DE917543C - Vorrichtung zur Herstellung von Kalkstickstoff aus Carbid und Stickstoff - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Kalkstickstoff aus Carbid und Stickstoff

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DE917543C
DE917543C DES28311A DES0028311A DE917543C DE 917543 C DE917543 C DE 917543C DE S28311 A DES28311 A DE S28311A DE S0028311 A DES0028311 A DE S0028311A DE 917543 C DE917543 C DE 917543C
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DE
Germany
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drum
carbide
calcium cyanamide
nitrogen
expansion
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Expired
Application number
DES28311A
Other languages
English (en)
Inventor
Thomas Fischer
Franz Goertzinger
Dr Franz Kaess
Dr Hermann Kronacher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SUEDDEUTSCHE KALKSTICKSTOFF-WERKE AG
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
SUEDDEUTSCHE KALKSTICKSTOFF-WERKE AG
SKW Trostberg AG
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Filing date
Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/002Synthesis of metal cyanides or metal cyanamides from elementary nitrogen and carbides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

  • Um die Herstellung von. Kalkstickstoff aus Carbid und Stickstoff kontinuierlich vornehmen, zu können" ist es bereits vorgeschlagen, die Umsetzung der Ausgangsmaterialien in einer Drehtrommel vorzunehmen. Dabei zeigt es. sich, daß das Material, unabhängig von. der Korngröße des Ausgangsmaterials, stark zum Zusammenbacken. neigt und das Reaktionsprodukt zur Überführung in ein Handelsprodukt nachbearbeitet werden. muß.
  • Man hat zwar schon vorgeschlagen, in der Trommel Stauringe anzuordnen, um so eine Anreicherung von Umsetzungsprodukten herbeizuführen., in, das das umzusetzende Carbid eingebettet ist, also verhältnismäßig verdünnt vorliegt. Derartige Anreicherungen. unter Verwendung von Stauringen können aber nicht zum Ziele führen, weil zufolge der gleichförmigen Drehung der Trommel und des verschiedenen spezifischen Gewichtes des Kalkstickstoffes und des Carbids eine Entmischung stattfindet. Das Umsetzungsprodukt, nämlich der Kalkstickstoff, der leichter ist, wird sich in der Anreicherungszone! oben. befinden und' somit den. Zutritt des Stickstoffes zum darunter befindlichen Carbid erschweren. oder überhaupt ausschließen.
  • Dem trägt die Vorrichtung dadurch Rechnung, daß das Stauorgan der Trommel durch eine auf der Trommelfüllseite angeordnete Trommelausweitung gebildet ist, deren Achse zur Trommelachsc im Winkel steht. Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn sich der Umfang der Ausweitung in Richtung der Trommel erweitert.
  • Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen, zur Durchführung des Verfahrens bestimmten Trommel im Axia,lschnitt.
  • Gemäß Fig. i besteht die Trommel aus einem metallischen Hohlzylinder i mit Ausmauerung 2 und innerhalb, dieser liegendem Schacht 3. Der Schacht ist nächst seinem einen. Ende mit einer Ausweitung 4 versehen, deren Achse zur Schachtachse 3 im Winkel steht - und die die Anreicherung von Material gestattet. Der Ausweitung .4 wird durch eine Schnecke 5 Ca,lciumcarhid, gegebenenfalls im Gemisch mit Kalkstickstoff, zugeführt. Im übrigen wird Stickstoff durch ein. Rohr 6 eingeblasen. Vor Beginn. der Tätigkeit wird die Ausweitung 4. mit dem Reaktionsprodukt, d. h. mit Kalkstickstoff, gefüllt und erhitzt, und zwar zweckmäßig mit staubförmigem Kalkstickstoff. An Stelle der Kalks,tickstoffüllung läßt sich auch eine Füllung eines anderen solchen Stoffes verwenden, der nicht in der