DE80372C - - Google Patents
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- DE80372C DE80372C DENDAT80372D DE80372DA DE80372C DE 80372 C DE80372 C DE 80372C DE NDAT80372 D DENDAT80372 D DE NDAT80372D DE 80372D A DE80372D A DE 80372DA DE 80372 C DE80372 C DE 80372C
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- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01D—CONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
- E01D15/00—Movable or portable bridges; Floating bridges
- E01D15/06—Bascule bridges; Roller bascule bridges, e.g. of Scherzer type
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- Structural Engineering (AREA)
- Bridges Or Land Bridges (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT^
Die Erfindung betrifft eine Zugbrücke derjenigen Art, bei welcher dem beweglichen
Brückenarme oder mehreren solchen Armen kreisförmige Bewegungen im senkrechten Sinne
ertheilt werden, um die Brücke zu öffnen und zu schliefsen. Einer der wesentlichsten Zwecke
der Erfindung besteht darin, bei der Brücke die Anwendung stark belasteter Drehzapfen
und damit die sich hieraus für gewöhnlich ergebenden Uebelstä'nde (schwacher Aufbau
u. s. W-.) zu vermeiden und den Schwerpunkt der beweglichen Arme so zu legen, dafs die
Brückenarme, wenn sie vollständig entlastet und nicht festgelegt sind, von selbst eine theilweise
geöffnete Stellung einnehmen, so dafs dadurch die Antriebsvorrichtungen beim Oeffnen
und Schliefsen der Brückenarme unterstützt werden. Die Erfindung bezweckt ferner, dahin
Vorkehrung- zu treffen, dafs die beweglichen Arme schnell und bequem in der Verschlufsstellung
befestigt werden können und leicht beweglich sind.
Fig. ι zeigt eine nach vorliegender Erfindung eingerichtete Zugbrücke der Hauptsache nach
in der Seitenansicht, wobei aber einzelne Theile im senkrechten Längenschnitt nach 1-1,
Fig. 2, dargestellt sind. Fig. 2 stellt einen Grundrifs der Brücke und Fig. 3 einen Grundrifs
eines Theiles des einen Brückenarmes dar, von welchem der Bodenbelag zum Theil entfernt
ist, um verschiedene Theile deutlicher erkennen zu lassen. Fig. 4 ist ein senkrechter
Längenschnitt eines Theiles der Brücke nach 4-4, Fig. 3, während Fig. 5 im vergröfserten
senkrechten Längenschnitt die äufseren, einander begegnenden Enden zweier Brückenarme
und Einzeltheile der Verschlufsvorrichtung zeigt, welch letztere in Fig. 6 für sich und in der
Draufsicht dargestellt ist. Fig. 7 ist ein senkrechter Querschnitt eines der Brückenarme nach
"-J-, Fig. 4, Fig. 8 eine Seitenansicht einer
Vorrichtung zum Heben und Senken des Brückenarmes und Fig. 9 eine im rechten
Winke] zu der vorigen gesehene Ansicht derselben Vorrichtung. In Fig. 10 ist das innere
Ende des Brückenarmes in der Seitenansicht gezeigt, und zwar in Verbindung mit einer
etwas geänderten Vorrichtung, durch die ein Gleiten des Brückenarmes auf dem Pfeiler verhindert
wird.
Bisher hat man bei derartigen Zugbrücken die beweglichen Brückenarme an waagrechten
Drehzapfen gelagert und den Schwerpunkt so gelegt, dafs der freigegebene Brückenarm in
jeder Stellung stehen blieb, in welcher man ihn liefs, also sowohl in der geöffneten und
geschlossenen, als auch in der halb geöffneten Stellung. Die Anwendung von stützenden
Lagerzapfen bietet grofse Nachtheile, da die Zapfen und ihre Lager durch die fortwährend
sich ändernde Belastung der Theile sehr leicht beschädigt werden. Auch dafs die, beweglichen
Arme gleichmäfsig balancirt sind, bietet einen Uebelstand, da hierdurch grofse Kraft für den
Antrieb erforderlich wird und demgemäfs eine ziemlich starke Beanspruchung der betreffenden
Vorrichtung beim Aufziehen und Niederlassen der Brücke stattfindet.
