DE934352C - Verfahren zur Herstellung von Alkyltitanaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkyltitanaten

Info

Publication number
DE934352C
DE934352C DET6378A DET0006378A DE934352C DE 934352 C DE934352 C DE 934352C DE T6378 A DET6378 A DE T6378A DE T0006378 A DET0006378 A DE T0006378A DE 934352 C DE934352 C DE 934352C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nitrile
amide
titanate
mixture
ammonium chloride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DET6378A
Other languages
English (en)
Inventor
Daniel Francis Herman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Titan GmbH
Original Assignee
Titan GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Titan GmbH filed Critical Titan GmbH
Application granted granted Critical
Publication of DE934352C publication Critical patent/DE934352C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/003Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table without C-Metal linkages

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Alkyltitanaten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Alkyltitanaten.
  • Es sind bereits zahlreiche Verfahren zur Herstellung von Alkyltitanaten vorgeschlagen und benutzt worden. Bei einem dieser bekannten Verfahren wird Titantetrachlorid mit einem Alkohol in Gegenwart von Ammoniak zur Reaktion gebracht, wobei ein großer Überschuß an Alkohol verwendet wird. Bei einer derartigen Reaktion kristallisiert das gebildete Ammoniumchlorid aus der Lösung und muß von der Alkyltitanat-haltigen alkoholischen Lösung abfiltriert werden. Eine solche Filtration ist schwer durchzuführen, da sie in einem geschlossenen System vorgenommen werden muß. Diese Filtration stellt wegen der hohen auftretenden Verluste und wegen des absorptiven Charakters der gebildeten Kristalle ein kostspieliges Verfahren dar. .
  • Die Erfindung vermeidet diese Nachteile, da sie ein Verfahren zum Gegenstande hat, bei dem die Filtration des gebildeten Ammoniumchlorids in Fortfall kommt. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt in der bequemen und wirtschaftlichen Arbeitsweise.
  • Das Verfahren zur Herstellung von Alkyltitanaten ist dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Bildung von flüssigem Alkyltitanat und Ammoniumchlorid eine Mischung aus Alkohol, Titantetrachlorid und Ammoniak gebildet, daß das Ammoniumchlorid in einem flüssigen Amid oder Nitril aufgenommen wird und daß das flüssige Alkyltitanat und das Ammoniumchlorid enthaltende Amid oder Nitril voneinander geschieden werden. Das Titantetrachlorid, der Alkohol, das Ammoniak und das Amid oder Nitril können an sich in beliebiger Reihenfolge miteinander vermischt werden; es ist jedoch vorteilhaft, zunächst das Titantetrachlorid und den Alkohol einerseits und das-Ammoniak und das Amid oder Nitril andererseits miteinander zu mischen und diese Mischungen zu vereinigen. Bei der Zugabe von Tetrachlorid zum Alkohol tritt eine Reaktion ein, bei der eine gewisse Menge Chlorwasserstoff freigesetzt wird; es ist zwechmäßig, vor der Zugabe des Ammoniaks soviel als möglich von diesem freigesetzten Chlorwasserstoff aus der Mischung zu entfernen. Dies kann dadurch erreicht werden, daß die Mischung aus Titantetrachlorid und Alkohol der Einwirkung eines nicht reagierenden Gasstromes, beispielsweise trockener Luft, ausgesetzt wird, indem das Gas durch die Mischung geleitet wird und auf diese Weise einen Teil des HCl entfernt. Bei der auf diese Weise vorgenommenen Entfernung des H Cl sinkt die Menge des gebildeten Ammoniumchlorids, wodurch die Scheidung erleichtert wird. Es wurde gefunden, daß auf diese Weise bis zu 5o °/o des theoretischen Betrages des HCl entfernt werden kann. Das Amid oder Nitril kann, ohne eine Wirkung hervorzurufen, während der Behandlung mit dem Gasstrom in der Mischung anwesend sein.
