DE911347C - Vorrichtung zum Zufuehren gleichartiger, laengs uebereinandergeschichteter Werkstuecke, z.B. Bolzen - Google Patents

Vorrichtung zum Zufuehren gleichartiger, laengs uebereinandergeschichteter Werkstuecke, z.B. Bolzen

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DE911347C
DE911347C DE1951P0006805 DEP0006805A DE911347C DE 911347 C DE911347 C DE 911347C DE 1951P0006805 DE1951P0006805 DE 1951P0006805 DE P0006805 A DEP0006805 A DE P0006805A DE 911347 C DE911347 C DE 911347C
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PEE WEE MASCHINEN U APPBAU INH
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    • B21H9/00Feeding arrangements for rolling machines or apparatus manufacturing articles dealt with in this subclass
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Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 13. MAI 1954
P 6805 Ib/49c
Berlin-Halensee
Werkstücke, z. B. Bolzen
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zum Zuführen gleichartiger, längs übereinandergeschichteter Werkstücke, z. B. Bolzen, an Maschinen, insbesondere Gewindewalzmaschinen, mit in dem lotrechten Teil eines Zuführkanals übereinanderliegenden, das schrittweise Vorrücken der Werkzeuge bis zur Abgabestelle am Ende des Zuführkanals regelnden Hemmeinrichtungen.
Es ist eine Vorrichtung dieser Art bekannt, die mit im lotrechten Teil eines Zuführkanals angeordneten Hemmungen versehen sind, welche die fallenden Werkstücke auffangen und sie schrittweise bis zum Ende des Zuführkanals bringen. Zu diesem Zweck hat man in den Kanal übereinander eine Anzahl schwingender Klappen oder Halter eingebaut, die unter dem Gewicht der Werkstücke ausweichen, so daß diese nacheinander an die folgenden Klappen oder Halter abgegeben werden, die unter dem Einfluß von Gegengewichten oder Federn wieder in ihre Anfangslage zurückkehren, wenn sich keine Werkstücke in ihrem Bereich befinden.
Diese bekannte Vorrichtung dient zur Zuführung der Werkstücke zu Werkzeugen, welche die Werkstücke wegnehmen, und bezweckt, bei Werkstücken, deren Schwerpunkt nicht in der Längsmitte liegt, wie es bei Patronen der Fall ist, Störungen zu vermeiden, die dadurch verursacht werden, daß die in die Zugangsöffnung des Kanals einfallenden Werkstücke sich nicht parallel auf oder neben die vorhergehenden Werkstücke legen, sondern sich aufrecht stellen. Bei dieser Vorrichtung kann es vorkommen,
daß der mit den Klappen ausgerüstete Kanal mit Werkstücken aufgefüllt ist, so daß sich dann alle Klappen in der zurückgeklappten Stellung befinden, in der sie die Werkstücke nicht aufhalten. Außerdem weicht jede Klappe unter dem Gewicht der auffallenden Werkstücke aus und gibt sie an die nächstfolgende Klappe bis zum Ende des Zuführkanals ab. Deshalb ist diese Zuführvorrichtung für die Verwendung von mit. waagerechten Werkzeugwalzen ausgerüsteten Werkzeugmaschinen, beispielsweise Gewindewalzmaschinen, bei denen der Zuführkanal oberhalb der zwischen den Walzen liegenden Arbeitsstelle liegt, nicht brauchbar, da alle Werkstücke sofort aus dem Zuführkanal herausfallen wurden.
Man kennt eine Vorrichtung zum Zuführen von Muttern, die mit in einen Zuführkanal hineinragende bewegliche Bolzen versehen ist, die wechselweise vor- und zurückgehen'. Diese Vorrichtang dient aber zum Gleichrichten der Muttern, die in einen auf Schlüsselbreite verengten Kanal eingeführt werden.
