DE908090C - Vielstahldrehbank zum gleichzeitigen Laengs- und Plandrehen - Google Patents

Vielstahldrehbank zum gleichzeitigen Laengs- und Plandrehen

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DE908090C
DE908090C DEB5309D DEB0005309D DE908090C DE 908090 C DE908090 C DE 908090C DE B5309 D DEB5309 D DE B5309D DE B0005309 D DEB0005309 D DE B0005309D DE 908090 C DE908090 C DE 908090C
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DE
Germany
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workpiece
turning
long
steel
facing
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DEB5309D
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English (en)
Inventor
Josef Martin
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MAG IAS GmbH Eislingen
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Gebrueder Boehringer GmbH
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B3/00General-purpose turning-machines or devices, e.g. centre lathes with feed rod and lead screw; Sets of turning-machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Turning (AREA)

Description

  • Vielstahldrehbank zum gleichzeitigen Längs- und Plandrehen Die Erfindung bezieht sich auf eine Drehbank zum gleichzeitigen Längs- und Plandrehen. Bei einer solchen Maschine ergeben sich die nachstehenden Forderungen: i. bequemes Ein- und Ausspannen der Werkstücke, 2. gute Sichtbarkeit der Drehstahlschneiden und Zugänglichkeit zum Auswechseln der Drehstähle, 3. guter Späneablauf mit großem Spänesammelraum, q.. gute Schnittdruckaufnahme durch die Werkzeugträger, 5. Ausschalten der Beeinträchtigung der Drehgenauigkeit durch die Schnittdruckkräfte.
  • Bei den meisten bekannten Drehbänken zum gleichzeitigen Längs- und Plandrehen, Vielstahlbänke genannt, sind die Drehstähle einander gegenüberliegend zum umlaufenden Werkstück angeordnet. Vom Bedienungsstand der Maschine gesehen, liegen die Schneidstähle zum Langdrehen mit nach oben gerichteter Spanfläche, über welche der Span abläuft, vor dem Werkstück und die zum Plandrehen notwendigen Schneidstähle mit nach unten gerichteter Spanfläche hinter dem Werkstück, so daß der Winkel der am Werkstückkreis angesetzten Schneidenspitzen vom Langdrehstahl zum Plandrehstahl i8o'" einschließt. Diese Anordnung besitzt verschiedene Nachteile. Einmal baut der vorn liegende Langdrehsupport von Drehmitte bis Bedienungsstand so weit aus, daß sich die Werkstücke nur mit ausgestreckten Armen ein- und ausspannen lassen. Zum anderen ist die Beobachtung der Drehstahlschneiden, besonders der hinten liegenden Plandrehstähle mit nach unten gerichteten Spanflächen infolge ihrer großen Entfernung vom Bedienungsstand der Maschine, schwierig. Ferner hat sich seit dem Aufkommen der Hartmetallstähle der weitere Mißstand bemerkbar gemacht, daß der Raum für den Ablauf der Späne zu eng und der anschließende Sammelraum für die Späne zu klein ist.
  • Durch Änderung der Lage der Supporte bzw. des Winkels der am Werkstückkreis angreifenden Schneidenspitzen wurden diese Mängel zu mildern versucht. Bei einer bekannten Ausführungsform wurden, vom Bedienungsstand gesehen, die Plandrehstähle gegenüber den waagerechten, vorn am Werkstück angreifenden Langdrehstühlen hinter dem Werkstück über der Werkstückmitte mit einer Neigung von 45 bis 6o° am Werkstückkreis angesetzt. Diese Anordnung vergrößerte sowohl die Spanfallöffnung als auch den Spänesammelraum. Außerdem konnten nun die Schneiden der Plandrehstähle besser beobachtet werden, das unbequeme Hinwegheben der ein- und auszuspannenden Werkstücke über den vorn liegenden, bei Vorhandensein der Kegel- oder Kopiervorrichtung besonders weit ausladenden Langdrehsupport blieb jedoch bestehen.
