DE904375C - Entkeimung von Milch, Sahne und aehnlichen Stoffen unter druckloser Behandlung mit Sauerstoff - Google Patents
Entkeimung von Milch, Sahne und aehnlichen Stoffen unter druckloser Behandlung mit SauerstoffInfo
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- DE904375C DE904375C DEW4222D DEW0004222D DE904375C DE 904375 C DE904375 C DE 904375C DE W4222 D DEW4222 D DE W4222D DE W0004222 D DEW0004222 D DE W0004222D DE 904375 C DE904375 C DE 904375C
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- A23C—DAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
- A23C9/00—Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations
- A23C9/152—Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations containing additives
- A23C9/1524—Inert gases, noble gases, oxygen, aerosol gases; Processes for foaming
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Description
- Entkeimung von Milch, Sahne und ähnlichen Stoffen unter druckloser Behandlung mit Sauerstoff Es wurde in der Literatur behauptet, daß Milch durch einfaches Durchleiten von Sauerstoff sich lange Zeit haltbar machen läßt. Die bekannten Verfahren der Haltbarmachung der Milch durch Sauerstoff mit oder ohne Druck haben sich aber nicht bewährt und keinen Eingang in die Praxis gefunden; die ersteren Verfahren der Behandlung und Lagerung der Milch mit Sauerstoff unter Druck aus dem Grunde nicht, weil die erforderliche Apparatur zu kompliziert und zu teuer, die Behandlungszeit zu lange war und für die Aufbewahrung besondere drucksichere Gefäße erforderlich waren. Das drucklose Behandeln hat sich nicht eingeführt, weil das Einleiten des Sauerstoffs in kalte Milch offenbar doch nicht den genügenden Grad der Haltbarkeit ergibt.
- Es ist nun gefunden und durch lange Versuche bestätigt worden, daß eine wirksame Entkeimung der Milch durchgeführt werden kann und da.ß die Milch in diesem Fall für den praktischen Betrieb eine genügend lange Zeit haltbar wird, ferner der Nachteil einer Aufbewahrung der Milch in Druckgefäßen in Fortfall kommt, wenn man den Sauerstoff auf die drucklose Milch in der Wärme einwirken läßt.
- Demgemäß wird bei dem Verfahren nach der Erfindung für das Entkeimen von Milch, Sahne oder ähnlichen Stoffen unter druckloser Behandlung der Milch mit Sauerstoff letzterer nach dem Pasteurisieren in die noch warme :Milch eingeführt, dann die Milch gekühlt und weiterhin drucklos aufbewahrt.
- Durch die Erfindung werden vor allem zwei Vorteile erzielt, nämlich die Möglichkeit geschaffen, Milch über größere Entfernungen zu befördern, ohne daß ihre Frischmilcheigenschaft dabei leidet, ferner daß während der Lagerung bei dem Verbraucher und Käufer kleinerer Mengen der Säuregehalt der Milch innerhalb der Zeit des Verkaufes und Gebrauches konstant gehalten wird, ferner geschmacklich die Milch über mehrere Tage sich gut hält.
- Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch veranschaulicht. Es stellt dar Fig. i eine Ansicht einer Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung, Fig. z und 4. Vorrichtungen zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung in je einer anderen Ausführungsform.
- In Fig. i bedeutet i einen Behälter zur Aufnahme der auf Pasteurisationstemperatur gebrachten Milch. An diesen Behälter schließt sich eine Kühlvorrichtung 2 an.
- Erfindungsgemäß ist eine mit einer Sauerstoffquelle verbundene Leitung 3 vorgesehen, die in die an den Behälter i angeschlossene Vorrichtung :2 mündet, wie rein schematisch in Fig. i angedeutet. Bei dieser Ausführungsform strömen die Milch und der Sauerstoff im Gleichstrom durch die Vorrichtung 2, wobei der Druck des Sauerstoffs nur gerade so hoch zu sein braucht, als es erforderlich ist, um den geringen, gegebenenfalls in der Vorrichtung 2 herrschenden. Druck zu überwinden. Die Milch wird am Ende der Vorrichtung 2 praktisch drucklos in die üblichen Behälter (Milchkannen od. dgl.) abgefüllt, die in bekannter Weise luftdicht verschlossen werden, um eine neue Infizierung durch Bakterien der Außenluft zu verhindern. Ein etwaiges Abströmen des Sauerstoffs beim Abfüllen in die Milchkannen hat sich nicht als schädlich erwiesen.
- Bei der Vorrichtung nach Fig. 2 werden die Milch und der Sauerstoff im Gegenstrom geführt. Hierfür ist ein an sich bekannter Behälter 4 mit Leitblechen 5 vorgesehen, in den oben die Milch und unten der Sauerstoff eingeleitet wird. Bei dieser Vorrichtung kann die Berührung des Sauerstoffs mit den Milchteilchen vollkommen drucklos vor sich gehen, Die Milch wird unten aus dem Behälter 4 beinahe drucklos abgefüllt.
- Bei der Anordnung nach Fig.3 ist im Innern eines Behälters 6 zur Aufnahme der Milch eine Brause 7 angeordnet, durch die die Milch fein zerstäubt wird und dadurch in Berührung mit der in dem Behälter- vorgesehenen Sauerstoffatmosphäre kommt, in dem Behälter kann der Sauerstoff unter geringem Druck stehen.
- Der Sauerstoff wird beispielsweise durch eine Leitung 8 eingeleitet.