Für Werkzeugmaschinen, die mit waagerechten Werkzeugwalzen arbeiten, beispielsweise Gewindewalzmaschinen, werden an die Zuführvorrichtung besondere Anforderungen gestellt, da es notwendig ist, die Werkstücke vor der Bearbeitung zwischen die Werkzeugwalzen zu bringen, die dann zur Bearbeitung der Werkstücke gegeneinanderbewegt werden. Zu diesem Zweck ist eine Werkzeugwalze ortsfest und die andere auf einem Schlitten quer zur Achsrichtung· der Werkzeugmaschine verschieblich. Bei Gewindewalzmiaschinen kennt man eine Zuführvorrichtung, bei welcher ein Schlitten das Werkstück aus einem Magazin entnimmt, an die Arbeitsstelle bringt und aus letzterer nach der Bearbeitung zurückzieht. Hierbei wird das zu bearbeitende Werkstück durch einen Finger in die Aufnahmestelle des Schlittens bewegt und der Schlitten dann in Abhängigkeit vom Arbeitstakt zwischen die Werkzeugwalzen gebracht, wobei für diese Bewegung eine Verzögerungseinrichtung notwendig ist. Diese Zuführvorrichtung benutzt keinen Zuführkanal, sondern die Werkstücke werden direkt +5 aus dem Magazin der Auftiahmestelle des Schlittens zugeführt. Es ist deshalb auch nachteilig, daß das Werkstück zwei zueinander einen Winkel bildende Bewegungen ausführen muß, da hierdurch die Vorrichtung einen erheblichen Platzbedarf erfordert, und daß das Magazin hinter den Werkzeug walzen liegt und deshalb schwer zugänglich ist.
Es sind auch bereits Zufuhrvorrichtungen an Gewindewalzmaschinen bekannt, welche diese Nachteile vermeiden. Sie verwenden ein Magazin mit Zuführkanal, der oberhalb einer Werkzeugwalze mündet und bei gefülltem Magazin mit Werkstücken aufgefüllt ist, wobei die Werkzeugwalze mit einer Aussparung zur Aufnahme des Werkstückes versehen ist, das- Werkstück dem Zuführkanal entnimmt, zur Arbeitsstelle zwischen die Walzen bringt und sodann bearbeitet. Diese Zuführvorrichtung ist aber an die besondere Ausbildung der Werkzeugwalzen gebunden, so daß solche Maschinen nur mit Spezialwerkzeugwalzen arbeiten können.
Durch den Gegenstand der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß der Einsatz der Hemmeinrichtungen bzw. das Vorrücken der Werkstücke im Arbeitstakt der Maschine durch die Hinundherbewegung eines Schlittens steuerbar sind, z. B. des in bekannter Wreise die eine der beiden waagerecht liegenden Werkzeugwalzen tragenden Schlittens der Gewindewalzmaschine. Der Gegenstand der Erfindung hat den Vorteil, daß der Zuführkanal unmittelbar zwischen die Werkzeugwalzen gebracht werden kann und dicht oberhalb der zwischen den Walzen befindlichen Werkstückauflage, beispielsweise einer Gewindewalzmaschine oder spitzenlosen Schleifmaschine, endet und die zugeführten Werkstücke in Abhängigkeit von der Hinundherbewegung der Werkzeugwalzen schrittweise bis zum Ende des Zuführkanals gelangen und deshalb nur eine geringe freie Fallhöhe bis zur Werkstückauflage benötigen. Wird diese Zuführvorrichtung an Gewindewalzmaschinen benutzt, so können normale zylindrische Gewindewalzen verwendet werden.
Eine zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß auf parallel zueinander verlaufenden Schwenkachsen angeordnete, in die Bahn der Werkstücke fingerartig eingreifende Hemmglieder als auf beiden Seiten ihrer Schwenkachsen angeordnete, in derselben Richtung gleichzeitig verschwenkbare Klinken ausgebildet sind, jede Klinke zwei übereinanderliegende Sperrnasen aufweist und die Klinken außerhalb des lotrechten Teils des Zuführkanals untereinander durch einen parallel zu den Schwenkachsen verschiebbaren und unter dem Einfluß einer Rückzugfeder stehenden Lenker parallelogrammartig verbunden sind, dessen Verschiebung mittels eines am Schlitten vorgesehenen, den Lenker beim Zusammengehen der Werkzeugwalzen beaufschlagenden, vorzugsweise federnd angeordneten Anschlags erfolgt. Durch die gleichzeitige Steuerung aller im Kanal angeordneten Hemmglieder erfolgt das schrittweise Fallen der zugeführten Werkstücke von Hemmglied zu Hemmglied im Arbeitstakt der Maschine, so daß der lotrechte Teil des Zuführkanals niemals vollständig mit Werkstücken aufgefüllt sein kann und deshalb ein unzulässig hoher Druck auf die Hemmglieder vermieden wird. Außerdem ist es durch die Anordnung des parallelogrammartigen Lenkers möglich, den lotrechten Teil des Zuführkanals beliebig lang auszubilden und das Ende des Zuführkanals zwischen die Werkzeugwalzen zu bringen, da die im Zuführkanal angeordneten Hemmglieder unabhängig von der Höhe des auf sie zur Wirkung gelangenden, am Schlitten befestigten Anschlages sind. Der federnde Anschlag dient als Sicherung vor Überlastung und ermöglicht die weitere Vorschubbewegung der Werkzeugwalzen.
