DE549794C - Orthopaedischer Schuh - Google Patents

Orthopaedischer Schuh

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DE549794C
DE549794C DEM117575D DEM0117575D DE549794C DE 549794 C DE549794 C DE 549794C DE M117575 D DEM117575 D DE M117575D DE M0117575 D DEM0117575 D DE M0117575D DE 549794 C DE549794 C DE 549794C
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metatarsal
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foot
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strap
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B7/00Footwear with health or hygienic arrangements

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Orthopädischer Schuh Körperliche überlast oder Muskelschwäche, anhaltendes Stehen im Beruf u. a. m. führen zu Stellungs- und Formveränderungen der Füße, wenn nicht das Schuhwerk in seiner Form und in seinem Bau einen ausreichenden Widerstand gegen die Pronationsstellung oder Abflachung der Füße zu 'bieten geeignet ist.
  • Form und Bau des Schuhes sind als zwei wichtige, sich ergänzende Faktoren anzusehen, die gemeinschaftlich für die richtige Stellung und Haltung des Fußes zu sorgen haben. Bau und Stabilität des Schuhes sollen einen ausreichenden Widerstand bieten, wenn der Fuß, infolge seiner Fehlstellung und Formveränderung, ihn in eine physiologisch falsche Stellung treten bzw. drängen will.
  • Es sind handwerksmäßig und fabrikmäßig hergestellte Schuhe seit Jahrzehnten bekannt, die solche Einrichtungen besitzen. Diese Einrichtungen bestehen in einer nach vorn verlängerten Hinterkappe und einer zum Teil auch außenseitig hochgewalkten Brandsohle. Diese den Schuh im Gebiete der Fußwurzel versteifenden, die Abwicklung des Fußes erschwerenden Einrichtungen bewähren sich nicht, weil sie sich durch den anhaltenden Druck des fehlgestellten und formveränderten Fußes nach und nach mehr und mehr in die gleiche Fehlstellung drängen. und deformieren lassen. Rascher noch kommt es zu einer Deformierung, wenn Kappen- und Brandsohlleder durch Fußfeuchtigkeit, Wärme und durch von außen wirkende Feuchtigkeit weich und nachgiebig werden.
  • Die Erfindung sieht abweichend hiervon einen die Hinterkappe und die Brandsohle verspannenden, breiten, ausgereckten und unnachgiebigen Fußwurzelhaltegaurt vor, der vom ersten Metatarsalköpfchen um den Fersenrücken herumgeführt ist und auf der anderen Seite bis etwa zum Köpfchen des fünften Mittelfußknochens verläuft. Von der Ferse ist er auf der Außenseite abwärts zum ersten Metatarsalköpfchen und ,auf der Innenseite abwärts bis etwa zum Köpfchen des fünften Mittelfußknochens gerichtet. Er wird in seiner Längs- bzw. Zugrichtung durch Zwicken scharf gespannt bzw. ausgereckt und an seinen sich bis in den gewölbten Schuhmittelteil erstreckenden Angriffsstellen .an oder unterhalb der Brandsohle mit dieser und dem Schaft fest verbunden. Der Fußwurzelhaltegurt kann außerdem noch durch die Hinterkappennaht, zwischen Kappe und Oberleder oder .an den Seiten der Hinterkappe festgehalten werden. Dieser Fußwurzelhaltegurt kann an seinen Sohlenangriffs- oder Befestigungsstellen beliebig breit gewählt werden, je nachdem der Fuß vom Schuh mehr oder weniger unterfaßt werden soll. Er umspannt die Fußwurzel und den Mittelfuß in der Längs- und Gehrichtung, von den Seiten und der Sohle her, ohne die Abwicklung des Fußes zu behindern. Er hält insbesondere den die Last aufnehmenden Fußteil so, daß dieser weder medial- noch lateralwärts ausweichen kann und verhindert das Rotieren des Fersenbeines und damit die Knickstellung des Fußes.