Lage ist, an. der Reaktion teilzunehmen. .Man kann z. B. die Ausweitung mit Kohlenstaub füllen, der, da Luftabschluß vorliegt, bei der Aufheizung nicht verbrennt. Stickstoff wird durch das Rohr 6 zugeführt. In der Ausweitung 4 wird das eingebrachte Bett in Form von Kalkstickstoff bzw. eines, anderen inerten Stoffes zusammen mit dem zugeführten Carbid innig vermischt, eine Verinischung, die dadurch. unterstützt wird, daß die Achse der Ausweitung 4 zur Trommelachse im Winkel steht. Zufolge des, Vorhandenseins einer großen Menge von Kalkstickstoff oder anderen inerten. Stoffen, ist die Konzentration an vorh.andenem Carbid verhältnismäßig klein und die Temperatur hoch,, Umstände, die das Zusammenlacken trotz des Vorliegens erhöhter Temperaturen ausschließen. Die Umsetzung des zugeführten Carbids wird in diesem Fall mindestens zu 8o °/a erfolgen, so daß das Bett im weiteren Verlauf des Verfahrens aus. etwa 8o°/a Kalkstickstoff besteht.
  • Der mit dem Ca.rbdd, gegebenenfalls zuzuführende Kalkstickstoff hat nicht die Aufgabe, die Konzentration des Carbdd.s im Kalkstickstoftbett der Ausweitung 4. merkbar zu verändern,, sondern ist ausschließlich dazu bestimmt, die Temperatur zu regeln, d. h. dafür zu sorgen, daß eine Höchsttemperatur nicht überschritten wird.
  • Im Schacht 3 findet anschließend die Umsetzung der restlichen, höchstens. 200/0 von Carbid statt; eine Umsetzung, die ein, Zusammenbacken des gebildeten. Kalkstickstoffes. nicht mehr bedingt, da die Carbidkonzen:tration hier sehr klein ist.
  • Während gemäß Fig. i die Umfangswandung der Ausweitung 4 ein Zylinder ist, dessen Achse im Winkel zur Achse des Schachtes 3 steht, stellt gemäß der Ausführungsform der Fig. 2 der Umfang der Ausweitung 4einen Kegelabschnitt dar, dessen größerer Durchmesser dem Schacht 3 zugekehrt ist. Bei einer derartigen: kegelförmigen Ausweitung wird eine besonders gute Durchmischung des. Materials, in dieser bewirkt.
  • Es hat sich gezeigt, daß man selbst bei Verwendung von s.tauhförmigem Carbid als. Ausgangsmaterial und staubförmigem Kalkstickstoff als Füllmateria1 ein staubförmiges. Endprodukt erhält, das in dieser Form Handelsprodukt ist und als Unkrautvertilgungsmittel verwendet werden kann, für welches Kalkstickstoff bekanntlich in Staubform vorliegen muß, wenn er gut wirksam sein soll.
  • Die Trommel läuft auf den Laufringen 7 und 8 und wird über das Zahnrad. 9 angetrieben..

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Drehtrommel mit Stauorgan zur Herstellung von Kalkstickstoff aus Carbid und. Stickstoff, dadurch gekennzeichnet, daß dieses durch eine auf der Trommelfüllseite angeordnete Trommelausweitung gebildet ist, deren. Achse zur Trommelachse im Winkel steht.
  2. 2. Drehtrommel nach Anspruch, i, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Umfang der Ausweitung in Richtung der Trommel erweitert. Angezogene Druckschriften:: Deutsche Patentschriften Nr. 744279, 811 346.-
DES28311A 1952-04-26 1952-04-26 Vorrichtung zur Herstellung von Kalkstickstoff aus Carbid und Stickstoff Expired DE917543C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1101381B (de) * 1959-04-01 1961-03-09 Sueddeutsche Kalkstickstoff Verfahren zur Herstellung von Kalkstickstoff im Drehrohrofen

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744279C (de) * 1937-05-30 1944-01-13 Bayerische Stickstoff Werke Ag Verfahren zur teilweisen oder vollstaendigen Azotierung von Calciumcarbid
DE811346C (de) * 1950-04-04 1951-08-20 Anton Dipl-Ing Dieringer Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kalkstickstoff

Patent Citations (2)

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