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Verfahren zur Anbringung von beweglichen bzw. schwenkbaren Zungen
an selbst schließenden Zungennadeln und Drehzapfen für die bewegliche Anordnung
der Zunge Die Erfindung betrifft Nadeln, bei denen der Strickvorgang oder das Wiederaufnehmen
von Maschen entweder von Hand oder durch Vorrichtungen erfolgt, bei denen der Nadelhaken
durch eine bewegliche bzw. schwenkbare Zunge geschlossen wird, die drehbar in einem
passenden Schlitz oder in einer Auskerbung im Schaft der Nadel angeordnet ist. Es
ist bekannt, bei Nadeln dieser Art die Zunge drehbar auf einer winzigen metallischen
Achse anzuordnen, deren Enden durch Schrauben gehalten oder in nach oben gerichteten
Seitenteilen des Nadelschaftes aufbeiden Seiten der Zunge vernietet sind.
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Die -bekannte Anordnung von beweglichen bzw. schwenkbaren Zungen in
Nadeln bringt eine Reihe ernsthafter Nachteile mit sich. Die Verwendung derartiger
Teile ist schon insofern problematisch, als die Maßnahmen des Bahrens, Gewindeschneidens
und des Vernietens schwierig durchzuführende Vorgänge sind, bei denen erfahrungsgemäß
schädliche Ungenauigkeiten und- damit ein hoher Prozentsatz von Beanstandungen auftreten.
Nachteilig ist ferner, daß ,die Zunge nicht abnehm#b.ar angeordnet werden kann,
da die Zapfenenden der Achse in den Seitenteilen des Nadelkörpers fest vernietet
sind und auf diese Weise eine unlösbare Einheit mit dem Nadelkörper bilden. Ein
weiterer Nachteil ist darin zu sehen, d aß der Faden durch die vernieteten Enden
der metallischen Zungenachse festgeklemmt werden kann. Außerdem weisen metallische
Achsen den
Nachteil auf, daß sie bei schlechter bzw. ungenügender
Ölung einem hohen Verschleiß unterliegen. Einer ausreichenden Schmierung dieser
Teile sind jedoch dann Grenzen gesetzt, wenn weiße oder hell gefärbte Ware verarbeitet
wind. Auch bei guter Schmierung indes ist ein Verschleiß nicht zu vermeiden, da
eine Reibung zwischen Metallteilen erzeugt wird.
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Die Erfindung stützt sich auf die Erkenntnis, daß die Eigenschaften
gewisser synthetischer, plastischer Stoffe ausgenutzt werden können. Diese können
nämlich zeitweilig dadurch deformiert werden, daß Kräfte auf sie mit oder ohne Hilfe
von Erwärmung ausgeübt werden. Die erwähnten Stoffe haben die Eigenschaft, ihre
ursprüngliche normale Form und ihren Umfang wiederzugewinnen, sobald gewisse Kräfte
auf sie nicht mehr ausgeübt werden. Hierbei kann aber die ursprüngliche Form und
das Volumen, endgültig durch die Einwirkung von Hitze erhalten werden, sobald thermoplastische
Materialien bzw. Stoffe verwendet werden.
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Gegenstand der Erfindung -ist ein Verfahren zur Anbringung von beweglichen
bzw. schwenkbaren Zungen an selbstschließenden Zungennadeln der geschilderten Bauart.
Das Verfahren ist gekennzeichnet durch folgende Verfahrenselemente: a) daß die Bohrung
in der Zunge einen kleineren Durchmesser als in den Seitenteilen erhält oder umgekehrt,
b) daß der ursprünglich normale Durchmesser a des Zapfens kleiner als einer der
beiden Durchmesser und gleich oder größer als der andere der Durchmesser der Bohrungen
ausgeführt wird, c) daß durch die Bohrung der Zunge und der Seitenteile ein Zapfen
aus geeignetem synthetischem, plastischem Material durchgepreßt wird, wobei der
Zapfen Kräften ausgesetzt wird, derart, .daß der Zapfen wähnend der Wirkung dieser
Kräfte zeitweilig,deformiert und danach inneren Rückbildungskräften überlassen wird,
wobei der oder die Zapfenteile in den Bohrungen mit größerem Durchmesser eine Schrumpfung
in der Längsrichtung durchmachen und in den Bohrungen mit geringerem Durchmesser
das Bestreben haben, sich gegen die Wandung der Bohrung zu pressen, d) daß schließlich
der Zapfen flächengleich mit den beiden äußeren Seitenflächen .des Nadelkörpers
gemacht wird.
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Erfindungsgemäß können die in den Seitenteilen des Nadelkörpers angeordneten
Schaftenden des Zapfens mittels einlos Dornes nach innen gepreßt werden, wobei der
Dorn auf eine Temperatur gebracht wird, die der Thermoplastizität des für den Zapfen
verwendeten synthetischen Materials entspricht.