  • Bei der normalen Abwicklung des Fußes leistet er ebenfalls gute Dienste. Von der ersten bis zur letzten Phase der Fußabwicklung werden Fußwurzel und Mittelfuß in natürlicher Stellung gehalten und eine Dislokation der Knochen bei gelockerte Bändern und Muskeln verhindert.
  • Außer dem Fußwurzelhaltegurt kann ein weiterer Mittelfußhaltegurt aus dem gleichen oder einem gleichwertigen, unnachgiebigen Material- im Schuh angeordnet sein, der, hinter den Mittelfußköpfchen beginnend, diese also freilassend, in der Querrichtung den Mittelfuß umspannt. Dieser Mittelfußhaltegurtkann zwischen Oberleder und Futter oder ,auch unterhalb des Futters im Schuh eingearbeitet sein. Er wird so geführt, daß er im geschlossenen Schuh, gleichviel ob dieser durch Schnüren, Knöpfen, durch Druckknöpfe oder Spangen geschlossen ist, als ein die Spreizung des Fußes verhinderndes Mittel wirkt. Damit verhindert er auch das übliche Ausweiten des Schaftes im Gewölbe nahe hinter dem Ballen und, bei obduzierter Stellung des Fußes, das Übertreten des Oberleders auf der lateralen Seite des Schuhes.
  • Fußwurzel- und Mittelfußhaltegurt können auch miteinander verbunden im Oberschaft eingearbeitet und im Schuh durch Zwicken in der Längs- bzw. Zugrichtung des Mittelfußhaltegurtes verspannt werden. Die Haltegurte können so angeordnet sein, daß sie zusammen mit dem Oberschaft oder, jeder für sich allein, je nach der Dehnbarkeit des Oberleders, gezwickt werden können.
  • Der ständige Überdruck des fehlgestellten und formveränderten Fußes, der zum übertreten und Ausweiten des Oberleders, insbesondere zum Schieftreten der Hinterkappe geführt hat, wird von den straff gespannten. und ausgereckten, unnachgiebigen Gurten abgefangen, die es der Fußwurzel, dem Fersenbein, dem ersten und fünften Mittelfußknochen nicht mehr gestatten, sich seitlich über die ihnen gezogene Grenze hinaus erheblich abzuspreizen, und sie verhindern dadurch das Ausweiten und übertreten des Oberleders an den gefährdeten überlastungsstellen.
  • Infolge der Verspannung wird in jeder Bewegungsphase des Fußes ein Zug in der Längsrichtung, und zwar von den Angriffsstellen des Fußwurzelhaltegurtes gegen die Hinterkappe und umgekehrt ausgeübt und damit die normale Abwicklung des Fußes erleichtert.
  • Bekanntlich wird die Sohlensprengung des getragenen Schuhes unter dem Einfluß des Senkfußes verändert. Der Absatz -,veicht nach hinten aus, das Gewölbe flacht ab, und die vordere Auftrittsfläche der Sohle wird weiter nach hinten ins Gewölbe verlegt. Der Schuh gerät in die Senkfußstellung. Der Fuß wird, weil er keinen Halt im Schuh findet, flacher im Gewölbe und dementsprechend länger.
  • Da der innen, außen und von unten durch den Fußivurzelhaltegurt diagonal verspannte Schuh in der Längsrichtung weder innen,-noch außenseitig nachgeben kann, zwingt er den Fuß, gerade aufzutreten und sich beim Gehen in gerader, natürlicher Haltung abzuwickeln. Er verhindert also eine Knicksenk- und Abduktionsstellung des Fußes.
  • Der Mittelfußhaltegurt hält den Mittelfuß in der Querrichtung zusammen. Er gestattet dem Schuh nicht, sich über die bestimmte Weite auszudehnen, unterstützt die zu schwach gewordenen Anzieher des ersten und fünften Mittelfußknochens.
