DE6814C - Himmelsglobus für astronomische Beobachtungen auf dem Meere - Google Patents

Himmelsglobus für astronomische Beobachtungen auf dem Meere

Info

Publication number
DE6814C
DE6814C DENDAT6814D DE6814DA DE6814C DE 6814 C DE6814 C DE 6814C DE NDAT6814 D DENDAT6814 D DE NDAT6814D DE 6814D A DE6814D A DE 6814DA DE 6814 C DE6814 C DE 6814C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sea
celestial globe
ring
astronomical observations
sphere
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT6814D
Other languages
English (en)
Original Assignee
F. W. eichens in Paris
Publication of DE6814C publication Critical patent/DE6814C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B27/00Planetaria; Globes
    • G09B27/06Celestial globes

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Astronomy & Astrophysics (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Educational Administration (AREA)
  • Educational Technology (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Length-Measuring Instruments Using Mechanical Means (AREA)

Description

1879.
FRIEDR. WILH. EICHENS in PARIS. Himmelsglobus für astronomische Beobachtungen auf dem Meere.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27, März 1879 ab.
Χλ
-J
42.
Dieses Instrument besteht:
1.. aus einem Himmelsglobus A;
2. einer Anzahl von metallenen Ringen oder Theilen von solchen B;
3. einem Fufse, um den Apparat zu tragen, C.
Die Kugel ist frei von Löchern oder Verbindungsstücken, welche die Bestimmung haben könnten, sie mit den übrigen Theilen des Instrumentes zu vereinigen. Auf derselben sind bezeichnet: der Aequator, die Pole, die Sterne erster und zweiter Gröfse mit den Grenzen der weitesten Entfernung von der Ekliptik und Bezeichnungen der Namen und Constellationen, zu denen diese gehören. Griechische Buchstaben zu den Seiten der Sterne dienen zur Erkennung derselben; diese Buchstaben sind diejenigen, durch welche die Sterne in-der Zeitberechnung und anderen Ephemeriden bezeichnet werden. Auf dem Aequator ist der Frühlingspunkt γ und von diesem ausgehend sind die Stunden von ο bis 24 markirt. Der Grund der Kugel ist weifs, die Sterne, die Grenzen der Constellationen, der Aequator u. s. w. schwarz; die ausschliefsliche Anwendung dieser beiden Farben ist geboten, um das Ablesen bei Lampenlicht stets leicht zu gestatten.
Die Ringe oder Theile von solchen sind wie folgt angeordnet:
1. Ein Ring α, der ein wenig gröfser ist, als der gröfste Durchmesser der Kugel, so dafs man diese eben darin bewegen und die bezeichneten, auf ihr markirten Objecte darunter passiren lassen kann. Der obere Theil dieses Ringes stellt den wahren, örtlichen Horizont dar, die Hälfte seiner äufseren Oberfläche ist in Grade eingetheilt, sei es zweimal von ο bis 90 ° oder einmal von ο bis i8o°; Ziffern bezeichnen die Striche, welche mit den Zehnern zusammenfallen; der nicht dergestalt mit Eintheilung versehene Theil des Ringes trägt eine Feder, auf welche eine Druckschraube d wirkt, die so angeordnet ist, dafs, wenn der Ring um die Kugel gelegt ist, man mittelst Drehens der Schraube beide vereinigen kann. ■
2. Ein Halbkreis b, von demselben Durchmesser, wie der ganze Ring, stellt die Hälfte eines Meridians dar; diese beiden Stücke sind so zusammengefügt, dafs sie im rechten Winkel zu einander stehen, und die eine Seite des Halbkreises genau mit o° oder mit o° und i8o° der Eintheilung des ganzen Ringes correspondirt; diese Seite ist abgeschrägt und zweimal von ο bis 90 ° eingetheilt, wobei ο bei den Eintheilungen des Halbkreises gemeinschaftlich ist und in der Mitte desselben liegt; Ziffern bezeichnen die Zehnerstriche. Wenn das System auf der Kugel in solcher Lage angebracht ist, dafs der höchste Punkt des Ringes mit dem Aequator zusammenfallt, so legt sich der Halbkreis über die Kugel und sein Mittelpunkt fällt mit dem Pole zusammen.
3. In der Mitte des Halbkreises befindet sich ein Zapfen c; um denselben dreht sich ein Viertelkreis h, von gleichem Radius wie jener. Dieser Viertelzirkel stellt den Zenith eines Sternes dar; auf der einen Seite ist er abgeschrägt und von ο bis 90° eingetheilt; Ziffern bezeichnen die Zehner. Der neunzigste Grad mufs mit der Axe des gedachten Drehzapfens zusammenfallen und der Nullpunkt der Oberfläche des Horizontes entsprechen. Das untere Ende dieses Viertelzirkels gleitet auf dem geschlossenen Ringe und kann auf diesem mittelst einer Schraube fixirt werden.
Der Fufs des Apparates C ist von Metall, von Holz oder sonst einem zweckdienlichen Material, trägt an seinem oberen Ende einenRing g von etwa dem halben Durchmesser der Kugel und bestimmt, diese zu unterstützen, indem er ihr nach jeder Richtung hin freie Bewegung gestattet. An einer Seite dieses ringförmigen Theiles des Fufses ist ein Bügel e angebracht, der oberhalb der Kugel eine Calotte/ trägt, um zu verhindern, dafs die Kugel bei heftigen Schwankungen des Schiffes aus ihrem Lager geschleudert werden kann. Der untere Theil des Fufses enthält Löcher, durch welche man ihn mittelst Schrauben oder Stifte auf irgend einem Möbel befestigen kann, um zu vermeiden, dafs der Apparat beim Schlingern oder Stampfen des Schiffes herabgeworfen werde.
Die Aufgaben, welche man mittelst des Apparates lösen kann, erfordern alle die Anwendung des muthmafslichen Ortes (muthmafsliche Länge und Breite), es sind die folgenden:
i. Man kann für einen gegebenen Augenblick finden, welches die Sterne sind, die sich über dem Horizont befinden, sowie ihre Scheitelkreise und ihre Höhen auf 15 bis 30 Minuten
genau bestimmen; der Grad der Genauigkeit hängt von der Gröfse der Kugel und der Genauigkeit ab, womit· der muthmafsliche Ort geschätzt ist. '
2. Wenn ein Stern, sowie seine Polhölie bekannt ist, so wird man, wenn man die Zeit markirt- hat, den Scheitelkreis desselben und somit die Abweichung des Compasses bestimmen können.
3. Nachdem man die Höhe eines Sternes und seine Erhebung über den Pol beobachtet, sowie die correspondirende Chronometerzeit markirt hat, kann man den Namen des beobachteten Sternes finden.
Zur Lösung dieser verschiedenen Aufgaben braucht man nur eine Winkelbestimmung auf etwa 30 Minuten genau zu machen; es erfordert daher der Apparat, um dergleichen Aufgaben zu lösen, nur eines Gradbogens ohne Nonius und Lupe.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Himmelsglobus für astronomische Beobachtungen auf dem Meere, sowie zum Gebrauche beim Unterricht, im ganzen und in seinen einzelnen Theilen, im wesentlichen wie beschrieben und gezeichnet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT6814D Himmelsglobus für astronomische Beobachtungen auf dem Meere Active DE6814C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE6814C true DE6814C (de)