  • Es kann fast jedes aliphatische Amid oder Nitril verwendet werden unter der Voraussetzung, daß es nicht mehr als 3 Kohlenstoffatome pro Stickstoffatom enthält. Die Menge des zugegebenen Amids oder Nitrils kann in beträchtlichen Grenzen schwanken, vorzugsweise ist eine solche Menge zu verwenden, die ausreicht entweder zur, Lösung des gebildeten Ammoniumchlorids oder zur Bildung einer leicht zu handhabenden Suspension des ungelösten Ammoniumchlorids. Das Ammoniak muß in einer zur Reaktion mit dem gesamten in der Mischung enthaltenen Chlorid ausreichenden Menge zugegeben werden. Um die Anwesenheit einer ausreichenden Ammoniakmenge zu gewährleisten, ist es vorteilhaft, während der ganzen Reaktion Ammoniakgas durch die Lösung zu geben, um auf diese Weise die Lösung ständig mit Ammoniak gesättigt zu halten.
  • Wenn auch das erfindungsgemäße Verfahren mit fast jedem Alkohol durchgeführt werden kann, der mindestens 2 Kohlenstoffatome pro Molekül besitzt, so ist es doch besonders vorteilhaft, bei der erfindungsgemäßen Herstellung von Alkyltitanaten Alkohole zu verwenden, die zwischen 2 und 2o Kohlenstoffatome besitzen. Es ist besonders zweckmäßig, primäre oder sekundäre einwertige, nichtsubstituierte, aliphatische Alkohole zu verwenden.
  • Die Verwendung eines mäßigen Alkoholüberschusses, beispielsweise 25 °/o über der stöchiometrischen Menge, wird die Ausbeute erhöhen; in den meisten Fällen jedoch zeigt ein geringer Überschuß von beispielsweise 5 °/o befriedigende Ergebnisse.
  • Für das erfindungsgemäße Verfahren kann an sich jede zu den genannten Gruppen zählende Verbindung verwendet werden. Es ist jedoch zweckmäßig, -solche Verbindungen zu wählen, die zu getrennten Schichten führen, um eine einfache Scheidung des gebildeten Alkyltitanats von den übrigen Reaktionsprodukten zu erreichen. Es wurde gefunden, daß die Verwendung von Formamid besonders vorteilhaft ist, da das gebildete Ammoniumchlorid löslich ist. Das Ammoniumchlorid wird in der Formamidschicht gelöst, und daher kann die Alkyltitanatschicht bequem von der das gelöste Ammoniumchlorid enthaltenden Formamidschicht getrennt werden. Wenn Nitrile oder Amide außer Formamid benutzt werden, ist das Ammoniumchlorid unlöslich und in der Mischung als kristallinisches Produkt anwesend. Wenn das Ammoniumchlorid unlöslich in der Amid- oder Nitrilschicht ist, ist es vorteilhaft, wenn auch nicht unbedingt erforderlich, solche Amide oder Nitrile zu verwenden, die eine größere Dichte besitzen als die Alkyltitanatschicht. Dies führt dazu,.daß das unlösliche Ammoniumchlorid als kristallinisches Produkt in der Amid- oder Nitrilschicht, also in der Schicht größerer Dichte, anwesend ist. Die Dichte sowohl der Alkyltitanat- als auch der Amid- oder Nitrilschicht hängt ab von dem Typus der vorhändenen Verbindungen. Im allgemeinen fällt sowohl die Dichte der Alkyltitanatschicht als auch der Amid- oder Nitrilschicht mit wachsendem Molekulargewicht.
