DE90221C - - Google Patents

Info

Publication number
DE90221C
DE90221C DENDAT90221D DE90221DA DE90221C DE 90221 C DE90221 C DE 90221C DE NDAT90221 D DENDAT90221 D DE NDAT90221D DE 90221D A DE90221D A DE 90221DA DE 90221 C DE90221 C DE 90221C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sack
liquid
pressure
treatment
expulsion
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT90221D
Other languages
English (en)
Publication of DE90221C publication Critical patent/DE90221C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B15/00Removing liquids, gases or vapours from textile materials in association with treatment of the materials by liquids, gases or vapours
    • D06B15/005Removing liquids, gases or vapours from textile materials in association with treatment of the materials by liquids, gases or vapours by squeezing, otherwise than by rollers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8: Bleichen, Färben, Zeugdruck, und Appretur.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1895 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zum Behandeln von Fasermaterial und Geweben mit Flüssigkeiten in der Weise, dafs die Flüssigkeit, in welcher das zu behandelnde Material liegt, durch Aufblähen eines in dem geschlossenen Flüssigkeitsbehälter untergebrachten elastischen Sackes unter Druck gesetzt und dann nach Oeffnen einer Auslafsöffnung des Behälters durch weiteres Aufblähen des genannten Sackes aus dem Material in der Art herausgeprefst wird, dafs der Sack sich den Unebenheiten des Materials anschmiegt und somit die Flüssigkeit aus allen Theilchen des Materials gleichmäfsig austritt.
Ein zur Ausführung dieses Verfahrens geeigneter Apparat ist auf der beiliegenden Zeichnung im senkrechten Schnitt dargestellt.
Er besteht aus einem Behälter a, der unten nahe über seinem Boden eine durchlöcherte Platte b trägt und oben einen abnehmbaren Deckel c hat, an dessen Unterseite ein luft- und wasserdichter Sack d lüftdicht befestigt ist. Dieser Sack kann aus geöltem Segeltuch, Gummi, Guttapercha oder anderem geeigneten Stoff hergestellt sein. Der Deckel c trägt auf seiner Aufsenseite ein Rohr e, das durch eine Oeffnung des Deckels mit dem Hohlraum des Sackes d communicirt und dazu dient, Druckluft oder Druckwasser in den Sack einzuführen. Dieses Rohr ist mit einem Absperrventil oder Hahn/, mit Druckmessern g und h und mit einem seitlichen, durch einen Hahn i absperrbaren Stutzen k für den Auslafs der Druckflüssigkeit versehen. Von dem Boden des Behälters a zweigt ein Rohr / ab, das ebenfalls durch einen Hahn m verschlossen werden kann.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende: Nachdem man den Deckel abgehoben hat, bringt man das zu behandelnde Material in den Behälter α und schichtet es auf dessen durchlöcherter Bodenplatte b so hoch auf, dafs es den Behälter etwa bis zur Linie x-x füllt. Nun öffnet man den Hahn m des vom Boden des Behälters abzweigenden Rohres / und drückt durch dieses Rohr so viel Behandlungsflüssigkeit in den Behälter hinein, bis das Fasermaterial gut untergetaucht ist; hierauf schliefst man den Hahn m. Statt von unten, kann man die Behandlungsflüssigkeit auch von oben in den Behälter bringen; alsdann hat man zuvor den Hahn m zu schliefsen. Nach Ausführung dieser ersten Operation setzt man den Deckel c auf den Behälter a, befestigt ihn daran luftdicht und öffnet den Hahn f des Zuflufsrohres e für die Druckflüssigkeit; letztere strömt dann in den Sack d und bläht ihn auf. Da der Hahn m des Abflufsrohres / geschlossen ist, so kann keine Behandlungsflüssigkeit entweichen. Diese Flüssigkeit wird daher durch den sich aufblähenden Sack comprimirt und auf diese Art gezwungen, in alle Poren des Materials oder Stoffes einzudringen. Sobald der Druck in dem Sack d die gewünschte Höhe erreicht hat, was der Druckmesser h anzeigt, schliefst man den Hahn f des Zuflufsrohres e und läfst nun das Material und die Behandlungsflüssigkeit längere oder kürzere Zeit unter diesem Drucke stehen; in einigen Fällen genügen 10 Minuten, in anderen sind mehrere Stunden dazu erforderlich. Hierauf öffnet man den Hahn/und gleichzeitig den unteren Hahn m. Der Sack d bläht sich nun noch mehr auf und treibt die unter ihm
Z. Auflage, ausgegeben am 13. Januar igo2.)

