DE931601C - Schaltung zum Verstaerken einer elektrischen Schwingung - Google Patents
Schaltung zum Verstaerken einer elektrischen SchwingungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltung zum Verstärken einer elektrischen Schwingung mit
einer Frequenz / unter Zuhilfenahme einer zum Selbstschwingen gebrachten elektrischen Entladungsröhre.
Die Erfindung bezweckt insbesondere, eine Schaltung zu schaffen, die sich dazu eignet, die Eingangsschwingungen in hohem
Grade zu verstärken und z. B. gleichzeitig zu demodulieren oder zu begrenzen.
In einem älteren Vorschlag wird eine Verstärkerschaltung beschrieben, bei der eine zu verstärkende
Niederfrequenzschwingung im Gitterkreis der selbstschwingenden, elektrischen Entladungsröhre
wirksam ist, wobei außerdem ein kleiner Teil der mit Hilfe eines Amplitudendemodulators demodulierten
Oszillatorspannung diesem Gitter in solchem Sinne zugeführt wird, daß eine Zunahme
der Oszillatoramplitude eine Verringerung der Steilheit der Oszillatorröhre mit sich bringt, so
daß eine verstärkte Niederfrequenzschwingung am Ausgang dieses Demodulators erzeugt wird.
Gemäß der Erfindung wird eine Röhre mit mindestens zwei Steuergittern verwendet, in deren
Anodenkreis mindestens ein nicht auf die Eigenfrequenz / abgestimmter Kreis eingeschaltet ist,
wobei zwischen diesem Anodenkreis und den beiden Steuergittern der Röhre zwei Rückkopplungswege
mit entgegengesetztem Rückkopplungsvorzeichen angebracht sind, wodurch die Röhre
wenigstens zu einem wesentlichen Teil durch Konversionsverstärkung zu schwingen anfängt.
Die Erfindung wird an Hand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert,
wobei gleiche Bezugsziffern sich auf entsprechende Schaltelemente beziehen.
Fig. ι stellt eine Schaltung zum Verstärken und Demodulieren einer amplitudenmodulierten Schwingung
dar;
Fig. 2 ist ein Vektordiagramm zur Erläuterung der.in Fig. ι dargestellten Schaltung;
Fig. 3, 4 und 5 stellen Varianten des Rückkopplungskreises
der Schaltung nach Fig. 1 dar;
Fig. 6 zeigt eine Abart der Schaltung nach Fig. 1, die sich zum Verstärken und Begrenzen einer elektrischen
Schwingung eignet;
Fig. 7 stellt eine andere Schaltung zum Verstärken und Begrenzen einer elektrischen Schwingung
dar;
Fig. 8 zeigt eine Schaltung zum Verstärken und zum Frequenzgegenkoppeln bzw. Frequenznachregeln
einer modulierten Schwingung;
Fig. 9 stellt eine Schaltung zum Verstärken und gleichzeitigen Erzeugen von mehreren Schwingungen
mit verschiedenen Frequenzen dar; schließlich stellt
Fig. 10 eine Schaltung " zum Verstärken und
Demodulieren einer amplitudenmodulierten Schwingung mit ganz oder teilweise unterdrückter Trägerwelle
dar.
In Fig. ι werden die zu verstärkenden und zu demodulierenden, amplitudenmodulierten Eingangsschwingungen über einen Eingangskreis 4 einem
oder beiden Steuergittern einer elektrischen Entladungsröhre 3 mit zwei Steuergittern 1 und 2 zugeführt.
Der Anodenkreis der Röhre 3 enthält einen Kreis 5, der auf die halbe Eingangsfrequenz
abgestimmt ist. Zwischen diesem Kreis 5 und den beiden Steuergittern 1 und 2 sind zwei Rückkopplungswege
6 und 7 mit entgegengesetztem Rückkopplungsvorzeichen vorgesehen, wodurch die Röhre 3 wenigstens zu einem wesentlichen Teil
durch Konversionsverstärkung zum Selbstschwingen in einer Frequenz von V2 f gebracht
wird.
♦« cos (V2 ft + g)
Dieses Selbstschwingen kann an Hand nachstehender Berechnung und des Verktordiagramms
nach Fig. 2 erläutert werden.
Für den Anodenstrom ia der Röhre 3 gilt die Beziehung
eg O
(a2
b2 eg 2)
wobei esl bzw. es2 die Spannungen der beiden
Steuergitter 1 und 2 bezeichnen und av bv a2 und b%
bei einer bestimmten Einstellung der Röhre nahezu als Konstanten betrachtet werden können.