Bei der nach vorliegender Erfindung eingerichteten Brücke sind stützende Lagerzapfen für
die beweglichen Arme, vollständig vermieden, indem die Brückenarme an ihren inneren Enden
unmittelbar auf den Brückenpfeilern schwingen. Dabei ist der Schwerpunkt so gelegt, dafs die
Brückenarme, wenn sie in der geschlossenen oder in der geöffneten Stellung von den Festhaltevorrichtungen
ausgelöst werden, sich von selbst theilweise öffnen bezw. schliefsen, so dafs
durch dieses selbstthätige Angehen die Antriebsvorrichtungen beim Oeffnen und Schliefsen
der Brücke in vortheilhafter Weise entlastet werden.
In den Hauptdarstellungen der Zeichnungen ist eine nach vorliegender Erfindung eingerichtete,
Brücke mit nur einem beweglichen Arme gezeigt; selbstredend können aber statt dessen auch mehrere solcher Arme vorhanden
sein. Im ersteren Falle schliefst sich das äufsere Ende des beweglichen Armes gegen den jenseifigen
Brückenpfeiler an, wogegen beim Vorhandensein von zwei beweglichen Armen ihre Enden sich begegnen, wie beispielsweise in
Fig. 5 gezeigt. A bezeichnet den Uferpfeiler, welcher gemauert oder in andersartiger zweckentsprechender
Weise so aufgebaut ist, dafs er dem beweglichen Brückenarme eine feste Unterlage
bietet. Die darüber gebaute Brückenauffahrt B bildet ein waagrechtes Strafsenbett,
welches (falls es sich um eine Eisenbahnbrücke handelt) mit Geleisen C belegt sein kann, und
ist mit dem Uferpfeiler A durch mit Ankerplatten B2 versehene Stangen B1 fest verankert,
welch letztere durch Säulen B3 auf dem Pfeiler A nach oben hindurchgehen, auf denen
die Auffahrt ruht. Im Uebrigen kann die Bauart des Brückenzuganges oder der Auffahrt in
verschiedenerlei Weise ausgeführt sein, da dieselbe einen irgendwie wesentlichen Theil der.
vorliegenden Erfindung nicht ausmacht.
Der in seiner Gesammtheit mit D bezeichnete
bewegliche Brückenarm ruht mit seinem der Uferböschung zugekehrten inneren Ende unmittelbar auf dem Uferpfeiler A und ragt
für gewöhnlich nach aufsen, d. h. nach dem jenseitigen Ufer zu. Derselbe besteht nach der
Zeichnung aus Metallstangen, kann aber auch ausschliefslich von Holz oder von Holz und
Metall hergestellt sein. Das nach dem Ufer zugekehrte Ende besitzt gegenüber dem äufseren
Ende das Uebergewicht und ist gewölbt oder nach Art eines Sectors geformt, so dafs der
Brückenarm in senkrechtem Sinne auf dem Pfeiler A schwingen kann, und zwar ist die
Gewichtsvertheilung eine derartige, dafs der Brückenarm, wenn er vollständig freigegeben
ist, eine · schräge Lage, etwa halbwegs zwischen seiner in Fig. ι durch volle Linien angedeuteten
waagrechten und der durch punktirte Linien ι bezeichneten senkrechten Lage einnimmt. Hinsichtlich
der Einzelheiten seiner baulichen Ausführung kann das Rahmenwerk des Brückenarmes
in beliebiger zweckentsprechender Weise hergestellt sein. Nach der Zeichnung besteht
dasselbe aus den nach dem äufseren Ende zu zusammenlaufenden und durch senkrechte b2
und schräge Stützen b3 mit einander verbundenen oberen und unteren Längstheilen b bl.