Claims (1)

  1. befindliche Flüssigkeit vor sich her und durch das Rohr Z nach aufsen. Bei diesem Austreiben der Flüssigkeit kommt der Boden des Sackes d bald mit dem Material in Berührung und preist dieses zusammen. Hierbei schmiegt sich der biegsame Sack den Unebenheiten der Materialschicht an, so dafs der durch den Sack ausgeübte Druck auf das Material gleichmäfsig vertheilt wird. Man setzt das Austreiben der Flüssigkeit so lange fort, bis das Material hinreichend ausgepreist ist, was man nach der ausgeflossenen Menge von Behandlungsflüssigkeit beurtheilen kann. Dann schliefst man die Hähne f und m und öffnet den Anslafshahn z, damit die Druckflüssigkeit aus dem Sack entweichen kann. Schliefslich hebt man Deckel c ab und nimmt das behandelte Material aus dem Behälter heraus.
    In einigen Fällen kann man das Austreiben der Behandlungsflüssigkeit· noch dadurch beschleunigen, dafs man das Abflufsrohr / mit einem Saugapparat in Verbindung setzt.
    Patent-A ν Spruch:
    Eine Einrichtung zur Behandlung von Faserstoffgebilden mit Flüssigkeiten unter Druck, bei welcher die Uebertragung des zur Behandlung und zum nachfolgenden Auspressen erforderlichen Druckes von einer anderen Flüssigkeit mittelst eines am Deckel des Druckbehälters befestigten nachgiebigen Sackes erfolgt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT90221D Active DE90221C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE90221C true DE90221C (de)

Family

ID=361966

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT90221D Active DE90221C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE90221C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2417624C2 (de) Vorrichtung zur mechanischen Herz-Stimulierung
DE90221C (de)
DE673551C (de) Massagegeraet
EP0417430B1 (de) Verfahren und Einrichtung zum Entwesen von organischem Schüttgut
DE285623C (de)
DE625876C (de) Verfahren und Vorrichtung zum gleichmaessigen Durchmischen pulverfoermiger Gemische
AT60693B (de) Spülbehälter mit Differentialventil.
DE311593C (de)
DE427488C (de) Elastischer, hohler Ring fuer Heilzwecke
DE410106C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Bleichen von Textilgut mittels Sauerstoff- oder Ozonflotte
DE230197C (de)
AT117336B (de) Membrangebläse.
DE110373C (de)
DE146359C (de)
DE113572C (de)
DE147545C (de)
DE562218C (de) Instrument zur Behandlung des Penis
DE705942C (de) Verfahren zum Nachbehandeln von Kunstseidewickeln
DE615793C (de) Vorrichtung zum Durchspuelen von Waesche mit einer Haube
AT130659B (de) Vorrichtung zum Einspritzen von Pökelflüssigkeit u. dgl.
DE486282C (de) Eintauchverfahren fuer die Essigherstellung
DE72768C (de) Apparat zum Behandeln von Fasermaterial mit Flotten
AT72530B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Auspressen von breiartigen Stoffen.
DE458874C (de) Verfahren zur Enteisenung von Wasser durch Belueftung
DE662318C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Befeuchten von Lederteilen durch Traenken mit Wasser