DE92740C - - Google Patents
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- DE92740C DE92740C DENDAT92740D DE92740DA DE92740C DE 92740 C DE92740 C DE 92740C DE NDAT92740 D DENDAT92740 D DE NDAT92740D DE 92740D A DE92740D A DE 92740DA DE 92740 C DE92740 C DE 92740C
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
- E02B7/00—Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
- E02B7/20—Movable barrages; Lock or dry-dock gates
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- Structural Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
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- Barrages (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. W
Das vorliegende, vorzugsweise aus Stahlplatten hergestellte Kastenthor für Schleusen oder
Trockendocks hat im waagerechten Schnitt bezw. im Grundrifs wesentlich die Form eines
Kreissegmentes und seine Bewegung erfolgt um die senkrechte Achse der convexen bezw. concaven
Sitzfläche des Thores bezw. des festen Schleusenbaues nach einem Kreisbogen zweckmäfsig
durch motorische Kraft oder auch von Hand mittelst in einen Zahnbogen des Thores
eingreifender Zahnräder, wobei unten am Thor angeordnete Räder auf einer festen Bahn rollen.
Fig. ι zeigt in Oberansicht ein derartiges Kastenthor für Schleusen oder dergl.,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt nach Linie t-t
von Fig. ι und 3,
Fig. 3 theilweise eine Vorderansicht,
Fig. 4 eine Oberansicht von Abarten,
Fig. 5 einen senkrechten Schnitt nach Linie r-r von Fig. 4,
Fig. 6 die Oberansicht einer weiteren Abart des Thores,
Fig. 7 einen-senkrechten Schnitt nach Liniejr-y
von Fig. 6,
Fig. 8 die Oberansicht einer Abart, bei welcher das Thor in fliefsendes Wasser eingestellt
werden kann,
Fig. 9 eine Hinteransicht, theils im Schnitt von diesem Thor, und
Fig. 10 einen Schnitt nach Linie \-\ von
Fig. 8 und 9.
Wie in Fig. r bis ,3 dargestellt, wird die Schleusenkammer 17 zur Aufnahme des Thores 80
passend hergerichtet durch Anbringen ihres Kopfstückes unter der Oeffnung 18 und durch
Krümmung ihrer Wand 6, so dafs eine Thornische 91 entsteht. Das Thor 80 hat eine
convexe Sitzfläche 81, die nach einer senkrechten Achse als Mittelpunkt concentrisch zu
der Vorderseite des Thores gekrümmt ist, und die Nische 91 ist entsprechend gebildet, so
dafs kein verlorener Raum entsteht. Die Sitzfläche 82 an dem Sitz 83 der Kammer, gegen
welchen das Thor zur Herstellung eines wasserdichten Anschlusses sich legt, ist concav.
Am besten hat das Thor eine concave Rückwand 84, so dafs es, von oben gesehen, nach
den Seiten spitz zuläuft, leicht herzustellen und zu bewegen ist. Das Thor wird am besten
aus Stahlplatten hergestellt mit einem Sitzstück 81, das entsprechend, der Gröfse des
Thores passend gekrümmt ist. Die Vorderwand wird aus einer ähnlich gekrümmten Platte
oder Platten 89 gebildet, die Rückwand.aus einer Platte oder Platten 84, die nach gröfserem
Radius gekrümmt sind. Die waagerechten Kopf- und Bodentheile bestehen aus geflantschten
Platten 99, und Vorder-, und Rückwand sind durch Querstreifen 100 mit einander verbunden.
Die einzelnen Theile werden durch Nieten mit einander zu einem hohlen Kasten verbunden und die Abschlufsstellen passend
abgedichtet.
Die verticalen Theile an der Sitzfläche .8r. des Thores können an ihren Seiten von unten
nach oben, wie Fig. 3 zeigt, so.gestaltet sein, dafs, wenn das Thor bewegt wird, die Sitzflächen
81 bezw. 82 am Thor bezw. an der
Schleusenwand an einander mit einer Scheerbewegung vorbeigehen und so vermieden wird,
dafs sie auf einander schlagen.