Eine andere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß die Hemmeinrichtungen aus einer oder mehreren nebeneinanderliegenden, parallel zur gegenüberliegenden Wand des lotrechten Teils des
Zuführkanals verlaufenden und gegen alle in dem lotrechten Teil befindlichen Werkstücke anfedernden und diese dabei festhaltenden Andrückleisten bestehen und daß oberhalb der Andrückleisten eine Vorrichtung zum schrittweisen Vorschieben der in dem lotrechten Teil befindlichen Werkstücke vorgesehen ist, bestehend aus einem oder mehreren auf einer gemeinsamen Achse angeordneten, die Werkstücke beaufschlagenden und ίο eine dem Durchmesser der Werkstücke angepaßte Schwenkbewegung ausführenden, mit einer Rückzugfeder versehenen Hebeln, die über ein Hebelwerk durch einen an dem Schlitten insbesondere federnd angeordneten Anschlag verschwenkbar sind und die eine Stirnfläche aufweisen, durch die beim Verschwenken die Ausmündung des Zuführkanals in dessen lotrechten Teil absperrbar ist. Die Abänderung dieser Ausführungsform besteht darin, daß an Stelle mehrerer steuerbarer ao Sperrnasen eine über den Bereich des lotrechten Teils des Zuführkanals gehende federnde Andrückleiste für alle in diesem Teil befindlichen Werk-■ stücke vorgesehen ist und daß an Stelle der Steuerung der Hemmglieder ein bzw. mehrere in den Zuführkanal eingreifende und die Werkstückreihe zurückhaltende Hebel vorgesehen sind. Da der für die Schlittenbewegung zur Steuerung der Werkstückauslösung zur Verfügung stehende Weg verhältnismäßig gering ist, ist bei dieser Ausführungsform ein Übersetzungsgetriebe zwischen dem Anschlag und dem die Werkstücke beaufschlagenden Hebel vorgesehen. Die Schwenkbewegung des Hebelwerks wird vorteilhaft durch einen einstellbaren Anschlag begrenzt, so daß der Hub des Hebels entsprechend dem Durchmesser der jeweiligen Werkstücke einstellbar ist.
Es kann vorteilhaft sein, die Hemmglieder bzw. Andrückleisten auf beiden Seiten des lotrechten Teils des Zuführkanals anzuordnen. Diese doppelseitige Anordnung hat den Vorteil, daß die Zuführvorrichtung auch für lange Werkstücke, beispielsweise Bolzen, anwendbar ist.
Die Zuführvorrichtung kann auch für die Verpackungsindustrie Verwendung finden. Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung an zwei Ausführungsformen, die auf Gewindewalzmaschinen abgestellt sind, beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι die mit Hemmgliedern arbeitende Zuführvorrichtung in Ansicht und teilweisem Schnitt,
Fig. 2 die Stellung der Hemmglieder bei zurückgefahrenem Anschlag,
Fig. 3 den lotrechten Teil des Zuführkanals in Seitenansicht,
Fig. 4 eine andere Ausführungsform der Zuführvorrichtung mit federnder Andrückleiste,
Fig. 5 einen Querschnitt durch den Zuführkanal in Richtung I-I der Fig. 4 und
Fig. 6 eine schematische Darstellung.
