DE931727C - Aus zwei Teilen bestehender Beschlag zum loesbaren Verbinden zweier Teile, insbesondere Moebelteile - Google Patents
Aus zwei Teilen bestehender Beschlag zum loesbaren Verbinden zweier Teile, insbesondere MoebelteileInfo
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- F16B12/2027—Jointing of furniture or the like, e.g. hidden from exterior using pegs, bolts, tenons, clamps, clips, or the like for non-metal furniture parts, e.g. made of wood, of plastics using clamps, clips, wedges, sliding bolts, or the like actuated by rotary motion with rotating excenters or wedges
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Description
- Aus zwei Teilen bestehender Beschlag zum lösbaren Verbinden zweier Teile, insbesondere Möbelteile Die Erfindung betrifft einen aus zwei Teilen bestehenden Beschlag zum lösbaren Verbinden und festen Zusammenziehen zweier Teile, insbesondere Möbelteile, der beispielsweise zum Verbinden zweier Schrankteile, wie Kopfstück und Schrankwand, dient und als solcher in der Möbelindustrie als Schrankbeschlag bezeichnet wird.
- Bisher hat man als Schrankbeschlag entweder eine Schraubverbindung angewandt, wobei mit Hilfe eines Gewindebolzens zwei Beschlagteile zusammengezogen werden, oder aber man hat eine Keilverbindung zur Anwendung gebracht. Schließlich hat man auch schon einen Hakenriegel vorgeschlagen, der als drehbarer Riegel ausgebildet ist.
- Die erstgenannte Ausführung, nämlich die Schraubverbindung, ist in der Handhabung äußerst unpraktisch und wirkt auch störend, während die beiden anderen Verbindungsarten nach dem Keilprinzip arbeiten, was jedoch den Nachteil hat, daß die Kräftewirkung eine sehr ungünstige ist, insofern, als der Hakenriegel nur eine ungenügende Anzugskraft gewährleistet. Ein weiterer Nachteil wird darin erblickt, daß der Hakenriegel infolge seiner keilartigen, in seitlicher Richtung wirkenden Kraft sich durch Erschütterungen, z. B. hervorgerufen durch das Öffnen und Schließen der Schranktüren oder durch den Transport, lockert und dadurch die Verriegelung außer Wirkung gesetzt wird.
- Es ist ferner zu berücksichtigen, daß bei den bekannten Hakenriegeln, bei deren Drehung die Möbelteile gegeneinander angezogen werden müssen, ein großer Teil des aufzuwendenden Drehmomentes zur Überwindung der an den Anlageflächen des Widerlagers und des Hakenriegels auftretenden Reibungskräfte benötigt wird und damit auf die zusammenzuziehenden Möbelteile nur noch eine verhältnismäßig geringe Kraft ausgeübt wird. Dabei ist es einerlei, ob der das Widerlager des einen Beschlagteiles hintergreifende Haken sichelförmig oder als mit einer am Kreisumfang umgebogenen Kante versehene exzentrisch gelagerte, segmentförmig gestaltete Scheibe ausgebildet ist.
- Zweck der Erfindung ist es, diese Übelstände zu beseitigen, und es besteht das Neue darin, daß an dem einen der beiden Beschlagteile, z. B. eines Schrankbeschlages, ein durch Exzenter gesteuerter Haken vorgesehen ist, der ein Widerlager des am anderen Möbelteil angeordneten Beschlagteiles hintergreift, wobei der Exzenter in dem einen Beschlagteil drehbar gelagert und von dem steuerbaren Hakenriegel umgriffen ist.
- Eine besonders zweckmäßige Ausführung ist diejenige, gemäß welcher der Hakenriegel nach Art eines doppelarmigen Hebels ausgebildet ist, mit dem Exzenter als Drehstelle, wobei der eine Hebelteil den eigentlichen Haken bildet, während der andere Hebelteil eine Schlitzführung aufweist, in die ein im Beschlagteil vorgesehener Führungsstift eingreift. Weiterhin verläuft die eigentliche Angriffsfläche des Hakens gerade.
- Durch die Ausführung gemäß der Erfindung werden erhebliche Vorteile erzielt. Vor allen Dingen wird durch die Steuerung des Hakenriegels mittels Exzenter erreicht, daß der Hakenriegel in senkrechter Richtung spielend leicht und ohne Reibung angezogen wird. Außerdem wird durch die Exzentersteuerung eine bedeutend stärkere Anzugskraft hervorgerufen; als dies mit den bisher bekannten Schrankbeschlägen möglich ist. Auch ist durch die Neuerung ein Zurückspringen des Hakenriegels durch Erschütterungen, z. B. beim Transport, ausgeschlossen.
- Weitere Vorteile werden darin erblickt, daß der Schrankbeschlag nicht eingelassen zu werden braucht und zu jedem Schrank Verwendung finden kann, sowohl im Winkel als auch auf geraden Flächen.
- Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist die besondere Ausbildung der Beschlagteile. So ist der den Exzenter ausweisende Beschlagteil mit einem vorstehenden Lappen und der andere Beschlagteil mit einem Durchbruch versehen, was den Vorteil hat, daß beim Zusammenbau des Schrankbeschlages die beiden Teile gegenseitig in die richtige Lage gebracht und zueinandergeführt werden, ohne daß hierzu eine besondere Fertigkeit und Kenntnisse notwendig sind.
- Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel zur Darstellung gebracht.
- Fig. i zeigt den Beschlag in Vorderansicht, während Fig. 2 eine Seitenansicht darstellt; Fig.3 zeigt eine Innenansicht der getrennten Beschlagteile; Fig. 4 zeigt den Beschlag geschlossen, während Fig.5 eine andere Anbringungsart des Beschlages zeigt. Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. i bis 4. ist ein Beschlag angenommen, der bei einem Möbelstück, z. B. einem Schrank, Anwendung findet, dabei ist in den Fig. i und 2 der Kopfteil i und der Wandteil e eines Schrankes nur ganz schematisch angedeutet.
- Zum Verbinden dieser beiden Schrankteile i und 2 dient ein Schrankbeschlag, der aus zwei Beschlagteilen besteht, und zwar einem an der Wand 2 vorgesehenen Beschlagteil 3 und einem an dem Kopfteil i an beordneten Beschlagteil 4. Die beiden Beschlagteile 3 und 4 brauchen nicht in die Schrankteile eingelassen zu werden, vielmehr genügt eine Schraubverbindung 5.
- Wie Fig.2 erkennen läßt, sind die Beschlagteile 3 und 4 gehäuseartig ausgebildet und weisen Zacken 6 auf, die in das Holz eindringen. Aus Fig. 3 ist zu ersehen, daß in dem Beschlagteil 3 ein Exzenter 7 gelagert ist, der eine zentrische Nuß S besitzt, die sich in dem Beschlagteil 3 drehen kann (vgl. Fig. i). Sowohl die Nuß 8 als auch der.Exzenter 7 sind mit einem Durchbruch 9 versehen, in welchen ein nicht dargestellter Steckschlüssel eingeführt werden kann, um den Exzenter 7 drehen zu können.
- Ein den Exzenter 7 umgreifender Hakenriegel wird bei einer Drehung des Exzenters 7 von diesem gesteuert. Dieser Hakenriegel ist nach Art eines doppelarmigen Hebels ausgebildet, wobei der eine Hebelteil den eigentlichen Haken io bildet, während der andere Hebelteil eine Schlitzführung i i aufweist, in die ein im Beschlagteil 3 vorgesehener Stift 12 eingreift, der zur Steuerung des Hakenriegels dient.
- Wie Fig. 3 zeigt, verläuft die Angriffsfläche 13 des Hakens io gerade. Außerdem ist der Beschlagteil 3 mit einem Steg 14 und der Beschlagteil 4: mit einem Steg 15 versehen, die bei geschlossenem Schrankbeschlag die Stellung nach Fig. 4. einnehmen, wobei die Angriffsfläche 13 auf dem Steg 15 aufliegt. Schließlich ist der den Exzenter 7 aufweisende Beschlagteil3 mit einem vorstehenden Lappen 16 und der andere Beschlagteil 4 mit einem Durchbruch 17 versehen, die beide zusammen als Zentrierung und Führung der Beschlagteile 3 und 4 dienen.
- Die Wirkungsweise des Beschlages gemäß der Erfindung ist folgende: Wenn z. B. die beiden Möbelstücke i und 2 mit Hilfe des dargestellten Schrankbeschlages miteinander verbunden werden sollen, bringt man zunächst den Hakenriegel in die in Fig. 3 gezeichnete Offenstellung. Alsdann senkt man den Kopfteil mitsamt dem Beschlagteil 4 nach unten, in Richtung des in Fig.3 eingezeichneten Pfeiles, wobei alsdann der Haken io und der vorstehende Lappen 16 -durch den. Durchbruch 17 in das Innere des gehäuseartigen Beschlagteiles 4 gelangt. Jetzt steckt man den erwähnten Steckschlüssel in den Durchbruch 9 des Exzenters 7 und dreht diesen nach rechts, wobei infolge der Exzentrizität des Exzenters 7 und der Schlitzführung i i mit Stift 12 der Haken io zunächst zur Seite; d. h. nach rechts geschwungen und dann erst nach unten gezogen wird, wobei sich die gerade Fläche 13 auf den Steg 15 auflegt und einen Zug nach unten in senkrechter Richtung ausübt und dadurch die Verbindung herstellt, wie in Fig. 4. gezeigt ist.
