DE9317428U1 - Schälvorrichtung für Industriewürste - Google Patents

Schälvorrichtung für Industriewürste

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    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C11/00Sausage making ; Apparatus for handling or conveying sausage products during manufacture
    • A22C11/001Machines for making skinless sausages, e.g. Frankfurters, Wieners
    • A22C11/003Removing casings from sausages during manufacture

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Description

Anmelder: Eugen Fakler F 509-55-Gr
26. Oktober 1993
Schälvorrichtung für Industriewürste
Die Neuerung betrifft eine Schälvorrichtung für Industriewürste nach dem Oberbegriff des Anspruchs 15
Verschiedene andere Vorrichtungen und Verfahren sind bereits bekannt.
So ist aus der DE 24 12 797 C2 sowie aus der DE 54 961 C2 bekannt, daß zum Häuten von Würstchenketten die Haut mit Unterdruck abgezogen werden kann.
In dem deutschen Gebrauchsmuster G 91 04 598.3 5 wird vorgeschlagen, Industriewürste ebenfalls mit Hilfe einer Saugvorrichtung zu häuten.
In jedem der drei geschilderten Verfahren mujS ein relativ großer Unterdruck erzeugt werden, um sicherzustellen, da/3 die Haut auch wirklich an den Abzieheinrichtungen haftet. Dies ist konstruktiv mit einem hohen Aufwand verbunden und entsprechend teuer.
Darüberhinaus ist die Anlage störanfällig, weil bereits durch kleine Verschmutzungen die Anlage-
flächen der Unterdruckeinrichtungen nicht mehr dicht mit der Wursthaut abschließen.
Die US-A 4 637 095 schildert eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zur Hautentfernung von Industriewürsten. Dabei wird die Wurst von Walzenpaaren geführt und nur an der Spitze angeritzt. Da das Messer fest steht und die Wurst während des Vorschubs auch eine Drehbewegung ausführt, verläuft der Schnitt an der Spitze der Wurst in Form einer Schraubenlinie.
In der Erfindung wird weiter davon ausgegangen, da/3 am vorderen Ende der Wurst ein Hautzipfel vorhanden ist. Dieser Hautzipfel wird von vertikal stehenden Rollen gefangen, die danach in die horizontale Lage geklappt werden.
Ohne weiteres Anritzen wird sodann die Haut von der Wurst abgezogen, wobei sich die Wurst ähnlich wie eine Schraube drehend und vorwärts über die Fangrollen bewegt, die für den Hautabzug sorgen. Ein derartiges Vorgehen weist zwei große Nachteile auf:
1. Die Haut wird von Rollen abgezogen. Ein Durchrutschen der Haut zwischen diesen Rollen wegen noch an der Innenseite der Haut haftenden Fettpartikeln ist wahrscheinlich.
2. Die Wurst wird nur an der Spitze angeritzt, so daß die Haut allein durch die Rollen von der Wurst
abgewickelt und dabei zerrissen werden muß. Es ist sehr wahrscheinlich, daß die Haut bei diesem Schälverfahren abreißt. Auch ein nur unvollständiges Schälen der Wurst ist naheliegend. 35
Der Neuerung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schälvorrichtung für Industriewürste so weiterzubilden, da/3 eine sichere und vollständige Enthäutung der Wurst erreicht wird.
05
Neuerungsgemäß wird diese Aufgabe durch die technische Lehre des Anspruches 1 gelöst.
Dabei wird die Wurst entweder per Hand oder automatisch in eine Führung eingelegt, anschließend verfahren und dabei an einer oder mehreren Stellen über die gesamte Länge geritzt.
Dabei ist die Schnittiefe einstellbar, um eine Verletzung des Wurstkörpers auszuschließen.
Nach dieser Anrißstation ist eine Abzieheinrichtung vorgesehen, die entweder hinter der Ritzstation oder seitlich versetzt zu dieser angeordnet sein kann, um Baulänge zu sparen.