Um einen dichten Abschlufs zwischen den Sitzflächen 81 und 82 zu sichern, kann ein
mit Druckluft gefüllter Gummischlauch benutzt werden, der sich als besonders hierfür geeignet
erwiesen hat.
Unten am Boden des Thores sind Räder-9 5
angeordnet, die auf einer Laufschiene 96 rollen, so dafs das Thor sich leicht, bewegen. läfst.
Um die Belastung der Räder 95 zu verringern, wird aus dem Hohlraum des Thores 80 ein
Theil Wasser durch Luft verdrängt, etwa gleich im Gewicht 90 oder 95 pCt. des Gewichtes
des Thores, so dafs die Belastung der Räder gerade ausreicht, durch Schwankungen im
Wasserstande Hochgang oder Sinken des Thores zu verhüten. Falls das Thor aus Holz besteht,
mufs ein entsprechender Ballast benutzt werden. Das Thor bewegt sich nach einem Kreise um
die senkrechte Achse der Sitzflächen 81 und 82. Um das Thor in seiner Kreisbahn zu halten,
ist eine Führung vorgesehen, die mit dem Schleusenbau fest verbunden ist und eine Führungsfläche
87 hat, die axial zu den Flächen 81 und 82 liegt, und am Thore ist ein Theil 85
mit einer Führungsfläche angeordnet, die sich gegen die Führungsfläche 87 legt.
■ Zweckmäfsig ■ wird eine Führung wie in Fig. i, 2 und 3 benutzt, bei welcher die Führungsfläche sich an einem Zapfen 87** befindet, der mit dem Boden der Schleuse fest verbunden ist, während der die Führungsfläche 86 tragende Theil 85 sich an einem winkelförmigen Arm 85 befindet, der am Boden des Thores festsitzt.
■ Zweckmäfsig ■ wird eine Führung wie in Fig. i, 2 und 3 benutzt, bei welcher die Führungsfläche sich an einem Zapfen 87** befindet, der mit dem Boden der Schleuse fest verbunden ist, während der die Führungsfläche 86 tragende Theil 85 sich an einem winkelförmigen Arm 85 befindet, der am Boden des Thores festsitzt.
Im Ausführungsbeispiel Fig. 4 und 5 befindet sich die Führungsfläche 87b des Thores
an der convexen Seite einer Schiene, die am Boden der Schleuse festsitzt. Diese Schiene
kann die Schiene 96 sein, auf welcher die Räder 95 rollen. Hier wird das Thor durch
eine Anzahl Rollen 86b geführt, deren Achsen
senkrecht am Thor 80 festliegen. Die Räder 86b
führen das Thor dadurch, dafs sie an der Führungsfläche 87b rollen.
Ist das Vortreten von Theilen über den Boden der Schleuse unthunlich, so kann nach
dem Beispiel Fig. 6 und 7 eine Führung benutzt werden, bei welcher der FUhrungstheil
der Schleuse die Form einer in den Boden eintretenden Nuth hat, während die Führungsfläche des Thores an einem vortretenden
Theil 86C sitzt, der in die Nuth 87C eingreift.
Zur Bewegung des Thores dient ein oben an demselben sitzender Zahnbogen 94 (Fig. 1
bis 3), in welchen ein Zahnrad 90 an der Schleusenwand 6 eingreift, welches mit einem
Vorgelege, das beispielsweise von einem Motor 93 getrieben wird, Verbindung hat. Im Falle eines
Versagens kann man in die Hülsen 98 Handstangen einstecken.
