DE55652C - Absorptionssystem für Calciumbisulfitlaugen - Google Patents
Absorptionssystem für CalciumbisulfitlaugenInfo
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- DE55652C DE55652C DENDAT55652D DE55652DA DE55652C DE 55652 C DE55652 C DE 55652C DE NDAT55652 D DENDAT55652 D DE NDAT55652D DE 55652D A DE55652D A DE 55652DA DE 55652 C DE55652 C DE 55652C
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- Germany
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- lime
- milk
- absorption system
- scrubber
- lye
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/62—Methods of preparing sulfites in general
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Treating Waste Gases (AREA)
Description
Das in der Zeichnung in Fig. 1 und 2 in Vertical- und Horizontalschnitt dargestellte Absorptionssystem
zur Bereitung von Kochlaugen für Calcium bisulfit ist dadurch charakterisirt,
dafs der Scrubber in einzelne, seitlich zugängliche Abtheilungen getheilt ist, in welche Wagen
oder Schlitten ein- und ausgeschoben werden können. Diese Wagen oder Schlitten sind mit
entsprechenden Vertheilungsrahmen, Sprossen und Sieben für die herabtropfende Kalkmilch
versehen, um den nach oben steigenden Gasen eine möglichst grofse Absorptionsfläche zu
bieten. Anstatt zur Füllung der Wagen oder Schlitten Siebe, Sprossen oder Rahmen zu
verwenden, können dieselben auch mit Steinen, Holz-, Koks-, Metallstücken etc., d. h. mit solchen
Materialien, die eine möglichst grofse Vertheilungsoberfläche geben, gefüllt werden.
Die Verwendung einzelner über einander stehender Wagen oder Schlitten im Scrubber, welche
unabhängig von dem darunter bezw. darüber stehenden Kasten oder Behälter sind, hat den
Vortheil, dafs niemals ein Versetzen des Scrubbers stattfinden kann, wie dies besonders bei sehr
hohen Scrubbern oft der Fall ist; ferner kann jede einzelne Etage des Scrubbers nach ihrem
Verbrauch ohne Weiteres erneuert werden, ohne dafs der Scrubber längere Zeit aufser
Thätigkeit gesetzt zu werden braucht; die bisher stets nothwendige Gesammtentleerung
desselben bei Erneuerung einer Etage, welche für den Betrieb so störend wirkte, ist also vollkommen
vermieden.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, besteht der Absorptionsthurm aus vier verticalen Abtheilungen
SSS1S'2. Die Scrubber SS dienen gleichzeitig
zur anfänglichen Absorption des Gases, während in S1 die beim ersten Durchgang
noch nicht absorbirten Gase nochmals mit der Kalkmilch in Berührung gebracht werden. S2 ist
ein Reservescrubber. Der obere Theil der Fig. ι zeigt das Gehäuse, von welchem aus
die Zuführung der Kalkmilch erfolgt; der untere Theil zeigt die Anordnung der verschiedenen
Scrubberetagen.
Die von dem Schwefelkies- oder Schwefelofen kommenden Gase passiren, nachdem sie
entsprechend gekühlt sind, das Rohr d und treten in die beiden durch Schieber d2 abschliefsbaren
Theilrohre d1 und von dort in den untersten Raum α des Scrubbers S1. In
diesem verticalen Scrubber S1 ' sind einzelne
Etagen hergerichtet, auf welchen sich Schienen für entsprechende Wagen oder Schlitten W befinden,
welche seitlich von den Vorbauen ν eingeschoben werden können. Der Scrubber
ist naturgemäfs mit entsprechenden Thüren versehen.
Ueber den einzelnen Etagen können, wie dies die dritte Etage zeigt, Vertheilungsrahmen r
angebracht werden, um die von oben durch Brause q zuströmende Kalkmilch gleichmäfsig
auf die mit Rahmen, Rosten, Sieben, Metall-, Holz-, Glas- oder PorcellanstUcken ausgefüllten
Kästen zu vertheilen. Die Sprossen der in den Kästen angebrachten Rahmen f ^f1 f3 u. s. w.
liegen aber versetzt gegen einander, wie dies die Zeichnung zeigt, so dafs eine möglichst
grofse Vertheilung der Kalkmilch stattfinden mufs. Dieses so hergestellte enge Gitterwerk
bietet den aufsteigenden Gasen eine grofse Reib- und Vertheilungsfläche.
