AT106100B - Orthopädisches Schuhwerk. - Google Patents

Orthopädisches Schuhwerk.

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AT106100B
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Schuhfabrik Eugen Wallerstein
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  Orthopädisches Schuhwerk. 



   Es sind bereits Schuhkonstruktionen für orthopädische Zwecke bekannt geworden, bei denen eine Erhöhung der   Trittfäche   des Fusses z. B. durch besonders gestaltete Einlagen bewirkt wird. die der   Bildung von Senkfüssen vorbeugen und Plattfüssen eine Stütze geben   sollen. Man hat auch bereits vorgeschlagen, mit oder ohne gleichzeitige Anwendung solcher Einlagen den Fuss mit Hilfe besonderer Einsatzstücke aus schmiegsamen Stoff, z. B. Leder od. dgl.   bestehend, zu stützen,   die im Innern des Schuhes an einer oder beiden Seiten   angeordnet und mit demselben z. B. durch Nähte verbunden sind, während die nach oben freien Enden der Einsatzstücke miteinander oder mit dem Oberleder des Schuhes z. B. durch   Verschnürung, Knöpfen od. dgl. über der Oberseite des Fusses, z.

   B. des Mittelfusses oder des Ristes, verbunden werden können. Durch die Verschnürung soll eine Zugkraft auf das Einsatzstück ausgeübt werden, durch welche das auf dem Boden des   Schuhes   oder auf der Sohle mehr oder weniger flach aufliegende Fussgewölbe angehoben und   dadurch der Fuss   gestützt wird. 



   Die bisher   zit     dem genannten Zwecke verwendeten Eiusatzstücke waren aber nicht   
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 des Einsatzstückes flach auf den Boden des Schuhes zurück. Ferner schmiegt sich das Leder auch der Fusswölbung nicht genügend an, sondern legt sich beim festen   Zusammenschnüren   der   Einsatzteile in falten-oder wellenartige Unebenheiten,   die das Fussgewölbe drücken und beim Gehen scheuern. 



   Durch die Erfindung wird bezweckt, die Einsatzstücke so auszubilden, dass die beim
Verschnüren der   Einsatzstücke   über dem Rist oder mit dem Ob rleder entstellende Zugkraft in jedem Falle so übertragen wird, dass das Fussgewölbe genügend angehoben und dauernd gestützt wird. Es soll also   insbesondere vermieden werden,   dass   nach Herstellung der Ver-     schnürung durch Temperatureinflüsse   oder andere Ursachen eine Nachlassen der stützenden Kraft der Einsatzteile stattfindet, so dass   ein Niedersinken oder Durchtreten   des Fussgewölbes nicht stattfinden kann. Ferner sollen die Einsatzteile sich dem   Fussgewölbe mit gleichmässigem sanftem   Druck und ohne Falten und ähnliche Unebenheiten anschmiegen. 



   Gemäss der Erfindung sind die Einsatzteile aus schmiegsamem Stoff angefertigt, dessen elastische Eigenschaften in zwei, etwa aufeinander senkrecht stehenden Richtungen voneinander 
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 der Stoff nicht dehnbar ist, ungefähr mit der Richtung der Zugkraft zusammenfällt, welche z. B. beim Verschnüren der Einsatzteile auf diese ausgeübt wird. Die Querrichtung, in welcher 

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 desFusses. 



   In der beiliegenden Zeichnung ist eine   Ausfüllrungsform des Erfindungsgegenstandes   beispielsweise dargestellt. In Fig. 1 ist ein mit'den Einsatzteilen versehener Schuh im Querschnitt dargestellt. In Fig. 2 ist derselbe Schuh im Längsschnitt gezeigt. 



   Im einzelnen bedeutet in Fig. 1 a die Sohle des Schuhes,    & das Oberleder, c   eine z. B. nach orthopädischen Grundsätzen in bekannter Weise konstruierte Senkfussbrandsohle. 



  Zwischen der Senkfussbrandsohle und dem   Oberleder   sind die schmiegsamen, z. B. aus Gewebe bestehenden Einsatzteile d und e angeorduet, deren unterer Teil mit dem Oberleder durch die Steppnähte f und g verbunden sind. Die oberen Teile verlaufen frei innerhalb des Schuhes und sind am oberen Rand mit   Anschlussorganen,   z. B. mit Schnürlöchern h versehen, die   zweckmässig   hinter den Schniirlöchern i des Schuhes etwas zurückgesetzt sind. 



