DE684669C - Orthopaedischer Behelf fuer Senkfuesse oder Fuesse mit aehnlichen Fehlern - Google Patents
Orthopaedischer Behelf fuer Senkfuesse oder Fuesse mit aehnlichen FehlernInfo
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Description
- Orthopädischer Behelf für Senkfüße oder Füße mit ähnlichen Fehlern Orthopädische Behelfe für Senkfüße oder Füße mit ähnlichen Fehlern mit einem das Fußquergewölbe umfassenden, in der Gebrauchslage zu verankernden Band regelbarer Spannung, das mit einer die Ferse umfassenden Schlaufe durch ein unter der Fußsohle verlaufendes Zugorgan verbunden ist, sind bekannt.
- ErfindungsgemäB ist an dem über den Fußrücken zu führenden Teil des Schnürbandes ein Ausleger derart angebracht, daß er sich zu dem neben der großen Zehe liegenden Zehenspalt erstreckt und über eine um das Großzehengrundglied zu schlingende Bandschlaufe mit dem unter der Fußsohle liegenden Teil des Schnürbandes nächst der Angriffsstelle des Zugorgans verbunden ist.
- Vorzugsweise ist der starre Ausleger im Bereich des Großzehenspaltes durch eine Art Verriegelung mit der Großzehenschlaufe verbunden, die ihrerseits über eine Platte unter der Fußsohle mit dem Schnürband sowie dem Zugorgan in Verbindung steht.
- Durch den Ausleger wird der Angriffspunkt des Zugorgans an dem das Fußquergewölbe umschließenden Schnürband derart festgelegt, daß dieses stets dem Verlauf des Ouergewölbes angepaßt bleibt, während die über das Großzehenglied geschlungene Bandschlaufe auf die Zehe eine nach abwärts wirkende Drehkraft ausübt, ohne gleichzeitig den dem Großzehengrundglied zugehörigen Mittelfußknochen durch Schub zu belasten.
- Die wichtigsten bei unzulänglicher Bänder-und Muskelwirkung eintretenden Fehler des Fußes sowie eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes sind auf den Zeichnungen schematisch veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. 1 das in der Fußlängsrichtung bestehende Gewölbe mit Behelf, das sich, wie gestrichelt eingezeichnet, durchsenken kann, Abb. 2 in Draufsicht das in der Fußquerrichtung bestehende Gewölbe von einem Schnürband umschlossen, Abb. 3 den Querschnitt des Gewölbes bei Verflachung, Abb. 4 den Querschnitt bei richtiger, nicht durchgesenkter Stellung, Abb. 5 die normale Lage und gestrichelt zwei anormale Lagen der großen Zehe in bezug auf den Mittelfußknochen, Abb. 6 und 7 den erfindungsgemäßen Bebelf in Drauf- und Unteransicht in Verbindung mit einem Fuß.
- Der Behelf besteht, wie aus Abb. 6 und 7 ersichtlich und in den übrigen Abbildungen angedeutet, aus einem quer über den Fuß gelegten, die Fußmittelknochen gurtartig umfassenden Band a, dessen auf den Fußrücken liegender Teil a1 vorzugsweise aus einem wenig elastischen Material, wie Leder, Gewebe o. dgl., die auf der Fußunterseite befindlichen, an den erstgenannten Teil beid-'i seitig sich anschließenden Teile a2 aus elaßti-: schem Werkstoff, z. B. Kautschuk, bestel\e?n und spannbar sind. Je nach der Größe dieser Spannung wird dieses Querband a mehr oder weniger bestrebt sein, das Fußquergewölbe durch Aneinanderziehen seiner Stützknochen nach der unter Belastung erfolgten Einsenkung wieder aufzurichten bzw. den diese Wirkung normal ausführenden Muskel wieder in die richtige oderErholungsstellung zurückzubringen, sobald die Belastung aufhört. Die Bandteile a2 vereinigen sich nach Durchqueren von Schlitzen b einer flachen, zweckmäßig auf einer weichen Unterlage d aufliegenden Platte c zu einem Zugband e, welches an einer die Ferse umfassenden und mit Innenriefelungen 1 versehenen Schlaufe, z. B. aus Leder, vorzugsweise mittels einer Schnalle g o. dgl. angeschlossen und in seiner Spannung einstellbar ist.