  • Weitere Bauarten von Vielstahlbänken zeigen senkrecht von oben angreifende Langdrehstühle oder Plandrehstühle und waagerecht von hinten angreifende Plandrehstühle oder Langdrehstühle; in beiden Fällen schließt der Winkel der Schneidenspitzen in Werkstückdrehrichtung 9o° ein. Diese Ausführungsformen brachten sehr bequemes Ein-und Ausspannen der Werkstücke und großen Spänesammelraum, verhinderten aber die Sichtbarkeit der hinten liegenden Stähle.
  • Die drei ersten Forderungen - bequemes Ein-und Ausspannen des Werkstückes, gute Sichtbarkeit der Schneidenspitzen, großer Spänekanal mit Spänesammelraum - erfüllte die ebenfalls bekannte Anordnung, bei der, vom Bedienungsstand aus gesehen, die Langdrehstühle mit nach unten gerichteter Spanfläche hinter dem Werkstück schräg von oben angreifen und die Plandrehstühle mit nach oben gerichteter Spanfläche vorn schräg von unten am Werkstückkreis angesetzt sind, wobei der Winkel in Drehrichtung des Werkstückes von Schneidenspitze zu Schneidenspitze ungefähr i8o'° beträgt. Hier wurde erstmalig die Erkenntnis vorteilhaft verwertet, daß ein Plansupport wesentlich kürzer gebaut werden kann als ein Langdrehsupport, weil letzterer zwei Bewegungen ausführen muß, und zwar die Planbewegung zum Zustellen der Stähle und die Längsbewegung für den Vorschub, die bei der hohen Beanspruchung des Langdrehsupportes besonders kräftige Quer- und Längsführungen sowie reichliche Bemessung des Bettquerschnittes zur .'#ufrnahm-e der Schnittdrücke erfordern. In vielen Fällen muß der Langdrehsupport mit einer Kegel- oder Kopiereinrichtung ausgestattet werden, die seine Ausladung noch vergrößert. Hierbei mußte aber der Nachteil in Kauf genommen werden, daß der bei Vielstahlarbeiten besonders hoch beanspruchte Langdrehsupport durch den Schnittdruck vom Supportträger (Bett) abgehoben wird. Die außerhalb des Supportträgers wirkende Schnittdruckresultierende beansprucht den Supportträger und dessen Gleitbahnen in ungünstiger Weise auf Verdrehung und Biegung. Außerdem hängt der Langdrehsupport mit seinem Obersupport bei Schnittdruck nur an den untergreifenden Leisten bzw. deren Befestigungsschrauben. Die Folge davon ist ein Wegfedern des Langdrehsupportes,welches besonders bei schlagenden Werkstücken mit unterbrochenem oder ungleichmäßigem Schnittzerstörend auf die Schneiden der teuren Hartmetallwerkzeuge wirkt und außerdem ungenaue und unrunde Werkstücke erzeugt. Ein weiterer Nachteil dieser Bauart ist ferner, d@aß der Drehdurchmesser der Werkstücke gegenüber den anderen Bauarten auf ungefähr die Hälfte beschränkt ist, weil die Supportführungen des Langdrehsupportes und des oberen Schiebers nahe an die Schneidenspitzen und damit an den Durchmesser des Werkstückes herangeführt werden müssen, um die Schnittdruckkräfte aufzufangen. Hier ist also auf die Erfüllung der vierten Forderung zugunsten der drei ersten Forderungen verzichtet worden, wobei außerdem noch die Beschränkung des Drehdurchmessers in Kauf genommen wurde.
