DE920243C - Verfahren zur Gewinnung von ª‰-Isopropylnaphthalin - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von ª‰-IsopropylnaphthalinInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren zur Gewinnung von ß-Isopropylnaphthalin Die Erfindung betrifft die Abtrennung von ß-Isopropylnaphthalin aus Gemischen, die das a-Isomere enthalten.
- Wenn man Naphthalin mit Propylen oder Isopropanol umsetzt, so erhält man ein Gemisch von a- und ß-Isopropylnaphthalin. Häufig ist das ß-Isomere erwünscht, wie beispielsweise für die Verwendung in einem kürzlich entwickelten Verfahren zur Herstellung von ß-Naphthol durch Oxydation von ß-Isopropy lnaphthalin zu dem entsprechenden Hydroperoxyd und Spaltung des Hydroperoxyds mit Säure unter Bildung eines Gemisches von Aceton und ß-Naphthol. Auch als Ausgangsmaterial bei Verfahren zur Herstellung von ß-Naphthoe.säure ist das ß-Isomere gut verwendbar.
- Die katalytische Propylierung von. Naphthalin ergibt beträchtliche Mengen des a-Isomeren, und da die Siedepunkte der beiden Isomeren sich um weniger als 1 ° unterscheiden, ist eine Trennung durch fraktionierte Destillation nicht gut durchführbar. Durch geeignete Wahl der Reaktionsbedingungen und indem man, die Propylierung abbricht, bevor das gesamte Naphthalin umgesetzt ist, kann man ein Gemisch herstellen, das nicht umgesetztes Naphthalin, etwas Polyisopropy1naphthaline und ein Gemisch von Monoisopropy1naphthalinen mit etwa go% des ß-Isomeren enthält. Die Abtrennung des Naphthalins und der polypropylierten Naphthaline durch Destillation ist natürlich einfach.
- Sehr schwierig ist die Abtrennung der nicht umgesetzten Isopropylnaphthaline aus dem bei der Luftoxydation und Spaltung zu Aoeton und ß-Naphthol, wie oben angegeben, erhaltenen Gemisch. Bei der Oxydation entsteht gewöhnlich ein. Gemisch, bei dem nur ein Teil des Isopropylnaphthalins oxydiert ist. Infolgedessen verbleibt hach Entfernung des bei der Spaltung entstandenen Acetons und ß-Naphthols ein Gemisch von Isopropylnaphthalinen. In diesem Gemisch ist verhältnismäßig weniger ß-Isomeres enthalten als im Ausgangsmaterial, weil vorzugsweise das ß-Isomere oxydiert wird. Gewöhnlich wird das gesamte verbleibende Gemisch der beiden Isopropylnaphthaline zu der Propyiierung zurückgeführt, und zwar zusammen mit bei der Propylierung nicht umgesetztem Naphthalin und den propylierten Naphthalinen. Dann erfolgt Entpropylierung der Polyisopropylnaphthaline und Isomerisierung des a-Isomeren, wobei wieder ein Gemisch gebildet wird, in dem das ß-Isomere in einer Menge von bis zu goo/o des Monoisopropylnaphthalins enthalten sein kann. Wenn die Trennung des a- und ß-Isomeren wirtschaftlich durchführbar wäre, so ließe sich das zur Alkylierung zurückgeführte Volumen weitgehend verringern bei entsprechender Kostenersparnis.
- Es wurde nun gefunden, daß das ß-Isopropylnaphthalin sich frei von a-Isopropylnaphthalin abscheidet, wenn man ein Gemisch von a- und ß-Isopropy lnaphthalin bis unter den Gefrierpunkt des Gemisches abkühlt, und daß die Kristalle leicht durch Filtrieren, beispielsweise in einer Zentrifuge, entfernt werden können. Gewünschtenfalls kann das Verfahren zur Erhöhung der Reinheit wiederholt werden. Ebenso kann die Mutterlauge zur Gewinnung weiterer Kristallabscheidungen allmählich auf tiefere Temperatur gekühlt werden. Die Grenze ist bei etwa - 30°' erreicht, wenn der Gehalt an ß-Isopropylnaphthalin nur noch etwa 35010 beträgt. An diesem Punkt bildet sich ein eutektisches Gemisch, und eine weitere Trennung ist nicht möglich. Das eutektische Gemisch kann jedoch, wie oben beschrieben, durch Zurückführung zur Alkylierungsstufe isomerisiert werden, und auf diese Weise kann ein sehr großer Anteil des ursprünglichen Naphthalins in ß-Isopropylnaphtha.lin übergeführt werden.
- Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist, daß die Kristallisation nicht sorgfältig kontrolliert zu werden braucht. Das ist insbesondere darum überraschend, weil ß-Isopropylnaphthalin in zwei Kristallmodifikationen existiert, die unglücklicherweise ebenfalls mit a und ß bezeichnet werden. Um Irrtümer zu vermeiden, werden die Kristallformen im folgenden mit den ausgeschriebenen Silben alpha und Beta und die chemischen Isomeren durch die griechischen Symbole a und ß gekennzeichnet. Obwohl die beiden Kristallmodifikationen bei verschiedenen Temperaturen schmelzen, nämlich die alpha-Form bei 15,1° und die beta-Form bei 11,q:°, entsteht dadurch keine Schwierigkeit. Die Kristallisation kann wie gewöhnlich durch Impfen beschleunigt werden. Der Grund für die Schärfe der Trennung ist nicht bekannt, und dementsprechend ist die Erfindung nicht auf irgendeinen theoretisch möglichen .Mechanismus beschränkt. Sie soll im folgenden an Hand von Beispielen näher erläutert werden, wobei Teile Gewichtsteile bedeuten.
- Beispiel i Sog Teile eines Gemisches von 94,50/0 ß-Isopropylnaphthalin und 5,5 % des a-Isomeren werden auf 3'° gekühlt, bei welcher Temperatur es spontan kristallisiert. Der Kristallbrei wird zentrifugiert und ergibt dabei i8 Teile kristallines ß-Isopropylnaphthalin von 98,4o/oiger Reinheit. Beispiel e 3oo Teile des gleichen Ausgangsmaterials wie in Beispiel i werden auf 2° gekühlt und mit ß-Isopropylnaphthalinkristallen geimpft. Die Kristallisation wird weiter getrieben als in Beispiel i, und das Zentrifugieren ergibt 85 Teile des Produktes von 96,3o/oiger Reinheit. Beispiel 3 Das obige Ausgangsmaterial wird auf 2° gekühlt und die Kristallisation der beta-Modifikation an Stelle der der alpha-Modifikation, die nach Beispiel i und 2 erhalten wird, angeregt. Beim Zentrifugieren ergeben 487 Teile Ausgangsmaterial 84 Teile Kristalle von 99,i%iger Reinheit. Beispiel 4 579 Teile eines Gemisches mit 8o % ß-Isopropylnaphthalin und 2o% a-Isopropylnaphthalin werden auf o° gekühlt und durch Impfen die Kristallisation der alpha-Form angeregt. Zentrifugieren ergibt 167 Teile ß-Isopropylnaphthalin von go%iger Reinheit.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung von ß-Isopropylnaphthalin aus einem Gemisch, das weniger als etwa 65% a-Isopropylnaphthalin enthält, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gemisch bis unter seinen Gefrierpunkt abkühlt, um die Kristallisation des ß-Isomeren anzuregen, und daß man dieses von der Mutterlauge abtrennt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, da,ß die Mutterlauge weiterer Kühlung und Kristallisation unterworfen wird, bis ihr Gehalt an ß-Isomeren auf etwa 35% herabgesetzt ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kristallisation durch Impfen mit ß-Isopropylnaphthalinkristallen beschleunigt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US920243XA | 1952-01-15 | 1952-01-15 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE920243C true DE920243C (de) | 1954-11-18 |
Family
ID=22230923
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA16725A Expired DE920243C (de) | 1952-01-15 | 1952-10-23 | Verfahren zur Gewinnung von ª‰-Isopropylnaphthalin |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE920243C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2517591A1 (de) * | 1974-04-22 | 1975-10-23 | Kureha Chemical Ind Co Ltd | Verfahren zur herstellung von beta- naphthol |
| EP0404421A1 (de) * | 1989-06-22 | 1990-12-27 | Kureha Kagaku Kogyo Kabushiki Kaisha | Verfahren zur Abtrennung und Reinigung von beta-Monoisopropylnaphthalen |
-
1952
- 1952-10-23 DE DEA16725A patent/DE920243C/de not_active Expired
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| EP0404421A1 (de) * | 1989-06-22 | 1990-12-27 | Kureha Kagaku Kogyo Kabushiki Kaisha | Verfahren zur Abtrennung und Reinigung von beta-Monoisopropylnaphthalen |
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