Der sectorförmige innere Endtheil E ist an den äufseren Enden der strahlenförmig angeordneten
Streben b* und an den inneren senkrechten Streben &2 befestigt und hinten durch
schwere Balken £>5 und Streben b6 verstärkt und
belastet. Um den Brückenarm zu öffnen, schwingt man ihn auf seinem sectorförmigen
Ende E nach innen und nach aufsen. Es ist Vorkehrung dafür zu treffen, dafs das Ende
auf dem Pfeiler A nicht etwa nach innen oder nach aufsen gleiten kann. Zu diesem Zwecke
können verschiedenerlei Einrichtungen vorgesehen sein. Nach Fig. ι ist eine Zahnstange
mit Zahnradeingriff und nach Fig. 10 eine Kettenverbindung zwischen dem sectorförmigen
Endtheile des Armes und dem Brückenpfeiler angeordnet. Die waagrechte, gezahnte Platte F,
Fig. i, ist am oberen Ende des Pfeilers, befestigt. Ihre Zähne oder entsprechende Querstangen
treten zwischen den Zähnen oder Querstangen einer zweiten gezahnten Platte F1 ein,
welch letztere an der Aufsenseite des ein Segment darstellenden Endes E des Brückenarmes befestigt ist. Auf diese Weise wird ein
Einwärts- oder Auswärtsgleiten des Endes E auf dem Pfeiler wirksam verhindert. Nach
Fig. ι ο sind zwei (oder mehr) Ketten F'2 oder
Seile u. dergl. mit ihrem einen Ende aufsen am oberen Theile des Pfeilers befestigt, während
ihr anderes Ende mit dem oberen Theile des segmentförmigen Endes E des Brückenarmes
verbunden ist. In gleicher Weise können entsprechende Ketten F3, Seile u. s. w. auch einerseits
innen am oberen Theile des Pfeilers und andererseits unten am inneren Ende des Brückenarmes befestigt sein. Bei dieser Einrichtung
bleiben der Pfeiler und das Ende des darauf ruhenden Brückenarmes fortwährend in
derselben Beziehung zu einander, während ein Gleiten des Armes vollkommen vermieden wird.
Zum Bewegen des Brückenarmes beim Oeffnen und Schliefsen der Brücke kann man die verschiedensten Vorkehrungen treffen. Die
nach der Zeichnung zu diesem Zwecke vorgesehene Räderübersetzung, welche entweder
durch eine elektrische Treibmaschine oder durch hydraulische Kolben Bewegung erhält,
kann auch durch eine Kabelwinde oder dergleichen ersetzt werden. Die betreffende Antriebsvorrichtung
soll den Brückenarm zwangläufig (und zwar am besten nach beiden Richtungen)
bewegen, d. h. heben und senken. Soweit nach vorliegender Erfindung die Auflagerung
des am Ufer befindlichen Brückenarmes unmittelbar auf dem Pfeiler und demgemäfs
die Vermeidung stützender Lagerzapfen für den Arm in Aussicht genommen ist, ist es
unwesentlich, ob die Gewichtsverteilung so getroffen ist, dafs der Brückenarm in allen Lagen
verharrt, oder so, dafs er die Neigung besitzt, in der geöffneten bezw. in der geschlossenen
oder in der theilweise geöffneten Lage zu bleiben. Soweit aber die Beziehung des
Brückenarmes zu seinen Bewegungsvorrichtungen in Betracht kommt, ist es zweckmäfsig,
die Einrichtung so zu treffen, dafs der Brückenarm sich, wie oben erwähnt, theilweise öffnet,
indem dadurch die Antriebsvorrichtungen beim Beginn ihrer Thätigkeit zum Oeffnen und
Schliefsen der Brücke unterstützt werden.