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Die Bohrrungen in .den Seitenteilen des Nadelkörpers können auf der
Außenseite eine Versenköffnung erhalten, wobei die Zapfenenden in die Bohrung der
Seitenteile -derart eingepreßt werden, daß sie die Form eines Versenkkopfes erhalten.
Hierbei bleibt jedoch die Zunge frei beweglich auf dem inneren Teil des Zapfens
gelagert.
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Erfindungsgemäß wird bei dem Verfahren ein Drehzapfen für die bewegliche
Anordnung der Zunge benutzt, der aus einem thermoplastischen Kunststoff, und zwar
vorzugsweise aus der Gruppe der linearen Polymere, insbesondere Polyamide besteht.
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In der Zeichnung sind die Verfahren an Hand von drei Ausführungsbeispielen
erläutert.
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Fig. i zeigt die Seitenansicht einer Zungennadel bekannter B auart,
bei der die Erfindung Verwendung finden kann; Fig. 2 zeigt die Schnittansicht durch
die Zungenachse und stellt ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung dar; Fig.3
zeigt die Schnittansicht für ein zweites Ausführungsbeispiel; Fig. 4 zeigt die Schnittansicht
für ein weiteres abgeändertes Ausführungsbeispiel.
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In dieser Zeichnung ist der Nadelschaft i dargestellt, der vorn in
einen Nadelhaken 2 endet, während die schwenkbare Nadelzunge 3 auf einem metallischen
Zapfen 4 angebracht ist.
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Die Füg. 2, 3 und ¢ der Zeichnung zeugen wegen der kleinen Abmessungen
der Zungennadeln in vergrößertem Maßstab drei verschiedene Ausführungsbeispiele
der Erfindung. Die Teile ja, ja stellen dabei die beiden Seitenteile dar, die in
dem Nadelkörper i die gebildete Ausnehmung 5 begrenzen. Zwischen diesen Teilen ist
die Zunge 3 derart angeordnet, daß sie um den Stift 4 eine Schwenkbewegung ausführen
kann. Der Stift 4 besteht erfindungsgemäß aus einem zylindrisch geformten Teilchen
aus Kunststoffmasse, wobei der ursprüngliche normale Durchmesser -dieses Teiles
mit a bezeichnet ist.
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Inder Zunge befindet sich die Zapfenbohrung 6. In den Seitenteilen
ja, ja befinden sich die Bohrungen, 7, 7, die die Enden des Stiftes 4 aufnehmen.
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Das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung in Fig. 2 zeigt, @daß
im Hinblick auf die drehbare Anbringun;g des Stiftes- 4 die Bohrung besonders in
dem Zungenglied 3 einen etwas kleineren Durchmesser als der ursprüngliche normale
DurchmesseT a des Stiftes 4 aufweist, während der Durchmesser der Bohrungen 7, 7
in den Seitenteilen ja, ja
des Nadelschaftes etwas größer als der ursprüngliche
normale Durchmesser a der Zungenachse ist.
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Der Einbau geht .in der Weise vor sich, daß zunächst die Zunge 3 in
die Ausnehmung 5 mit der Zapfenbohrung 6 derart eingesetzt wird, daß die Bohrung
6 die gleiche Mittelachse mit den Bohrungen 7, 7 in den Seitenteilen ja, ja aufweist.
Danach werden die Enden des Stiftes 4 etwas angeschärft oder angespitzt. Der Stift
hat einen normalen Durchmesser a, der ein wenig größer als die Zapfenbohrung 6 ist.
Hierbei muß der Stift so angespitzt werden, daß er zwängungsfrei durch eine der
Bohrungen 7, 7 der Seitenteile des Nadelschaftes i geht. Danach wind der Stift durch
die Zapfenbohrung 6 der Zunge 3 gradlinig hindurchgetrieben, bis das =gespitzte.
Ende frei in die Bohrung 7 des anderen Seitenteiles der Nadel gelangt. Bei dem Durchtreiben
wird der Schaft deformiert und verlängert, während er durch die Teile hindurchgleitet.
Danach wird der Schaft entsprechend der erforderlichen Länge abgeschnitten, und
zwar
derart, daß er mit der äußeren Fläche der Seitenteile dez Nadel
abschließt. Das erfolgt mittels eines scharfen Messers oder eines ähnlichen .geeigneten
Gerätes.
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Da der Stift die Neigung hat, sein ursprüngliches normales Volumen
wiederzugewinnen, wird der Teil, der sich in der Bohrung 6 der Zunge befindet, sich
leicht festklemmen, während die anderen Teile des Stiftes unigehindert ihren ursprünglichen
Durchmesser wiedergewinnen.