Diese Gitterspannungen egl und eg2 genügen bei
der dargestellten Schaltart den Beziehungen
(2)
i
= Z2i
2ia
gilt eih
(3)
= («j. + \ C11 cos ft — O1Z1 ia cos (V2 ft + g + h)) - («2 — b2 ei2 cos ft + b2Z2 ia cos (V2 ft + g+ A))
oder
(4)
wobei eix bzw. ei2 zwei von der Eingangsschwingung abgeleitete Spannungen bezeichnen
und für die Rückkopplungsspannungen etl bzw. et2
die Beziehungen
angenommen werden, wobei Z1 bzw. Z2 die Module
und h die Phasendrehung (Argument) der Übertragungsimpedanzen der Rückkopplungsnetzwerke
5, 6 und S, 7 bezeichnen.
Wird angenommen, daß die Eingangsschwingung e{ die Gestalt e,- · cos ft und der Anodenstrom
ia die Gestalt cos (V2 ft + g) hat, wobei g
einen noch zu bestimmenden Phasenwinkel bezeichnet, so folgt aus der Substitution der
Gleichungen (2) und (3) in der Gleichung (1)
iacos(^l2ft
A) + Cia cos (V2 ft — g — A) + ....
wobei die Glieder mit cos 2 ft, cos 3/2 ft, cos ft und
das konstante Glied außer Betracht gelassen sind und wobei
U ■— W1 U2^2
H2 (
C = H2bxb2{enZ2
und (5)
ist.
Die Schaltung wird also in der Frequenz V2 f
schwingen, wenn die Werte der Größen D und C derart sind, daß die vorerwähnte Gleichung (4), soweit
es sich um die Glieder mit cos V2 ft handelt, gleich sind. Wird beispielsweise angenommen, daß
die Phasenwinkel g und h gleich Null sind, so gilt als Selbsterregungsbedingung
D +1C= i. (6)
Das Glied D weist dabei auf die unmittelbare Verstärkung der Röhre hin; diese entsteht durch
die Verstärkung der Rückkopplungsspannuhg, ohne daß Mischung mit der Eingangsschwingung stattfindet.
Das Glied C hingegen weist auf die Konversionsverstärkung der Röhre 3 hin, da diese als
Mischprodukt der Eingangsschwingung et am einen
Steuergitter und der Rückkopplungsspannung et am
anderen Steuergittef entsteht.
Wie es sich aus den angegebenen Vorzeichen der Rückkopplungsspannungen eti und et2 ergibt, ist es
möglich, das. direkte Verstärkungsglied D klein zu halten, in welchem Falle die Röhre wenigstens zu
einem wesentlichen Teil zum Selbstschwingen gerät infolge des Konversionsverstärkungsgliedes C.
Es sind nun verhältnismäßig große Unterschiede zwischen der Oszillatorfrequenz V2 f und der Resonanzfrequenz
des Kreises 5 zulässig, d. h., die Phasenwinkel g und h dürfen verhältnismäßig hohe
Werte annehmen, ohne daß die Schaltung außer Tritt fällt.
Obenstehendes" kann an Hand des Vektordiagramms nach Fig. 2 erläutert werden, worin
der Anodenstrom ia und die beiden Rückkopplungsglieder Dia und Cia der Gleichung ('4) veranschaulicht
sind und wobei die Selbstschwingungsbedingung erfüllt ist, wenn die Vektorialsumme
der Vektoren Cia und Dia gerade gleich dem
Vektor ia ist. Die Vektoren stellen sich somit derart
ein, daß für die Phasenwinkel g und h die Beziehung
sin (2 g + h)
sinÄ
sinÄ
(7)
jilt.
Diese Beziehung kann nicht erfüllt werden, d. h. der Oszillator gerät außer Synchronismus, sobald
DIC sin h größer als 1 werden würde.
Wird nun eine bestimmte Schwankung zwischen Va/ (/ ist die Frequenz der Eingangsschwingung)
und der Resonanzfrequenz des Kreises 5 zugelassen, wobei der Oszillator mit 1Uf in Synchronismus
bleiben soll, so entspricht dies einem maximal zulässigen Wert für die Phasenverschiebung
h des Kreises 5 bei der Frequenz V2/ und somit einem maximal zulässigen Wert für das Verhältnis
DlC. In der Praxis darf dieses Verhältnis zwar wesentlich höher als 1 sein, um eine zufriedenstellende
Wirkung der Schaltung zu erhalten, aber es würde unzulässig groß werden, · wenn die Rückkopplungsfaktoren der Rückkopplungswege
6 und 7 gleiche Vorzeichen hätten, so daß die beiden Glieder des Ausdrucks für D nach
Gleichung (5) gleiche Vorzeichen hätten.