Die in Fig. ι und 4 dargestellte Antriebsvorrichtung
ist wie folgt eingerichtet: Eine am oberen Theile des inneren Brückenarmendes angeordnete Zahnstange G wird von
zwei beweglich gelagerten Stangen G1 getragen. Mit den Zähnen an der unteren Seite
der Zahnstange tritt das am oberen Ende eines auf dem Pfeiler A ruhenden Gestelles H gelagerte
Zahnrad G2 in Eingriff, und dieses befindet sich in Eingriff mit einem Triebe G3,
der seinerseits durch Eingriff mit einem auf der gleichen Welle wie G3 sitzenden Zahnrade G*
Antrieb erhält. Auf dieses wird von einem auf der Ankerwelle einer elektrischen Treibmaschine
/ sitzenden Rade G6 aus durch Vermittelung des Rades G5 Bewegung übertragen,
welche sich mithin von G6 aus bis nach dem Rade G2 fortsetzt. Wenn demnach die Ankerwelle
in der einen Richtung gedreht wird, "so zieht das Zahnrad G2 die Zahnstange nach
links und bewegt dadurch den Brückenarm aufwärts, wogegen bei einer Drehbewegung der
Ankerwelle in entgegengesetzter Richtung die Zahnstange nach rechts bewegt und der
Brückenarm dadurch gesenkt wird.
Bei der in der Zeichnung ebenfalls yerananschaulichten hydraulischen Vorrichtung zum
Heben und Senken des Brückenarmes bezeichnet J die Cylinder und J1 die hydraulischen
Kolben. Die Zahnräder G3 G4 G5 und G6
sind in Fortfall gekommen. Dagegen ist am Zahnrade G2 eine mit radialen Vorsprüngen
oder Absätzen g ausgestattete Trommel G7 angebracht. Mit letzterer sind die Kolben J1
an ihrem unteren Ende durch Ketten, Kabel oder dergleichen G8 verbunden, deren untere
Enden an den Cylindern J bezw. an deren Kreuzköpfen g1 g·2 befestigt sind. Die an
diesen Kreuzköpfen angeordneten Räder gl bewegen
sich in zweckentsprechenden Führungen. Das obere Ende einer der Ketten ist am Ende
eines der Vorsprünge g der Trommel befestigt, während die zweite Kette G8 mit ihrem oberen
Ende an der Trommel, und zwar an der Vereinigungsstelle des äufseren Endes des entgegengesetzten
Vorsprunges g mit der Trommel befestigt ist. Der Zweck dieser Anordnung besteht
darin, beim geöffneten Zustande der Brücke eine stärkere Hebel wirkung zu sichern,
damit die beweglichen Brückenarme wirksam in ihrer geöffneten Stellung gehalten werden und
nicht etwa vom Wind druck herumbewegt werden können. Die Wasserrohre sind in zweckentsprechender
Weise angeordnet. Um den Brückenarm zu heben, läfst man Wasser in den linksseitigen. Cylinder /, der betreffende
Kolben /' geht herab, die entsprechende,Kette
wickelt sich von der Trommel G7 und dem Vorsprunge g ab und das Zahnrad G2 wird
nach links in Umdrehung versetzt. Dadurch wird die Zahnstange G ebenfalls nach links
bewegt und der Brückenarm gehoben. Soll derselbe heruntergelassen werden, so läfst man
den entgegengesetzten Kolben J1 herabgehen, wodurch dieselben Bewegungen, wie oben beschrieben,
in entgegengesetztem Sinne durch die zweite Kette u, s. w. übertragen werden.
Um die Abwärtsbewegung des Brückenarmes aufzuhalten und denselben, unabhängig
von den Antriebsvorrichtungen, in seiner waagrechten Lage zu sichern, sind eine oder
mehrere Stangen J'2 mit einem Ende am oberen Theile des inneren Brückenarmendes befestigt
und so angeordnet, dafs sie unter den Boden der Brückenauffahrt greifen, wenn die Brücke
sich in der herabgelassenen Stellung befindet.
