DE512162C - Bandage zur Stuetzung des Fussgewoelbes - Google Patents

Bandage zur Stuetzung des Fussgewoelbes

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DE512162C
DE512162C DEL75281D DEL0075281D DE512162C DE 512162 C DE512162 C DE 512162C DE L75281 D DEL75281 D DE L75281D DE L0075281 D DEL0075281 D DE L0075281D DE 512162 C DE512162 C DE 512162C
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foot
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F13/00Bandages or dressings; Absorbent pads
    • A61F13/06Bandages or dressings; Absorbent pads specially adapted for feet or legs; Corn-pads; Corn-rings
    • A61F13/064Bandages or dressings; Absorbent pads specially adapted for feet or legs; Corn-pads; Corn-rings for feet
    • A61F13/066Bandages or dressings; Absorbent pads specially adapted for feet or legs; Corn-pads; Corn-rings for feet for the ankle

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Description

  • Bandage zur Stützung des Fußgewölbes Die -Erfindung betrifft eine Bandage zur Stützung des Fußgewölbes zur Verhinderung des Plattfußes und zur Wiederherstellung der normalen Fußform und besteht darin, daß ein zweckmäßig unelastischer Zuggurt längs und unterhalb der Fußsohle geführt wird und mit seinem anderen Ende an einer den vorderen Fußteil umfassenden Schlinge und mit seinem rückwärtigen, um !die Ferse nach oben geführten Ende an einer Glas Bein oberhalb des Fußgelenkes umfassenden Schlinge angreift, so daß beim Biegen des Knöchelgelenkes währenddes Gehens der Zuggurt gespannt wird und so eine Verkürzung des Spannes bewirkt und damit eine Senkung des Fußgewölbes zu verhindern strebt. Die zur Umfassung des Beines dienende Schlinge besteht aus einem elastischen Band, welches oberhalb des Knöchelgelenkes und im wesentlichen parallel und nahe der Querschenkel-Muskelsehne verläuft, Die zur Umfassung des vorderen Fußteiles dienende Schlinge besteht auch aus einem elastischen Band, welches um die Mittelfußknochen herumführt und so auf die Quersehnen und Muskeln des Fußes kräftigend einwirkt, wenn, beim Gehen auf die letzteren durch den Zuggurt eine Zugspannung ausgeübt wird. Der Zuggurt wird noch durch ein nachgiebiges Band gehalten, das den Spann des Fußes umfaßt und im wesentlichen parallel und nahe dem Kre.uzschenkelmttskel verläuft, so daß es eine Verschiebung der Gelenkknochen des Fußgewölbes zu verhindern strebt.
  • Auf den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der neuen Bandage dargestellt, und zwar zeigt Abb. i ,die äußere Seitenansicht eines Fußes mit angelegter Bandage, Abb. a eine innere Seitenansicht, Abb.3 die Bandage in geöffnetem Zustande, Abb. q. eine schematische Darstellung des menschlichen Fußes mit den Hauptmuskeln, Sehnen und Bändern in ihrer normalen Lage und in gestrichelten Linien die neue Bandage und Abb. 5 eine schematische Ansicht des Fußskeletts, bei welchem besonders der Mittelfußknochen ersichtlich ist, mit gestrichelt angezeichneter Bandage.
  • Die Erfindung betrifft eine Bandage zur Stützung des Fußgewölbes, welche dann in Wirksamkeit tritt, wenn das Gewicht des Körpers auf dem Fuß lastet, und welche in sämtlichen Hauptrichtungen wie die normalen Muskeln, Sehnen und Bänder des Fußes wirkt und diese zunächst in ihrer Leistung zur Wiederherstellung und zur Zurückführung der verschobenen Fußknochen unterstützt, indem sie jene Organe von abnormalen Kräften entlastet und so die natürlichen Vorgänge zur Wiederherstellung @ jener Organe unterstützt.
  • Zur Erläuterung der Bauart und der besonderen Wirksamkeit der neuen Bandage sollen zunächst die Hauptteile des menschlichen Fußes, welche von der Bandage beeinflußt werden, an Hand der Abbildungen beschrieben werden.