  • Wenn schon nicht eine aller bekannten Vielstahldrehbänke die vier ersten Forderungen befriedigend erfüllt, so ist bei keiner die Erfüllung der fünften Forderung in Verbindung mit den vier ersten Forderungen zu finden. Um die -vier ersten Forderungen zu erfüllen, ist erfindungsgemäß bei links umlaufender Spindel der Längsdrehstahl im hinteren oberen Quadranten des Werkstückes im nach vorn gemessenen Abstand von höchstens t8o'° von dem im vorderen unteren Quadranten mindestens 3ö°' vor dem tiefsten Punkt angreifenden Plandrehstahl angeordnet. Durch die Erfindung wird ermöglicht, daß die besonders hohen, auf den Längsdrehstahl wirkenden Schnittkräfte unmittelbar vom Oberschieber, Längsdrehsupport und Bett als reine Druckkräfte aufgenommen werden. Diese Teile werden also, im Gegensatz zu der bekannten Bauart mit umgekehrt angeordnetem Längsstahl, nicht zusätzlich auf Verdrehung und Biegung beansprucht. Auch kommt die bisher notwendige Beschränkung des Drehdurchmessers in Wegfall.
  • Wenn die fünfte Forderung bisher bei keiner bekannten Vielstahldrehbank bewußt befriedigt wurde, vor allem nicht unter gleichzeitiger Erfüllung der vier ersten Forderungen, so ist der Grund darin zu suchen, daß den Quellen, welche die Drehgenauigkeit beeinträchtigen und Zittermarken hervorrufen, bis jetzt nicht nachgegangen worden ist. Es werden deshalb erstmalig Ursache und Wirkung dieser unerwünschten Erscheinungen beschrieben und die Mittel zu deren Beseitigung genannt.
  • Zur Erklärung der fünften Forderung sei- erwähnt, daß die Lang- und Plandrehstühle niemals genau gleichzeitig in Schnitt kommen. Bei der überwiegenden Anzahl Vielstahldreharbeiten kommen die Plandrehstühle erst dann zum Schneiden, wenn die Längsdrehstähle-schon im Schnitt stehen. Diese Tatsache liegt darin begründet, daß in fast allen Fällen die Langdrehwege größer sind als die Plandrehwege. In dem Augenblick, in dem die Plandrehstühle zum Schnitt kommen, drückt oder biegt sich das Werkstück entgegengesetzt der auf die Planstähle wirkenden S,chnittdruckrichtung weg. Während das Wegdrücken des Werkstückes durch die Lagerspiele der Arbeitsspindel und der mitlaufendenReitstockspitze begrenzt ist, in der Praxis aber mindestens einige hundertstel Millimeter beträgt, hängt die Größe der Durchbiegung des zwischen Spitzen eingespannten Werkstückes von der Gestalt und Festigkeit des Werkstückes ab und kann mehrere zehntel Millimeter betragen. Die Folge davon ist, daß beispielsweise bei um i8d° gegenüberliegend angreifenden Stählen das Werkstück durch den Plandrehstahl in die Langdrehstühle gedrückt wird, wodurch an allen Teilen des Werkstückes, die eigentlich von den im Schnitt stehenden Langdrehstühlen zylindrisch gedreht werden sollten, ein Absatz entsteht. Der Werkstückdurchmesser ist also beispielsweise vor dem Eingriff der Plandrehstühle größer und vom Eingriff der Plandrehstühle ab kleiner. Abgesehen davon wird fast immer durch unterschiedlichen Spanquerschnitt und schwankende Festigkeit des zu zerspanenden Werkstoffes während des Plandrehens fortlaufend die Größe der Durchbiegung (wegfedern, wegdrücken) des Werkstückes verändert, so daß am Werkstück nicht nur Absätze entstehen, sondern die zylindrisch seinsollenden Teile mit schwankendem Durchmesser oder konisch gedreht werden. Diese Erscheinung verhindert in allen Fällen, wo genaue Dreharbeit verlangt wird, das gleichzeitige Längs- und Plandrehen und zwingt zu der Arbeitsweise des Nacheinanderarbeitens, d. h. zuerst längs zu drehen und erst nach Vollendung des Längsdrehweges und Absetzens der Langdrehstühle vom Werkstück mit dem Plandrehen zu beginnen. Das bedeutet aber nichts anderes, als die Drehzeit wesentlich zu verlängern.
