DE9257C - Verbesserungen an einem Himmels-Globus für astronomische Beobachtungen auf dem Meere - Google Patents

Verbesserungen an einem Himmels-Globus für astronomische Beobachtungen auf dem Meere

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F. W. eichens in Paris
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Description

1879.
Klasse 42.
FRIEDRICH WILHELM EICHENS in PARIS. Verbesserungen an einem Himmelsglobus für astronomische Beobachtungen auf dem Meere.
Zusatz-Patent zu No. 6814 vom 27. März 1879.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. September 1879 ab. Längste Dauer: 26. März 1894.
Mittelst einiger kleiner Abänderungen an dem Gegenstande meines Patents No. 6814 (s. die ■ Fig. ι und 2 auf beiliegender Zeichnimg) kann man sich von allen Bewegungen der Sterne über dem Horizonte eines beliebigen Ortes Rechenschaft ablegen.
Vermittelst des vorliegenden Instruments, das auf dem Princip der »Navisphäre« beruht, kann man alle Bewegungen und Stellungen der Gestirne verfolgen. Es wird dies dadurch erreicht, dafs an dem gegenwärtigen System der Himmelsgloben drei neue Metallstücke angebracht werden. Das vorliegende Instrument ist also nur ejne modificirte Navisphäre, in welcher noch der Horizont des Ortes, ferner der Halbmeridian, welcher über dem Horizont liegt, und der Zenith des Gestirns dargestellt sind.
Ein halbkreisförmiger Ring von einem Durchmesser, welcher ein wenig gröfser als derjenige des Ringes ist, der den Globus trägt, wird vermittelst Schrauben an dem Horizontalring befestigt.
Dieser fetztere ist mit dem in Rede stehenden Ringe concentrisch; in der Mitte dieses halbkreisförmigen Ringes befindet sich ein Zapfen, dessen Axe mit dem Zenith des Ortes zusammenfällt. Um diesen Zapfen drehen sich zwei Quadranten, die bis an den Horizontalring reichen und deren innerer Durchmesser sehr wenig von demjenigen der Kugel verschieden ist. Diese beiden Quadranten sind vom Horizontalring aus von ο bis 86° eingetheilt.
Mit einem derartigen Apparate ist es sehr leicht, die Bewegungen eines Gestirns über dem Horizont zu verfolgen. Zu diesem Zweck stellt man die Kugel so ein, dafs der Pol sich über dem den Horizont darstellenden Ring befindet und dafs die Höhe des Pols über diesem Horizont dem Complemente der betreffenden geographischen Breite gleich ist.
Darauf bringt man. das zu beobachtende Gestirn in die Horizontalebene und in die östliche Himmelsgegend und dreht den Quadranten, der den Zenith darstellt, über das betreffende Gestirn. Läfst man nunmehr die Kugel von Osten nach Westen rotiren, indem man immer den Quadranten über dem Gestirn festhält, so wird man jetzt genau beobachten können, wie sich die Höhe und das Azimuth infolge der Bewegung des Sternes von seinem Aufgang oder Durchgang durch den unteren Meridian an bis zu seinem Durchgang durch den oberen Meridian ändert; von dieser Stellung des Gestirns aus läfst man den Quadranten, der sich auf der westlichen Seite des Meridians befindet, durch den Stern passiren, und man kann ihn so in seiner Niedergangsbewegung verfolgen.
Es ist klar, dafs man auf diese Weise sich sehr leicht von allen durch die Rotation der Erde veranlafsten Bewegungen eines Gestirns über dem Horizont Rechenschaft ablegen kann.
Ich kann auch meine Navisphäre so construiren, dafs sie die Winkel und Bögen bis zu 2' genau angiebt. In diesem Falle gebe ich derselben eine solche Construction, wie sie in den Fig. 3, 4, 5 und 6 veranschaulicht ist.
Diese Navisphäre besteht wie die einfache Navisphäre, welche nur Grade angiebt, aufser einem Ständer aus einer Kugel und aus einem Apparate, den ich »Metrosphäre« nenne und welcher aus dem Horizontalringe, dem Halbmeridian und dem Zenith zusammengesetzt ist. Bei der neuen, verbesserten Navisphäre bringe ich noch Vorrichtungen an, welche den genauen Durchgang der Mittagslinie durch den Pol bewirken. Ferner gebe ich ihr die nöthigen Stützpunkte, durch die der Metrosphäre mittelst Stellschrauben sehr langsame Bewegungen ertheilt werden können.
