DE239378C - - Google Patents

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DE239378C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B49/00Take-up devices, e.g. levers, for the needle thread
    • D05B49/02Take-up devices, e.g. levers, for the needle thread operated by cams or linkages

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JK* 239378 KLASSE 52β.' GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. August 1909 ab.
Bei den bekannten Kettenstich-Nähmaschinen mit Hakennadel wird durch die Nadel eine Fadenschleife gebildet und durch die zuletzt gebildete Schleife hindurchgezogen. Damit die zuletzt gebildete Schleife festgezogen wird, ist eine besondere Anzugsvorrichtung erwünscht, weil dann, wenn das Anziehen durch die Nadel selbst erfolgen soll, der Haken der Nadel leicht den Faden zerreißt.
ίο Bisher benutzte man als Anzugsvorrichtung gewöhnlich Haken oder Rollen, über die der Faden lief. Diese haben die Eigenschaft, daß auf beiden Seiten der Rolle oder des Hakens die Spannung im Faden die gleiche ist, wodurch ein unerwünschter Zug auf die Nadel ausgeübt wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird zum Anziehen des Fadens ein zangenartiger Greifer benutzt, welcher nach dem Hindurchziehen der Fadenschleife durch das Werkstück den nach der zuletzt gebildeten Schleife führenden Trum der Schleife erfaßt, ihn anzieht, um die alte Schleife zu verkürzen, und dann wieder locker läßt, damit die Nadel für die Bildung des nächsten Stiches wieder durch die Nadelfadenschleife hindurch treten kann. Es wird dann in bekannter Weise nach dem Einstich der Nadel in den Stoff eine erneute Spannung auf den Faden ausgeübt, um den Stich zu setzen. Diese zweite Anzugsbewegung kann durch eine, hakenähnliche Vorrichtung bewirkt werden, und zweckmäßig bildet sie einen Teil des Greifers.
In der Zeichnung sind die für die vorliegende Erfindung wesentlichen Teile einer gemäß der Erfindung ausgeführten Nähmaschine dargestellt, und zwar in den verschiedenen aufeinanderfolgenden Arbeitsstufen.
Es sind zwei Stoffschichten 1 und 2 dargestellt, welche durch einen Faden 3 miteinander verbunden werden sollen. In bekannter Weise wird durch die Hakennadel 6 die Nadelschlinge 4 durch den Stoff und die vorher gebildete Schlinge 5 hindurchgezogen (s. Fig. 1). Nachdem dies geschehen, wird der nach der Schlinge 5 führende Trum der Schleife 4 von einem Greifer 7, 8 erfaßt. Dieser dringt bei der Stellung Fig. 2 in die Fadenschleife 4 ein und dreht sich dann um ungefähr 90 ° in die Stellung Fig. 3, so daß der erfaßte Fadentrum freiliegt. Alsdann wird der Greifer schräg zum Stoff aufwärts bewegt (s. Fig. 4). Die Bewegung ist nach dem offenen Teile der Schlinge 5 hin gerichtet, d.h. in der Vorschubrichtung schräg. Wenn der Greifer 7, 8 die oberste Lage erhalten hat (vgl. Fig. 5), so ist die Schlinge 5 verkürzt, und zwar um einen genau bestimmten Betrag. Das geschlossene Ende der Schlinge 5 liegt hinter dem Einstichloch, so daß diese Schlinge straff gepannt wird, wenn die Schlinge 4 im weiteren Verlauf nach vorwärts bewegt wird. Der Greifer 7, 8 geht wieder abwärts, um die Schlinge 4 zu lockern und der Hakennadel 6 das Einstechen in das nächste Stichloch zu ermögliehen. Wenn, wie bekannt, ein Schlingenabwerfer 9 an der Maschine vorhanden ist, so geht dieser gleichfalls abwärts und tritt mit in die Schlinge 4 ein. Der Greifer hat sich dabei geöffnet. Nachdem die Nadel in den Stoff und der Schlingenabwerfer in die Schlinge 4 eingetreten sind, geht der Greifer
in geöffnetem Zustande aufwärts, und die hakenförmig ausgebildete Greiferbacke 8 übt
dabei einen erneuten Zug auf die Schlinge 4 aus. Da die Schlinge 4 von dem Schlingenabwerfer 9 gehalten wird, wirkt dieser erneute Zug in der Weise, daß die Schlinge 5 fest auf das Werkstück gepreßt wird (s. Fig. 7). Der' Greifer geht dann nach unten, dreht sich und gibt den Faden frei, worauf die Nadel eine weitere Fadenschlinge durch das Werkstück ■ und die Schlinge 4 hindurchzieht.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Faden anzugsvorrichtung für Kettenstich - Nähmaschinen mit Hakennadel, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Hindurchziehen einer neuen Fadenschleife (4) mittels der Nadel durch die zuletzt gebildete Schleife (5) der nach dieser führende Trum der Nadelschleife T, von einem zangenartigen Greifer (7, 8) erfaßt, durch ihn zwecks Verkürzung der alten Schleife zunächst angezogen und dann für den folgenden Durchgang der Nadel durch die Nadelfadenschleife gelockert wird, worauf schließlich nach dem Einstich der Nadel in den Stoff die gelockerte Schleife erneut angezogen und damit der Stich gesetzt wird.
  2. 2.1 Fadenanzugsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das · erneute Anziehen der Nadelfadenschleife nach dem Einstechen der Nadel in den Stoff gleichfalls durch den Greifer (7, 8) erfolgt, und zwar durch ein hakenförmig ausgebildetes Ende (8) desselben.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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