- Bei der Ausführungsform nach Fig.4 ist in einem Behälter 9 ein umlaufendes Schleuderrad auf einer Welle vorgesehen, auf das die Milch durch eine Leitung 12 in Richtung des Pfeiles aufgeleitet, dadurch in feine Tröpfchen zerstäubt und gegebenenfalls gegen die Wände des Behälters 9 geschleudert wird. Dadurch kommen die einzelnen Tröpfchen in innige Berührung mit dem im Innern des Behälters 9 vorhandenen Sauerstoff. Da die Milch bei dieser Ausführungsform in feinem Schleier herabrieselt, wird die Einwirkung des Sauerstoffs auf die Milch besonders begünstigt.
- Da die Wirkungsdauer der Konservierung der Milch um so nachhaltiger ist, je intensiver sie mit dem Sauerstoff in Berührung kommt, kann man die Dauer der Konservierung steigern, wenn man den Sauerstoff mit größerer Geschwindigkeit durch die Milch führt und dadurch eine größere Menge Sauerstoff in der Zeiteinheit einführt. Nach diesem Gesichtspunkt ist der Druck des in die Milch einzuleitenden Sauerstoffs zu regeln. Selbstverständlich kann,dabei aber selbst bei Anwendung höherer Drücke für -den Sauerstoff bei der Vorrichtung nach Fig. i in der Kühlvorrichtung2 keine wesentliche Drucksteigerung entstehen, da diese Kühlvorrichtung mit der Außenluft in Verbindung steht. Wesentlich ist es auch, daß die behandelte Milch in drucklose Gefäße abgefüllt und in diesen aufbewahrt werden kann.
- Bei dem Verfahren nach der Erfindung ist es möglich, die behandelte Milch bei einer Temperatur von 5"C 15 Tage lang bei einem Säuregehalt von 7° Soxhlet-Henkel, also vollkommen in Frischmilchzustand zu halten.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Entkeimung von Milch, Sahne und ähnlichen Stoffen unter druckloser Behandlung mit Sauerstoff, dadurch gekennzeichnet, daß der Sauerstoff nach dem Pasteurisieren in die noch warme Milch eingeführt, dann die Milch gekühlt und weiterhin drucklos aufbewahrt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Sauerstoff in einen fließenden Milchstrom ohne wesentliche Erhöhung des Druckes der Milch eingeführt-wird.
- 3. Vorrichtung zurAusführ ung des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, d@aidurch gekennzeichnet, daß eine m4t einer Sauerstoffquelle verbundene Leitung (3) vorgesehen ist, die in die an den Pasteurisierbehälter (i) anschließende Kühlvorrichtung (2) mündet. 44 Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, gekennzeichnet durch einen Gegenstrombehälter (4) mit Leitblechen (5) für die Milch und den Sauerstoff. 5. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern eines geschlossenen, mit Sauerstoff erfüllten, vorteilhaft unter einem geringen Druck stehenden Behälters (6) eine Brause (7) für die Zerstäubung der durch den Behälter durchgeleiteten Milch angeordnet ist, 6. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafi in einem geschlossenen Behälter (9) eine Schleuidervorrichtung (io) für die Feinverteilung der durch den Behälter durchgeleiteten Milch vorgesehen ist. Angezogene Druckschriften: Österreichische Patentschrift Nr. 46 330; fran#zäsische Patentschriften Nr.402998, 509242; Chemiker-Zeitung, 1939, Heft i i, S. 97 bis 99; Zeitschrift für angewandte Chemie, 1937, Heft i, S. 39 bis q.0.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW4222D DE904375C (de) | 1941-03-08 | 1941-03-08 | Entkeimung von Milch, Sahne und aehnlichen Stoffen unter druckloser Behandlung mit Sauerstoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW4222D DE904375C (de) | 1941-03-08 | 1941-03-08 | Entkeimung von Milch, Sahne und aehnlichen Stoffen unter druckloser Behandlung mit Sauerstoff |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE904375C true DE904375C (de) | 1954-02-18 |
Family
ID=7592213
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW4222D Expired DE904375C (de) | 1941-03-08 | 1941-03-08 | Entkeimung von Milch, Sahne und aehnlichen Stoffen unter druckloser Behandlung mit Sauerstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE904375C (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR402998A (fr) * | 1908-05-14 | 1909-10-22 | Albert Heinrich Rasche | Procédé pour débarrasser les liquides des germes qu'ils contiennent |
| AT46330B (de) * | 1909-09-23 | 1911-02-10 | Emil Dr Wiener | Verfahren zur Sterilisierung von Milch und Milcherzeugnissen. |
| FR509242A (fr) * | 1920-01-29 | 1920-11-04 | Philippe Malvezin | Procédé de stérilisation des substances alimentaires solides ou liquides par l'oxygène ou l'ozone sous toutes leurs formes |
-
1941
- 1941-03-08 DE DEW4222D patent/DE904375C/de not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR402998A (fr) * | 1908-05-14 | 1909-10-22 | Albert Heinrich Rasche | Procédé pour débarrasser les liquides des germes qu'ils contiennent |
| AT46330B (de) * | 1909-09-23 | 1911-02-10 | Emil Dr Wiener | Verfahren zur Sterilisierung von Milch und Milcherzeugnissen. |
| FR509242A (fr) * | 1920-01-29 | 1920-11-04 | Philippe Malvezin | Procédé de stérilisation des substances alimentaires solides ou liquides par l'oxygène ou l'ozone sous toutes leurs formes |
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