  • Die Struktur des Fußskeletts ist im allgemeinen von dreieckiger oder pyramidaler Form. Die Basis des Dreiecks bildet die Fußsohle, während die Schenkel nach oben von .der Basis aus konvergieren bis zum höchsten Punkt des Skelettgewölbes. Die Schenkel des Dreiecks oder der Pyramide ruhen auf der Fußsohle, im wesentlichen in drei Punkten, unter Bildung einer Dreipunktstütze. Die Hauptgewölbe des Fußes bilden die vorderen Hinterbogen, welche geteilt werden können, nämlich in einen medialen und einen lateralen Teil. Der mediale Bogen wird durch das Fersenbein i (calcaneus), das Sprungbein 2 (talus), das Schiffbein 3 (navicular), die drei Keilbeine 4 (cuneiformes) gebildet sowie durch den ersten, zweiten und dritten Mittelfußknochen 5 (metatarsal), welche an ihren vorderen Enden mit der ersten Reihe der Zehenknochen 6 gelenkig verbunden sind.
  • Die Hauptstützen für die Knochenpyramide des Fußgewölbes umfassen die Fußsohlenbänder und -muskeln, deren stärkste, die Plantarsehne 7, in Abb. 5 dargestellt ist. Diese Sehnen und ihre Muskeln verbinden die Vorderteilfußknochen mit dein Ferienbein (calcaneus).
  • Die Bewegung des Fußes, welche -durch zahlreiche Sehnen und Muskeln beim Gehen hervorgerufen wird, entsteht zum größten Teil durch die Wirkung der Achillessehne 8 und des Beinmuskels, an welchem diese Sehne befestigt ist.
  • Die Fußknochen werden in ihrer richtigen gegenseitigen Lage quer zum Fuß durch zahlreiche Muskeln, Sehnen und Flechsen zusammengehalten, unter welchen einige der wichtigsten die Quersehnen 9 sind, die die einzelnen. Metatarsalknochen verbinden, das Kreuzschenkelmuskelband io, welches in der Hauptsache eine Y-Form aufweist und sich quer über den Fuß vor dem Knöchelgelenk erstreckt, und schließlich das Querschenkelinuskelband i i, welches sich oberhalb des Knöchelgelenks quer erstreckt und die oberen Fußbänder nach abwärts bindet.
  • Die in den Abbildungen dargestellten. Ausführungsformen .der Erfindung zeigen einen Zuggurt 12, welcher vorzugsweise aus einem verhältnismäßig breiten Band von unelastischem Fasermaterial besteht, sich in der Längsrichtung des Fußes erstreckt, unterhalb der Fußsohle'angebracht wird und sich bis unter die Ferse und nach aufwärts um dieselbe legt. Er ist an seinem hinteren Ende mit einem Querband versehen, welches als Knöchelband bezeichnet werden kann und vorzugsweise unelastische Abschnitte 13 enthält, die starr mit dem Zugstück verbunden sind und nach vorn divergieren, sowie aus einem elastischen Teil 14, welcher das Benn oberhalb der Knöchel umfaßt. Der Zuggurt 12 ist an seinem Vorderende mit einem biegsamen Band verbunden, welches den Vorderteil des Fußes an der Stelle der Mittelfußknochen umfaßt. Dieses Band wird aus den Abschnitten 15 und 16 gebildet, welche an .dem Zuggurt befestigt sind und lösbare Hilfsmittel zur Verbindung ihrer Enden tragen. Letztere bestehen, wie :die Abbildung erkennen läßt, aus einem verhältnismäßig schmalen Band oder Streifen 17, an welchem ein Haken 18 befestigt ist, der in eine entsprechende Öse i9 des Teils 15 eingreifen kann. Ein oder beide Teile des Bandes, welche den Vorderteil des Fußes umfassen, sind mit einem elastischen Teil 2o ausgestattet (Abt. 3).
