DE92014C - - Google Patents

Info

Publication number
DE92014C
DE92014C DENDAT92014D DE92014DA DE92014C DE 92014 C DE92014 C DE 92014C DE NDAT92014 D DENDAT92014 D DE NDAT92014D DE 92014D A DE92014D A DE 92014DA DE 92014 C DE92014 C DE 92014C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ethyl
amines
amidoazobenzene
phenylenediamine
tolyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT92014D
Other languages
English (en)
Publication of DE92014C publication Critical patent/DE92014C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B17/00Azine dyes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Patentschrift Nr. 77116 ist ein Verfahren zur Darstellung von wasserlöslichen basischen Farbstoffen durch Einwirkung von überschüssigem salzsaurem Dialkylamidoazobenzol auf Amine (bezw. von freiem Dialkyl amidoazobenzol auf salzsaure Amine) beschrieben. Als Lösungsmittel wird daselbst unter anderem auch Eisessig angewendet. Bei Verwendung von Essigsäure ist es nun nicht nothwendig, von salzsauren Salzen der Amidoazokörper auszugehen, sondern man kann in diesem Falle ■ auch die freien Basen benutzen und dieselben direct in Eisessiglösung mit den freien Aminen erhitzen, um zu den wasserlöslichen basischen Farbstoffen zu gelangen. Das Verfahren selbst bleibt im übrigen ganz dasjenige des Haupt-Patentes; man mufs nur in den daselbst gegebenen Beispielen an Stelle der salzsauren Salze eine äquivalente Menge der freien Base und für den Alkohol, das Glycerin etc. Eisessig setzen. ;
Bei weiterem Studium dieser neuen Reaction wurde ferner gefunden, dafs aufser den im Haupt-Patenle angeführten dialkylirten Amidoazoverbindungen auch noch einige andere Amidoazoderivate zu brauchbaren Resultaten führen. Insbesondere wird beim Ersätze des dialkylirten Amidoazobenzols durch seine Morioalkylsubstitutionsproducte und die in der Amidogruppe nicht substituirten Amidoazoverbindungen der Benzol- oder Naphtalinreihe ein technischer Effect erreicht, indem so fast durchweg röthere bezw. gelbere Nuancen erzielt werden. Endlich lassen sich auch an Stelle der im Haupt-Patent genannten Amine gewisse Alkylsubstitutionsproducte des m-Phenylen- und Toluylendiamins verwenden. Von diesen letzteren seien folgende Derivate erwähnt:
Symmetrische Di -, Tri - und Tetraalkyl-(methyl-, äthyl-, benzyl-) m-phenylendiamine; Monoalkyl-m-toluylendiamine von der Formel
>-NHA\ky],
welche man beispielsweise erhalten kann durch directe Einwirkung von 1 Mol. Halogenalkyl auf ι Mol. m - Toluylendiamin oder besser durch Einwirkung von 1 Mol. Halogenalkyl auf ι Mol. ο -Nitro-ρ - toluidin (Schmp. 780) und Reduction des so erhaltenen Nitrokörpers; symmetrisches Dialkyl-m-toluylendiamin, Trialkyl-m-toluylendiamin, Tetraalkyl-m-toluylendiamin.
Die Nuance der so erhältlichen Farbstoffe variirt zwischen gelbstichig roth bis blauviolett, und zwar sind die aus den alphylirten Diaminen erhaltenen Producte am blaustichigsten, etwas röther schon färben die vom alkylirten m-Phenylendiamin derivirenden und am gelbstichigsten die vom alkylirten m - Toluylendiamin sich ableitenden Farbstoffe. Andererseits
werden aus den alkylirten Amidoazoverbindungen blaustichiger färbende Derivate erhalten als aus den nichtalkylirten Amidoazoverbindungen. ·
Das Verfahren zur Darstellung der neuen Producte ist genau dasjenige des Haupt-Patentes. Die Reaction kann entweder mit den salzsauren Salzen der Amidoazokörper (oder der Amine) oder, falls saure Lösungsmittel, wie Eisessig, Verwendung finden, mit den freien Basen vorgenommen werden. Im letzteren Falle gelingt, die Reaction sehr glatt, wenn man die freien Amidoazoverbindungen mit den freien Aminen in Eisessiglösung ι bis 3 Stunden lang auf 120 bis 1300 erhitzt.
Beispiel 1. . .
39 kg salzsaures Dimethylamidoazobenzol werden mit 15 kg Monoäthyl-m-toluylendiamin und circa 300 kg Alkohol mehrere Stunden am Rückflufskühler gekocht, bis eine Probe sich in Wasser mit schön röther Farbe löst, die auf Zusatz von Ammoniak beständig bleibt. Dann wird der Alkohol abdestillirt, der Rückstand in heifsem Wasser gelöst, die Lösung mit Ammoniak schwach alkalisch gemacht und filtrirt. Aus dem rothgefärbten Filtrat wird der Farbstoff nach dem Ansäuern mit Salzsäure durch Kochsalz und Chlorzink gefällt, geprefst und getrocknet. Er färbt tannirte Baumwolle fuchsinroth.
