DE92602C - - Google Patents

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DE92602C
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A43—FOOTWEAR
    • A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D3/00—Lasts
    • A43D3/04—Pneumatic lasts; Elastic lasts

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 71: Schuhwerk.
(Grfsch. Lancaster, Engl.).
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Vorrichtung zum Aufweiten von Schuhen, Stiefeln, Handschuhen und dergl.; dieselbe bezweckt, die den bekannten .Luftleisten anhaftenden Mängel dadurch zu beseitigen, dafs sie dieselben fähig macht, dem von innen wirkenden Luftdruck zu widerstehen.
In der beiliegenden Zeichnung ist Fig. 1 eine Vorderansicht eines gebrauchsfertigen Schuhleistens , welcher aus drei Theilen besteht, nämlich der aufblasbaren Zelle, dem inneren und äufseren Ueberzug;
Fig. 2 ist ein Grundrifs,
Fig. 3 eine Ansicht von vorn;
Fig. 4, 5 und 6 stellen den Leisten ohne den äufseren Ueberzug in Seitenansicht, im Grundrifs und in Vorderansicht dar;
Fig. 7 ist eine Vorderansicht, theilweise im Schnitt,
Fig. 8 ein Querschnitt und
Fig. 9 und 10 sind Verticalschnitte nach x-x und jr-y, welche den Leisten während der Herstellung zeigen, wobei Theile des inneren Leinwandüberzuges weggelassen sind;
Fig. 11 ist eine Vorderansicht eines Leistens für Schuhe, Reitstiefel und dergl.;
Fig. 12 ist ein Querschnitt derselben;
Fig. 13 zeigt einen Theil der für den Leisten in Fig. 11 bestimmten Gummizelle;
Fig. 14 ist ein Grundrifs desselben;
Fig. 15 stellt eine Ansicht des anderen Theiles der Zelle dar;
Fig. 16 zeigt eine Seitenansicht einer anderen Form der Zelle und
Fig. 17 den dazugehörigen Grundrifs.
Bei der Ausführung der Erfindung wird eine Gummizelle A, welche durch Luft oder Wasser aufgeblasen werden kann, und ein entsprechend geformter unelastischer Ueberzug B aus Leinwand oder anderem geeigneten Material benutzt. Letzterer ist so eingerichtet, dafs er über die Zelle A übergezogen werden kann, und ist bestimmt, nicht nur die Zelle zu verstärken und vor Verletzungen zu schützen, sondern auch dem Leisten beim Aufblasen die geeignete Form zu geben. Die Zelle ist mit einem Rohransatz C versehen, welcher durch den Ueberzug hindurchragt und mit einem Ventil D ausgerüstet ist. Eine Luftpumpe kann an das Rohr angeschraubt werden, vermittelst welcher die Zelle aufgeblasen wird. Durch Niederschrauben des Ventils wird die Zelle dann luftdicht verschlossen.
An denjenigen Stellen, wo es nicht nöthig ist, einen Druck auf den Schuh auszuüben und ein Ausbauchen zu verhindern, z. B. an der Seite des Fufses am Knöchel, wird eine Oeffnung oder eine Aussparung E angebracht
(Fig. 7, 11 und 13), welche durch die Zelle hindurchgeht. Auf diese Weise wird kein Druck an der betreffenden Stelle ausgeübt. Die Sohle ' der Zelle kann mittelst einer Platte F aus Metall oder anderem harten Material, welche innen an dem Üeberzug befestigt ist, vor Verletzungen ■ geschützt werden (Fig. 7). Diese Sohlenplatte ist mit Schlitzen versehen oder hat eine Gitterform, damit man Schnüre oder Stege hindurchführen kann. Ein Scharnier G sichert die Biegsamkeit derselben, so dafs der Leisten leichter in den Schuh hineingesteckt werden kann. Der nicht elastische Üeberzug ist das Hauptmittel, um dem Leisten beim Aufblasen die richtige Gestalt zu geben; denn wenn man eine Zelle ohne Üeberzug verwenden würde, so würde sie das Bestreben haben, ihre Form zu verlieren und eine kugelartige Gestalt anzunehmen; der Üeberzug jedoch giebt dem Leisten nicht nur die geeignete Form, sondern erhält demselben auch die bestimmte Form. Die Gummizelle A kann in verschiedenen Formen hergestellt werden. Bei der Anordnung Fig. 1 bis 10 ist dieselbe mit einer Anzahl doppelter Scheidewände α versehen, welche die Zelle von oben nach unten oder quer durchsetzen, so dafs eine Reihe von Röhren oder Kammern a1 a1 entstehen (Fig. 7 und 8), welche mit einander communiciren. Zwischen den Scheidewänden bleibt ein Raum, durch welchen die Schnüre oder Stege H hindurchgeführt werden. Dieselben werden an beiden Enden an dem Ueberzuge angenäht oder auf andere Weise befestigt. Mittelst dieser Schnüre oder Stege können die verschiedenen Theile des Ueberzuges, nachdem sie über die Zelle gezogen sind, in die gewünschte Form gebracht werden, indem sie die Ausdehnung der Zelle reguliren oder begrenzen , so dafs der Leisten die nothwendige Form und Krümmung bekommt. Bei dieser Anordnung gehen die Stege durch die Zelle, bleiben aber immer von dem Luftraum getrennt. Sie gewähren aufserdem die Möglichkeit, auf den Schuh an der richtigen Stelle einen Druck ausüben zu können.