Um beim Vorhandensein von zwei beweglichen Brückenarmen dahin Vorkehrung zu
treffen, dafs die Enden der beiden Arme sich so an einander anschliefsen, dafs sie sich nicht
zu einander in senkrechtem Sinne bewegen können, sind die nachstehend beschriebenen
Vorrichtungen daran angebracht. Die bereits oben erwähnten Stangen G1, welche die Zahnstange
G tragen, sind bei k an zwei Scheiben oder Räder K excentrisch angelenkt, welche
ihrerseits im oberen Theile des Endes des Brückenarmes so gelagert sind, dafs sie daran
schwingen können. Jedes von den am Umfange gezahnten Rädern K befindet sich mit
einem der beiden Getriebe K1 ,der unterhalb
des Bodens des Brückenarmes waagrecht gelagerten Welle K2 in Eingriff. Auf derselben
Welle sitzen an den Enden die Kegelzahnräder ΚΆ und dazwischen ein drittes Zahnrad
K*. Mit diesen Rädern KB K* befinden
sich Kegelzahnräder Kh an den hinteren Enden
der Wellen K6 in Eingriff, welche in Lagern k%
in der Längenrichtung des Brückenarmes ruhen. Mit einem von drei unterhalb des Brückenarmbodens
bei k1 ebenfalls in der Längenrichtung des Armes gelagerten Wellen K9 ist
die Verbindung durch die Räder K1 einer- und die Räder Ks andererseits gesichert. Die auf
den Wellen an deren Enden sitzenden Räder K10 treten in Eingriff mit Getrieben K11 an den
inneren Enden der Wellen K12, welch'letztere
ebenfalls unterhalb des Bodens des Brückenarmes und in dessen Längenrichtung gelagert
sind. Wie aus Fig. ι und 6 ersichtlich, liegen die Wellen K9 seitlich nicht in gleicher Linie mit
den Wellen Κα und liegen die Wellen K1'2
höher als die Wellen if9. Indessen ist die
genaue Anordnung, wie beschrieben, nicht gerade wesentlich. Bezweckt wird damit nur, die mit
den äufseren Enden der Wellen if12 verbundenen
Schliefsvorrichtungen in die richtige Lage hinsichtlich des äufseren Endes des Brückenarmes zu bringen. In Fig. 2, 5 und 6 bezeichnet
d je drei in zwei Gruppen über einander am äufseren Ende des Brückenarmes D vorgesehene
Oeffnungen, welche senkrecht gerichtet und oben wie unten offen sind. Dieselben dienen
zur Aufnahme je eines der Vorsprünge d\ die entweder am Ende eines dem vorigen begegnenden
zweiten Brückenarmes oder am gegenüberliegenden Brückenzügange bezw. Widerlager
angeordnet sind. Vor dem äufseren Ende des Brückenarmes D befinden sich drei
Längsführungen L, von denen jede in der Mitte zwischen zwei benachbarten oberen und
unteren Oeffnungen d liegt und in welchen sich eine Mutter L1 befindet. In diese ist je
eine mit Gewinde ausgestattete Stange L2 eingeschraubt.
, Von diesen drei Stangen ist jede durch eine Kuppelung / oder dergleichen mit der entsprechenden Welle K 12 verbunden. An
den einander entgegengesetzten oberen und unteren Seiten der Muttern L1 sind die Enden
von zwei Kniehebelarmen Ls angelenkt, deren äufsere Enden in der Nähe der inneren Enden
der Oeffnungen d liegen. Die äufseren Enden der Arme L3 stehen durch Gelenke L4 mit dem
Brückenarme unmittelbar hinter den Oeffnungen d in Verbindung. ■ Die Anordnung ist eine derartige,
dafs bei einer Drehbewegung der Wellen K1'2 in der einen oder anderen Richtung
die Muttern L1 von den Gewindestangen L2 auswärts bezw. einwärts bewegt
werden und dadurch die Kniehebelarme L3 veranlassen, sich den inneren Enden der Oeffnungen
d zu nähern oder von denselben zurückzutreten, wobei die Arme sich fortwährend
einander entgegengesetzt bewegen. Bei einer Auswärtsbewegung der Arme gelangen
ihre äufseren Enden in unmittelbare Berührung mit den inneren Enden der Absätze oder Vorsprünge
dl und verhindern dadurch ein Auseinandergehen der Enden der Brückenarme
von einander in senkrechtem Sinne, während sie, dieselben an einander ziehen oder drängen,