Gewöhnlich wird die auf Anheben wirkende Luftmenge im Thore unter einem ganz geringen
Druck stehen. Um Luft im oberen Theile des Thores zu halten, sind Oeffnungen 88 in der
Wand 89 des Thores 80 so angeordnet, dafs bei der Bewegung des Thores die Oeffnungen
abwechselnd geschlossen und freigelegt werden. Wenn die Oeffnungen freigelegt werden,
so. wird Wasser, das über denselben steht,
ausfliefsen und Luft eintreten, und wenn Wasser darauf in den Theil der Schleuse eingelassen
wird, welchem die Platte 89 des Thores zugekehrt ist, so werden die Oeffnungen 88 durch
das Wasser bedeckt werden, und Luft wird in dem Thore dadurch unter Verschlufs gehalten
und ihm die erforderliche Schwimmkraft verleihen.
Wo eine solche Einrichtung unthunlich ist, benutzt man ein Ventil 97, das mit einer
Kammer im Thor Verbindung hat, so dafs Luft in die Kammer eingedrückt und dem
Thor die nöthige Schwimmkraft verliehen werden kann. Beim Eindrücken von Wasser strömt
Wasser durch ein Rückschlagventil 97s aus
(FiS- 7)·
Eine solche Einrichtung empfiehlt sich namentlich da, wo der Wasserstand beträchtlich wechselt.
Wo es nöthig ist, das Thor zu bewegen, während Wasser durch die Oeffnung 18 fliefst,
wird nach dem Beispiel Fig. 8 bis 10 ein in die waagerechte Stellung niederzuklappender
Träger 102 angeordnet, der quer vor der Oeffnung gegen den Druck des Thores in Stellung
gehalten wird, wobei er sich auf Polster 103 an der Wand 6 der Schleuse 17 anlegt. Die
Seite des Trägers, die dem Thor 80 zunächst liegt, ist mit einer gekrümmten Schiene 104
versehen und Räder 105 am Thor rollen auf der Schiene 104. Ein Ende des Trägers 102
ist mit einem Paar Rollflächen 106 und Radsegmenten 107 versehen, welche mit den Zahnstangen
108 der Schleusenwand Eingriff haben. Der Träger 102 besitzt ein Gegengewicht 109
und eine Bewegungsvorrichtung 110, die in einem am Träger sitzenden Kettenradsegment 112,
einem Paar Kettenräder 113 und 114 besteht,
die an der Schleusenwand gelagert sind und eine endlose Gliederkette 115 tragen, die mit
den Radsegmenten 112 des Trägers und den Rädern 113 und 114 Eingriff haben. Das
Kettenrad 13 wird von einem passenden Motor 116 aus getrieben.
Bei der Thätigkeit des Motors drehen sich die Kettenräder 113 und 114, und die endlose
Kette 115, die in das Segment 112 eingreift,
bewegt den Träger 102 nach der gewünschten Richtung, wobei die Zähne der Segmente 107
durch ihren Eingriff mit den Zahnstangen 108 das Schleifen der Rollflächen verhindern, der-
art, dafs der Träger das Thor bei seiner Bewegung stützt.
Die bisher gebräuchlichen Schleusenthore werden in zwei Hauptarten, als Klappenthore
oder als Schieberthore ausgeführt. Ein Klappenthor, das nach Art einer Thür schliefst, wird
durch Fremdkörper am dichten Abschlufs verhindert. Solche Fremdkörper, beispielsweise
Eis oder dergl., das sich bei starkem Frost an den Schlufsflächen festsetzt, müssen bei einem
gewöhnlichen Thor erst beseitigt werden, und das veranlafst lästigen Aufenthalt.
Die Schieberthore zerfallen in drei Klassen. Bei der einen gleitet das Thor unter einem
rechten Winkel zur Achse der Schleuse in eine Aussparung, die an der Seite derselben gebildet
ist. Bei der anderen Art findet eine senkrechte Verschiebung statt und bei der dritten Art
schwingen die Thore um eine waagerechte Achse um ZapfeYi der Schleusenwände und
treten in eine im Boden der Schleuse befindliche Aussparung.