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Zur gleichen Zeit findet innerhalb der Bohrungen 7, 7 in den Seitenteilen
ja, ja, in welchen die Bohrungen gelagert sind, ein Schrumpfen des Stiftes statt,
so daß jegliche Gefahr vermieden wird, daß sich die zu bearbeitenden Fäden dort
festklemmen.
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Wenn eine zusätzliche Sicherheit erforderlich ist, kann eine weitere
Maßnahme vorgenommen werden, um die Stiftenden zu hindern, aus den Seitenflächen
der Nadel herauszutreten. Das erfolgt dadurch, daß diese Enden mit Hilfe eines kleinen
Dornes nach innen gepreßt werden, der auf die erforderliche Temperatur erwärmt ist.
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Hinsichtlich der zweiten Ausführungsform, in Fig. 3, ist ersichtlich,
daß wegen der schwenkbaren Lagerung der Zunge der Durchmesser ihrer Zapfenbohrung
6 etwas größer als der ursprüngliche normale Durchmesser a des Zapfens ,4 ist, während
der Durchmesser der Bohrungen 7, 7 in den Seitenteilen ja, ja etwas kleiner
als der ursprüngliche normale Durchmesser des Stiftes ist.
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Das Anbringen, das dem ähnelt, welches bei dem ersten Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. a angewendet wurde, erfolgt derart, daß das angespitzte Ende des Stiftes
in die Bohrung 7 eines der seitlichen Nadelteile eingeführt wird. Danach wird unter
Anwendung einer gewissen Kraft der Stift durch die Bohrung 7 hindurchgetrieben.
Dieses Durchtreiben wird so weit durchgeführt, bis das angespitzte Ende, das zwängungsfrei
durch die Zungenbohrung 6 hindurchgelangt äst, von der anderen Seite des Stiftes
die korrespondierende Bohrung 7 erreicht hat. Durch diese Bohrung wird der Stift
.dann durch den Druck hindurchgetrieben, der von der anderen Seite ausgeübt wird.
Mittels dieses erzwungenen Durchtreibens, wobei Druck-und Zugkräfte am Stift wirken,
wird der letztere deformiert und verlängert. Der letzte Vorgang ,besteht wie bei
dem ersten Ausführungsbeispiel darin, daß der Schaft derart abgeschnitten wird,
daß er -mit'beiden äußeren Seitenflächen des Nadelschaftes abschließt.
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Da der Stift q. die Neigung ;hat, sein ursprüngliches Volumen wiederzugewinnen,
wird der Stiftteil, der sich innerhalb der Zungenbohrung 6 zwischen den Seitenteilen
j a, ia der Nadel befindet, sich wieder bis zu seinem ursprünglichen
normalen Durchmesser a ausdehnen, während die Stiftenden ,in den Bohrungen 7, 7
gehalten werden, wobei :ihre äußeren Stirnflächen innerhalb dieser Bohrungen liegen.
Hierdurch wird jegliches Klemmen des zu bearbeitenden Fadens während des Betriebes
mit Sicherheit verhindert. Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung in Fig.
q. ergibt sich, daß wegen der beweglichen Anordnung der Zunge 3 in dem Nadelschaft
der Durchmesser der Zungenbohrung 6 etwas größer als der ursprüngliche normale Durchmesser
a des Zapfens 4 ist, während der Durchmesser der Bohrungen 7, 7 in den .Seitenteilen
ja, ja der gleiche wie der ursprüngliche normale Durchmesser a des Stiftes q. ist,
wobei diese Bohrungen bei 7a, 7a versenkt ausgeführt sind.
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Unter diesen Bedingungen ist die Anbringung insofern vereinfacht,
als sie dediglieh darin besteht, den Stift zwängungsfrei durch die Bohrungen 7,
6, 7 bindurchzuführen. Alsdann wird der Stift derart abgeschnitten, daß die Stirnfront
mit den äußeren Flächen des Nadelschaftes abschließt. Danach werden die Enden des
derart ausgebildeten Stiftes in die Bohrungen mittels eines erwärmten Dornes hineingetrieben,
so daß die Enden eine Kopfausbildung entsprechend der Versenkung q.a erhalten. Hierdurch
wird oder Stift q. mit Sicherheit vor einer Bewegung in axialer Richtung geschützt
und vermieden, daß sich Fäden. während des Betriebes festklemmen. Das erfindungsgemäße
Verfahren für die Anibringung von schwenkbaren Zungen in Zungennadeln verhindert
die Nachteile, die bei Verwendung der üblichen Metallstifte entstehen. Ein Vorteil
der Erfindung besteht auch darin, daß beschädigte oder albgenutzte Zungen leicht
dadurch ersetzt werden können, daß die Zungenschäfte mittels eines Treibdornes entfernt
werden.