falls die Brückenarmenden beim Herablassen nicht genau mit einander in die gleiche Linie
kommen sollten. An dem gegenüberliegenden Ende des anderen Brückenarmes D1 (bezw. des
entsprechenden Pfeilers oder Brückenzuganges) sind drei Blöcke Z,5 in Führungen L6 nach
innen und aufsen verschiebbar angeordnet. Jeder Block wird von einer durch einen unbeweglichen
Block L8 hindurchtretenden Stellschraube L7 beeinflufst, die in dem betreffenden
beweglichen Block L5 drehbar ist, während das andere Ende zum Zwecke des Aufsteckens
eines Schraubenschlüssels oder dergleichen eckig geformt ist. Durch Drehen der Schrauben
in der einen oder anderen Richtung werden die Blöcke L5 so bewegt, dafs sie mit den Muttern L1
in Berührung gelangen und sich dagegen anlegen, wenn die Brückenarme herabgelassen
werden. Werden die Muttern L1 nach einwärts
bewegt, so treten die äufseren Enden der Kniehebelarme nach innen von den inneren
Enden der Oeffnungen d zurück, so dafs die freien Enden der Brückenarme in senkrechtem
Sinne aus einander gehen können, oder dafs das freie Ende eines einzigen Brückeiiarmes
(wo nur ein einziger vorhanden ist) sich in gleicher Wreise von dem betreffenden Pfeiler
oder Brückenzügange entfernen kann.
Die Verbindungsweise der Stangen G1 mit den Scheiben oder Rädern K ist eine derartige,
dafs, wenn das Zahnrad G'2 zunächst im Sinne eines Hebens des Brückenarmes D bewegt
wird, die Stange G1 zuerst genügend weit nach links gezogen wird, um eine Vierteldrehung der
Scheiben K zu veranlassen, wodurch die Wellen K6K9 und ΚΆ so bewegt werden, dafs die
Muttern L1 nach innen gehen und den Brückenarm, wie beschrieben, freigeben. Ein Weiterschwingen
der Scheiben nach innen zu wird durch die auf dem inneren Ende der Stange M1
verstellbare Schliefsmutter M verhindert, die sich, nach aufsen bewegt und gegen einen am
oberen Ende der Säule B3 befindlichen BundM'2
anschlägt. Die durch den Bund M2 hindurchtretende Stange M1 erstreckt sich unterhalb des
Bodens des Brückenarmes D durch die Führungen m hindurch und ist mit der Scheibe K
zweckmäfsig etwa in der Entfernung eines Viertelkreisbogens von der Bestigungsstelle der
Stange G1 verbunden. Während des Herablassens des Brückenarmes bleiben die Scheiben
K in ihrer Todtpunktstellung, so dafs die Auswärtsbewegung der Stangen G1 im
Sinne eines Herabgehens des Brückenarmes wirkt. Die Feststellvorrichtung bleibt unterdessen
unwirksam. Sobald der Brückenarm die unterste Grenze seiner Abwärtsbewegung erreicht, trifft die Mutter M abermals gegen
den Bund M2. Dadurch erhält die Scheibe K eine schwingende Bewegung nach auswärts,
und die Stangen G1 werden aus ihrer auf den Mittelpunkt der Scheiben K zu gerichteten Lage
herausbewegt. Die Scheiben setzen dann ihre auswärts gerichtete Schwingbewegung fort und
die Muttern L1 werden im Sinne eines Feststeilens
der Vorrichtung nach aufsen bewegt. Selbstredend kann man auch beliebig andersartige
Einrichtungen zu dem Zwecke treffen, um die Scheiben in ähnlicher Weise zu bewegen.
In diesem Sinne soll die oben be-
schriebene Einrichtung lediglich als Beispiel dienen. ■ ■ '
Um den Brückenarm zu heben, hat man zunächst die äufseren Enden der Schienen C des
Brückenzuganges B so zu heben, dafs die Enden der auf dem Brückenarme befestigten
Schienen daran vorbeigehen können. Zu diesem Zwecke sind an dem Brückenzugange auf einer
in dessen Querrichtung sich erstreckenden Schauckelwelle N1 ein Arm N und mehrere
Mitnehmer η angebracht, welch letztere die Enden der auf dem Brückenzugange liegenden
Schienen C erfassen, und diese anheben, wenn bei der Einwä'rtsbewegung der Zahnstange G
ein an dieser vorgesehener Absatz N2 gegen das in die Bewegungsbahn dieses Absatzes
hineinragende untere Ende des Armes N trifft.