Beispiel 2.
34 kg salzsaures Amidoazobenzol werden mit 26 kg Diphenyl-m-phenylendiamin und circa 100 kg Alkohol circa 5 Stunden am Rückflufskühler gekocht. Das Product wird in Wasser gegossen, mit Salzsäure angesäuert und mit Kochsalz ausgesalzen. Der ausgeschiedene Farbstoff wird durch Umlösen aus viel heifsem Wasser und Aussalzen gereinigt. Er färbt tannirte Baumwolle blauviolett.
Beispiel 3.
30 kg Amidoazobenzol werden mit 31 kg ß1 ß4-Diphenylnaphtylendiamin und 100 kg Eisessig ι bis 3 Stunden auf 120 bis 1300 erhitzt; die erhaltene, violette Lösung wird in circa 3000 kg Wasser gegossen und filtrirt. Auf Zusatz von überschüssiger Salzsäure und Kochsalz zum Filtrat fällt der Farbstoff aus. Er färbt tannirte Baumwolle violett.
Beispiel 4.
35 kg Monomethylamidoazotoluol und 17,8 kg Diäthyl -.m - toluylendiamin werden mit 80 kg Eisessig so lange gekocht, bis sich eine klare rothe Lösung gebildet hat. Die Reactionsmasse wird jetzt in circa 1500 kg Wasser gelöst, die Lösung filtrirt und das Filtrat mit Kochsalz und Chlorzink ausgesalzen. Der harzig ausgefallene Farbstoff wird unter Zusatz von wenig Salzsäure wieder in circa 2000 kg Wasser gelöst, mit Ammoniak alkalisch gemacht, filtrirt und das Filtrat nach dem Ansäuern mit Salzsäure durch Zusatz von Chlorzink und Kochsalz ausgesalzen. Der Farbstoff färbt tannirte Baumwolle gelbstichig roth.
Beispiel 5.
33 kg Dimethylamidoazobenzol werden mit 24 kg Tetraäthyl - m - toluylendiamin in circa 200 kg Eisessig gelöst und mehrere Stunden lang gekocht. Die violette Lösung wird dann in Wasser gegossen, filtrirt, und der Farbstoff mit Chlorzink und Kochsalz ausgesalzen. Zur Reinigung wird er noch einmal in heifsem Wasser gelöst, die Lösung mit Ammoniak alkalisch gemacht, filtrirt und das Filtrat nach dem Ansäuern mit Salzsäure durch Zusatz von Chlorzink und Kochsalz gefällt. Der Farbstoff färbt tannirte Baumwolle violett.
Beispiel 6.
36 kg Benzolazo-a-naphtylamin werden mit 16,4 kg Diäthyl-m-phenylendiamin und 100 kg Eisessig gekocht, bis eine Probe sich mit gegen Ammoniak beständiger rother Farbe in Wasser löst. Die Schmelze wird jetzt unter Zusatz von Salzsäure in circa 3000 1 Wasser gelöst, filtrirt und das Filtrat mit Kochsalz ausgesalzen. Der Farbstoff färbt tannirte Baumwolle blau-, roth.
Beispiel 7.
48 kg Benzolazophenyl-a-naphtylamin werden mit 13,6 kg o-Amidomonomethyl-p-toluidin in 200 kg Eisessig gelöst und am Rückflufskühler auf circa 1200 erhitzt. Sobald die Reaction beendigt ist, wird in Wasser gegossen, filtrirt und der Farbstoff ausgesalzen. Er färbt tannirte Baumwolle blaustichig roth.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Darstellung von wasserlöslichen basischen Azinfarbstoffen, darin bestehend, dafs man in dem Verfahren des Haupt-Patentes Nr. 77116
    a) an Stelle der daselbst genannten Amine (Anilin etc.) hier symmetrisches Dimethyl - (äthyl-) m - phenylendiamin, Tri- und Tetramethyl-(äthyl-) m-, phenylendiamin, Monomethyl- (äthyl-) m-toluylendiamin von der Formel
    NH
    CH,
    ■—NHA]ky\,
    symmetrisches Dimethyl- (äthyl-) -m-' toluylendiamin, Trimethyl- (äthyl-) -mtoluylendiamin, Tetramethyl - (äthyl -)
    m-toluylendiamin verwendet und dieselben mit salzsaurem Dimethyl-(äthyl-) - amidoazobenzol in Reaction bringt;
    b) an Stelle der daselbst genannten Amidoazokörper hier Monomethyl-(äthyl-) amidoazobenzol, Monomethyl-(äthyl-) amidoazotoluol, Amidoazobenzol, Amidoazotoluol, Benzolazo-anaphtylamin, Benzolazomonomethyl-(ä'thyl ή α-naphtylamin setzt und dieselben auf die in dem vorstehenden Anspruch ,ia) genannten Amine oder auf die im Haupt-Patente erwähnten' Diamine, Diphenyl- (tolyl-) m-phenylendiamin und ß1 ß4 - Diphenyl - (tolyl-) naphtylendiamin einwirken läfst;
    c) Benzolazophenyl - (tolyl -) α - naphtylamin mit den im Anspruch ia) aufgeführten Diaminen in Reaction bringt. Beim Arbeiten in essigsaurer Lösung gemäfs dem :im Haupt-Patente und im vorstehenden Anspruch ι geschützten Verfahren der Ersatz der Salze der Amidoazokörper (bezw. der Salze der Amine) durch die freien Basen.
DENDAT92014D Active DE92014C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE92014C true DE92014C (de)