Man kann die Phasenverschiebung h künstlich klein halten, indem nach Fig. 3 parallel zum Kreis 5
ein auf dieselbe Frequenz abgestimmter Reihenkreis 10 mit richtig bemessener Dämpfung geschaltet
wird oder indem nach Fig. 4 auf dieselbe Frequenz abgestimmte, mit dem Kreis 5 kritisch
gekoppelte Kreise 11 und 12 sowie o,o°-Phasendrehungsnetzwerke
13 und 14 in die Rückkopplungswege 6 und 7 aufgenommen werden oder indem
nach Fig. 5 ein auf dieselbe Frequenz abgestimmter, richtig gedämpfter Kreis 15 mit dem
Kreis 5 gekoppelt wird.
Die im Kreis 5 nach Fig. 1 erzeugte Schwingung wird mit Hilfe eines Amplitudendemodulators 18
mit dem Ausgangsfilter 19 demoduliert. Dieses Ausgangsfilter 19 enthält einen Spannungsteiler 20,
dem eine Regelspannung V1. entnommen wird, die
über die Leitung 21 dem Steuergitter 1 der Röhre 3 in solchem Sinne zugeführt wird, daß das direkte
Verstärkungsglied D kleiner, im vorliegenden Falle mehr negativ bei zunehmender Amplitude der
Oszillatorschwingung im Kreise 5 wird.
Besteht der Teil des Spannungsteiles 20, dem die Regelspannung V1. entnommen wird, nur aus dem
dargestellten Kondensator 22, der eine vernachlässigbare Impedanz für die Modulationsfrequenz
hat, so wird die Spannung V1. das direkte Verstärkungsglied
D der Röhre 3 derart einstellen, daß für die mittlere Amplitude der Eingangsschwingung et die Selbsterregungsbedingung (6)
oder, allgemeiner, die Bedingung nach Fig. 2 erfüllt ist. Eine Amplitudenvergrößerung der Eingangsschwingung
#,· bewirkt nun eine weitere Entdämpfung
des Oszillators und somit eine Zunahme der Oszillatoramplitude; eine Amplitudenverringerung
der Eingangsschwingung et hingegen eine Dämpfung des Oszillators und somit eine Abnahme
der Oszillatoramplitude. Am Spannungsteiler 20 wird somit eine der Amplitudendemodulation der
Eingangsschwingung ^ entsprechende, verstärkte, demodulierte Schwingung eu erzeugt.
Die Regelspannung V1. wird vorzugsweise der
Reihenschaltung eines Widerstandes 23 und des erwähnten Kondensators 22 entnommen, welche
Reihenschaltung eine Zeitkonstante größer als die Periode der niedrigsten Modulationsfrequenz hat.
Der Widerstand 23 ist klein gegenüber dem weiteren Widerstand des Spannungsteilers 20. Es
wird infolgedessen eine Verringerung der Verzerrungen des Verstärkers erhalten.
Wird hingegen, wie in Fig. 6 dargestellt ist, die ganze Spannung des Ausgangsfilters 19 des Amplitudendemodulators
18 als Regelspannung V1. benutzt,
so wird jede Augenblicks vergrößerung der Oszillatoramplitude eine Verringerung des direkten
Verstärkungsgliedes D veranlassen und somit dieser Augenblicksamplitudenvergrößerung entgegenwirken.
Dann erzeugt die Schaltung über den Kreis 5 eine in bezug auf die Eingangsschwingung e' verstärkte und begrenzte Schwingung
und kann somit z. B. in einem Frequenzmodulationsempfänger verwendet werden. Die
Regelspannung kann gegebenenfalls nach Glättung außerdem als selbsttätige Stärkeregelspannung
einer vorangehenden Röhre (nicht dargestellt) der Schaltung zugeführt werden.