Bei der Vorwärtsbewegung der Zahnstange G wird das innere Ende derselben von
einem Schlitten O gestützt, dessen Laufräder sich auf den auf Consolen ο oder dergleichen
ruhenden Schienen O1 bewegen. Der Eingriff
der Zahnstange G mit dem Rade G2 ist durch eine Querstange oder Rolle P gesichert, die
' im Rahmenwerke des Brückenzuganges zweckentsprechend angeordnet ist.
Die am äufseren Ende des Brückenarmes angeordnete Feststellvorrichtung ist insbesondere
dazu bestimmt, zu verhindern, dafs die Enden der aufwärts oder abwärts bewegten Brückenarme etwa an einander vorbeifallen; dagegen
verhindern sie nicht ein gleichzeitiges gemeinsames Indiehöhegehen und Herabfallen
der Brückenarme. Für letztgenannten Zweck ist vielmehr ein Paar herabhängender Schliefsarme'
S vorgesehen, die an der Zahnstange G angebracht sind und für gewöhnlich unter das
innere Ende der Anschlagstange J2 greifen. Wenn zu Beginn der Bewegung des Zahnrades
G2 im Sinne eines Hebens des Brückenarmes die Zahnstange G einwärts bewegt wird,
so gehen die Schliefsarme 5 nach einwärts und bewirken, dafs eine an den unteren Enden
der Arme befindliche Rolle s an der Anschlagstange J'2 vorbeigeht. Wenn der Brückenarm
gesenkt worden ist, so werden durch die fortgesetzte Auswärtsbewegung der Zahnstange G
die Schliefsarme 5 nach aufsen zu am inneren Ende der Anschlagstange J2. vorbeibewegt.
Infolge dessen bewegt sich die Rolle s unterhalb einer am inneren Ende der Anschlagstange
J2 vorgesehenen schrägen Fläche s1, wodurch der Brückenarm am Aufwärtsgehen
verhindert wird, zumal in dem Falle, dafs die Antriebsvorrichtung etwa betriebsunfähig werden
und den Brückenarm loslassen sollte. Zweckmäfsig wird deshalb der Schliefsarm auch so
stark gemacht, dafs er selbst einer höchstmöglichen Belastung des äufseren Brückenarmendes
widersteht und eine weitere Abwärtsbewegung desselben verhindert, indem er gegen die Unterseite
des Brückenzuganges B stöfst, und zwar selbst dann, wenn auch die Brückenarme
an ihren äufseren Enden nicht an einander stofsen.
Bei einer Brücke nach Art der in den Zeichnungen veranschaulichten, bei welcher der Begegnungspunkt
der beiden Brückenarme sich ziemlich hoch über den Unterlagen befindet, auf denen die Brückenarme ruhen und auf
denen sie sich bewegen, ist es zweckmäfsig, die Anordnung so zu treffen, dafs die in der
geschlossenen Stellung an einander stofsenden Arme einen Bogen bilden. Da die nach den
Uferböschungen zu gerichteten Enden der Arme gegen eine Auswärtsbewegung gesichert sind,
so ist bei dieser Art der Anordnung einem Sinken der an einander stofsenden Enden unter
starker Belastung auf wirksame Weise vorgebeugt, indem die Brückenarme gröfsere Starrheit
erhalten. Diese Anordnung bietet sämmtliche Vortheile der Bogenbrücken überhaupt.
Durch die stellbaren Blöcke L5 wird erreicht, dafs die einander begegnenden Enden der Arme
auch wirklich mit einander in Berührung gebracht werden können, wenn selbst die Lage
der Enden der Arme durch Temperaturveränderungen oder andere Einflüsse geändert wird.
