer Gasmischung | |
| DE1914247A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur alleinigen oder zusaetzlichen Temperaturregelung von Hochdrucksynthesereaktoren durch Kaltgaseinspeisung | |
| DE957297C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Entspannung des Gasdruckes aus Austragsschleusen fuer Feststoffe, insbesondere aus Aschenaustragsschleusen von Druckgaserzeugern | |
| DE2213644C3 (de) | Vorrichtung zur Behandlung von Gasen mittels einer Flüssigkeit | |
| DE19722111A1 (de) | Simulator für unterirdische Umgebungen | |
| DE318766C (de) | ||
| DE2052653B2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum auffangen der in den ofenabgasen einer zementherstellungsanlage enthaltenen alkalien | |
| CH386349A (de) | Verfahren zur Behandlung von organisch verunreinigtem Abwasser und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| CH676436A5 (en) | Wet scrubbing of flue gases - by injection into turbulent alkali metal esp. potassium carbonate soln. | |
| DE2254470B2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum mischen und fuellen von verschiedenen granulaten in zigarettenfiltern | |
| DE91140C (de) | ||
| DE5515C (de) | ||
| DE599149C (de) | Vorrichtung zur Sterilisierung von Wasser mit Hypochloritloesungen | |
| DE34159C (de) | Apparat zum Reinigen oder Absorbiren von Gasen | |
| DE725722C (de) | Vorrichtung zur direkten Behandlung von pflanzlichen Faserstoffen mit Chlor | |
| DE1771485A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer metallischen Schicht auf einer Oberflaeche | |
| DE2052653C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Auffangen der in den Ofenabgasen einer Zementherstellungsanlage enthaltenen Alkalien | |
| DE2444197A1 (de) | Verfahren zur herstellung von granulierter hochofenschlacke und vorrichtung zu dessen durchfuehrung | |
| DE736883C (de) | Vorrichtung zur Waermebehandlung von fluessigen oder festen Stoffen | |
| DE96383C (de) | ||
| DE968990C (de) | Verfahren zur fortlaufenden Kuehlung koerniger Stoffe |