Das Gestell 1 der Gewindewalzmaschine trägt die feststehende Werkzeugwalze 2 und der hin und her bewegliche Schlitten 3 die Werkzeugwalze 4. Die Antriebsspindel 5 trägt außer der Werkzeugwalze 2 die im Abstand hierzu angeordnete Werkzeugwalze 2' und die Antriebsspindel 6 außer der Werkzeugwalze 4 die im Abstand angeordnete Werkzeugwalze 4', da die Gewindewalzmaschine zur Bearbeitung langer Bolzen eingerichtet ist, an deren beiden Enden gleichzeitig Gewinde angewalzt werden sollen. Die zwischen den beiden in Pfeilrichtung angetriebenen Werkzeugwalzen befindliche Werkstückauflage 7 trägt das zu bearbeitende Werkstück 8. Die Werkstücke 8 befinden S1JCh in dem Sammelbehälter 9, der vor der öffnung 10 des Zuführkanals 11 zwei rotierende Exzenter 12 und das Leitblech 13 aufweist, die dazu dienen, die Werkstücke nacheinander dem Zuführkanal 11 zuzuführen, welcher schräg angeordnet ist und durch die Haltevorrichtung 14 am Gestell 1 befestigt ist. Der schräge Zuführkanal 11 mündet in den lotrechten Teil 15 des Zuführkanals, der über der Werkstückauflage,;1 angeordnet ist und zwischen den Werkzeugwalzen mündet. Er enthält die Klinken 16, 17 und 18, die um die Achsen 19, 20 und 21 schwenkbar und in den Schienen 22 und 23 gelagert sind. Die drei Klinken besitzen am unteren Hebelarm die Sperrnasen 24 und die Klinken 17 und l8 am oberen Hebelarm die Sperrnasen 25. Die Klinke 16 trägt am oberen Hebelarm die verlängerte Sperrnase 26, die in der Höhe der Mündung des Zuführkanals 11 liegt. Den Klinken sind die Anschlagstifte 27 zugeordnet. Die freien Enden der Klinken sind durch die parallelogrammartigen Lenker 28 gelenkig miteinander verbunden und mit einer Rückzugfeder 29 versehen, die in Richtung des Pfeiles 30 (Fig. 2) ihre Zugkraft ausübt. Die Klinken 16, 17 und 18 sind, wie es die Fig. 3 zeigt, doppelseitig an den Schienen 22 und 23 angeordnet. An dem Schlitten 3 ist der Arm 31 befestigt, welcher den Anschlag 32 trägt. Dieser Anschlag ist federnd ausgebildet und besteht aus dem Führungsbolzen 33, der darübergeschobenen Hülse 34 mit Stift 35, auf welchem die Muttern 36 sitzen, die als Widerlager für die Druckfeder 37 dienen. Die Hülse 34 trägt den Längsschlitz 38 und der Bolzen 33 den Führungsstift 39. Die Schienen 22 und 23 tragen seitliche Anschläge 40 zur Ausrichtung des Werkstückes 8 auf der Auflage 7.
Die Wirkungsweise ist folgende: In der Fig. 2 ist die Stellung gezeichnet, in welcher der Anschlag 32 mit dem Schlitten 3 zurückgefahren ist. Die Zugfedern 29 bringen alle Klinken in die gezeichnete Stellung, in welcher drei Werkstücke von den in den lotrechten Teil des Zuführkanals 11 hineinragenden Sperrnasen 24 in der gezeichneten Stellung gehalten werden. Bei der Gegeneinanderbewegung der Werkzeugwalzen beaufschlagt der Anschlag 32 den Lenker 28, so daß sich alle Klinken in die in Fig. 1 gezeichnete Stellung begeben. Das bisher von der Klinke 18 gehaltene Werkstück fällt zwischen die Walzen auf die Werkstückauflage 7. Alle übrigen Werkstücke fallen um einen Schritt weiter. Die Sperrnase 26 der oberen Klinke 16 tritt vor die Mündung des Zuführkanals 11 und hält die in diesem befindlichen Werkstücke fest. Bei der zum Walzen der Gewinde erforderlichen weiteren
Gegeneinanderbewegung der Werkzeugwalzen bewegt sich der federnde Anschlag entgegen der Druckfeder 37 zurück. Diese Feder ist nur so stark, daß sie die Auslösebewegung aller Klinken beim Beaufschlagen des Lenkers 28 übertragt. Beim Zurückgehen des Schlittens 3 werden alle Klinken wieder in die Stellung der Fig. 2 gebracht, und der Vorgang wiederholt sich.