Fig. 7 stellt eine andere Schaltung zum Verstärken und Begrenzen einer elektrischen Schwingung,
z. B. einer frequenzmodulierten Schwingung dar. Zwischen dem Anodenkreis 5, dessen Resonanzfrequenz
wieder die Hälfte der des Eingangskreises 4 beträgt, und den beiden Steuergittern 1
und 2 der Röhre 3 sind wieder zwei Rückkopplungswege 6 und 7 mit entgegengesetztem Rückkopplungsvorzeichen
vorgesehen, so daß wieder eine Schwingung mit einer Frequenz^/ von der
Röhre 3 selbst erzeugt wird. Der Anodenkreis der n0
Röhre 3 enthält noch einen zweiten Kreis 27, der auf die Frequenz f abgestimmt ist, über den durch
direkte Verstärkung und durch Konversionsverstärkung der Eingangsschwingungen am Steuergitter
ι der selbstschwingenden Röhre 3 an den Steuergittern 1 und 2 eine Spannung erzeugt wird,
deren Amplitude zunimmt, wenn infolge Zunahme der Eingangsamplitude die Spannung im Kreis 5.
zunimmt. Diese Spannung des Kreises 27 wird mit Hilfe des Amplitudendemodulators mit Ausgangsfilter
29 mit für die Modulationsfrequenzen kleiner Zeitkonstante demoduliert, wobei gegebenenfalls in
Reihe mit dem Ausgangsfilter 29 noch ein zweites Filter 30 mit für die Modulationsfrequenzen großer
Zeitkonstante geschaltet wird, dessen Spannung dem zweiten Steuergitter 2 zum Verringern . des
direkten Verstärkungsgliedes D bei Zunahme der mittleren Oszillatoramplitude zugeführt wird,
welche Spannung gegebenenfalls auch als selbsttätige Stärkeregelspannung in einer vorangehenden
Röhre der Schaltung benutzt werden kann.
Die Spannung am linken Ende des Ausgangsfilters 29 wird bei augenblicklicher Zunahme der
Amplitude der Oszillatorschwingungen mehr positiv, wodurch ein in den Kreis des Eingangskreises 4
eingefügter Gleichrichter 31 mehr leitend wird, so
daß er die Dämpfung des Kreises 4 erhöht und die Amplitudenzunahme der Oszillatorschwingung
vermindert wird.
Fig. 8 stellt eine Schaltung zum Verstärken und Frequenzgegenkoppeln einer frequenzmodulierten
Eingangsschwingung et mit Frequenz f. dar. Dazu
enthält der Anodenkreis der Röhre 3 zwei Kreise 34 und 35, von denen der eine, 34, auf eine vorzugsweise
nicht in einer harmonischen Beziehung zur Eingangsfrequenz f stehende Zwischenfrequenz
fm> der andere, 35, auf eine Frequenz f0
gleich der Summe von oder dem Unterschied zwischen der Eingangsfrequenz / und der Zwischenfrequenz
fm abgestimmt ist. Zwischen den Anodenkreisen 34 und 35 und den Steuergittern 1 und 2
der Röhre 3 sind wieder zwei Rückkopplungs wege 6 und 7 mit entgegengesetzten Rückkopplungsvorzeichen
vorgesehen, wodurch die Schwingungen mit Frequenzen f0 und fm von der Schaltung selbst
erzeugt werden, und zwar bei richtiger Bemessung zum größten Teil durch Mischung dieser Schwingungen
am einen Steuergitter mit der Eingangsschwingung am anderen Steuergitter. Ist diePhasendrehung
der Rückkopplungsspannung in bezug auf den Anodenstrom des Kreises 34 bedeutend größer
als die des Kreises 35, bei dem gleichen Frequenzhub der Schwingungen in diesen Kreisen, was im
allgemeinen der Fall ist, wenn die Abstimmfrequenz fm des Kreises 34 klein ist in bezug auf die
Resonanzfrequenz f0 des Kreises 35, so wird der Frequenzhub der Schwingungen durch den Kreis 34
nur einen kleinen Teil desjenigen der Eingangsschwingung betragen, so daß Frequenzgegenkopplung
der Eingangsschwingung erzielt wird. Die Schaltung nach Fig. 8 eignet sich auch zum
selbsttätigen Frequenznachregeln einer amplituden- bzw. frequenzmodulierten Schwingung. Damit dabei
vermieden wird, daß die Frequenztoleranz innerhalb der eine bestimmte Eingangsschwingung
noch eine entsprechende Zwischenfrequenzschwingung erzeugt, von der Eingangsamplitude abhängig
ist, wird das Übertragungsnetzwerk 34, 6 vorzugsweise derart ausgebildet, daß die Phase der Rückkopplungsspannung
bei zunehmender Frequenzabweichung zunächst zu- und darauf jedoch wieder abnimmt.