Die Kugel SS, Fig. 3, mufs einen genügend grofsen Durchmesser, z. B. von o,46 m haben; ferner mufs sie von Metall und vollkommen sphärisch sein. Der Aequator, die Ekliptik und die Punkte, welche die Sterne darstellen, müssen mit grofser Genauigkeit markirt werden. Diese Kugel ist hohl und in ihr befindet sich eine metallene cylindrische Welle (s. Fig. 3). Diese Welle wird durch die inneren Verstärkungen R R festgehalten und an ihren Enden durch sphärische Calotten cc von gewisser Dicke umschlossen; die äufseren Oberflächen dieser Calotten bilden einen integrirenden Theil der Kugel-Oberfläche selbst; ihre inneren Flächen werden in Sitzen gelagert, auf welchen sie sich leicht drehen. Man markirt auf diesen Calotten diejenigen Sterne nicht, welche, ihren Stellungen ·gemäfs,
ihren Platz auf ihnen einnehmen müfsten. Das eine Ende der Welle endigt in einer Schraube,*- deren Mutter eine der sphärischen Calotten ist. Diese Einrichtung ist deshalb getroffen,-um ,etas' leichtere Einsetzen der Welle zu ermöglichen. Der Durchmesser d d, Fig. 3, des äufseren Kreises der Calotten .mufs-in Beziehung auf den Durchmesser der Kugel in dem in der Zeichnung- angegebenen Verhältnifs. genommen wer--. den. Die Knaggen B B sind die Fortsetzungen der Welle und.durch die eine-ihrer Seiten wirdder Meridiankreis arretirt. Diese Knaggen haben einen kreisrunden Theil -und zwei ebene !Seiten (s...Fig. 4). Die beiden ebenen .Seiten /-der. Knaggen enthalten nicht den Pol der Kugel, aber die Ebene, welche durch eine ihrer Seiten gelegt-.werden :. kann; geht durch diesen Pol 'p. ■Dieser; letzteren ,Seite gegenüber/ und parallel mit; ihr rbefindet: sich ; ein um etwa" 4 mm erhöhter} Metallbogen: α, an . dem eine 'Feder r befestigt : ist. ,-Der Halbkreis MM der :Metrösphäre,;Fig. ,6, \mufs zwischen den Knaggen und die Feder r gebracht' werden, welche die den Meridian"darstellende: Linie zwingt, sich ah den KnaggenB zu.klemmen und folglich auch den Pol: /!„der Kugel '.zu passiren, wodurch: indefs ■die Mittagslinie nicht gehindert wird," sich 'in einer dem Aequätor parallelen Ebene, zu ."b&· ,wegen.! Es' ;ist nöthig1, bewirken "zu., können; dafs der Meridian sich langsam vorwärts bewege; Zu diesem ;Zweck ist eine Stellschraube VV" an dem Knaggen angebracht. Diese Stellschraube : kann'.; sich in einem ' mit dem Knaggen verbundenen und mit einem Schraubengang; versehenen Kugelgehäuse drehen. Vermöge dieser Einrichtung kann die Sqhraube kleine Bewegungen in verschiedenen Richtungen machen. Ueberhäupt ,ist diese Einrichtung ganz dieselbe, wie sie ,bei den Stellschrauben; für ,Sextanten* gebräuchlich ist. Am ;Ende';der Schraube V11W-'.'- befindet sich, eine. Verstärk kung m mit dem Arm b, welcher letztere mit, einem Stift versehen', ist, Fig. 4;, :m'.t;. stellt einen Schnitt des Armes und des Stiftes dar, welcher durch' die Axe des Stiftes geht und senkrecht auf der Axe der Schraube V." ,steht Dieser-Arm endigt in einen ringförmigen, ebenen Theil, welcher durch leichte Reibung mittelst einer Schraube an dem ebenen Ende der Vert Stärkung m festgehalten wird. ' Durch .diese Einrichtung wird es ermöglicht,, den Arm irr ,einer : zu der Axe der Schraube senkrechten Ebene zu drehen und folglich den Stift /in die( Löcher hineinzuführen, die in dem Halbkreis' MM, .welcher den halben'Meridian darstellt, angebracht sind. Wenn man - diesem Halbmeridian grofse-Bewegungen ertheilen will, so macht man den. Stift frei; wenn er aber sehr nahe an die Stelle gekommen ist, wo er seinen Platz einnehmen soll, :läfst man den Stift wieder - einspielen und die Stellschraube kann dann in Thätigkeit gesetzt werden.
