DE34159C - Apparat zum Reinigen oder Absorbiren von Gasen - Google Patents

Apparat zum Reinigen oder Absorbiren von Gasen

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DE34159C
DE34159C DENDAT34159D DE34159DA DE34159C DE 34159 C DE34159 C DE 34159C DE NDAT34159 D DENDAT34159 D DE NDAT34159D DE 34159D A DE34159D A DE 34159DA DE 34159 C DE34159 C DE 34159C
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DE
Germany
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cleaning
tongues
absorbent
sieve
sieve plate
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT34159D
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English (en)
Original Assignee
R. GREVENBERG in Bre- j men
Publication of DE34159C publication Critical patent/DE34159C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
    • B01D47/02Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent by passing the gas or air or vapour over or through a liquid bath

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat, der in.erster Linie an Stelle des bekannten Skrubbers zum Reinigen des Leuchtgases von Ammoniak, Theer und Schwefelverbindungen dienen soll. Der Apparat kann indessen auch in der chemischen Industrie im allgemeinen, z. B. in der Schwefelsäurefabrikatioii an Stelle des Gay-Lussac- oder Gl°ver-Thurmes und überhaupt dort Verwendung finden, wo es sich um die Reinigung oder das Absorbiren von Gasen durch Flüssigkeiten handelt. Der Apparat besteht im wesentlichen aus einer Anzahl kegelförmiger oder pyramidenartiger und flacher Siebbleche mit eigentümlicher Lochung, die in einem geschlossenen Behälter über einander angeordnet sind und die 'gleichmäfsige Vertheilung der Reinigungsoder Absorptionsflüssigkeit ermöglichen.
Auf der .beiliegenden Zeichnung stellt Fig. 1 einen Verticalschnitt durch' den Apparat dar. Fig. 2 zeigt einen ebenen Siebboden des Apparates und Fig. 3 und 4 zeigen die Form der Löcher des Siebbodens in vergröfsertem Mäfsstabe. Fig. 5 zeigt die Spitze des obersten, kegelförmigen Siebbleches. Das zu reinigende Gas tritt bei A, Fig. 1, ein und passirt zunächst den eigenthümlich gelochten flachen Siebboden α, auf welchem eine Schicht von Koksstücken oder dergleichen ausgebreitet ist, welche eine gleichmäfsige Vertheilung des Gases bewirkt.
Die Lochung dieses Siebbodens α sowie auch des oberen Siebbodens d ist in Fig. 2 sowie in Fig. 3 und 4 dargestellt, und zwar sind in den beiden letzteren Figuren die Löcher in gröfserem Mafsstabe gezeichnet. Dieselben sind so geformt, dafs Verstopfungen durch Theer oder theerartige Stoffe verhütet werden.
Wie Fig. 2 zeigt, können in dem Siebboden Längsschlitze, Fig. 3, mit Kreuzschlitzen, Fig. 4, abwechseln, oder man verwendet nur Längsschlitze oder nur Kreüzschlitze.
Bei den Lä'ngsschh'tzen sind die Schlitzränder nach unten gebögen; bei den Kreuzschlitzen sind in dem Blech mit einem breiten Meifsel zwei sich kreuzende Schlitze hergestellt, und von den dadurch entstandenen vier Zungen i, 2, 3, 4, Fig. 4, sind die ersten zwei gegenüberliegenden nach oben- und die beiden anderen nach unten hin abgebogen.
Das Gas passirt hierauf eine- beliebige Anzahl (in der Zeichnung vier) konisch oder pyramidenartig geformter Siebbleche c mit stumpfer Spitze; jedes Siebblech c ruht mit seinem unteren Rande auf einem breiten Blechring /, Fig. i, welcher das Gas nöthigt, nach der Mitte hin zu strömen.
In die Mäntel dieser Siebbleche c sind hufeisenförmige Löcher gestanzt, welche dem Gase den Durchtritt gestatten. Die Form . dieser Löcher ist insbesondere aus Fig. 5 ersichtlich. Die Löcher werden mittelst eines entsprechend geformten Durchschlageisens hergestellt, die so entstehenden Zungen i senkrecht nach innen und abwärts gebogen und in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise mit zwei Zacken versehen. Diese Zacken haben den Zweck, das die Zungen benetzende Reinigungs- oder Absorptionsmittel zu theilen und abtropfen zu lassen.

