CH166602A - Orthopädisches Schuhwerk. - Google Patents
Orthopädisches Schuhwerk.Info
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Description
Orthopädisches Schuhwerg. Die Erfindung betrifft ein orthopädisches Schuhwerk, bei dem ein unnachgiebiger, Hinterkappe und Brandsohle verspannender Fusswurzelhaltegurt vorgesehen ist, durch welchen das Schuhwerk während des Tra- gens in seiner Form erhalten und dem ein geschlossenen Fuss genügend Widerstand ge gen Stellungs- und Formveränderungen ge währt werden soll.
Ausser diesem Fusswurzelhaltegurt kann allenfalls noch ein Mittelfusshaltegurt vor gesehen sein, der hinter den Mittelfussköpf- chen beginnend, diese also freilassend, den Mittelfuss in der Querrichtung umspannt. Fusswurzel- und Mittelf usshaltegurt können mit einander verbunden oder getrennt voneinander angeordnet sein. Der ständige Überdruck eines fehlgestellten oder formveränderten Fusses, der zum Übertreten und Ausweiten des Schuhwerkes, sowie zum Schieftreten der Hinterkappe führen muss, wird von den straff gespannten und .unnachgiebigen Gurten abgefangen.
Die Gurtverspannung gestattet der Fusswurzel und den Mittelfussknochen nicht mehr sich nach den Seiten abzuspreizen und verhindert dadurch ein übermässiges Aus weiten des Schuhwerkes, sowie ein Übertre ten seines Oberleders über den Sohlenumriss an den gefährdeten Überlastungsstellen. Sie erleichtert ausserdem die Abrollung des Fusses am Boden während des Gehens und zwingt denselben in eine richtige Auftrittsstellung.
Die Zeichnung veranschaulicht zwei bei spielsweise Ausführungsformen des Schuh werkes.
Fig. 1 ist ein Schuh mit Fusswurzelhalte- gurt (um diesen sichtbar zu machen, ist das Schaftleder entsprechend auf- und ausgeschnit ten); Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie 4-B der Fig. 1;
Fig. 3 ist eine Ansicht gegen die Innen seite eines über den Fuss gezogenen Schuhes mit Fusswurzel- und Mittelfusshaltegurt. (Der Mittelfusshaltegurt ist in strichpunk tierten, das Fussskelett in :punktierten Linien und der Verlauf des Fusswurzelhaltegurtes in dünnen Linien durchscheinend angedeutet); Fig.4 ist in gleicher Darstellung eine Ansicht gegen die Aussenseite eines Schuhes mit Fusswurzelhalte- und Mittelfusshaltegurt.
Es bezeichnet a den Fusswurzelhaltegurt und b den Mittelfusshaltegurt, die beide ge spannt und unnachgiebig sind. Sie können übereinanderliegen oder auch an ihren Be rührungskanten miteinander verbunden sein.
Der Fusswurzelhaltegurt a verspannt die Hinterkappe des Schuhwerkes mit dessen Brandsohle. Er ist um den Fersenrücken herumgeführt und mit seinen beiden Enden an der Brandsohle hinter den Köpfchen der beiden äussern Mittelfussknochen befestigt.
Vom Köpfchen des ersten Mittelfussknochens verläuft er auf der Fussinnenseite zunächst schräg aufwärts gerichtet, führt dem ersten Mittelfussknochen, dem ersten Keilbein, dem Schiffbein, Sprungbein und Fersenbein ent lang, diese teilweise unterfassend, dann um letzteres hinten herum und von dort aussen seitig schräg abfallend am Fersenbein, Würfel bein, dem Vorsprung des fünften Mittelfuss knochens entlang, diese ebenfalls teilweise unterfassend,
bis hinter das Köpfchen des fünften Mittelfussknochens. Der Fusswurzel haltegurt a ist zwischen Hinterkappe und Oberleder angeordnet und die beiden Enden derselben können bis unter die Breitenmitte der Brandsohle reichen, wie in Fig. 2 im noch nicht vernähten Zustand gezeigt. Der Fusswurzelhaltegurt ist in der Zugrichtung durch Zwicken scharf gespannt und ausge reckt, so dass er nicht mehr nachgeben kann und an seinen Angriffsstellen an der Brand sohle mit dieser und dem Schaftleder fest verbunden. Er kann ausserdem durch die Hinterkappennaht zwischen Kappe und Ober leder oder an den Seiten der Hinterkappe noch besonders festgehalten sein.