  • Erfindungsgemäß bleibt der Vorteil des gleichzeitigen Längs- und Plandrehens ohne die Nachteile ungenauer Dreharbeit dadurch erhalten, daß bei links umlaufender Spindel der Längsdrehstahl im hinteren oberen Quadranten des Werkstückes in einem solchen nach vorn gemessenen Winkel vom Plandrehstahl angeordnet ist, daß sich das Werkstück unter dem Schnittdruck des Plandrehstahles parallel zur Tangente durchbiegt, die am Werkstück im Angriffspunkt des Längsdrehstahles angelegt ist. Durch Versuche erhärtete Nachrechnungen haben ergeben, daß der vorstehende Eigenschaft hervorrufende Winkel von der Schneidenspitze eines Plandrehstahles zur Schneidenspitze eines Langdrehstahles in Drehrichtung des Werkstückes etwa i 5o° beträgt, wobei eine Toleranz bis zu ± 15-°1 praktisch noch tragbar ist.
  • Die fünfte Forderung ist also beispielsweise erfüllt, wenn der Längsdrehstahl ganz oben am Werkstück und der Plandrehstahl im vorderen unteren Quadranten 15a über dem tiefsten Punkt angreift. Diese Anordnung erfüllt gleichzeitig voll und ganz die Forderungen des bequemen Ein- und Ausspannens der Werkstücke, der guten Zugänglichkeit der Drehstähle zum Auswechseln, des guten Späneablaufs mit großem Spänesammelraum und der richtigen Schnittdruckaufnahme durch die Werkzeugträger. Nicht ganz so vollendet ist die-Forderung der Sichtbarkeit der Planstahlschneide erfüllt. Immerhin braucht man sich nur wenig zu bücken, um auch diese deutlich zu erkennen.
  • Da bei jeder möglichen Ausführungsform der Erfindung der Langdrehsupport immer schräg oder senkrecht von oben zum Werkstück angeordnet ist, würde er durch sein eigenes Gewicht gegen das Werkstück fallen, um die Größe des Spieles der Längsführung. Überwiegt der Schnittdruck in Schaftrichtung des Stahles das Eigengewicht des Langdrehsupportes, so wird der Support um das Führungsspiel angehoben. Übertrifft das Gewicht des Langdrehsupportes den Schnittdruck, so fällt der Support mit der Langdrehstahlschneide gegen das Werkstück. Bei bestimmten Spanquerschnitten und schwankenden Schnittdruckkräften würde der Support ins Schwimmen geraten, weil die Gleitführung praktisch auf die Dauer nicht spielfrei gehalten werden kann. Das Schwimmen des Langdrehsupportes würde die Genauigkeit des längs zu drehenden Werkstückes beeinträchtigen. Erfindungsgemäß wird das Schwimmen des Langdrehsupportes dadurch verhindert, daß das Gewicht des zum Werkstück schräg oder senkrecht von oben angeordneten Langdrehsupportes durch Federn, welche auf die Führungsleiste drücken und deren Druck durch Schrauben einstellbar ist, überwiegend aufgehoben ist. Zweckmäßigerweise werden die Federn durch die Schrauben so eingestellt, daß der Federdruck das Gewicht und die Reibungskräfte des Langdrehsupportes überwiegt, damit der Langdrehsupport auch im -Leerlauf immer sicher gegen die den Schnittdruck aufnehmende Gleitführung gepreßt wird.
  • In den -Zeichnungen sind verschiedene Ausführüngsheispiele der Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. i die Anordnung der Schneidenspitzen am Werkstückkreis und die Lage des Zahneingriffes für den Antrieb der Arbeitsspindel zur Schneidenspitze des Langdrehstahles vom Reitstock gegen den Spindelkasten gesehen, Fig. 2 den Grenzfall einer Ausführungsform mit senkrecht von oben am Werkstück angreifender Schneidenspitze des Langdrehstahles, Fig.3 einen anderen Grenzfall mit waagerecht von vorn angreifender Schneidenspitze des Plandrehstahles.
