DE926812C - Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen aus polymerisierbaren, fluessigen Furanderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen aus polymerisierbaren, fluessigen Furanderivaten

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DE926812C
DE926812C DEA12001D DEA0012001D DE926812C DE 926812 C DE926812 C DE 926812C DE A12001 D DEA12001 D DE A12001D DE A0012001 D DEA0012001 D DE A0012001D DE 926812 C DE926812 C DE 926812C
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Germany
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polymerizable
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synthetic resins
furan derivatives
liquid
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DEA12001D
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Edmond F Fiedler
Gustave D Holmberg
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AEG AG
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AEG AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G65/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming an ether link in the main chain of the macromolecule
    • C08G65/34Macromolecular compounds obtained by reactions forming an ether link in the main chain of the macromolecule from hydroxy compounds or their metallic derivatives
    • C08G65/36Furfuryl alcohol

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen aus polymerisierbaren, flüssigen Furanderivaten Die Erfindung betrifft die Herstellung von Kunstharzen aus polymerisierbaren, flüssigen Furanabkömmlingen in Gegenwart eines milden Palymerisationskatalysators.
  • Es ist bekannt, flüssige Furanabkömmlinge in Gegenwart von Polymerisationskatalysatoren, wie Schwefelsäure und Chlorwmserstoffsäure, zu festen Körpern zu polymerisieren. Dabei werden aber unter starker Wärmeentwicklung schwarze, poröse, unlösliche und unschmelzbare, feste Harzkörper erhalten oder, wenn nur mit geringen Katalysatormengen und in, starker Verdünnung gearbeitet wird, hochviskose, klebrige bis halbfeste Harzmassen. Es ist jedoch bisher nicht gelungen, aus Furanablcömmlingen niedrigvis.kose, nicht klebrige Flüssigkeiten durch Entwässerung herzustellen, die hitzehärtbar sind.
  • Diese Schwierigkeiten werden vermieden,, @ven.n gemäß der Erfindung milde Polymerisationskatalysatoren an. Stelle der bisher bekannten verwendet werden, so d.aß die Polymerisatian weniger heftig verläuft. Als Polymerisationskatalysataren eignen sich Salze von Mineralsäuren mit organischen. Basen, insbesondere solchen, die Stickstoff enthalten, wie z. B. Amine und. Amide. Als Beispiele solcher Katalysatoren seien genannt Salze von Mineralsäuren mit Harnstoff, Thioha,rnstoffen, substituierten Harnstoffen, wie '-\Tethylharnstoff, Benzooyylharnstörff, ferner Salze von Mineralsäuren mit Steffen harnstoffartiger Natur, wie Guanidin, Dicyandiam.id, Aminotriazo,l, Triazinabkömmlinge, ferner sind geeignet Salze von Mineralsäuren: mit Äthanolaminen.
  • Zur Herstellung der flüssigen., hitzehärtbaren Kunstharze wird erfindungsgemäß ein polymerisierbarer Furanabkömmling, vorzugsweise Furfu.ralkoÜo@l oder eine Mischung von Furfuralko#hol und Furfurod, mit einem Katalysator gemischt und erwärmt, so, daß ein Anfangspolymerisationsprodukt anfällt, welches. noch flüssig ist. Die flüssigen. Anfangspolymeris.ationsprodukte können, lange Zeit, z. B. 3 Monate oder mehr, unter Luftabschluß aufgehoben werden, ohne in, den. festen Zustand überzugehen. Sie 'können :als läsungsmittelfreie Lacke, insbesondere für Drahtlackierungen und als Klebmittel für Schichtstoffe, verwendet werden. Sie werden entwässert und durch Hitze und gegebenenfalls Druck in den unlöslichen und urischmelzbaren Zustand- übergeführt und sind dann widerstandsfähig gegen die Einwirkung von Säuren oder Alkalien. Die Hitzehäxtung wird bis zu einer Temperatur von 200° C, vorzugsweise bei 5o bis 15o° C, durchgeführt. Beispiel ioo Teile Furfuralkohol werden mit i Teil Hasnstoffmo@nohydrochlorid am Rückflußkühler auf go° C erwärmt, bis die exotherme Reaktion einsetzt. Nachdem die exotherme Reaktion, abgelaufen ist, wird noch 1/2 Stunde erwärmt. Dann wird im Vakuum (25 mm Quecksilber) zur Entfernung des freien und gebildeten Wassers destilliert. Wenn eine Destillationstemperatur von go° C erreicht ist, wird die Destillation abgebrochen. und das Harz abgekühlt. Das, erhaltene Harz ist von dunkler Farbe und niederer Viskosität.
  • Der pH-Wert der abgekühlten, flüssigen Harzmasse wird durch Zusatz von etwa, o,5 °/o Hexamethylentetramin auf 4 bis, 6, vorzugsweise auf 4,5, eingestellt. An Stelle von Hexarnethylentetramin, können auch andere basische Stoffe verwendet wer,-den: Bei -einem von 4,5 sind die Lagerfähigkeit und die Auhshärtb,arkei.t -am bestem,. Das Harz hat ein spezifisches Gewicht von 1,2r5. Wird es in Luft auf 75 bis 8o° C erwärmt, so polymerisiert es sich in 4 bis 5 Stunden. zu einem dichten, schwarzen, unlöslichen und urischmelzbaren Körper.
  • An S't'elle von Furfu:ralkohol und Furfurol können auch andere Furanabkömmlinge- verwendet werden.
  • Die flüssigen Harzmassen sind praktisch unlöslich in Alkohol, aber löslich, in. Dioxan, Äthylacetat, Toluoil, Benzol und im frisch bereiteten Zustand mischgar mit Aceton. Wird ein nasch den Angaben des Beispiels hergestellter Körper 671/2 Stunden bei einer Temperatur von 40° C in Wasser gelegt, so nimmt er 0,7 bis 1,2 % Wasser auf. Die dielektriiscbe Festigkeit eines Harzfilms von etwa 13 mm Dicke ist 32 bis. 401cV/mm. Konzentrierte Schwefelsäure bei Raumtemperatur und konzentrierte Natriumhydroxv dlösung bei 10o° C zeigen keine Einwirkung auf das Harz.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen aus polymerisierbaren, flüssigen Furanabkömmlingen. in Gegenwart eines. PolymerisationskataJysatoTs, dadurch gekennzeichnet, da.ß als -Polymeris.ationskata.lysator Salze von. Mineralsäuren mit organischen Basen, insbesondere solchen, die Stickstoff enthalten., verwendet werden.
  2. 2. Verfahren. nach Anspruch i, dadurch: gekennzeichnet, daB als PolymerisationskatalysatoT Salze aus. Mineralsäuren und Aminen oder Amiden verwendet werden.
  3. 3. Verfahren _nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, da.ß man, die Mischung eines Furanabkömmlings mit dem Katalysator erwärmt, das. Reaktionsprodukt entwässert und darauf unter Hitze und gegebenenfalls. Druck in den unlöslichen und urischmelzbaren Zustand. überführt.
DEA12001D 1940-03-26 1941-03-27 Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen aus polymerisierbaren, fluessigen Furanderivaten Expired DE926812C (de)

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