- Aus der Stellung des Durchbruchs q nach den Fig. 3 und 4 ist zu ersehen, daß schon eine Vierteldrehung der zum Exzenter 7 gehörigen Nuß 8 genügt, um den Haken io unbedingt fest und sicher in die Verriegelungsstellung zu bringen, tun ein "Zurückspringen des Hakens io zu vermeiden. Dabei sind die Schrankteile i und 2 unverrückbar miteinander verbunden, d. h. verschlossen.
- Während die Fig. i und 2 zeigen, wie die Deschlagteile bei senkrecht angeordneten Teilen i und 2 Verwendung finden, läßt die Fig. 5 erkennen, daß der Beschlag auch dort anwendbar ist, wo die zu verbindenden Teile 18 und i9 in einem Winkel zueinander liegen.
- Wenn auch das Ausführungsbeispiel einen Schrankbeschlag beschreibt, so soll damit nicht zum Ausdruck kommen, daß der Beschlag sich nur für Schränke eignet, vielmehr läßt sich der neuartige Beschlag auch bei anderen Möbeln anwenden; es ist selbst nicht einmal erforderlich, daß es sich um ein Möbelstück handelt, denn der Beschlag läßt sich ebensogut überall dort anwenden, wo zwei Teile miteinander verbunden werden sollen, beispielsweise für Türen als Türverschluß, für Klappenverschlüsse an Fahrzeugen aller Art, für Kistenverschlüsse, Schiebetür- und Fensterverschlüsse, aber auch damit sind die Verwendungsmöglichkeiten keineswegs erschöpft.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Aus zwei Teilen bestehender Beschlag zum lösbaren Verbinden und festen Zusammenziehen zweier Teile, insbesondere Möbelteile, dadurch gekennzeichnet, daß der ein Widerlager (15) des einen Beschlagteiles (q.) hintergreifende Haken (io) des anderen Beschlagteiles (3) mittels eines Exzenters (7) gesteuert wird. z. Beschlag nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der in dein einen Beschlagteil (3) gelagerte Exzenter (7) in einer Aussparung des zu steuernden Hakenriegels angeordnet ist. 3. Beschlag nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hakenriegel nach Art eines doppelarmigen Hebels mit dem Exzenter (7) als Drehstelle ausgebildet ist, wobei der eine Hebelteil den eigentlichen Haken (io) bildet, während der andere Hebelteil eine Schlitzführung (ii) aufweist, in die ein im Beschlagteil (3) vorgesehener Führungsstift (12) eingreift. 4.. Beschlag nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Angriffsfläche (13) des Hakens (io) gerade verläuft. 5. Beschlag nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der den Exzenter (7) aufweisende Beschlagteil (3) mit einem vorstehenden Lappen (16) und der andere Beschlagteil (.l.) mit einem Durchbruch (17) versehen ist, die als Zentrierung und Führung der Beschlagteile (3 und 4.) dienen. 6. Beschlag nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Steuerung des Hakens dienenden Mittel so angeordnet sind, daß der Haken durch die Exzenterbewegung und die Schlitzführung beim Verriegeln der beiden Teile zuerst eine Drehbewegung und dann eine im wesentlichen geradlinige Bewegung ausführt. Angezogene Druckschriften Deutsche Patentschrift Nr. 496 4.79.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF7767A DE931727C (de) | 1951-11-30 | 1951-11-30 | Aus zwei Teilen bestehender Beschlag zum loesbaren Verbinden zweier Teile, insbesondere Moebelteile |
| DEF10126A DE977354C (de) | 1951-11-30 | 1952-10-14 | Aus zwei Teilen bestehender Beschlag zum loesbaren Verbinden zweier Teile, insbesondere Moebelteile |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF7767A DE931727C (de) | 1951-11-30 | 1951-11-30 | Aus zwei Teilen bestehender Beschlag zum loesbaren Verbinden zweier Teile, insbesondere Moebelteile |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE931727C true DE931727C (de) | 1955-08-16 |
Family
ID=7085594
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF7767A Expired DE931727C (de) | 1951-11-30 | 1951-11-30 | Aus zwei Teilen bestehender Beschlag zum loesbaren Verbinden zweier Teile, insbesondere Moebelteile |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE931727C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE960129C (de) * | 1953-01-08 | 1957-03-14 | Hettich Paul & Co | Aus zwei Teilen bestehender Beschlag zum loesbaren Verbinden von Moebelteilen |
| DE1256849B (de) * | 1954-11-30 | 1967-12-21 | Fnnl e &. Co K G Metallwaren fabrik We'lstetten (Kr Bahngen) | Aus zwei Teilen bestehender Beschlag zum loesbaren Verbinden und festen Zusammenziehen zweier Teile |
| WO2002040908A3 (de) * | 2000-11-17 | 2003-09-04 | Putzmeister Ag | Schalenkupplung für rohre |
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Citations (1)
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-
1951
- 1951-11-30 DE DEF7767A patent/DE931727C/de not_active Expired
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