DE925579C - Verfahren zum Herstellen von aus einem Holzrahmen mit Leichtbaustoffausfachung bestehenden Bauplatten und nach diesem Verfahren hergestellte Bauplatte - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von aus einem Holzrahmen mit Leichtbaustoffausfachung bestehenden Bauplatten und nach diesem Verfahren hergestellte Bauplatte

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DE925579C
DE925579C DER3339D DER0003339D DE925579C DE 925579 C DE925579 C DE 925579C DE R3339 D DER3339 D DE R3339D DE R0003339 D DER0003339 D DE R0003339D DE 925579 C DE925579 C DE 925579C
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Karl Dr-Ing Reese
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B1/00Producing shaped prefabricated articles from the material
    • B28B1/52Producing shaped prefabricated articles from the material specially adapted for producing articles from mixtures containing fibres, e.g. asbestos cement
    • B28B1/525Producing shaped prefabricated articles from the material specially adapted for producing articles from mixtures containing fibres, e.g. asbestos cement containing organic fibres, e.g. wood fibres

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Description

  • Verfahren zum Herstellen von aus einem Holzrahmen mit Leichtbaustoffausfachung bestehenden Bauplatten und nach diesem Verfahren hergestellte Bauplatte Die Erfindung bezieht sich auf ,ein Verfahren zum Herstellen von aus einem Holzrahmen mit Leichtbaustoffausfachung bestehenden Bauplatten. Diese Bauplatten sollen :insbesondere als fertige Bauelemente zur Errichtung von Unterkünften, Baracken oder sonstigen leicht zu montierenden und abzumontierenden Bauten benutzt werden. Es sind bereits Bauplatten in Vorschlag gebracht worden, die aus einem Holzrahmen mit einer Leichtbaustoffausfachung bestehen. Hierbei wurden die fertigen Leichtbauplatten auf den Holzrahmen aufgenagelt oder aber in den Holzrahmen eingepaßt und dort mit zusätzlichen Befestigungsmitteln gehalten. Bei diesen bekannten Bauplatten läßt sich nicht die Entstehung von Fugen vermeiden, sei es zwischen Leichtbauplatte und Holzrahmen oder sei es zwischen den benachbarten Leichtbauplatten selbst. Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, fugenlose Bauplatten zu schaffen, die aus Holzrahmen und Leichtbaustoffausfachung bestehen.
  • Es ist andererseits bekannt, eine Bauplatte zu schaffen, bei der eine nicht aus Leichtbaustoffen bestehende Baustoffmasse in den Holzrahmen eingebracht wird und in <dem Holzrahmen abbindet. Abgesehen davon, daß es sich in diesen Fällen nicht um eine Leichtbauplatte handelt, sind besondere Mittel erforderlich, um die in den Holzrahmen eingebrachte Baustoffmasse in diesem Holzrahmen auch ausreichend zu verankern. Hierbei -wird es sich, besonders bei ,etwaigen Schwinderscheinungen der abbindendenBaustoffmasse,nicht vermeiden lassen, daß zwischen den Außenkanten der Baustoffmasse und den Hölzern des Rahmens sich nachträglich Fugen bilden, die hinsichtlich des Durchtritts von Feuchtigkeit nachteilig sind.
  • Die Erfindung besteht nun darin, daß als Ausfachung für den Holzrahmen eine aus mit Zement, Magnesia od. dgl. gebundene Faserstoffmasse dient, die in ungebundener Form in den Holzrahmen eingepreßt wird. Beim Preßvorgang der zementgebundenen Faserstoffmasse in den endgültigen Holzrahmen werden die Hölzer des Holzrahmens etwas nach außen gebogen. Wenn die Erhärtung der Faserstoffmasse stattgefunden hat, wird die Spannkraft der Hölzer selbst einen zusätzlichen Druck auf die Holzfasermasse ausüben, wodurch die zementgebundene Faserstoffmasse fugenlos in dem Rahmen eingepreßt gehalten wird. Bei richtiger Wahl der Abmessungen der Hölzer des Rahmens werden sich hierbei zusätzliche Befestigungsmittel zwischen Leichtbauplatte und Holzrahmen erübrigen.
  • Andererseits ist die Größe des Druckes, den die Hölzer selbst auf die eingepaßte Fasermasse ausüben können, naturgemäß. abhängig von der Stärke und der Länge dieser Hölzer. Wenn für den Holzrahmen verhältnismäßig starke Hölzer verwendet werden, kann man für eine zusätzliche Vorspannung der Hölzer für das spätere Einspannen der Hölzer dadurch sorgen, daß der Rahmen vor dem Preßvorgang durch Spreizmittel etwas auseinandergebogen wird. Nach der Erhärtung der Faserstoffmasse werden dann diese Spreizmittel ganz oder teilweise wieder entfernt. Man .kann als Spreizmittel in die Faserstoffmasse eingelegte Hölzer benutzen, die mit den Rahmenhölzern unter Zwischenlegung von Keilen zur Anlage gebracht werden. Diese Keile werden dann später wieder entfernt.