Vermöge des Ineinandergreifens der hinteren Enden der Brückenarme mit den überhängenden
Theilen des Brückenzuganges, wodurch insbesondere bei nicht bogenförmiger Anordnung
der zusammenwirkenden Brückenarme die freien Enden der letzteren gestützt und getragen
werden, eignet sich die beschriebene Bauart insbesondere für niedrige Brücken, bei
denen, der Boden der Brücke sich nur wenig oberhalb der Unterlagen befindet, auf denen
die Brückenarme ruhen, also beispielsweise für den Fall, wo die Fahrstrafse nur wenig über
dem Wasserspiegel des zu überbrückenden Flusses ' liegt. Selbstverständlich kann der
Brückenbelag oder Boden in jeder, beliebigen Höhe zu dem Unterbau der Brücke oder zu
den übrigen Theilen derselben angeordnet sein. Ebenso ist es nicht nöthig, dafs der bogenförmige
Theil des Brückenaufbaues genau kreisbogenförmig ist, sondern derselbe kann auch
jede andere zweckentsprechende Forrrj besitzen. Die Stützflächen des Bauwerkes können ferner,
statt gerade, auch bogenförmig sein und brauchen, sofern sie gerade sind, nicht durchaus eine
waagrechte Lage zu haben. Vielmehr liegt es auf der Hand, dafs die durch vorbeschriebene
Anordnung bedingten allgemeinen Vortheile auch dann gesichert werden können, wenn die
Berührungsflächen des bogenförmigen Theiles des Brückenarmes einerseits und die Stützfläche
andererseits anders als genau in der beschriebenen Weise gestaltet sind.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:Zugbrücke, gekennzeichnet durch einen beweglichen, am einen Ende mit einem sectorförmigen Theile ausgestatteten Arm, welcher auf einer unbeweglichen Stützfläche ruht und auf dieser rollend gehoben und gesenkt werden kann, an einer Verschiebung auf der Stützfläche jedoch durch geeignete Vorkehrungen verhindert ist, wobei dieser bewegliche Arm so ausbalancirt ist, dafs er, sich selbst überlassen, an einer nach der Mitte seiner Bewegungsbahn zu gelegenen Stelle stehen bleibt.Eine Ausführungsform der unter ι. gekennzeichneten Zugbrücke, bei welcher am beweglichen Arme eine Zugstange, angeordnet ist, mit der ein Zahnrad in Eingriff tritt, bei dessen Antrieb die Zahnstange in der Längsrichtung bewegt und dadurch der bewegliche Arm gehoben oder gesenkt wird.3. Bei einer Zugbrücke der unter 1. gekennzeichneten Art eine Vorrichtung zum Aneinanderschliefsen der Brückenarmenden, bestehend aus Kniehebelpaaren (L3 Σ4"), welche durch die Abwärtsbewegung des einen der einander begegnenden Brückenarme auf selbsttätige Weise so bewegt werden, dafs von jedem Kniehebel eines Paares ein Glied (L3J zwischen zwei Vorsprünge (d') des anderen Brückenarmendes tritt.4. Bei einer Zugbrücke der unter 1. gekennzeichneten Art eine Einrichtung zum Begrenzen der Abwärtsbewegung des äufseren Endes des Brückenarmes, bestehend aus einer am inneren Ende des letzteren vorspringenden Stange (J2J oder mehreren solchen, welche in der geschlossenen Stellung des Brückenarmes von unten gegen einen überhängenden Theil des Brückenpfeilers oder der Brückenauffahrt treffen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE80372C true DE80372C (de) |
Family
ID=352934
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT80372D Active DE80372C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE80372C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1088999B (de) * | 1958-07-30 | 1960-09-15 | Gutehoffnungshuette Sterkrade | Einrichtung an Rollklappbruecken zum Sichern der Rollsegmente auf den Rollbahnen |
-
0
- DE DENDAT80372D patent/DE80372C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1088999B (de) * | 1958-07-30 | 1960-09-15 | Gutehoffnungshuette Sterkrade | Einrichtung an Rollklappbruecken zum Sichern der Rollsegmente auf den Rollbahnen |
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