- Die Lage des Angriffspunktes der Zugbandkraft wird erfindungsgemäß durch die nachfolgend beschriebene Einrichtung festgelegt, die gleichzeitig zur Verbesserung der Stellung der etwa durch Verkrampfung der Muskeln nach aufwärts gerichteten Großzehe dient.
- Mit dem auf dem Fußrücken liegenden Teil al des Schnürbandes a ist ein starrer Ausleger i nachgiebig verbunden, der sich zu dem neben der großen Zehe liegenden Zehenspalt erstreckt und mit einer Bandschlaufeh verbunden ist, welche das Großzehengrundglied umschlingt und mit dem Zugband e in Verbindung steht. Diese Verbindung erfolgt vorteilhaft mit Hilfe eines kleinen pelottenartigen Teiles k mit Querriegel 1. Die Schlaufe h enthält zweckmäßig zwei elastische Teile h1 und h2, welche an der Verbindtmgsplatte c angreifen, die ihrerseits mit dem Zugband e in Verbindung steht.
- Die Schlaufeh hält demnach die Platte c in ihrer Lage nächst dem vorderen Stützknochenende fest und hat außerdem das Bestreben, die etwa nach aufwärts gerichtete Großzehe in ihre Normallage abwärts zu drehen ohne sie dabei merklich gegen den .4azugehörigen Mittelfußknochen zu pressen.
- Elie in letzterem Sinne wirksame Kraft wird durch den Ausleger i aufgenommen. Der bexvegliche Anschluß des letzteren an das Schnürband a ist zweckmäßig, damit er sich selbsttätig je nach dem Gang der den Behelf tragenden Person einstellt, wodurch er nicht fühlbar wird.
- PATENTANSPRÜCXE : I. Orthopädischer Behelf für Senkfüße oder Füße mit ähnlichen Fehlern mit einem das Fußquergewölbe umfassenden, in der Gebrauchslage zu verankernden Band regelbarer Spannung, das mit einer die Ferse umfassenden Schlaufe durch ein unter der Fußsohle verlaufendes Zugorgan verbunden ist, gekennzeichnet durch einen Ausleger (i), welcher an dem über den Fußrücken zu führenden Teil (a1) des Schnürbandes (a) derart angebracht ist, daß sich der Ausleger zu dem neben der großen Zehe liegenden Zehenspalt erstreckt und über eine um das Großzehengrundglied zu schlingendeBandschlaufe (h) mit dem unter der Fußsohle liegenden Teil des Schnürbandes nächst der Angriffsstelle des Zugorgans (e) verbunden ist.
Claims (1)
- 2. Behelf nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der starre Ausleger (i) im Bereich des Großzehenspaltes durch eine Art Verriegelung (1, k) mit der Großzehenschlaufe verbunden ist, welch letztere ihrerseits über eine Platte (c) unter der Fußsohle mit dem Schnürband (a) sowie dem Zugorgan (e) in Verbindung steht.3. Behelf nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Großzehenschlaufe zwei elastische Teile (h1, h2) enthält, die derart an der Verbindungsplatte (c) angreifen, daß in der Gebrauchslage eine die große Zehe nach abwärts drehende Kraft ohne Schubwirkung auf das Zehengrundglied auszuüben ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT684669X | 1934-06-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE684669C true DE684669C (de) | 1939-12-02 |
Family
ID=3678980
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEJ52572D Expired DE684669C (de) | 1934-06-27 | 1935-06-18 | Orthopaedischer Behelf fuer Senkfuesse oder Fuesse mit aehnlichen Fehlern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE684669C (de) |
-
1935
- 1935-06-18 DE DEJ52572D patent/DE684669C/de not_active Expired
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