  • Wenn die Rahmenhölzer verhältnismäßig schwach sind, jeweils bezogen auf die Länge der Hölzer, dann kann man durch Einspannung von Zugmitteln, z..B. durch Einspannung von Querdrähten, die wiederum in der zu pressenden Faserstoffmasse später eingelagert bleiben, dafür sorgen, daß unter der Wirkung des Preßvorganges die Hölzer sich nicht zu stark nach außen biegen können. Dies bedeutet, daß man durch entsprechende Zugmittel die jeweils gewünschte Vorspannung der Hölzer begrenzen kann.
  • Das Einlegen von Drahteinlagen im Holzrahmen einer nicht aus Leichtbaustoffen bestehenden Baustoffmasse, die auch nicht in den Holzrahmen eingepreßt wird, ist an sich bekannt. Hierbei .dient die Drahteinlage aber nur zur Armierung der Baustoffmasse. Die Drahteinlage wird also nicht im Sinne der Erfindung als Zugmittel ausgenutzt, wodurch seitens der Hölzer ein Einspanndruck auf die Leichtbaumasse ausgeübt werden soll.
  • Das Verfahren nach .der Erfindung zur Herstellung der Bauplatten wird besonders vereinfacht, wenn man als Füllrahmen, der .auf den auszupressenden Rahmen aufgesetzt wird, einen gleichen Rahmen benutzt, der dann für einen späteren Preßvorgang wieder weiterverwendet werden kann. Es läßt sich aber auch irgendein anderer Füllrahmen benutzen. Man benötigt einen solchen Füllrahmen, weil diese Faserstoffmasse auf einen Bruchteil der ursprünglichen Füllung zusammengepreßt werden muß. Der auf den Holzrahmen der herzustellenden Bauplatte aufzusetzende Füllrahmen kann durch entsprechende Anschläge od. -dgl. mit zur Begrenzung der Verspannung des auszupressenden Rahmens ausgenutzt werden.
  • Es ist bekannt, daß die zementgebundene F.aserstoffmasse, wie sie für Leichtbauplatten verwendet wird, porös und deshalb auch verhältnismäßig wasserdurchlässig ist. Um diesen Nachteil bei den nach der Erfindung herzustellenden Bauplatten zu vermeiden, kann in die zu pressende Masse eine Isolierbahn eingelegt werden. Es kann hierbei Dachpappe, wasserfestes Papier od. -dgl. benutzt werden. Mit Rücksicht auf die besondere Masse, in der diese Isolierbahn eingebettet ist, empfiehlt sich aber noch eine besondere Verankerung dieser Isolierbahn innerhalb der Masse, und zu diesem Zweckkönnen .durch die Isolierbahn Nägel, Drähte, Fäden od. dgl. hindurchgezogen werden, die ein späteres Loslösen der Isolierbahn aus der abgebundenen Leichtbauplatte unmöglich machen. Auch das Trägheitsmoment der Gesamtplatte wird durch diese Verankerung der Isolierbahn erheblich erhöht.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes wiedergegeben, und zwar zeigen Fig. i und 2 die herzustellende Bauplatte in zwei verschiedenen Stadien .des Herstellungsvorganges im Querschnitt; Fig. 3 zeigt einen Grundriß der Bauplatte, Fig. q. die Bauplatte nach Fig. 3 mit eingezeichnetem Zugmittel, Fig. 5 die Bauplatte nach Fig. 3 mit eingebautem Spreizmittel, Fig.6 einen Querschnitt durch eine Bauplatte, links mit einer Inneneinkehlung des Holzrahmens, rechts mit zusätzlichen Befestigungsnägeln.
  • Nach Fig. i wird der Holzrahmen z, der mit der Leichtbaumasse auszufüllen ist, auf eine mit einer Nut 2 versehene Bodenplatte 3 aufgesetzt. Auf diesen Holzrahmen i wird dann ein weiterer gleicher Holzrahmen q., zweckmäßig unter Verwendung einer Verdübelung 5, aufgebracht. Alsdann wird der entstandene Kasten etwa zur Hälfte mit der zementgebundenen Faserstoffmasse 6 gefüllt. Auf diese Faserstoffmasse wird dann eine besandete Dachpappenbahn 7 aufgelegt: Alsdann wird auf die Dachpappenbahn wiederum zementgebundene Holzfas.erstoffmasse 8 aufgebracht, auf die dann der Preßdeckel 9 aufgesetzt wird. Wird der Preßdeckel 9 in der in Fig. i eingezeichneten Pfeilrichtung nach unten gedrückt, so ergibt sich eine Anordnung, wie sie in Fig.2 dargestellt ist. Die zementgebundene Holzfasermasse 6 bzw. 8 ist so zusammengepreßt, daß sie innerhalb des Holzrahmens i liegt. Alsdann kann der Rahmen 4, der nur als Füllrahmen dient, entfernt werden. In der zementgebundenen Holzfasermasse 6. 8 liegt eingebettet die Isolierbahn 7.