  • Wenn die Alkyltitanatschicht eine größere Dichte besitzt als die Amid- oder Nitrilschicht und wenn das gebildete Ammoniumchlorid in der Amid- oder Nitrilschicht unlöslich ist, ist das Ammoniumchlorid als kristallinisches Produkt in der Alkyltitanatschicht anwesend, was unerwünscht ist. Unter diesen Umständen kann jedoch auf bequeme Weise die Dichte einer der beiden- Schichten derart verändert werden, daß die Alkyltitanatschicht eine geringere Dichte erhält als die Amid- oder Nitrilschicht. Dies läßt sich erreichen durch Zugabe eines Lösungsmittels geringerer Dichte, das mischbar mit dem Alkyltitanat und unmischbar mit dem Amid oder Nirtil ist. Ein solches für den vorliegenden Zweck geeignetes Lösungsmittel ist Petroläther. Bei der -Benutzung von Petroläther steigt die den Petroläther enthaltende Alkyltitanatschicht in der Mischung nach oben und bildet die obere Schicht, während die dichtere Amid- oder Nitrilschicht als untere Schicht anwesend ist. In solchem Falle wird das feste Ammoniumchlorid in der Amid- oder Nitrilschicht dispergiert, und die obere Alkyltitanatschicht mit dem Petroläther kann leicht durch Abgießen entfernt werden. Die Dichte der Alkyltitanat- und der Amid- oder Nitrilschicht kann in beträchtlichen Grenzen schwanken in Abhängigkeit von dem dargestellten Titanat, von dem benutzten Amid oder Nitril und von der Löslichkeit des Ammoniumchlorids in der Amid-oder Nitrilschicht. Wenn die Dichten der beiden Schichten einander sehr nahe liegen, wird eine Schwerkraftscheidung schwieriger. Es wurde jedoch gefunden, daß die beiden im Wege der Reaktion entstandenen Schichten auf bequeme Weise durch Schwerkraft oder durch geeignete andere Mittel geschieden werden können, wenn zwischen ihren Dichten ein Unterschied von mindestens o,oi g/cm3 besteht. Eines dieser zur Erreichung dieses Unterschiedes geeigneten Mittel ist oben angegeben worden.
  • Die gesamten Ausgangsmaterialien werden vorzugsweise in vollkommen wasserfreiem Zustande verwendet, da die Anwesenheit von Feuchtigkeit zu einer Hydrolyse der Titanverbindungen und damit zu niedrigeren Ausbeuten führt.
  • Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung.
  • Beispiel i Zur Herstellung von Tetra-(2-äthylbutyl)-titanat wurden 95 Teile Titantetrachlorid während einer Zeitdauer von 30 Minuten 204 Teilen 2-Äthylbutanol zugegeben. Es wurde durch ein Eisbad gekühlt und die Mischung während der Zugabe gerührt. Nach beendeter Zugabe wurde ein Strom trockener Luft durch die Mischung 4 Stunden lang bei Raumtemperatur (etwa 22°) geblasen. Die geblasene Mischung wurde analysiert und enthielt 15,6 °/o Titan, berechnet auf Ti 0, und 24,2 °/o C12, was zeigte, daß 13 % des theoretischen Betrages des durch Reaktion zwischen TiC14 und Aklohol gebildeten HCl entfernt wurden. i2oTeile dieser Mischung wurden während 30 Minuten einem Behälter mit 50o Teilen eines mit Ammoniakgas gesättigten Formamids zugegeben. Der Behälter wurde durch ein Wasserbad gekühlt. Während der Zugabe wurde die Mischung kräftig gerührt und Ammoniakgas während der Zugabe und noch 3o Minuten länger zugeführt, um eine ständige Sättigung mit Ammoniak zu erzielen. Nach beendeter Zugabe bestand der Behälterinhalt aus zwei Schichten. Die obere Schicht war Tetra-(2-äthylbutyl)-titanat, die untere Schicht bestand aus Formamid mit Ammoniumchlorid in Lösung. Die Dichte der Titanatschicht betrug 0955 