DE92044C - - Google Patents

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DE92044C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B15/00Machines for sewing leather goods
    • D05B15/02Shoe sewing machines
    • D05B15/04Shoe sewing machines for lock-stitch work

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Schiffchen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. September 1896 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Nähmaschinen, welche für das Annähen des Oberleders von Schuhwerk an die Innensohlen dienen, und betrifft ein Verfahran zur Stichbildung in der Weise, dafs der Näh- oder Nadelfaden bei jedem Stich den Schiffchenfaden nicht wie bisher in einer einfachen Schleife, sondern in einer vollständigen Umschlingung umfafst und in den Stoff einzieht, wodurch eine gröfsere Festigkeit und bessere Haltbarkeit der Vernähung erzielt wird.
In den beiliegenden Zeichnungen Fig. 1 bis 11 sind die stichbildenden Theile in verschiedenen Stellungen zur Anschauung gebracht.
Bei den bekannten Schuhnähmaschinen sticht eine Hakennadel durch ' den Stoff oder das Leder und fängt eine Schleife des Nähfadens, um diese durch den Stoff zu ziehen; alsdann wird die Schleife durch einen Spreizer geöffnet, indem derselbe einen Schenkel der Schleife durch die Schiffchenbahn zieht, wonach das Schiffchen seinen Faden durch die Schleife führt. Nach dem Einziehen liegt dann der Nadelfaden in jedem Stich nur einfach über dem Nähfaden. Die Vorrichtung gegenwärtiger Erfindung bringt jedoch eine vollständige Umschlingung des Nadelfadens mit dem Schiffchenfaden wie folgt zu Stande:
Die Nadel H zieht eine Schleife 1,2,3 des Nähfadens empor, während das Schiffchen M tief oder im unteren Theil der Bahn liegt (Fig. 1), so dafs diese Schleife i, 2, 3 oberhalb des Schiffchenfadens 4 ausgezogen wird. Letzterer läuft, wie in Fig. 1, 2 und 5 zu sehen, von dem letztvorhergehenden Stich unterhalb der Schleife entlang nach dem Schiffchen. Dieses steigt nun aufwärts, ehe die Schleife 1, 2, 3 in die Schiffchenbahn gespreizt wird, so dafs es bei seiner Aufwärtsbewegung nicht in oder durch die Schleife geht, sondern zunächst aufserhalb derselben emporsteigt. Der Theil des Schiffchenfadens, welcher von dem Schiffchen herabhängt, wie in Fig. 3 gezeigt, liegt vor der Nähfadenschleife, welche von der Nadel ausgezogen worden ist. Hat das Schiffe chen die höchste oder obere Stellung erreicht, so wird, während es in dieser verbleibt, die Schleife gespreizt (Fig. 4 und 6), indem der Schenkel 3 der Schleife durch die Schiffchenbahn gezogen wird. Dies ist aus der Fig. 11 zu erkennen. Das Spreizen des ausgezogenen Nadelfadens wird durch den Spreizer K bewirkt, welcher auf der schwingenden Achse k sitzt, die mit dem Zahnrad k1 versehen ist, welches von der durch den Hebel k* hin- und herbewegten Zahnstange k2 in Umdrehung versetzt wird. Der Schleifenabheber L hebt zur richtigen Zeit die Schleife von der Nadel H, indem er durch ein Excenter ll der Achse k bewegt wird. In Fig. 6 ist der Nadelfaden in gespreizter Stellung ersichtlich. Alsdann geht das Schiffchen abwärts und zieht den Schiffchenfaden durch die Schleife, wobei derselbe um den Schleifenschenkel 3 herumgeschlungen

Claims (1)

  1. wird (Fig. 7). Der Schleifenschenkel wird von dem Spreizer K freigelassen, sobald das Schiffchen die in Fig. 7 gezeigte Stellung erreicht hat, so dafs dann die Schleife angezogen werden kann.
    Während die Schleife, um deren Schenkel der Schiffchenfaden herumgewunden ist, wie rechts an der Fig. 8 gezeigt, in den Stoff eingezogen wird, bildet der Nähfaden, wie links der Fig. 8 ersichtlich, eine volle Umschlingung, er umfafst den Schiffchenfaden mittelst eines geschlossenen Fadenauges, so dafs die Fäden nicht herausgezogen werden können und auch verhindert sind, sich zu lösen. .
    Die Nadel H wird mittelst Hebel h (Fig. 9) vom Excenter h1 bewegt und steht in Fig. 9 in zurückgezogener Stellung. In Fig. 10 hat der Spreizer K einen Schenkel der Nähfadenschleife durch die Schiffchenbahn bewegt, und der Abwerfer L ist im Begriff, die Schleife zur richtigen Zeit, d. h. ehe das Einziehen der Schleife' mittelst des Fadenspannapparates anfängt, von der Nadel abzuheben. Spreizer und Abwerfer werden durch den Hebel k und Excenter k1 bethätigt, während der Fadenspanner Dd1 durch die'Verbindung dh und Hebel d* d3 vom Excenter d'2 bewegt wird.
    Patenτ-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Stichbildung an Doppelstechstich-Nähmaschinen mit hin- und hergehendem Schiffchen, dadurch gekennzeichnet, dafs das Schiffchen (M) beim Hingang seinen Faden (4) an der von der Nadel angezogenen Fadenschleife (1,2,3) vorbeizieht, dann beim Hergang durch die gespreizte Schleife geführt wird, wobei sich der Schiffchenfaden (4) um einen Schenkel (3) der Nähfadenschleife herumlegt, so dafs nach dem Einziehen der Nähfäden den Schiffchenfaden in einem geschlossenen Fadenauge umfafst.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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