  • Die neue Bandage umfaßt ferner ein Querband, welches mit dem Zuggurt 12 unterhalb des Fußgewölbes verbunden ist und den Spann umgibt. Wie aus der Abbildung ersichtlich, besteht dieses Band aus einem elastischen Teil22, welcher in der Mitte der Längsrichtung des Zuggurtes an diesem befestigt ist, und den unelastischen Teilen 23 und 24, welche mit .den entsprechenden Enden des elastischen Teils 22 verbunden sind.
  • *Um die Enden dieser Teile miteinander zu verbinden, können geeignete Hilfsmittel vorgesehen sein, wie z. B. ein vergleichsweise schmaler Streifen 25, welcher an dem Teil 23 befestigt und einen einstellbaren Haken 26 trägt, der in einer entsprechenden Öse 27 auf dem unelastischen Teil 24 eingreifen kann. Ferner ist ein unelastisches- Band.- 28 mit seinen Enden an den Abschnitten 23 und 24 dieses Medianbandes derart verbunden, .daß es beim Anlegen. an den Fuß im wesentlichen in waagerechter Richtung um den Fersenteil des Fußes verläuft und mit dem Zuggurt 12 auf der Rückseite der Ferse verbunden ist.
  • Beim Anlegen der Bandage wird zunächst das Knöchelband um das Bein oberhalb des Knöchelgelenkes gelegt. Sodann wird der Zuggurt um die Ferse und längs der Fußsohle angelegt und das vordere Band fest, jedoch nicht zu eng, um den vorderen Teil des Fußes gelegt, welcher die Mittelfußknochen umfaßt. Das Medianband wird dann ebenfalls fest, aber nicht zu eng, angeschnallt, und zwar um den Spannteil des Fußes. Die auf diese beiden Bänder ausgeübte Spannung ist zweckmäßig nicht so groß, daß der Fuß zusammengepreßt wird oder daß die freie Blutzirkulation durch die Arterien und Venen beeinträchtigt wird, sowohl beim belasteten als unbelasteten Fuß. Wenn jedoch das Bein während des Gehens nach vorwärts gebogen wird, zieht die Vorwärtsbewegung des Beines oberhalb des Knöchelgelenkes das Knöchelband nach vorwärts und übt sogar auf den Zuggurt 12 einen Zug aus. Hierbei werden zahlreiche Wirkungen hervorgerufen, wenn das Körpergewicht auf den Vorderteil der Sohle verlegt wird. Zunächst wird der Zuggurt dicht an die Sohle angepreßt und wirkt in der Richtung der Längssehnen und -muskeln des Fußes, indem auf den vorderen und Fersenteil des Fußes in geradliniger Verlängerung mit dem waagerechten Schenkel des Gewölbedreiecks Kräfte ausgeübt werden, derart, daß der Senkung des Gewölbes. Widerstand geleistet wird. Zweitens bewirkt die Zugbeanspruchung des Zugstückes eine Drehung des hinteren Endes des Fersenbeines nach vorwärts, um,die Gelenke zwischen ihm und dem würfelförmigen Sprungbein sowie dem Schiffbein des höchsten Punktes im Fußgewölbe derart, daß die medialen und lateralen Fußbögen verkürzt werden oder sich zu verkürzen suchen. Die Ursache hierfür ist in der Tatsache zu suchen, daß das hintere Ende des Sprungbeines im wesentlichen eine gekrümmte Form aufweist, wobei die Radien des Bogens ihren Mittelpunkt im Scheitel des Gewölbes haben, so daß die durch das Zugstück längs des gekrümmten Fersenteiles ausgeübten Kräfte eine Resultierende erzeugen, welche einen im wesentlichen waagerechten Druck auf den vorderen Fußteil ausübt, während das vordere Band, welches jenen Teil des Fußes umspannt, der die Mittelfußknochen enthält, gleichzeitig durch den Zug nach rückwärts gezogen wird.