  • Vom Bedienungsstand i der Drehbank gesehen ist in Fig. i beispielsweise die Schneidenspitze des Langdrehstahles 2 hinter dem Werkstück 3 und 5o'°' oberhalb der durch die Werkstückmitte gehenden Waagerechten q. am Werkstückkreis angeordnet, und die Spitze des Plandrehstahles 5, ist vor dem Werkstück 3 20° unterhalb der durch die Werkstückmitte gehenden Waagerechten q. am Werkstückkreis angesetzt. Die Drehrichtung des Werkstückes 3 ist durch den Drehpfeil 6 angegeben. Der Winkel zwischen der Schneidenspitze des Plandreh-Stahles 5 und des Langdrehstahles 2 beträgt in Drehrichtung des Werkstückes i5o°. Der Pfeil ? gibt die Schnittdruckrichtung (Resultierende) an, welche auf den Planstahl wirkt. Das Werkstück 3 wird in entgegengesetzter Richtung 8 weggedrückt. Die am Werkstückkreis 3 durch die Schneidenspitze des Langdrehstahles 2 fallende Tangente g verläuft parallel zur Schnittdruckrichtung 7, welche auf den Plandrehstahl 5 wirkt, also auch parallel zur entgegengesetzten Richtung 8, in der sich das Werkstück 3 wegdrückt. Die Winkel a und ß sind mit 6o° zu den Auflageflächen der Drehstähle angenommen. Der Pfeil io gibt die Richtung der Schnittdruckresultierenden an, die auf den Langdrehstahl 2 wirkt. Der Plansupport ist der Einfachheit halber als Schwenksupport i1 dargestellt, kann aber selbstverständlich, wie in Fi:g. 2 veranschaulicht, als Schiebersupport ausgebildet sein. Der Langdrehsupport 12 gleitet auf dem Bett 13 und trägt den Oberschieber f4., mit dem die Langdrehstähle 2 an das Werkstück herangefahren werden. 15 stellt eine Kegel- oder Kopierdreheinrichtung beliebiger und bekannter Ausführung dar zum Formdrehen in Längsrichtung. 16 bezeichnet den weiten Spänefallkanal mit Spänesammelraum.
  • Im Spindelkasten 17 befindet sich das mit der nicht näher dargestellten Arbeitsspindel verbundene Zahnrad 18, welches vorn Zahnritzel ig in Richtung des Drehpfeiles 6 angetrieben wird.
  • Aus der Zeichnung ist ersichtlich, daß das Werkstück, wenn die Stähle abgehoben sind, bequem aus- und einzuspannen ist. Alle Schneidenspitzen der Drehstähle sind gut sichtbar. Der Drehspan 31 am Langdrehstahl läuft über die nach oben gerichtete Spanfläche seitlich ab und fließt, durch die Drehrichtung des Werkstückes begünstigt, in den großen Spänesammelraum. Ebenso fällt der über die nach unten gerichtete Spanfläche des Plandrehstahles gleitende Drehspan 32 unmittelbar in den Spänesammelraum 16. Der auf die Langdrehstähle in Richtung io wirkende Schnittdruck wird vom Oberschieber 14, Langdrehsupport 12 und Bett 13 unmittelbar aufgefangen, ohne diese Teile auf Biegung oder Verdrehung zu beanspruchen.