In Fig. 11 ist ein vollständiger Leisten für Reitstiefel dargestellt mit einer Aussparung E, ahnlich der vorher angegebenen Anordnung; Fig. 12, 13, 14 und 15 erläutern den Schafttheil des Leistens. Dieser besteht aus einer mittleren, aus einem Stück mit dem Fufstheil gefertigten Röhre A1 und zwei oder mehreren Seitenstücken ti2, welche besonders hergestellt Werden. Das Ganze wird mittelst Stege H in einem Ueberzüge befestigt. Diese Anordnung des Schafttheiles bezweckt die Sicherung der nothwendigen Gestalt, welche nicht erzielt Werden könnte, wenn das Ganze aus einer einzigen Rohre hergestellt wäre. Man kann jedoch den Schafttheil auch aus einer einzigen Röhre machen, wenn man dieselbe mit Scheidewänden versieht, so dafs mehrere Zellen entstehen.
Bei einer anderen Zellenform (Fig. 16 und 17) besteht der Hacken B1 aus einer Röhre mit einer Scheidewand zum Durchtritt der Schnur oder des Steges. Die Sohle besteht aus einer Röhre .B2, welche zum Füllen dient und zwischen Ferse und Zehen den nöthigen Druck ausübt. Der Druck auf den Spann wird durch die Röhre E1 und die Röhren .B4 JB5 erzielt. Alle Theile des Leistens werden durch das Rohr C mit Luft gefüllt. WTenn man diese Zelle in einem Üeberzug aufbläst, so dehnt dieselbe sich so weit aus, dafs der' leere Raum in der Mitte vollständig geschlossen wird. Die eigenartige Anordnung dieser Zelle ermöglicht das Durchführen von Stegen zwischen den Rohren, um dem Ueberzüge. die passende Form zu geben.
Bei der Herstellung des Leistens nehme man· eine Zelle A z. B. von der Form, welche in Fig. 7, 8, 9 und 10 dargestellt ist. Die Zelle wird in den Üeberzug B gesteckt und letzerer dann zusammengenäht, so dafs er die Zelle vollständig umgiebt. Wenn die letztere an der Seite eine Aussparung besitzt, so ist der Üeberzug an dieser Stelle aufgeschnitten und die Stücke werden verschnürt. Die genaue Form kann jetzt dadurch hergestellt werden, dafs Schnüre zwischen den Scheidewänden a1 hindurchgeführt werden, welche die Kammern der Zelle A trennen. Der Leisten hat jetzt das in Fig. 4, 5 und 6 dargestellte Aussehen. Zweckmäfsig ist es, denselben noch mit einem zweiten Leinwandüberzug zu versehen zum Schutz der Stege oder Verschnürungen.1 Um auch einen wirksamen Schutz für Hühneraugen oder geschwollene Ballen zu erzielen, werden die Leinwandüberzüge an den betreffenden Stellen mit einer Ausbuchtung versehen, so dafs beim Aufblasen die Gummizelle an der Stelle, wo die Leinwand schlaff ist,' weiter hervortritt. Dasselbe Mittel kann man bei Mifsbildungen des Fufses anwenden. Unter Umständen kann der Üeberzug aus einer Reihe von Streifen oder Schnüren zusammengestellt werden, so dafs er in der gewünschten Richtung die gröfste Stärke erhält.

Claims (1)

Patent-Ansprüche: ■
1. Luftleisten bezw. Aufweiter für Schuhwerk, Handschuhe und dergl., gekennzeichnet durch die Verbindung einer elastischen, an bestimmten Stellen durchbrochenen, mittelst eines Druckmittels aufblasbaren Zelle mit einem Üeberzug aus nicht elastischem Stoff, welchem mit Hülfe von durch die Durchbrechungen hindurchgefühlten Schnüren,
Nähten oder Stegen die geeignete veränderbare Form und Festigkeit gegeben wird, zum Zwecke, den Leisten beim Aufblasen eine bestimmte, dem Fufse genau entsprechende Gestalt zu geben.
Eine Ausführungsform des in Anspruch ι gekennzeichneten Luftleistens für Reitstiefel und dergl., bei welcher der Schafttheil aus einer centralen, mit dem Fufstheil aus einem Stück bestehenden Röhre und zwei oder mehreren besonderen Seitentheilen besteht. Eine Ausführungsform der in Anspruch ι gekennzeichneten elastischen Zelle, bei welcher dieselbe aus einem System von Röhren besteht, welche zwischen sich Raum für die Schnüre bezw. Stege frei lassen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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