  • Da der Mittelfußhaltegurt hinter den Köpfchen des ersten und fünften Mittelfußknochens beginnt, bleiben die Köpfchen dieses bzw. der sogenannte Großzehballen und das Grundglied der Kleinzehe druckfrei. Durch das Zusammenhalten des fünften Mittelfußknochens mit den übrigen Mittelfußknochen wird, abgesehen von der Beseitigung der Ursache, die zu den bekannten Metatarsalheschwerden führen, der vordere Teil des Fußes in seiner natürlichen Form erhalten und in den Fällen, in welchen er bereits eine Spreizstellung zeigt, der natürlichen Form wieder nähergebracht.
  • Die Zeichnung veranschaulicht zwei beispielsweise Ausführungen der Erfindung. Abb, i ist ein Schuh mit dem eingearbeiteten Fußwurzelhaltegurt (um diesen sichtbar zu machen, ist das Schaftleder entsprechend,auf- und ausgeschnitten).
  • Abb.2 ist ein Querschnitt nach A-B der Abb. i.
  • AbU3 ist ein Schuh mit eingearbeitetem Fußwurzel- und Mittelf ußhaltegurt (zur Sichtharmachung des Verlaufs derselben ist das Schaftleder ebenfalls auf- und ausgeschnitten).
  • Es bezeichnet a den Fußwurzelhaltegurt und b den Mi.ttelfußhaltegurt, die beide aus äusgerecktem, unnachgiebigem Material bestehen. Sie können getrennt voneinander verlaufen und übereinanderliegen oder auch miteinander verbunden sein, wie Abb. 2 @es zeigt.
  • Wesentlich ist, daß diese Gurte den beschriebenen Verlauf nehmen und a-. den näher bezeichneten Stellen der Brandsohle angreifen, um so eine Verspannung des Schuhes zu bewirken, die unnachgiebig ist und einer Deformierung desselben entgegenwirkt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schuhwerk, gekennzeichnet durch einen eingearbeiteten Fußwurzelhaltegurt aus ausgerecktem, umnachgiebigem Material, der mit beiden Enden. an der Brandsohle befestigt ist und dessen mediale Angriffsstelle hinter dem Köpfchen des ersten Mittelfußknochens liegt und der von dort schräg nach oben, und zwar dem ersten Mittelfußknochen, dem ersten Keilbein, dem Sclüffbein, Sprungbein und Fersenbein entlang, diese teilweise um- und unterfassend, um das Fersenbein herumgeführt und dort lateral schräg abfallend am Fersenbein, Würfelbein, dem Vorsprung des fünften Mittelfußknochens entlang, diese wieder teilweise um- und unterfassend, verläuft und schließlich an der anderen, hinter dem Köpfchen des fünften Mittelfußknochens liegenden Sohlenangriffsstelle endet.
  2. 2. Schuhwerk nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsteile des Fußwurzelhaltegurtes an den medialen und lateralen Angriffsstellen bis unter die Brandsohle, etwa bis zur Mitte derselben, weitergeführt sind.
  3. 3. Schuhwerk nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch einen eingearbeiteten zweiten Gurt aus dem gleichen oder einem gleichwertigen, unnachgiebigen Material, der - die Mittelfußköpfchen freilassend - quer im Schuh verläuft, an der medialen und lateralen Seite der Brandsohle oder dort auch unter derselben mit seinen Enden befestigt ist und die Mittelfußknochen zusammenhaltend sowie ein Spreizen derselben verhindernd umfaßt.
  4. 4. Schuhwerk nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Fuß: wurzelhaltegürt und der Mittelfußhaltegurt an ihren Kreuzungsstellen miteinander vereinigt sind, derart, daß die freien Enden des letzteren in voller Breite dort an ersterem unmittelbar angreifen.
DEM117575D 1931-11-12 1931-11-12 Orthopaedischer Schuh Expired DE549794C (de)

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