Family

ID=284849

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT6814D Active DE6814C (de) Himmelsglobus für astronomische Beobachtungen auf dem Meere

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE6814C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3020828A (en) * 1956-10-11 1962-02-13 Mengele & Soehne Masch Karl Parallel control gear for hydraulic presses, shears, or the like, having several press cylinders

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3020828A (en) * 1956-10-11 1962-02-13 Mengele & Soehne Masch Karl Parallel control gear for hydraulic presses, shears, or the like, having several press cylinders

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE6814C (de) Himmelsglobus für astronomische Beobachtungen auf dem Meere
DE102006004498B4 (de) Ringsonnenuhr
DE102008010844B4 (de) Mondsichelortungsgerät
Perrine Contribution to the history of attempts to test the theory of relativity by means of astronomical observations
DE1497740A1 (de) Planetarium
US3107441A (en) Tellurion
DE573653C (de) Kugelinstrument zum Bestimmen der geographischen Laenge und Breite
DE130336C (de)
DE577897C (de) Lehrmittel zur Darstellung des Sternhimmels
Proctor Saturn and Its System: Containing Discussions of the Motions (real and Apparent) and Telescopic Appearance of the Planet Saturn, Its Satellites, and Rings; the Nature of the Rings; the Great Inequality of Saturn and Jupiter; and the Habitability of Saturn. To which are Appended Notes on Chaldæan Astronomy, Laplace's Nebular Theory, and the Habitability of the Moon; a Series of Tables with Explanatory Notes; and Explanations of Astronomical Terms
DE55659C (de) Globus für Unterrichtszwecke
DE450878C (de) Lehrmittel fuer den Unterricht in der sphaerischen Trigonometrie
DE31665C (de) Neuerung an Globen
DE68293C (de) Geocentrische Himmelskarte
DE1444241U (de)
DE9257C (de) Verbesserungen an einem Himmels-Globus für astronomische Beobachtungen auf dem Meere
DE15499C (de) Gläserne Himmelskugel
DE69247C (de) Nautisch-astronomisches Instrument, besonders zum Gebrauch bei unsichtbarem Horizont
DE417821C (de) Vorrichtung zur mechanischen Loesung von Aufgaben der sphaerischen Trigonometrie
DE911C (de) Astronomischer Universalapparat
DE363510C (de) Drehbare Himmels- oder Sternkarte fuer Schiffahrtszwecke
DE15543C (de) Astrallaterne zum Gebrauche beim Unterricht in der Astronomie
DE3839680C1 (en) Celestial globe
DE749438C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Ansteuern eines durch seine geographische Laenge und Breite gegebenen Ortes
DE10066C (de)