  • Fig.3 zeigt .den Grundriß einer derartig hergestellten Bauplatte mit den Längshölzern fa und den Querhölzern il'. Mit den gestrichelt gezeichneten Linien, in Fig. 3 soll angedeutet werden, daß die Hölzer beim Preßvongang der Platte nach Fig. i und 2 das Bestreben. .'haben, sich: nach außen etwas .durchzubiegen. Hierdurch wird an sich eine wünschenswerte Vorspannung erreicht, die das Einspannen der Leichtbauplatte innerhalb des Holzrahmens gewährleistet. Diese Vorspannung ist aber je nach der Stärke und der Länge der Hölzer in bestimmten Grenzen zu halten. Wenn die Hölzer verhältnismäßig kurz und stark sind, so daß das Bestreben des Ausbiegens nach außen sich ohne weiteres überhaupt nicht auswirken könnte, .dann empfiehlt es sich, im Sinne der Fig. 5 zwischen den Längshölzern fa Spreizlatten fo mit schwalbenschwanzförmigen Enden i i einzusetzen, wobei zwischen die schwalbenschwanzförmigen Enden i i und die Längshölzer il Keile 12 ,getrieben werden. Nachdem .die zementgebundene Faserstoffmasse abgebunden hat, werden dann diese Keile 12 entfernt.
  • Wenn der Holzrahmen aus verhältnismäßig langen und schwachen Hölzern besteht, dann ist, wie in Fig. 4 zur Darsitellung gebracht, durch eingezogene Drähte 13, die an ihren Enden an .den Hölzern fa mit Krampen 14 gehalten werden, dafür .gesorgt, daß ein zu starkes Auseinanderbiegen der Längshölzer fa nicht eintreten kann. Die bei Benutzung der Spreizmittel fo oder der Zugmittel 13 sich dann noch auswirkende Verformung der Hölzer .ist in vergrößertem Maßstab durch die eingestrichelten Linien angedeutet.
  • Der feste und fugenlose Sitz der in den Holzrahmen eingespannten Leichtbauplatte kann noch unterstützt werden dadurch, daß, wie nach Fig. 6 auf der linken Seite ,dargestellt, in den Hölzern fa eine Innenkehlung 15 vorgesehen ist, und zwar an der Einspannsteille der Leichtbauplatte, oder aber daß, wie in der Fig. 6 auf der rechten Seite dargestellt ist, in die Hölzer fa schräg nach innen gerichtet Nägel 16 vorgesehen sind, die in die Leichtbauplatte 6 bis 8 hineinragen.
  • Die Oberfläche der in den Holzrahmen eingepreßten und eingespannten Leichtbauplatte- kann beidseitig verputzt werden, wobei es sich empfiehlt, die Putzschicht etwas unter die Kante des Holzrahmens zurücktreten zu lassen, damit beim Transport dieser Bauplatten die Putzschicht nicht beschädigt werden kann. Die Putzschicht der Leichtbauplatte kann ohne zu reißen besonders schwach gehalten werden, weil nämlich die Ledchtbauplatte durch ihre Einspannung in den Rahmen an einem Arbeiten gehindert wilrd.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von aus einem Holzrahmen mit Leichtbaustoffausfachung bestehenden Bauplatten, bei dem die Baustofmasse in ungebundener Form in den Holzrahmen eingebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausfachung eine aus mit Zement, Magnesia od..dgl. gebundene Hol.zfasermasse in :den Holzrahmen eingepreßt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, .daß die Hölzer des Rahmens vor dem Preßvorgang .durch Spreizmittel unter eine zusätzliche Vorspannun:g gebracht werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannung der Hölzer des Rahmens durch Zugmittel, wie eingespannte Drähte, begrenzt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Füllrahmen, der auf den auszupressenden Rahmen aufgesetzt wird, ein gleicher, für einen späteren Preßvorgang bestimmter Rahmen benutzt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in die zu pressende Masse eine Isolierbahn eingelegt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verankerung der Isolierbahn in der zu pressenden Masse durch die Isolierbahn Nägel, Drähte, Fäden od. dgl. durchgezogen werden.
  7. 7. Bauplatte, hergestellt nach dem Verfahren gemäß Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Holzrahmen an der Einspannstelle der Leichtbauplatte eine Innenkehlung aufweist.
DER3339D 1941-08-15 1941-08-15 Verfahren zum Herstellen von aus einem Holzrahmen mit Leichtbaustoffausfachung bestehenden Bauplatten und nach diesem Verfahren hergestellte Bauplatte Expired DE925579C (de)

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