Die in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellte abgeänderte Ausführungsform besitzt an Stelle der Klinken Andrückleisten 41, welche in den Schienen 42 und 43 mittels Bolzen 44 geführt und durch die Druckfedern 45 abgefedert sind. Die Andrückleisten 41 beaufschlagen die in dem lotrechten Teil 15 des Zuführkanals 11 befindlichen Werkstücke 8 und halten sie fest. Die Andrückleisten besitzen an ihrem unteren Ende am Auslauf der Werkstücke die in den Kanal 15 ragenden Nasen 4ii'. Die Andrückleisten sind auf den Durchmesser der jeweiligen Werkstücke einstellbar. Oberhalb dieser Andrückleisten befindet sich der Hebel 46, der auf der Achse 47 schwenkbar gelagert ist. Der in den Zuführkanal einschwenkende Teil des Hebels 46 ist als Kreissegment 48 ausgebildet. Dieses Kreissegment stellt den längeren Hebelarm des Hebels 46 dar, dessen kürzerer Hebelarm durch die Nase 49 gebildet wird. Letztere wird durch den Hebelarm 50 des zweiarmigen Winkelhebels 51 beaufschlagt, der um die Achse 52 schwenkbar ist und dessen kürzerer Hebelarm mit 53 bezeichnet ist. An dem Arm 54 des Schlittens 3 ist der federnde Anschlag 55 befestigt, der ebenso wie derjenige der Fig. ι ausgebildet ist. An dem Hebel greift die Zugfeder 56 an. Die Hubbegrenzung des Hebelwerks erfolgt durch den einstellbaren Anschlag 57. Das Hebelwerk ist an dem am Schlitten/3 verstellbar befestigten Gehäuse 58 angeordnet.
Die Wirkungsweise dieser- Ausführungsform ist folgende: Die Werkstücke gelangen aus dem Sammelbehälter 9 in den schragen Zuführkanal 11 und von dort in den lotrechten Teil 15 dieses Kanals, in welchem sie durch die Andrückleisten 51 festgehalten und am Herausfallen gehindert werden. In der zurückgefahrenen Stellung des Anschlages 55 nimmt das Hebelwerk die Stellung gemäß Fig. 6 ein, in welcher der Kanal mit Werkstücken gefüllt ist. Die Zugfeder 56 hat das Kreissegment 48 des Hebels 46 aus dem Zuführkanal herausgeschwenkt. Erfolgt nun die Gegeneinanderbewegung der Werkzeugwalzen durch Verschiebung des Schlittens 3, so beaufschlagt der Anschlag 55 das Hebelwerk entgegen der Zugfeder 56, und das Kreissegment .48 schwenkt in den Zuführkanal hinein, so wie es in der Fig. 4 gezeichnet und in der Fig. 5 gestrichelt dargestellt ist. Die untere Kante des Kreissegmentes schiebt sich zwischen die Werkstückfolge und drückt die im lotrechten Teil 15 befindliche Werkstückreihe um den Durchmesser eines Werkstückes weiter, so daß das untere Werkstück den Kanal verläßt und auf die Werkstückauflage 7 fällt. Gleichzeitig sperrt der obere Teil des eingeschwenkten Kreissegmentes 48 die in dem Kanal 11 befindlichen Werkstücke, so daß deren Druck sich bei der , schrittweisen Bewegung der im lotrechten Teil befindlichen Werkstücke nicht auf diese auswirkt. Dadurch wird verhindert, daß mehr als ein Werkstück aus dem Kanal austritt. Hat der Hebel 46 den erforderlichen Hub ausgeführt, so beaufschlagt der Hebel 51 den Anschlag 57, wie aus der Fig. 4 ersichtlich ist. Die weitere Gegeneinanderbewegung der Gewindewalzen wird nicht auf das Hebelwerk übertragen, da der federnde Anschlag 55 entsprechend zurückgeht. Beim Rückhub des Schlittens 3 bringt die Zugfeder 56 den Hebel 46 wieder in die in Fig. 6 gezeichnete Stellung. Die in dem Kanal 11 befindlichen Werkstücke fallen um einen Schritt nach. Da sich die in dem lotrechten Teil 15 befindlichen Werkstücke in Ruhe befinden, wird dieser geringfügige Stoß ohne weiteres von den Andrückleisten aufgenommen, so daß hierbei kein Werkstück aus dem Kanal heraustritt. Bei der erneuten Gegeneinanderbewegung der Gewindewalzen wiederholt sich der Vorgang.