  • Bei dem in Fig. 2 dargestellten Grenzfall greift die Langdrehstahlschneide 2 senkrecht von oben an. Die auf die Planstahlschneide 5 wirkende Schnittdruckresultierende 7 ist hier beispielsweise mit einer Winkelabweichung ß = 450' zur Auflagefläche des Planstahles angenommen. Damit nun die am Werkstück 3 durch die Schneidenspitze des Langdrehstahles 2 verlaufende Tangente g parallel zur Resultierenden 7 bzw. parallel zu dem in entgegengesetzter Richtung B sich wegdrückenden Werkstück 3 verläuft, beträgt der Winkel von der Schneidenspitze des Plandrehstahles 5 zur Schneidenspitze des Langdrehstahles 2 in Werkstückdrehrichtung 6 135". Damit der Langdrehsupport spielfrei geführt ist, wird sein Eigengewicht durch Federn 22, welche gegen die Führungsleiste 23 drücken und durch Schrauben 24 gespannt werden können, überwiegend aufgehoben, so daß er immer an der Fläche 25 zur Anlage kommt. Der Späneabfluß vom Langdrehstahl2 wird bei dieser Anordnung gerade noch genügen, weil die meisten Späne und sich bildenden Späneschlangen durch die Drehrichtung des Werkstückes in den Spänesammelraum geleitet werden. Notfalls kann vor den Stahlschneiden der Langdrehstähle ein Schutzblech angebracht werden, an dem sich die Späne stoßen, auf das Werkstück fallen und durch dessen Drehrichtung in den Spänesammelraum geschleudert werden.
  • Bei dem in Fig. 3 gezeigten weiteren Grenzfall greift der Plandrehstahl 5, vom Bedienungsstand i gesehen, vor dem Werkstück 3 auf der Waagerechten .¢, welche durch die Drehmitte geht, am Werkstückkreis an. Je nach Richtung der auf die Planstahlschneide 5 wirkenden Schnittdruckresultierenden 7 bzw. Größe des Winkels ß kann der Winkel von Planstahlschneide 5 zur Langstahlschneide :2 in Werkstückdrehrichtung 6 135 bis 165' betragen.
  • Es ist gleichgültig, welche von den zahlreichen möglichen Ausführungsarten bei der Gestaltung einer Vielstahldrehbank zugrunde gelegt wird; die fünfte Forderung ist theoretisch immer nur dann erfüllt, wenn der Winkel von der Planstahlschneide 5 zur Langdrehstahlschneide 2 in Drehrichtung 6 des Werkstückes 3 die Summe ß -i- go° ergibt. Da Winkel ß mindestens 45' und höchstens 75° betragen kann, so wird der Winkel von Plandrehstahlschneide zur Langdrehstahlschncide mindestens i35° und höchstens 165°' betragen, was einem mittleren Winkel von 150°i entspricht.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vielstahldrehbank zum Längs- und Plandrehen, dadurch gekennzeichnet, daß bei links umlaufender Spindel der Längsdrehstahl im hinteren oberen O_uadranten des Werkstückes im nach vorn gemessenen Abstand von höchstens 18o° von dem im vorderen unteren Quadranten mindestens 30°' vor dem tiefsten Punkt angreifenden Pländrehstahl angeordnet ist.
  2. 2. Viclstahldrehbank nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der nach vorn gemessene Abstand zwischen Lang- und Plandrehstahl 135 bis 165° beträgt, während der im Anspruch i genannte Winkel von 3o auf 150 verringert werden kann.
  3. 3. Drehbank zum gleichzeitigen Längs- und Plandrehen nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht des zum Werkstück schräg oder senkrecht angeordneten Langdrehsupportes durch Federn, welche auf die Führungsleiste drücken und deren Druck durch Schrauben einstellbar ist, überwiegend aufgehoben ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr.644182; Zeitschrift »Werkstattstechnik und Werksleiter«, 1940, S. 2O1.
DEB5309D 1942-05-20 1942-05-20 Vielstahldrehbank zum gleichzeitigen Laengs- und Plandrehen Expired DE908090C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE644182C (de) * 1933-06-15 1937-04-26 Boehringer Gmbh Geb Drehbank mit an gegenueberliegenden Seiten des Werkstueckes angreifenden Staehlen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE644182C (de) * 1933-06-15 1937-04-26 Boehringer Gmbh Geb Drehbank mit an gegenueberliegenden Seiten des Werkstueckes angreifenden Staehlen

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