g/cm3, während die Dichte des Ammoniumchlorid enthaltenden Formamids 1,185 g/cm3 betrug. Die Schichten wurden im Wege der Schwerkraftscheidung voneinander getrennt, und die obere Schicht, die im wesentlichen aus Tetra-(2-äthylbutyl)-titanat bestand, wurde unter reduziertem Druck destilliert und ergab praktisch reines Tetra-(2-äthylbutyl)-titanat. Beispiel 2 38o Teile Titantetrachlorid wurden gemäß Beispiel i zu 592 Teilen n-Butanol zugegeben. Trockene Luft wurde bei Raumtemperatur 8 Stunden lang durch die Mischung geblasen. Die Mischung wurde dann analysiert und enthielt 18,o °/o Titan, berechnet als TiO2, und 22,2 °/o C12, was besagte, daß 31,5 °/a der theoretischen Menge des HCl entfernt wurden. Zoo Teile dieser Mischung wurden mit 13,3 Teilen zusätzlichem n-Butanol zur Erzielung eines io°%igen Butanolüberschusses zugegeben. Darauf wurde das Ganze während einer Zeit von 30 Minuten einem Gefäß mit 275 Teilen mit Ammoniak gesättigtem Dimethylformamid zugegeben. Das Gefäß wurde von außen durch einen Wassermantel gekühlt, um den Inhalt unter 30° zu halten. Während der Zugabe und 30 Minuten nachher wurde Ammoniakgas durch die im Behälter befindliche Mischung geblasen. Den Behälterinhalt ließ man absitzen. Er stellte danach in drei Phasen dar, nämlich Dimethylformamid in oberer Schicht, Tetran-Butyltitanat in unterer Schicht und festes Ammoniumchlorid in Kristallform in der unteren Tetran-butyltitanatschicht. Die Dichte der oberen Schicht aus Dimethylformamid betrug 0,933 g/cm3, die Dichte der unteren Schicht aus Tetra-n-butyltitanat 0,95o g/cm3. Um das Tetra-n-butyltitanat von dem Ammoniumchlorid zu trennen, wurde ein mit Tetran-butyltitanat mischbares und mit Dimethylformamid unmischbares Lösungsmittel benutzt, um die Dichte der Butyltitanat-haltigen Schicht zu senken. Zu diesem Zweck gab man Zoo Teile Petroläther hinzu, rührte die Mischung und ließ sie nochmals absitzen. Das Tetra-n-butyltitanat und der Petroläther bildeten danach eine homogene obere Schicht mit einer Dichte von 0,915 g/cm3, während das Dimethylformamid die untere Schicht unter Einschluß der unlöslichen Ammoniumchloridkristalle bildete. Die beiden flüssigen Phasen wurden durch Abgießen voneinander getrennt, und die obere Schicht aus Tetra-n-butyltitanat und Petroläther wurde destilliert. Das Tetra-n-butyltitanat wurde in praktisch reinem Zustand erhalten. Beispiel 3 38o Teile Titantetrachlorid wurden gemäß Beispiel i zu 481 Teilen Isopropanol zugegeben. Zoo Teile der erhaltenen Mischung wurden innerhalb von 30 Minuten einem Behälter mit 25o Teilen Oxydipropiönitril zugegeben, das mit Ammoniak gesättigt war. Der Behälter wurde durch einen Wassermantel gekühlt, um die Temperatur des Inhaltes unter 30° zu halten. Während der Zugabe und 30 Minuten länger wurde Ammoniakgas durch den Behälter geblasen. Die Ammoniakzufuhr stellte man dann ein und ließ das Reaktionsgemisch absitzen. Der Inhalt des Behälters lag in drei Phasen vor, nämlich flüssigem Oxydipropionitril mit einer Dichte von 1,033 g/cm3 als untere Schicht, flüssigem Tetraisopropyltitanat mit einer Dichte von 0,956 g/cm3 als obere Schicht und unlöslichem Ammoniumchlorid in Kristallform in der Oxydipropionitrilschicht.
  • Das Tetraisopropyltitanat wurde von dem flüssigen, Ammöniumchlorid enthaltenden Oxydipropionitril geschieden und ergab nach der Destillation praktisch reines Tetraisopropyltitanat.