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ι. Vorrichtung zum Zuführen gleichartiger, längs übereinandergeschichteter Werkstücke, z. B. Bolzen, an Maschinen, insbesondere Gewindewalzmaschinen, mit in dem lotrechten Teil eines Zuführkanals übereinanderliegenden, das schrittweise Vorrücken der Werkzeuge bis zur Abgabestelle am Ende des Zuführkanals regelnden Hemmeinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz der Hemmeinrichtungen (16, 17, 18) bzw. das Vorrücken der Werkstücke (8) im Arbeitstakt der Maschine durch die Hinundherbewegung eines Schlittens steuerbar sind, z. B. des in bekannter Weise die eine der beiden waagerecht liegenden Werkzeugwalzen tragenden Schlittens (3) der Gewindewalzmaschine.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit verschwenkbaren, auf parallel zueinander verlaufenden Schwenkachsen angeordneten, in die Bahn der Werkstücke fingerartig eingreifenden Hemmgliedern, dadurch gekennzeichnet, daß die Hemmglieder als auf beiden Seiten ihrer Schwenkachsen (19, 20, 21) angeordnete, in der- m> selben Richtung gleichzeitig verschwenkbare Klinken (16, 17, 18) ausgebildet sind, jede Klinke zwei übereinanderliegende Sperrnasen (24,, 25., 26) aufweist und die Klinken außerhalb ■des lotrechten Teils (15) des Zuführkanals untereinander durch einen parallel zu den Schwenkachsen verschiebbaren und unter dem Einfluß einer Rückzugfeder (29) stehenden Lenker (28) parallelogrammartig verbunden sind, dessen Verschiebung mittels eines am Schlitten (3) vorgesehenen, den Lenker beim Zusammengehen der Werkzeugwalzen (2, 2', 4,4') beaufschlagenden, vorzugsweise federnd angeordneten Anschlags (32) erfolgt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hemmeinrichtungen
    aus einer oder mehreren nebeneinanderliegenden, parallel zur gegenüberliegenden Wand des lotrechten Teils des Zuführkanals verlaufenden und gegen alle in dem lotrechten Teil befindlichen Werkstücke anfedernden und diese dabei festhaltenden Andrückleisten (41) bestehen und daß oberhalb der Andrückleisten eine Vorrichtung zum schrittweisen Vorschieben der in dem lotrechten Teil befindlichen
    ίο Werkstücke vorgesehen ist, bestehend aus einem oder mehreren auf einer gemeinsamen Achse angeordneten, die Werkstücke beaufschlagenden und eine dem Durchmesser der Werkstücke angepaßte Schwenkbewegung ausführenden, mit einer Rückzugfeder versehenen Hebeln (46), die über ein Hebelwerk (49, 50, 53) durch einen an dem Schlitten insbesondere federnd angeordneten Anschlag (55) verschwenkbar sind und die eine Stirnfläche (48) aufweisen, durch die beim
    ao Verschwenken die Ausmündung des Zuführdessen lotrechten Teil (15) ab-
    kanals (11) in
    sperrbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen die Schwenkbewegung des Hebelwerks (49, 50, 53) begrenzenden, einstellbaren Anschlag (57).
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Hebelwerk (49, 50, 53) mit dem Hebel (46) eine Übersetzung aufweist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinken (16, 17, 18) bzw. Andrückleisten (46) auf beiden Seiten des lotrechten Teils des Zuführkanals angeordnet sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Andrückleisten (41) am unteren Ende eine in den Kanal ragende Nase (411') besitzen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    I 9517 S.
DE1951P0006805 1951-12-23 1951-12-23 Vorrichtung zum Zufuehren gleichartiger, laengs uebereinandergeschichteter Werkstuecke, z.B. Bolzen Expired DE911347C (de)

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