Per Hand werden die losen Hautenden an der Spitze der Wurst in entsprechende Greiferbacken eingelegt. Sodann wird eine Relativbewegung zwischen Wurst und Greifern durchgeführt, bis die Haut komplett von der Wurst abgezogen ist.
Dabei sind drei Möglichkeiten denkbar:
a) der Greifer steht, die Wurst fährt;
b) die Wurst steht, der Greifer fährt;
c) Wurst und Greifer werden gegeneinander verfahren.
Auch hier ist eine Führung vorgesehen, die ein Ausknicken der Wurst verhindert. Bei einem Vorgehen nach
b) wird die Führung samt dem Greifer verfahren, bei den beiden anderen Vorgehensweisen kann die Führung fest am Tisch angebracht sein.
Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Neuerung ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Schutzansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen Schutzansprüche untereinander.
Alle Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung, offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
Im folgenden wird die Neuerung anhand von mehrere Ausführungswege darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung 0 weitere wesentliche Merkmale und Vorteile der Neuerung hervor.
Dabei zeigen:
Figur 1: Draufsicht auf eine Ausführung;
Figur 2: Draufsicht auf eine Ausführung mit verkürzter Baulänge;
Figur 3: Anordnung der Rollen über den Umfang; Figur 4: Blick in Richtung IV in Figur 3;
Figur 5: Anordnung der Greifer über den Umfang; 35
Figur 6: Blick in Richtung VI in Figur 5.
Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform. Dabei wird die Wurst automatisch oder manuell in eine Führung 2 eingelegt. An einem Ende der Führung ist ein Schieber 1 vorgesehen, der in Pfeilrichtung 11 verfahrbar ist. Am anderen Ende ist eine Anri/3-station 3 angebracht. Die Führung 2 ist ein- oder mehrteilig, um ein Ausknicken der Wurst zu verhindern.
In der hier vorliegenden Ausführungsform wird eine dreiteilige Führungsform bevorzugt.
Dabei sind die Führungselemente 7 gleichmäßig über den Umfang verteilt.
Die Anri/3station besteht im wesentlichen aus einem oder mehreren Paaren von Rollen 8 mit Messerscheiben 9. Dabei werden die Rollen federbelastet gegen die Wurst gedrückt. 20
Die Messerscheiben 9 sind gegenüber den Rollen verstellbar, so da/3 die Schnittiefe eingestellt werden kann. Insbesondere ist eine Schnittiefe zwischen 0,3 und 0,5 mm möglich, so daß der Wurstkörper 5 selbst während des Schneidevorgangs nicht beschädigt wird.
Dabei sind die Messer nicht drehend. Die Wurst wird vom Schieber 1 komplett durch die Anri/Jstation 3 in 0 Pfeilrichtung 11 durchgeschoben. In einer ersten Ausführungsform ist es vorgesehen, die Haut unmittelbar hinter der Anrißstation 3 abzuziehen.
In diesem Fall ist eine weitere Führung 5 vorgesehen, die im wesentlichen wie die Führung 2 auf-
gebaut ist. Auch ein Schieber 4, der im wesentlichen dem Schieber 1 entspricht, ist angebracht.
Es werden nun per Hand die losen Hautenden an dem zugehörigen Ende der Wurst etwas abgezogen und in die Greiferbacken 6 eingelegt. Zum Abziehen der Haut selbst sind die bereits oben beschriebenen Möglichkeiten a) bis c) denkbar. Hier wird bevorzugt, daß die Wurst in Pfeilrichtung 11 verfahren wird mit Hilfe des Schiebers 4, wobei gleichzeitig die Greifer 6 in Pfeilrichtung 12 verfahren werden.
Dadurch wird erreicht, da/3 der gesamte Häutungsvorgang nur die Länge der Wurst und nicht die doppelte Länge der Wurst benötigt.
Es ist aber durchaus möglich, eine der beiden anderen oben angesprochenen Möglichkeiten anzuwenden.
Um den Bediener während des Ritz- und Abziehvorganges zu schützen, sind Schutzeinrichtungen 16,17 vorgesehen, die getrennt voneinander geöffnet werden können.