  • Beispiel 4 38o Teile Titantetrachlorid wurden gemäß Beispiel i zu 592 Teilen n-Butanol zugegeben. Bei Raumtemperatur (etwa 2o°) wurde 8 Stunden lang Luft durch die Mischung gegeben und diese danach analysiert. Sie enthielt 17,7 °/o TiO2 und 2o,5 °/o C12, was besagte, daß 35 °/o der theoretischen Menge der erzielten Salzsäure entfernt war. Zoo Teile dieser luftgeblasenen Mischung wurden 30 Minuten lang einem Behälter mit 25o Teilen Iminodipropionitril, gesättigt mit Ammoniak, zugegeben. Unter äußerer Kühlung wurde während der Zugabe Ammoniakgas durch die Mischung geblasen. Nach beendeter Zugabe stellte der Behälterinhalt sich in drei Phasen dar. Die obere Schicht war Iminodipropionitril mit einer Dichte von 0,994 g/cm3; die untere Schicht bestand aus Tetran-butyltitanat von einer Dichte von o,998 g/cm3 mit in ihm enthaltenen Ammoniumchloridkristallen. Wieder wurden zwecks Trennung des Tetra-n-butyltitanates von den Anunoniumchloridkristallen 67 Teile Petroläther unter Rühren der Mischung zugegeben. Das Butyltitanat und der Petroläther bildeten eine homogene obere Schicht mit einer Dichte von o,g8o g/cm3, während. das Iminodipropionitril zur unteren Schicht wurde. Es wurde eine Scheidung gemäß Beispiel 2 vorgenommen, und nach erfolgter Destillation wurde praktisch reines Tetra-n-butyltitanat erhalten. Die Ausbeute betrug 72 °%, bezogen auf das Gewicht des zugegebenen Titantetrachlorids. Beispiel 5 Das Verfahren gemäß Beispiel 4 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß 25o Teile Adiponitril an Stelle von Iminodipropionitril verwendet wurden. Die Schichten wurden in der im Beispiel 4 angegebenen Weise getrennt und nach erfolgter Destillation praktisch reines Tetra-n-butyltitanat erhalten. Es wurde eine Ausbeute von 73,3 °/o, bezogen auf das Gewicht des zugegebenen Titantetrachlorids, erreicht.
  • Beispiel 6 166,2 Teile Oetadecylalkohol wurden zu 27,8 Teilen Titantetrachlorid zugegeben. Danach wurden ioo Teile Petroläther zwecks Herabsetzung der Viskosität der Mischung zugegeben. Das Ganze wurde 3o Minuten lang in 225 Teilen Formamid, gesättigt mit NH3, eingetragen. Während der Zugabe und 30 Minuten danach wurde die Lösung mit Ammoniakgas geblasen. Nach Beendigung der Ammoniakzufuhr bestand das Reaktionsgemisch aus zwei klar getrennten Schichten. Die obere Schicht bestand im wesentlichen aus Tetraoctadecyltitanat, während die untere Schicht aus Formamid gebildet wurde, das das gesamte Ammoniumchlorid und etwas überschüssiges Ammoniak in Lösung enthielt. Die Schichten wurden geschieden. Die obere Schicht ergab destilliert eine Ausbeute von 72 °/o Tetraoctadecyltitanat in praktisch reiner Form.
  • Die mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens bequem und wirtschaftlich darstellbaren Alkyltitanate sind besonders geeignet als Ausgangsmaterial für die Herstellung vieler organischer, titanhaltiger Verbindungen. Außerdem können die Alkyltitanate als Modifizierungsmittel für die verschiedensten organischen Verbindungen, z. B. als Bindemittel für Farben und Lacke, Harze, thermoplastische Verbindungen, benutzt werden.