  • Die so durch das Knöchelband auf den Zuggurt ausgeübten Kräfte suchen ferner die Bandage nach rückwärts zu ziehen und üben so einen Zug auf das vordere Band aus, wodurch die Wirkung der Quersehnen und -muskeln des Vorderfußes unterstützt und eine Querverschiebung der Knochen. und Muskeln verhindert wird. Das Medianband, welches über den Spann gelegt wird, verläuft im wesentlichen parallel zum Kreuzschenkelmuskelband und unterstützt ebenfalls die Wirkung desselben und anderer Quersehnen, wodurch eine seitliche Verschiebung der Knochen des Fußgewölbes vermieden wird. Das Knöchelband, welches parallel zur Querschenkel-Muskelsehne verläuft, unterstützt ebenfalls die Wirkung der letzteren.
  • Die neue Bandage wirkt also während der Fußbewegung beim Gehen, indem sie die Längs- und Quersehnenmuskeln und Bänder des Fußes verstärkt und einem Niederdrücken des Fußgewölbes widersteht sowie die Fußknochen in ihrer normalen Lage erhält und auch unzulässige Beanspruchung der Muskeln und Sehnen des Fußes verhütet.
  • Die Bandage hat jedoch noch eine andere Wirkung, nämlich, indem sie eine Verkürzung der Fußgewölbe anstrebt und die Verlagerung der Fußknochen rückgängig zu machen sucht. Die Beanspruchung der Sehnen, Flechsen und Muskeln des Fußes wird auf diese Weise verringert, so daß die natürliche Erneuerung der Zellen frei erfolgen kann. und die Sehnen, Muskeln und Bänder in verhältnismäßig kurzer Zeit in ihrer ursprünglichen Stärke wiederhergestellt werden.
  • Die Anwendung der neuen Bandage hat gezeigt, daß ein Senken des Fußgewölbes wirksam verhindert werden kann und daß Senkfüße wieder vollständig in ihre normale Lage in verhältnismäßig kurzer Zeit zurückgeführt werden, so daß die Bandage dann entbehrlich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Bandage zur Stützung des Fußgewölbes, gekennzeichnet durch einen zweckmäßig unelastischen Zuggurt (i2), der längs und unterhalb der Fußsohle geführt wird und mit seinem vorderen Ende an einer den vorderen Fußteil umfassenden Schlinge (i5, 16) und mit seinem rückwärtigen, um die Ferse nach oben geführten Ende an einer das Bein oberhalb des Fußgelenkes umfassenden Schlinge (i4) angreift, so daß beim Biegen des Knöchelgelenkes während des Gehens der Zuggurt (i2) gespannt wird und so eine Verkürzung des Spannes b°-wirkt und damit eine Senkung des Fußgewölbes zu verhindern strebt. z. Bandage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Umfassung des Beines dienende .Schlinge aus einem elastischen Band (14) besteht, welches oberhalb des Knöchelgelenkes ,und im wesentlichen parallel und nahe der Querschenkel-,Muskelsehne (t r) verläuft (Abb. 4). 3. Bändage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Umfassung des vorderen Fußteils dienende Schlinge aus einem elastischen Band (2o) besteht, welches um die Mittelfußknochen herumführt und so auf die Ouersehnen und Muskeln des Fußes kräftigend einwirkt, wenn beim Gehen auf die letzteren durch den Zuggurt (i2) eine Zugspannung ausgeübt wird. q.. Bandage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuggurt (i2) noch durch ein nachgiebiges Band (22-2q.) gehalten wird, das den Spann des Fußes umfaßt und im wesentlichen parallel und nahe dem Kxeuzschenkelmuiskel (io) verläuft, so daß es eine Verschiebung ,der Gelenkknochen des Fußgewölbes zu verhindern strebt.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3312219A (en) * 1965-03-03 1967-04-04 Arthur C Peckham Ankle support
WO1988001855A1 (fr) * 1986-09-09 1988-03-24 Jago Research Ag Bandage pour genou

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3312219A (en) * 1965-03-03 1967-04-04 Arthur C Peckham Ankle support
WO1988001855A1 (fr) * 1986-09-09 1988-03-24 Jago Research Ag Bandage pour genou

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