An seinen Sohlenangriff- und Befestigungsstellen kann er beliebig breit gewählt sein und die Fuss sohle auf einem kürzeren oder längeren Stück unterfassen. Er umspannt die Fusswurzel und den Mittelfuss in der Längs- also in der Geh richtung, von den beiden Seiten und teilweise auch von unten her, ohne die nörmäle Ab- rollung des Fusses beim Gehen zu behindern. Der die Last aufnehmende Teil des Fusses wird von ihm so zusammengehalten, dass er weder nach einwärts noch nach auswärts ausweichen und das Fersenbein nicht in Dre hung geraten also -nicht abrutschen kann.
Bei der normalen Abrollung des Fusses am Boden während des Gehens werden Fuss wurzel und Mittelfuss in natürlicher Stellung gehalten und jegliche Dislokation der Knochen bei gelockerten Bändern und Muskeln, ins besondere auch die sogenannte Knickstellung des Fusses verhindert.
Der Mittelfusshaltegurt b ist hinter den Mittelfussköpfchen beginnend, diese also frei lassend, vorgesehen und in der Querrichtung um den Mittelfuss herumgeführt. Er ist eben falls so stark ausgereckt, dass er nicht mehr nachgeben kann und an seinen Angriffsstellen mit der Brandsohle und dem Schaftleder fest verbunden. Bei der Ausführung nach den Fig. 3 und 4 ist er in strichpunktierten Linien angedeutet. Er reicht bei dieser Aus führung auf beiden Seiten nur bis zur Ober kante des Fusswurzelhaltegurtes und ist dort mit diesem vernäht oder in anderer geeigne ter Weise verbunden.
Bei Schuhen mit Reihenverschluss ist er an der Verscblussstelle unterbrochen und wird beim Schliessen des Schuhes mit dessen Seiten teilen zusammengezogen. Er wirkt dem Aus einanderspreizen des Mittelfusses entgegen und hält diesen in der Querrichtung .fest zu sammen, verhindert damit also das Auswei ten des Schaftes und das Übertreten des Oberleders über den Sohlenrand. Da, er erst hinter den Köpfchen des ersten Mittelfuss knochens beginnt, .bleiben diese so wie der Grosszehballen und das- Grundglied der Klein zehe druckfrei.
Der vordere Teil des Fusses wird in seiner natürlichen Form gehalten und in Fällen, in denen er bereits zur Spreiz- stellung neigt; in seine natürliche Form zurückgebracht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Orthopädisches Schuhwerk, gekennzeich net durch einen gespanntem zNeischen_ Hinter- kappe und Oberleder angeordneten unnach giebigen Fusswurzellraltegurt, der mit beiden Enden an der Brandsohle befestigt ist und dessen innenseitige Angriffsstelle hinter dem Köpfchen des ersten Mittelfussknochens liegt und der von dort schräg nach oben, und i%var dem ersten Mittelf ussknochen, dem ersten Keilbein, dem Schiffbein, Sprungbein und li'ersenbein entlang, diese teilweise unterfas send,um das Fersenbein herumgeführt und aussenseitig schräg abfallend am Fersenbein, Würfelbein, dem Vorsprung des fünften Mit telfusslinochens entlang, diese wieder teilweise unterfassend, verläuft und schliesslich an der andern, hinter dein Köpfchen des fünften Mittelfusskrrocheris liegenden Sohlenangriffs- atelle endet. UNTERANSPRÜCHE: 1.Orthopädisches Schuhwerk nach dem Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass die Enden des Fusswurzelhaltegurtes, mit denen seine Befestigung an der Brandsohle bewirkt ist, bis unter diese, ungefähr bis zur Mitte derselben verlängert sind. 2. Orthopädisches Schuhwerk nach dem Pa- tentanspruch und dem Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch eineu zweiten un nachgiebigen Gurt, der, die Mittelfussköpf- cben freilassend, quer im Schuh verläuft und hinter diesen an der Brandsohle mit seinen Enden befestigt ist, so dass er die 1Vlittelfussknochen zusammenhält sowie ein Spreizen derselben verhindert. 3.Orthopädisches Schuhwerk nach dem Pa tentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Fusswurzelhaltegurt und derMittelfusshalte- gurt miteinander verbunden sind, derart, dass die freien Enden des letzteren in voller Breite an ersterem unmittelbar angreifen.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH166602D CH166602A (de) | 1931-11-11 | 1932-07-21 | Orthopädisches Schuhwerk. |
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| CH (1) | CH166602A (de) |
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1932
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