DE9082C - Ventilsteuerung für Dampfmaschinen - Google Patents

Ventilsteuerung für Dampfmaschinen

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DE9082C
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C. HÄRTUNG in Nordhausen
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L31/00Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanically-Actuated Valves (AREA)

Description

1879.
Klasse 14.
C. HÄRTUNG in NORDHAUSEN. Ventilsteuerung für Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. Juli 1879 ab.
Die Anordnung der Dampfabschlufsorgane bei vorliegender Dampfmaschinensteuerung ist die bei Ventilmaschinen übliche. Der Dampfeintritt wird durch zwei oberhalb, der Dampfaustritt durch zwei unterhalb des Cylinders liegende Doppelsitzventile bewirkt. Die Dampfauslafsventile werden bewegt durch unrunde Scheiben, die Dampfeinlafsventile durch den in beiliegender Zeichnung dargestellten, den jeweiligen Stellungen des Regulators unterworfenen Mechanismus. Derselbe besteht in seinen Haupttheilen aus dem Excenter r, Fig. 1, mit dem Verlängerungsarm g, der Schubstange h und dem an die Ventilstange fassenden Hebel i k /; ferner aus der Axe α, Fig. 2, welche vom Regulator bei dessen Steigen oder Fallen mittelst Stange η und Hebel m in Oscillation versetzt wird, und auf jedem Ende die kleine Kurbel d mit dem Gegenhebel e trägt. Letzterer hat von Mitte Zapfen b bis Mitte Bolzen c genau die Länge der Kurbel d, fafst mit dem Bolzen c an den Excenterarm g und schwingt beim Gange der Maschine um den Kurbelzapfen b.
In der Zeichnung ist der Moment dargestellt, in welchem das. betreffende Einlafsventil sich eben zu heben beginnt; die Maschine befindet sich in diesem Augenblicke um den Voreilungswinkel vor dem todten Punkte. Der Mittelpunkt des Bolzens c liegt alsdann im Mittelpunkt der Axe α, so dafs also durch eine Drehung letzterer, und somit der Expansionskurbel d, keinerlei Einflufs auf die Voreilung ausgeübt wird. In der Zeichnung ist ferner die tiefste Stellung des Regulators angenommen, bei welcher also die gröfste Füllung des Cylinders stattfindet. Bei fortschreitender Bewegung der Maschine wird nun das auf der parallel zur Maschinenaxe liegenden Steuerwelle sitzende Excenter sich in der Pfeilrichtung bewegen und mit seinem sich um den Bolzen c drehenden Arm g den Punkt/ nach unten drücken, und somit durch Stange h und den Doppelhebel ikl das betreffende Einlafsventil öffnen. Dabei schwingt der Punkt c des Gegenhebels e um den Zapfen b der Expansionskurbel d in dem punktirten Kreisbogen c-x, wird also den Arm g des Excenters in der ersten Hälfte des Kolbenhubes nach unten drücken, und die Ventileröffnung beschleunigen, und umgekehrt in der zweiten Hälfte des Maschinenhubes· den Excenterarm zurückziehen und den Ventilschlufs beschleunigen, welch letzterer bei der gezeichneten Stellung in 0,9. des Kolbenweges eintritt. Hebt sich nun bei vermehrter Geschwindigkeit der Maschine der Regulator, so wird mittelst der Stange « und des Hebels m die Axe α und mit dieser die Expansionskurbel d nach links gedreht, und wird alsdann der Punkt c des Gegenhebels e Kreisbögen beschreiben, welche sich immer mehr von der Horizontalen entfernen. Mithin wird auch der Excenterarm g und somit auch dessen Gelenkpunkt / um so schneller in die Ventilschlufslage zurückgebracht, je mehr die Expansionskurbel e nach links gedreht wird, bis in der Lage c ο gar keine Ventilöifnung stattfindet. Bei dieser Regulatorstellung beschreibt der Punkt c des Gegenhebels den Kreisbogen c-y.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH:
    Eine Präcisionssteuerung ohne Klinkvorrichtung und ohne Auslösemechanismus für Dampfmaschinen, bei welcher mittelst Kurbel und Gegenhebel, wie vorstehend beschrieben, durch den Regulator selbstthätige variable Expansion erreicht wird.
    Der Erfinder behält sich vor, obigen Mechanismus für alle Arten von Dampfabschlufeorganen anzuwenden.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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