   Die Einsatzteile sind in der Richtung der durch die Anschlussorgane, z. B.   die Schnür-   bänder, ausgeübten Zugkraft nicht merklich dehnbar, dagegen in der Querrichtung zu dieser Zugrichtung) also in der   Längsrichtung   des Fusses, elastisch nachgiebig ausgebildet. Dies kann z. B. dadurch   erreicht werden,'dass   das Gewebe der Einsatzteile in der letztgenannten Richtung mit Gummifäden j   durchschossen   ist. 



   Man kann die Einsatzteile   cl und e sowohl   für sich, getrennt von dem Schuh, zusammen-   schnüren,   als auch das   Sehuhschnürband   in irgend geeigneter Anordnung gleichzeitig durch die   Schnürlöcher   der Einsatzteile hindurchziehen, so dass dieselben zugleich mit dem Schuh geschlossen werden. 



   Bei Anwendung der beschriebenen Einsatzteile kommt die durch die   Verschnürung     ent-   wickelt Zugkraft in vollem Masse für die Stützung des Fussgewölbes zur Wirkung, da sie in keiner Weise durch Eigendehnung des Materials der Einsatzteile aufgehoben oder geschwächt wird. In der Querrichtung zur Zugrichtung, also in der Längsrichtung des Fusses, schmiegen sich die Einsatzteile infolge ihrer Dehnbarkeit der Fusswölbung vollkommen und ohne Bildung von Falten und Unebenheiten an. Das Fussgewölhe wird insbesondere auch beim erkrankten Fuss, z. B. beim Senk-oder Knickfuss, in seine natürliche Lage gebracht.

   Auch ist im Gegen- 
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 möglich, da der Träger des mit den beschriebenen Einsatzteilen versehenen Schuhwerks es in der Hand hat, durch beliebige Veränderung der Spannung der Schnürvorrichtung das Fussgewölbe mehr oder weniger anzuheben. Bei gleichzeitiger Anwendung von   Senkfussbrandsohlen   oder andern Einlegesohlen kann der Einsatzteil mit seinem unteren Ende unter die Einlage greifen, während das obere Ende z. B. mit dem Oberleder des Schuhes verschnürt ist. 



  Dadurch wird die eingelegte Hilfssohle zusammen mit dem Fussgewölbe gehoben und gegen- über dem Fuss in feste unveränderliche Lage gebracht, so dass ein Niedertreten oder eine Formenänderung solcher Einlagen nicht stattfinden kann, auch wenn dieselben bei Erwärmung des Fusses an sieh nachgiebig werden. 



   Durch die Stützung der   Fussgewölbe   vermittels der untereinander oder mit dem Oberleder verschnürten Einsatzteile wird ferner der Fuss auch gegenüber dem Oberleder in gesicherte Lage gebracht, so dass auch einer unerwünschten   Formenänderung   des Schuhes selber vor- 
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   Fussgewölbes   eintreten würde. 



   Der Erfindungsgegenstand kann in mannigfacher Hinsicht konstruktiv abgeändert und ergänzt werden, z. B. durch Anordnung von verlängerten Hinterkappen in an sich bekannter Art, durch verschiedene Ausbildung der   Senkfusssohle,   durch Wahl verschiedenen und in verschiedener Art dehnbaren Materials für die Einsatzteile, durch Änderung der Anschlussorgane usw. 



  Auch kann gegebenenfalls die   Senkfusssohle   ganz in Fortfall kommen, und es können die Einsatzteile, je nach den Bedürfnissen des besonderen Falles, auf beiden Seiten oder nur auf einer Seite des Schuhes angeordnet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE   :  
1. Orthopädisches   Schuhwerk mit   auf der Innenseite des Schuhes angeordneten, zur   Stützung   des   Fussgewölbes   bestimmten Einsatzteilen aus schmiegsamem Stoff, die beim Tragen des Schuhwerks über dem Rist mit Hilfe von Anschlussorganen festgehalten werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsatzteile in der Richtung der durch die Anschlussorgane ausgeübten Zugkraft nicht merklich dehnbar sind, dagegen in der Querrichtung zu dieser Zugrichtung, also in der Längsrichtung des Fusses, elastisch nachgiebig ausgebildet sind.

Claims (1)

  1. 2. Orthopädisches Schuhwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsatzteile unten zwischen einer besonderen Senkfussstützsohle und dem Oberleder befestigt sind.
AT106100D 1925-04-07 1925-05-06 Orthopädisches Schuhwerk. AT106100B (de)

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