Die Erweiterung der Schaltung nach Fig. 8 zur Schaltung nach Fig. 9 ermöglicht es, gleichzeitig
Schwingungen mit mehreren Frequenzen zu erzeugen. Dazu enthält der Anodenkreis der Röhre 3
eine Anzahl von Kreisen 37, 38, 39, 40, deren Abstimmfrequenzen untereinander um einen Wert
gleich der Frequenz der Eingangsschwingung durch den Kreis 4 verschieden sind. Durch Rückkopplung
mit entgegengesetztem Rückkopplungs-Vorzeichen jedes Kreises nach den beiden Steuergittern
ι und 2 der Röhre 3 wird die Röhre in mindestens
einer dieser Abstimmfrequenzen selbst schwingen und dabei durch Mischung mit der
Eingangsschwingung gleichzeitig alle anderen Schwingungen erzeugen. Frequenzstabilisierung
der erzeugten Schwingungen kann dabei auf einfache Weise praktisch erhalten werden, indem z. B.
einem oder beiden Steuergittern auch eine Schwingung der stabilisierenden Frequenz (nicht dargestellt)
gleich der Summe der Abstimmfrequenzen zweier Kreise, vorzugsweise — gerechnet nach Abstimmfrequenzen
— des mittleren Kreispaars zugeführt werden.
Fig. 10 stellt eine Schaltung zum Empfangen einer amplitudenmodulierten Schwingung mit ganz
oder teilweise unterdrückter Trägerwelle dar. Diese Schwingung wird wieder über den Eingangskreis
4, der auf die, gegebenenfalls abwesende Trägerwellenfrequenz abgestimmt ist, einem oder
beiden Steuergittern der Mischröhre 3 zugeführt, deren Anodenkreis zwei Kreise 43 und 44 enhält,
von denen der eine, 43, auf die Trägerwellenfrequenz und der andere, 44, auf eine Modulationsfrequenz abgestimmt ist. Durch Rückkopplung
dieser Anodenkreise 43 und 44 nach den Steuergittern ι und 2 der Röhre 3 kommt die Röhre 3
wieder zur Selbsterregung.
Indem mit dem Kreis 43 nach Fig. 10 mit einem der Anodenkreise nach Fig. 9 bzw. 8 Mittel zum
Begrenzen der Trägerwellenschwingung (nicht dargestellt) gekoppelt werden, entspricht die Amplitude
der demodulierten Schwingung des Kreises 44 der Modulationsschwingung des Eingangssignals.
Die fraglichen Mittel können z. B. sein eine Glühlampe, eine nicht lineare Impedanz, ein Gleichrichter
in Reihe mit einem .RC-Filter mit für die Modulationsfrequenzen großer Zeitkonstante oder
ein Amplitudendemodulator, dessen Ausgangsspannung auf die in Fig. 1 oder Fig. 6 dargestellte
Weise das direkte Verstärkungsglied D der Röhre 3 nachregelt.
Claims (13)
- PATENTANSPRÜCHE:I. Schaltungsanordnung zum Verstärken einer elektrischen Schwingung mit einer Frequenz/ mitHilfe einer zum Selbstschwingen gebrächten elektrischen Entladungsröhre mit mindestens zwei Steuergittern, wobei der Anodenkreis der Röhre mindestens einen nicht auf die Eingangsfrequenz f abgestimmten Kreis enthält, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen diesem (diesen) Anodenkreis (en) und den beiden Steuergittern der Röhre zwei Rückkopplungswege mit entgegengesetztem Rückkopplungsvorzeichen angebracht sind, wodurch die Röhre wenigstens zu einem wesentlichen Teil durch Konversionsverstärkung zum Selbstschwingen gerat.
- 2. Schaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der erwähnte Anodenkreis auf eine Unterharmonische der Eingangsfrequenz/, vorzugsweise auf 1Uf, abgestimmt ist.
- 3. Schaltung nach Anspruch ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ausgangskreis der Röhre mit einem Amplitudendemodulator zum Erzeugen einer Regelspannung gekoppelt ist, der über ein Steuergitter die direkte Ver-Stärkung der Röhre in einem einer Amplitudenänderung der in diesem Ausgangskreis erzeugten Schwingung entgegengesetztem Sinne steuert.
- 4. Schaltung nach Anspruch 3 zum Verstärken und Demodulieren der Eingangsschwingung, dadurch gekennzeichnet, daß der Amplitudendemodulator mit einem Ausgangsfilter versehen ist, über das die verstärkte und demodulierte Schwingung erzeugt wird, während dieao Regelspannung, die einen kleinen Teil dieser demodulierten Schwingung beträgt, mit Hilfe eines Spannungsteilers diesem Ausgangsfilter entnommen wird (Fig. 1).