Family

ID=363585

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT92014D Active DE92014C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE92014C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1924249C3 (de) Nitro-p-phenylendiamine, Verfahren zur N-Monomethylierung von Nitroanilinen und Nitro-p-phenylendiaminen und Verwendung der N-Monomethylnitroaniline zum Färben von Haaren
DE92014C (de)
DE1955808A1 (de) Neue wasserunloesliche Monoazofarbstoffe und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2246111C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Naphthalimid-43-dicarbonsäuren
DE679986C (de) Verfahren zur Herstellung unsymmetrischer, eine bzw. drei Methingruppen enthaltender Methinfarbstoffe der Pyridinreihe
DE1445769A1 (de) Verfahren zur Herstellung basisch alkylierter Naphthalin-(1,5,4,8)-tetracarbonsaeurediimide
DE916968C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofabstoffen
DE1444729A1 (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Azopigmentfarbstoffen
DE672626C (de) Verfahren zur Herstellung von Nitrofarbstoffen
DE97594C (de)
DE382428C (de) Verfahren zur Herstellung beizenfaerbender Farbstoffe der Triphenylmethanreihe
DE447015C (de) Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen
DE601720C (de) Verfahren zur Darstellung von Nitrofarbstoffen
DE243491C (de)
DE236983C (de)
DE17340C (de) Verfahren zur Darstellung eines blauen Farbstoffs
DE19766C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen durch Erhitzen von acetylirten Basen mit wasserentziehenden Mitteln
DE88954C (de)
DE88502C (de)
DE243489C (de)
AT119029B (de) Verfahren zur Darstellung chromhaltiger Azofarbstoffe.
AT51987B (de) Verfahren zur Darstellung von Trisulfosäuren der Safraninreihe.
DE959553C (de) Verfahren zur Herstellung von Diazoamino-Derivaten der Anthranilsaeure
DE499968C (de) Verfahren zur Darstellung von sauren Wollfarbstoffen
DE74386C (de) Verfahren zur Darstellung von Basen durch Condensation von Tolidin bezw. Dianisidin und m- oder p-Phenylendiamin mittelst Formaldehyd. (3