  • Aus der vorstehenden Beschreibung und den Beispielen ergibt sich klar, daß im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens Alkyltitanat bei Vermeidung einer Filtrierung des Alkyltitanats vom Ammoniumchlorid dargestellt werden kann. Das Verfahren gemäß der Erfindung benötigt keine sorgfältige Temperaturkontrolle und kann bei normalem Druck durchgeführt werden, so daß Einrichtungen für eine komplizierte Filtration oder Druckerzeugung in Fortfall kommen und das Verfahren unmittelbar auf wirtschaftliche Weise angewendet werden kann.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Alkyltitanaten durch Umsetzen von Titantetrachlorid mit aliphatischen.Alkoholen in Gegenwart von Ammoniak, dadurch gekennzeichnet, daß der' mindestens 2 C-Atome enthaltende Alkohol, das Titantetrachlorid und Ammoniak in Gegenwart eines flüssigen aliphatischen Amids oder Nitrils mit höchstens 3 C-Atomen je N-Atom gegebenenfalls in Anwesenheit eines Lösungsmittels umgesetzt werden, worauf das flüssige Alkyltitanat und das das Ammoniumchlörid enthaltende Amid oder Nitril voneinander getrennt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst der Alkohol mit dem Titantetrachlorid einerseits und das Ammoniak mit dem A.mid oder Nitril andererseits gemischt werden, worauf diese Mischungen zu einer Mischung vereinigt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung aus Alkohol und Titantetrachlorid der Einwirkung eines durch die Mischung geleiteten inerten Gases unterzogen wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 'i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß aus der Gruppe der Amide und Nitrile Formamid verwendet wird. ,
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit Alkyltitanat mischbares, mit dem Amid oder Nitril nicht mischbares Lösungsmittel von solcher Beschaffenheit und in solcher Menge zugegeben wird, daß die Dichte der aus Alkyltitanat und Lösungsmittel gebildeten Schicht mindestens o,oi g/cm3 unterhalb der Dichte der Ämmöniumchlorid enthaltenden Amid-oder Nitrilschicht liegt, daß die beiden Schichten geschieden werden und das Alkyltitanat von dem Lösungsmittel durch Destillation getrennt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von Tetra-n-butyltitanat als Amid Dimethylformamid oder als Nitril Iminodipropionitril oder Adiponitril und als Lösungsmittel Petroläther verwendet wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Darstellung von Tetraisopropyltitanat als Nitril Oxydipropionitril verwendet wird. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 720 080
DET6378A 1951-06-22 1952-06-24 Verfahren zur Herstellung von Alkyltitanaten Expired DE934352C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US934352XA 1951-06-22 1951-06-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE934352C true DE934352C (de) 1955-10-20

Family

ID=22238931

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DET6378A Expired DE934352C (de) 1951-06-22 1952-06-24 Verfahren zur Herstellung von Alkyltitanaten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE934352C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE720080C (de) * 1936-03-05 1942-04-23 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von Titansaeureestern

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE720080C (de) * 1936-03-05 1942-04-23 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von Titansaeureestern

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2642270C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Äthylvanadat
DE3319651A1 (de) Verfahren zur destillativen gewinnung von ameisensaeure
DE934352C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkyltitanaten
DE2642271A1 (de) Verfahren zur herstellung von organischen vanadaten
DE2541067C2 (de) Verfahren zur Herstellung des Natriumsalzes des Amoxycillins
DE3244522A1 (de) Verfahren zur herstellung von nicotinsaeureamid
CH659464A5 (de) Verfahren zur herstellung von 1,8-dihydroxy-10-acyl-9-anthronen.
DE69110734T2 (de) Verfahren zur Herstellung von hexamethylcyclotrisilazan.
DE2539027A1 (de) Verfahren zum reinigen von diaminomaleinsaeuredinitril
DE824635C (de) Verfahren zur Herstellung von N-Carboanhydriden
DE2453365A1 (de) Verfahren zur herstellung von n-trimethylsilylacetamid
DE2645703A1 (de) Verfahren zur herstellung von hexamethyldisilazan
DE2440633A1 (de) (2-oxo-pyrrolidin-1)-essigsaeurehydrazide und verfahren zu deren herstellung
DE19639359C1 (de) Verfahren zur Herstellung von Dimethylaminboran
DE2246376A1 (de) Verfahren zur herstellung von cyanacetylcarbamaten
DE1418334B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,2,3,4,7,7-Hexachlorbicyclo[2,2,1]-2,5-heptadien aus Hexachlorcyclopentadien und Acetylen
DE1695789C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Benzodiazepinderivaten
DE2037388C3 (de) Verfahren zur Herstellung von beta-Aminocrotonamid
AT214425B (de) Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Malonimiden und deren Polymeren
DE4231529C2 (de) Verfahren zur Herstellung heteroalicyclischer N-Nitroverbindungen
EP0083105B1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von 3-Aminocrotonsäureamid
DE908972C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkanolaminen
DE2411904C3 (de) Verfahren zur Herstellung von ß-Bromcarbonsäureamiden
DE2109472C3 (de) 2,4,6-Trinitrophenolester
EP0185227A2 (de) Verfahren zur Herstellung von Phenyl-N-(2-biphenylylsulfonyl)Carbamat