Claims (3)

  1. Die Zungen i versperren ferner dem seitlich austretenden Gase den W7eg und nöthigen dasselbe, um sie herum auszutreten. '.
    Auf die Siebbleche c, Fig. i, träufelt Wasser oder ein anderes Reinigungs- oder Absorptionsmittel, welches auf den stark geneigten Aufsenflächen abfliefst und durch messerschneidenförmige Fänger.m, Fig. 5, den Zungen i zum Benetzen und Abspülen zugeführt wird.
    Das überflüssige Reinigungs- oder Absorptionsmittel sammelt sich auf den geneigten Ringblechen Z, Fig. 1, und fliefst durch die Schlitze η auf das darunter befindliche Siebblech und schliefslich, nach Passiren der unteren Koksschicht b, bei h ab. Die Schlitze η werden durch Ausschlagen mit einem n-förmig gebogenen Durchschlageisen hergestellt, wobei das stehenbleibende Stück waagrecht nach der inneren Seite des Siebbleches abgebogen wird, so dafs das nach oben strömende Gas nicht die Löcher direct treffen kann, sondern ausweichen mufs. Nachdem das Gas dergestalt die Siebbleche mit stumpfer Spitze passirt hat und hierbei stets an den Zungen i mit dem Reinigungs- oder Absorptionsmittel in Berührung gekommen ist, gelangt es durch das flache Siebblech d und die obere Koksschicht b\ tritt durch das als Reinigungs- oder Absorptionsmittel - Vertheiler wirkende Siebblech c1 und verlä'fst den Apparat bei B.
    Der Reinigungs- oder Absorptionsmittel-Vertheiler c1 ist so geformt, wie die konischen Siebbleche c, besitzt jedoch eine fein ausgezogene Spitze, Fig. 5, welche in ein Rohr χ mit Absperrhahn u oder dergleichen, Fig. 1, hineinragt. Der Hahn u dient zur Regulirung des Zuflusses des Wassers oder sonst angewendeten Reinigungs- oder Absorptionsmittels, und kann zu diesem Zwecke mit Zeiger und Scala versehen.sein.
    Das oberste Siebblech c1 ist an Streben q q frei in dem Apparat aufgehängt und an dem unteren Rande an Stelle des Ringbleches / mit einem breiten, nach auswärts geneigten ausgezackten Rande 0 mit Rinne s versehen.
    Die Zacken des Randes ο sind abwechselnd nach oben und nach unten gebogen und dürfen die Wände des Apparates nicht berühren, sondern müssen überall mindestens 5 mm von denselben abstehen.
    Auf diese Weise wird sowohl das den Apparat passirende Gas als auch das in seiner Zuflufsmenge leicht regulirbare Wasser oder sonstige Reinigungs- oder Absorptionsmittel gleichmäfsig vertheilt, und Gas und Flüssigkeit werden stets in innige Berührung mit einander gebracht, so dafs eine völlige Reinigung oder Absorption gesichert ist.
    Pat en τ-Ansprüche:
    ι . . Bei einem Apparat zum Reinigen oder Absorbiren von Gasen die Anordnung kegel- oder pyramidenförmiger Siebbleche zur Vertheilung des Reinigungs- oder Absorptionsmittels, sowie bei diesen Siebblechen:
    a) die in den Durchlochungen g angeordneten Zungen i, welche das unter dem Siebblech sich ansammelnde Gas nöthigen, um die Zungen herum zu treten;
    b) die auf den Siebblechen angeordneten Wasserfänger m, welche den Zungen i das Reinigungs - oder ' Absorptionsmittel zuführen; ■
    c) die Auszackungen der Zungen i, welche
    die auf letztere gelangende Flüssigkeit nochmals vertheilen und eine gröfsere Benetzung und Spülung bewirken.
  2. 2. Das in eine Spitze endigende Siebblech c1 mit ausgezacktem Rande 0 und Rinne s zur Vertheilung des dem Apparat durch Rohr χ zugeführten Reinigungs- oder Absorptionsmittels.
  3. 3. Die Lochung der flachen Siebbleche, bestehend, aus Längsschlitzen mit nach unten abgebogenen Rändern, oder aus Kreuzschlitzen mit nach oben und unten aufgebogenen Lappen oder Längsschlitzen und Kreuzschlitzen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT34159D Apparat zum Reinigen oder Absorbiren von Gasen Expired - Lifetime DE34159C (de)

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DE (1) DE34159C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1034145B (de) * 1953-11-09 1958-07-17 Allied Chem & Dye Corp Vorrichtung zum Inberuehrungbringen von Gasen mit Fluessigkeiten

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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