5 Figur 2 zeigte eine verkürzte Ausführungsform. Hier ist vorgesehen, daß die Wurst zunächst in beschriebener Weise angeritzt wird. Danach erfolgt ein seitliches Verschieben der Wurst in Pfeilrichtung 13 mit Hilfe des Schiebers 18. Dieser Schieber kann ein- oder 0 mehrteilig ausgebildet sein.
Am Kopfende der Wurst werden wieder die losen Hautenden manuell in die Greiferbacken 6 einspannt. Am anderen Ende stützt sich die Wurst an einem Anschlag 19 ab.
Auch hier ist eine Führung der Wurst vorgesehen, die nicht näher dargestellt ist.
Zum Abziehen der Haut verfahren die Greiferbacken in Pfeilrichtung 14, wobei die nicht näher dargestellte Führung der Wurst ebenfalls in Pfeilrichtung 14 verschoben wird.
Dieser Möglichkeit wird in der vorliegenden Ausführungsform der Vorzug gegeben, da in Pfeilrichtung 14 genug Baulänge zur Verfügung steht, um die Wurst ohne ein Verfahren derselben häuten zu können.
Die abgezogene Haut kann dann beispielsweise über eine Ausnehmung 15 nach unten angezogen werden.
Figur 3 zeigt die Anordnung der Anri/Jstation 3. Es ist durchaus möglich, entweder zwei oder mehr als 0 drei Messerscheiben 9 und Rollen 8 zu verwenden.
Die Wurst wird mit einzelnen Führungselementen 7 geführt, die entweder, wie dargestellt, als Rinnen oder in Form von einzelnen Stäben oder anders ausgebildet 5 sein können. Das Einlegen der Wurst erfolgt entweder dadurch, daß ein Führungselement 7 klappbar ausgebildet ist und so die Wurst seitlich einlegbar ist oder dadurch, da/3 der Schieber 1 abnehmbar ist und die Wurst von hinten in die Führung 2 eingeschoben werden kann.
Die Rollen 8 mit den daran befestigten Messerscheiben 9 sind federbelastet, so daß sich ihr Abstand zueinander in Abhängigkeit vom Durchmesser der Wurst automatisch einstellt.
Daher wird die Wurst auch an ihren Enden, die einen geringeren Durchmesser als der Wurstkörper selbst aufweisen, zuverlässig geritzt.
Abbildung 4 zeigt einen Blick in Richtung IV von Figur 3. Hier ist erkennbar, da/3 die Messerscheiben 9 gegenüber den Rollen 8 verstellbar und damit die Schnittiefe stufenlos einstellbar ist. Diese Verstellung kann beispielsweise über einen Exzenter erfolgen.
Die Messerscheibe 9 trägt an ihrem Umfang einzelne Zähne 10. Diese Ausbildung in Form von einzelnen Zähnen kann auch durch eine völlig glatte, schneidende Scheibe ersetzt werden.
Figur 5 zeigt die Anordnung der Greifereinrichtung über den Umfang. Da die Wurst an drei Stellen geritzt wird, sind entsprechend auch drei Greiferbacken 6 vorgesehen, die gegenüber den Rollen 8 so versetzt sind, da/3 ein optimales Abziehen der Haut ermöglicht wird. Dazu sind die Greiferbacken 6 auf der Winkelhalbierenden zwischen je zwei Längsritzen in der Wurst-5 haut angeordnet.
Je nach Ausführung können auch mehr oder weniger Greiferbacken 6 zum Einsatz kommen.
0 Die Wursthaut wird von Hand in die Greiferbacken 6 eingelegt und nach dem Schließen der Schutzvorrichtung 17 automatisch abgezogen.
Dabei sind wieder die bereits oben beschriebenen drei Ausführungsformen möglich.
Abbildung 6 zeigt einen Blick in VI in Figur 5. Durch die sägezahnförmige Ausbildung der Greiferbacken 6 ist gewährleistet, da/3 die Haut fest in diesen Greiferbacken 6 eingeklemmt ist und beim Schälen der Wurst nicht aus den Greiferbacken 6 herausrutschen kann.
In einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, die Führungen 2,5 sowie die andere Station 3 und die Greiferbacken 6 im Durchmesser verstellbar einzurichten. Dadurch können Würste verschiedener Durchmesser mit ein und derselben Maschine bearbeitet werden.
15
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der hier vorliegenden Neuerung ist, da/3 lediglich die Spitze der Wurst vom Bedienungspersonal berührt werden mu/3. Diese Spitze fällt in der weiteren Verarbeitung als Anschnitt weg. Damit ist sichergestellt, da/3 eine sehr hygienische Enthäutung der Wurst erfolgt.
ZEICHNUNGSLEGENDE 05
1 Schieber
2 Führung
3 AnriySstation
4 Schieber
5 Führung
6 Greiferbacken
7 Führungselement 8 Rolle (zu 3) 9 Messerscheibe (zu 3)
10 Zähne (zu 9)
11 Pfeilrichtung
12 Pfeilrichtung 13 Pfeilrichtung
14 Pfeilrichtung
15 Ausnehmung
16 Schutzeinrichtung
17 Schutzeinrichtung 18 Schieber 19 Anschlag

Claims (12)

i F 509-55-Gr 1 26. Oktober 199 a fI Anmelder: Herr Eugen Fakler, Leibnizstr. |i 88471 Laupheim Il 20 SCHUTZANSPRÜCHE 25
1. Schäleinrichtung für Industriewürste, wobei eine Wurst in einer Führung mittels eines Schiebers axial verschoben und dabei an einer oder mehreren
3 0 Stellen geritzt wird und im Anschluß eine Abzieheinrichtung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet , da/3 die Wurst über die ganze Länge geritzt wird, wobei die Längsritze eine derartige Tiefe hat, da/? der Wurstkörper selbst
35 nicht verletzt wird und die Abzieheinrichtung aus
— 2 —
Telex: Hausanschrift: Bankkonten: Postscfifeckkonto
54374 (patent-d) RennerielO .. .§äüer· V^reir;s^nkJ.indau ^J Nr. 1J257 110 (BLZ 60020290) München
Telegramm-Adresse: D-88131 Lindau J J Hjpo-Bink Lindiu^B) Nr.€6 7«-€26«43 (BLZ 73320442) 414848-808
Greiferbacken besteht, in die das vordere Ende der Wursthaut eingeklemmt wird.
2. Schäleinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, da/3 die Abzieheinrichtung unmittelbar in axialer Verlängerung hinter der Anrißstation angeordnet ist.
3. Schäleinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, da/3 die Abzieheinrichtung seitlich versetzt hinter der Anrißstation angeordnet ist.
4. Schäleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abziehen der Haut von der Wurst die Greifereinrichtung verfahren wird, während die Wurst steht.
5. Schäleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abziehen der Haut von der Wurst die Greifereinrichtung steht, während die Wurst verfahren wird.
6. Schäleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abziehen der Haut von der Wurst sowohl die Wurst als auch die Greifereinrichtung gegeneinander verfahren werden.
0 7. Schäleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anrißstation aus einer oder mehreren Rollen (8) besteht, an denen Messerscheiben (9) befestigt sind.
8. Schäleinrichtung nach Anspruch 7,
• · 4
dadurch gekennzeichnet, da/3 die Rollen (8) mit den daran befestigten Messerscheiben (9) federbelastet gegen die Wurst gedrückt werden.
05
9. Schäleinrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, da/3 die Messerscheiben (9) gegenüber den Rollen (8) verstellbar sind.
10. Schäleinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, da/3 die Messerscheiben (9) während des Ritzvorgang stehen.
11. Schäleinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, da/3 die Messerscheiben (9) an ihrem äu/3eren Umfang eine Reihe von Zähnen (10) aufweisen.
12. Schäleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, da/3 die Führungen, die Abzieheinrichtung und die Anrißstation im Durchmesser verstellbar sind.
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