Die Metrosphäre besteht aus zwei Haupttheilen. Der erstere cc c' c' wird durch den Halbcirkel:CC-i? D, dessen innerer Durchmesser demjenigen der Kugel -gleich ist.j und ferner durch einen zweiten 'Theil C C'.D Ϊ) gebildet, ", welcher" "eine Verlängerung des ersteren .ist\und eine Halbellipse bildet, deren halbe grofse Axe E E' bedeutend gröfser ist, als. der Halb messerDD.■- Eine ^Klemmschraube W, welche die Feder r' gegen die' Kugel drückt, wenn ,das Stück ,CC .C-V-C'.. .an,,, der, gehörigen, .Stelle ist, dient dazu, diesen ' Theil an der'Kugel "zu befestigen. Eine andere Stellschraube V1 ist angeordnet, um das Stück C C M M, Fig. 6, in langsame Bewegung versetzen zu können. Diese ,zweite Stellschraube wird in derselben Weise wie die erstere V" angebracht. Zwei cylindrische Führungen G G werden noch an dem Stück c cc1- c' befestigt. ' Der: zweite: Theü, der Metroäphäre- besteht: aus einem Bogen;;C''.. C''') welcher·■ ein [wenig mehr,als i-8oö umfafstj; seiri ■ oberer Theil stellt den örtlichen; Horizont dar; ebenso" wiegln :der,Metrosphäre :.des;,erstem.In* struments. Dieser Bogen wird jausgesclnveifty wie es' in :seinem Schnitt c1 c' c'; Fig; ;ö,i,:zu:sehen ist. '■ Dieser .: ausgeschweifte. Theil; ist".; dazu; be^ stimmt, den Bogen CG des ersten "Stückes, so aufzunehmen,. däfs er'., auf ,ihm1· mit .leichter, jRe'B bung gleiten kann.: Zwei.:'.0effnungenr.?«.w:(7i ol-j welche in;dem dünnsten'Theil des StückesrC^C' angebracht isind, neihnien' die Führungen GG auf, welche den Bogen C" Cmit: deriiiBogen CC ■verbinden. : Diese Oeffnungen·: ο o'o'.o'. liäbefa eine -Höhey welche 'ein wenig: gröfser ist,, als der Durchmesser der Führungen, und eine Länge von ungefähr 5°. Ein Stück Pj .das ebenfalls einen Theil des Bogens C". C". bildet, ,nimmt die Stellschraube V auf. Es ist, klar, dafs man vermöge dieser Anordnungen im'Staride ist,'das Stück C" C" sehr langsam auf der Kugel zu drehen, : wenn man das erste Stück C C mittelst der 'Druckschraube V "auf ihr befestigt hat. ;Än den Bogen CC" wird senkrecht; zu'der.Horizont-Ebene ein, Halbcirkel M M angelöthetj welcher "dazu bestimmt ist; . den. Hälbmeridian darzustellen. Ein Viertelcir'keL Q Q wird, ebenfalls an dem Hälbmeridian befestigt; diese'bei; den BögenMMQ Q sind denjenigen: der durch das Haupt-Patent -geschützten; ersten Navisphäre analog, nur trägt "der Viertelcirkel' eine Druck* schraube und eine Stellschraube', welche denjenigen der Alhidade eines Sextanten vollkommen gleich sind. Die Gradeintheihmgen sind ■wie diejenigen der ersten Navisphäre1 ausgeführt; aber statt nur von Grad zu. Grad1 zu fheilen, wird die Theilung hier von 5' zu 5' ausgeführt; Die,Ellipse wird ebenfalls getheilt, was bei dem, ersten Instrument nicht: der, Fäll"war. ,/."·..;■·:■■ •■'DerFufs des Instruments ist vollständig dem der ersten -Navisphäre gleich. ' : ■.■■'■■ ; : ' ;

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: ;; : ; .: : : ,··-.', Die vorstehend beschriebenen: und durch Zeichnung dargestellten Verbesserungen an der Navisphäre, zu dem angegebenen Zwecke dienend.1 ,:..■.' ' ■■.'.'"'.,
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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