- 5. Schaltung nach Anspruch 4, dadurch ges5 kennzeichnet, daß der erwähnte Spannungsteiler die Reihenschaltung eines Widerstandes und eines Kondensators enthält, deren Zeitkonstante größer ist als die Periode der niedrigsten Modulationsfrequenz der Eingangsschwingung, welcher Reihenschaltung die Regelspannung entnommen wird.
- 6. Schaltung nach Anspruch 3 zum Verstärken und Begrenzen einer elektrischen Schwingung, dadurch gekennzeichnet, daß die verstärkte und begrenzte Schwingung dem erwähnten Anodenkreis entnommen wird, während der erwähnte Amplitudendemodulator eine einer unerwünschten Amplitudenmodulation der zu begrenzenden elektrischen Schwingung entsprechende Regelspannung erzeugt, die über ein Steuergitter die direkte Verstärkung der Röhre in einem dieser unerwünschten Amplitudenmodulation entgegengesetzten Sinne nachregelt (Fig. 6).
- 7. Schaltung nach Anspruch 2 oder 3 zum Verstärken und Begrenzen einer elektrischen Schwingung, gekennzeichnet durch einen mit einem Ausgangskreis der Röhre gekoppelten Amplitudendemodulator, dessen Ausgangsspannung einem Gleichrichter zugeführt wird, der mit einem auf die zu begrenzende Schwingung abgestimmten Eingangskreis zum Ändern der Dämpfung dieses Kreises gekoppelt ist (Fig. 7).
- 8. Schaltung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgangskreis des erwähnten Amplitudendemodulators (28) die Reihenschaltung zweier .RC-Filter enthält, von denen das eine (29) eine für die Modulationsfrequenzen kleine Zeitkonstante hat, dessen Spannung dem erwähnten Gleichrichter (31) zugeführt wird, und das andere (30) eine für die Modulationsfrequenzen große Zeitkonstante hat, dessen Spannung einem Steuergkter (1) der Röhre (3) zugeführt wird.
- 9. Schaltung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine mit dem erwähnten Anodenkreis gekoppelte Impedanz zum Verringern der Phasendrehung der Rückkopplungsspannung in bezug auf den Anodenstrom durch die Röhre als Funktion der Frequenz (Fig. 3, 4 und 5).
- 10. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anodenkreis der Röhre zwei abgestimmte Kreise enthält, wobei die Summe von bzw. der Unterschied zwischen ihren Resonanzfrequenzen gleich der Eingangsfrequenz ist und wobei von jedem dieser Kreise zwei Rückkopplungswege mit entgegengesetzten Rückkopplungsvorzeichen nach den beiden Steuergittern der Röhre vorgesehen sind (Fig. 8).
- 11. Schaltung nach Anspruch 10 für Frequenzgegenkopplung oder Frequenznachregelung einer modulierten Schwingung, dadurch gekennzeichnet, daß die Phase der Rückkopplungsspannung in bezug auf den Anodenkreis für den einen Kreis, dem die frequenzgegengekoppelte oder nachgeregelte Schwingung entnommen wird, wesentlich größer ist als die für den anderen Kreis, bei gleichem Frequenzhub der Schwingungen durch diese Kreise gemessen.
- 12. Schaltung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eine Anzahl in den Anodenkreis eingeschalteter abgestimmter Kreise, deren Resonanzfrequenzen untereinander um einen Betrag gleich der Eingangssignalfrequenz verschieden sind, wobei von jedem dieser Kreise zwei Rückkopplungswege mit entgegengesetzten Rückkopplungsvorzeichen nach den beiden Steuergittern der Röhre führen (Fig. 9).'
- 13. Schaltung nach Anspruch 1 zum Verstärken und Demodulieren einer amplitudenmodulierten Schwingung mit ganz oder teilweise unterdrückter Trägerwelle, dadurch gekennzeichnet, daß der Anodenkreis der Röhre zwei abgestimmte Kreise enthält, von denen der eine auf die Trägerwellenfrequenz abgestimmt ist, der andere auf eine Modulationsfrequenz, wobei von jedem dieser Kreise zwei Rückkopplungswege mit entgegengesetzten Rückkopplungsvorzeichen nach den beiden Steuergittern der Röhre führen (Fig. 10).Angezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 194 293.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen509532 8.55
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1952
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- 1952-10-20 FR FR1076132D patent/FR1076132A/fr not_active Expired
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