DE905772C - Verfahren zur Entfernung von Chlor aus chlorhaltigen, bei der Verseifung von sulfochlorierten Erdoelen oder synthetischen Kohlenwasserstoffen anfallenden unverseifbaren Anteilen - Google Patents

Verfahren zur Entfernung von Chlor aus chlorhaltigen, bei der Verseifung von sulfochlorierten Erdoelen oder synthetischen Kohlenwasserstoffen anfallenden unverseifbaren Anteilen

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DE905772C
DE905772C DEF7335A DEF0007335A DE905772C DE 905772 C DE905772 C DE 905772C DE F7335 A DEF7335 A DE F7335A DE F0007335 A DEF0007335 A DE F0007335A DE 905772 C DE905772 C DE 905772C
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DE
Germany
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chlorine
sulfochlorinated
saponification
petroleum
carbazole
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Expired
Application number
DEF7335A
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English (en)
Inventor
Dr Theodor Goost
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Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
    • C07C303/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entfernung von Chlor aus chlorhaltigen, bei der Verseifung von sulfochlorierten Erdölen oder synthetischen Kohlenwasserstoffen anfallenden unverseifbaren Anteilen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Entfernung von Chlor aus chlorhaltigen, bei der Verseifung von sulfochlorierten Erdölen oder synthetischen Ko'hlenwasserstoffen anfallenden unverseifbaren Anteilen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß die bei- der Verseifung von sulfochlorierten Erdölen oder synthetischen Kohlenwasiserstoffen anfallenden unverseifbaren chlorhaltigen Anteile mit stickstoffhaltigenTeerfraktionem erhitzt werden. Bei dieser Behandlung wird das in den unverseifbaren Anteilen enthaltene Chlor, das ihre Weiterverwendung stark beeinträchtigt, in Form von Chlorwasserstoff entfernt.
  • Als stickstoffhaltige Teerfraktionen eignen sich beispielsweise solche, in denen Acridin, Indol und andere ringförmige Stickstoffverbindungen enthalten sind.
  • Als besonders geeignet erwiesen hat sich die stickstoffhaltige Teerfraktion, die Carbazol enthält. Die besten Erfolge erzielt man im allgemeinen mit Carbazol selbst. An Stelle des Carbazols bzw. der Carbazol enthaltenden Teerfraktionen können auch Abkömmlinge des Carbazols bzw. diese Abkömmlinge enthaltendeTeerfraktionen in Ansatz gebracht werden, wie z. B. die Homologen des Caribazols bzw. die ihnen entsprechenden Teerfraktionen oder die Metallverbindungen von der Art des Kaliumcarbazols.
  • Die in Vorschlag gebrachten Mittel lösen sich im allgemeinen leicht in den zu behandelnden chlorhaltigen unverseifbaren Anteilen oder lassen sich ohne große Schwierigkeiten darin fein verteilen, wodurch eine einwandfreie Durchführung der Behandlung gewährleistet ist.
  • Die geeigneten Menganverhältni,ss.e lassen sich durch Vorversuche leicht ermitteln; im allgemeinen genügen bereits Mengen unter io%, im Falle des Carbazols sogar Mengen unter i %. Die Behandlung wird vorteilhafterweise bei erhöhter Temperatur, zweckmäßig beii der Siedetemperatur des chlorhaltigen Kohlenwasserstoffmaterials, durchgeführt.
  • Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren anfallenden Reaktionsprodukte sind praktisch chlorfrei. Sie sind mannigfacher Anwendung fähig; sie lassen sich z. B. direkt als Dieselöl verwenden, man kann sie auch mit Vorteil für die Sulfochlorierung wiederverwenden, wobei man zweckmäßigerweise die durch die Chlonvasserstoffabspaltung gebildeten Olefine mit Schwefelsäure oder anderen geeigneten Mitteln entfernt. Ebenso ist es auch möglich, die in den Reaktionsprodukten enthaltenden Olefine durch katalytische Hydrierung in gesättigte Kohlenwasserstoffe überzuführen.
  • Beispiel iooo Gewichtsteile eines chlorhaltigen Kohlenwasserstoffgemisches, wie es im Laufe der mehrfachen Wiederverwendu.n-des bei der Sulfochlorierung von Kahlenwasserstoffen der Fischer-Tropsch-Synthese verbleibenden Unverseifbaren anfällt. werden mit 8 Gewichtsteilen Carbazol in einem geeigneten Reaktionsgefäß unter Rückfiußkühlung bis zum Sieden erhitzt. Man hält das Reaktionsgemisch auf der Siedetemperatur, d. h. auf etwa 24o°, bi-s die anfänglich .stürmisch einsetzende Chlorwasserstoffentwicklung praktisch aufgehört hat, was nach ungefähr 2 Stunden der Fall ist. Das Kohlenwasserstoffgemisch, das ursprünglich einen Chlorgehalt von io% besaß, zeigt nach dieser Behandlung nur noch einen Chlorgehalt von o,30/0. Durch eine länger währende Behandlung kann man den Chlorgehalt gewünschtenfalls noch weiter herabsetzen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zwr Entfernung von Chlor aus chlorhaltigen, bei der Verseifung von sulfochlorierten Endölen oder synthetischen Kohlenwasserstoffei anfallenden unverse-ifbaren Anteilen, dadurch gekennzeichnet, daß man diese Anteile mit stickstoffhaltigen Teerfraktionen erhitzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, @daß man als- stickstoffhaltigeTeerfraktion eine Carbazol oder Carbazolabkömmlinge enthaltende Teerfraktion bzw. Carbazol oder dessen Abkömmlinge selbst verwendet. Angezogene Druckschriften: U.S.A.-Patentschrift Nr. 2025024; C. Weygand, Organisch-Chemische Experimentierkunst, 2. Aufl., S. 443= 5. Abs.
DEF7335A 1951-10-16 1951-10-16 Verfahren zur Entfernung von Chlor aus chlorhaltigen, bei der Verseifung von sulfochlorierten Erdoelen oder synthetischen Kohlenwasserstoffen anfallenden unverseifbaren Anteilen Expired DE905772C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2025024A (en) * 1933-11-02 1935-12-24 Dow Chemical Co Purification of chlorinated hydrocarbons

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US2025024A (en) * 1933-11-02 1935-12-24 Dow Chemical Co Purification of chlorinated hydrocarbons

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