In der zweiten Etage ist statt des durch Holzprismen erzielten Gitterwerkes ein mit
Koks gefüllter Wagen angewendet, welcher in seinem Untertheil ebenfalls ein Gitterwerk f1/2
zum Durchlassen der aufsteigenden Gase, sowie der herabtropfenden Kalkmilch besitzt. Ueber
und unter jedem Wagen befindet sich eine Abtropfleiste b, um die etwaige seitlich abgeführte
Flüssigkeit bezw. auch das seitlich ausweichende Gas stets wieder nach der Mitte zu
führen.
Zum Ausziehen, Reinigen und Neufüllen der Wagen dient die Führungs- und Tragschiene v.
Um festzustellen, ob ein Wagen verstopft ist, wird ausprobirt, bis zu welcher Höhe der
Scrubber noch wirksam ist. Es sind zu diesem Zwecke in jeder Etage Probirhähne ρ
angebracht.
In dem oberen Gehäuse G ist die Rührwelle k mit Rührarmen k1 für die Kalkmilch
angeordnet und wird dieselbe durch das Vorgelege &2 von der Maschine getrieben. Die
Kalkmilch wird durch die Leitung / in das Gehäuse G geführt, fliefst dann durch Hahn i
in das Rohr h zur Brause q und wird von hier aus auf die Siebe r vertheilt; dann fliefst
sie auf die verschiedenen Wagen oder Abtheilungen des Scrubbers herab, wobei sie sich mit
den aufsteigenden Gasen sättigt.
Die Zuführung der Kalkmilch kann natürlich auch auf andere Weise erfolgen, etwa' direct
durch das punktirte Rohr t zur Brause q ohne Anwendung eines Rührwerkes. Ueber jeder
Abtheilung befindet sich ein Brauserohr, also im ganzen Thurm vier. In der Zeichnung ist,
um die Deutlichkeit nicht zu beeinträchtigen, das Brauserohr über dem Raum S1 nicht eingezeichnet.
Die in dem Gehäuse S S aufsteigenden und nicht absorbirten Gase (falls solche noch vorhanden
sein sollten) werden oben mittelst des Unterexhaustors η durch Leitung m abgesaugt
und in den Raum a1 des Scrubbers S1 geführt,
welch letzterer in derselben Weise mit einzelnen Wagen Wversehen ist und durch seinen obersten
Theil mit dem Schornstein O in Verbindung steht. Das Rohr m ist oben in der Zeichnung
abgebrochen gedacht, steht aber natürlich mit dem Raum S in Verbindung.
Die Wagen oder Schlitten müssen stets einen Gitter-, Sieb- oder durchbrochenen Boden besitzen,
damit die Gase vertical durch das Füll- und Gittermaterial aufsteigen und die Kalkmilch
im Querschnitt durch die Wagen herabfliefsen kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Absorptionssystem zur Herstellung von Calciumbisulfitlaugen aus Kalkmilch und schwefliger'Säure, bestehend aus einem mit mehreren Etagen versehenen Behälter 5, in dessen einzelne Etagen Wagen oder Schlitten W, welche mit sieb- oder gitterförmig durchbrochenem Boden versehen sind und mit Rahmen, Sieben oder stückigem Füllmaterial gefüllt werden, eingeschoben werden, wobei jeder dieser Wagen oder Schlitten unabhängig von dem über oder unter ihm befindlichen erneuert werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55652C true DE55652C (de) |
Family
ID=330163
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55652D Expired - Lifetime DE55652C (de) | Absorptionssystem für Calciumbisulfitlaugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55652C (de) |
-
0
- DE DENDAT55652D patent/DE55652C/de not_active Expired - Lifetime
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