Thore der ersten Art verlängern den erforderlichen Raum um ein Mafs gleich der
doppelten Öeffnung der Schleuse. Thore der zweiten Art erfordern oberhalb liegende Baue,
welche den Durchgang bemasteter Schiffe verhindern. Diese Baue müssen daher erst bei
Seite geschafft werden, um grofse oder bemastete Schiffe passiren zu lassen; solche
Thore sind daher nur für grofse Kanäle brauchbar und auch da nicht empfehlenswerth.
Thore der dritten Art sind wohl kaum in praktischer Anwendung, denn sie haben zu
erhebliche Uebelstände. Es können sich Fremdkörper in der Aussparung im Schleusenboden
leicht ansammeln und dies verhindert immer ein sicheres Schliefsen des Thores. Man kann,
wenn das Thor offen ist, dies nicht sehen, da es unter dem Wasser liegt, und wenn das
Thor theilweise offen ist, können leicht Collisionen des Thores mit einem Schiff eintreten.
Aufserdem können die Zapfen leicht aus der Richtung gerathen, und während der Zeit, wo
diese reparirt werden, mufs das Wasser abgelassen werden, so dafs dann der Schleusenverkehr
stockt.
Im Vergleich mit den bisherigen Einrichtungen führt das beschriebene, um eine senkrechte
Achse drehbare Kastenthor weder eine Mehrlänge der Schleusenwand herbei, noch
beeinträchtigt es deren Festigkeit. Es erfordert keinen darüber liegenden Bau oder ein Gegengewicht
oder dergl., die bei etwaigem Schadhaftwerden den Schleusenbetrieb stören oder die für die zum Handhaben der Schiffe
nöthigen Vorrichtungen hinderlich sind. Seine Thätigkeit kann durch Anhäufung von Schlamm
oder dergl. nicht gestört werden. Man kann dasselbe stets sehen, so dafs man immer weifs,
ob die Passage frei ist oder nicht. Sollte aus. Versehen ein Schiff auf dem Unterwasser das
Thor etwas öffnen, so kann es leicht wieder zum Schliefsen gebracht werden. Sollte andererseits
ein Schiff vom Oberwasser auf das Thor treffen, so besitzt der elastische Kastenbau
' Nachgiebigkeit genug, um stärkere Beschädigungen auszuschliefsen. Sollte das Thor
unbrauchbar werden, so kann es weggenommen und durch ein anderes ersetzt werden. Sollte
andererseits das Getriebe schadhaft werden, so kann die Bewegung des Thores von Hand
oder dergl. erfolgen, bis der Schaden beseitigt ist.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein Kastenthor für Schleusen oder Trockendocks, vorzugsweise aus Metallplatten, dadurch gekennzeichnet, dafs es im Grundrifs wesentlich die Form eines Kreissegments hat, derart, dafs seine Bewegung um die senkrechte Achse des das Thor bezw. die Schleusenkammer an der Sitzfläche begrenzenden Cylinders beispielsweise mittelst in einen Zahnbogen des Thores eingreifender Zahnräder erfolgt, während es unten etwa von Laufrädern (95) gestützt wird.
- 2. Eine Ausführungsform des unter 1. bezeichneten Kastenthores, bei welcher das Thor (80) einen unten an seinem Boden festsitzenden Arm (85) trägt, der um einen am Boden der Schleuse festsitzenden Zapfen (87a) drehbar ist.
- 3. Eine Ausführungsform des unter 1. bezeichneten Kastenthores, bei welcher zur Stützung des Thores ein Träger (102) in die waagerechte Stellung niedergeklappt werden kann, um oberen, um senkrechte Achsen drehbaren Rädern (105) des Thores an gekrümmten Schienen (104) des Trägers Führung zu geben, wenn das Thor in der Strömung bewegt werden soll.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE92740C true DE92740C (de) |
Family
ID=364233
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT92740D Active DE92740C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE92740C (de) |
-
0
- DE DENDAT92740D patent/DE92740C/de active Active
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