DE902071C - Trocknende OEle - Google Patents

Trocknende OEle

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DE902071C
DE902071C DED4458D DED0004458D DE902071C DE 902071 C DE902071 C DE 902071C DE D4458 D DED4458 D DE D4458D DE D0004458 D DED0004458 D DE D0004458D DE 902071 C DE902071 C DE 902071C
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drying oils
oils
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drying
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  • Trocknende Ole Es wurde gefunden, daß höhermoltkulare, mehrfach ungcsättigte, sekundäreAlkohole, -wie sie durch Umsetzung von aliphatischen Polyenaldehyden und metallorganischen Verbindungen, diie zur Anlagerung an Carbonylgruppen befähigt sind, erhalten werden, dlie Eigenschaften trocknender Öle besitzen und mit Vorteil zur Herstellung von Anstrichmittelln, Kunststoffen,Kunstmassen usw. verwendet werden können. An, Stelle der ungesättigten Alkohole kann man auch die daraus durchWasserabspaltung gewonnenen =gesättigten Kohlenwasserstoffe verwenden. Ferner kann, man die: Alkohole auch ,dann verwenden, wenn sie zum Tell hydriert sind oder wenn die alkoholische Hydroxylgruppe, beispielsweise durch Verätherung oder Veresterung, ganz oder teilweise abgesättigt ist.
  • Die Herstellung der höhermolekularen, mehrfach ungesättigten Alkohole bzw. der daraus gebildeten Kohlenwasserstoff.e ist bekannt. Sie kann beispielsweise durch Umsetzung aliphatischer Polyenaldehyde mit Grignard-Verbindungeni erfolgen (vgl, B,er.1938,jahrg-7I,S.4,42). AnStelle derGrignard-Verbindungen können auch entsprechende Zinkverbindungen verwendet werden. Ferner kann man dafür auch Metallalkylverbindungen, z. B. Natrium-oder Lithiumbutyl, gebrauchen.
  • Als ;Beispiele für diese Alkohole, die als trocknende öle verwendet werden soll-en, sind zu nennen das Octadien-2,4-oi-(6), das Decatrien-:2,4,6#-oi-(8), das Dodecatrie,n-2,4,6-oi-(8), däs Hexadecatrien-2,4,6-oi-(8) u.dgl. Entsprechende Kohlenwasserstoffe sind z.B. das Octatrien-(:2, 4, 6), das Decatetraen-(2, 4, 6, 8) usw. Nach den bekannten Herstellungsmethoden lassen sich die verschiedenartigsten ungesättigten Alkohole bzw. Kohlenwasserstoffe aufbauen, so daß trocknendie Öle zur Verfügung stehen, die den verschiedenen Verwendungszwecken angepaßt werden können, je nachdem man öle von mittlerem oder höherem bzw. sehr hohem Molekulargewicht benötigt oder, nach dem Grad des ungesättigten Charakters, Öle von verschiedener Trockenfähigkeit.
  • Die Verwendung der trocknenden Öle erfolgt in üblicher Weise bei der Herstellung von Anstrichstoffen, wie Lacken, Firnissen, Stundölen, ferner Kunstmassen, Kunststoffen u. dgl. Man kann diese Öle überall dort verwenden, wo man bisher auf die Verwendung der bekannten natürlichen trocknenden Öle, z. B. Leinöl, Holzöl usw., angewiesen war, hat also die Möglichkeit, die natürlichen, oftmals schwer zu beschaffenden Rohstoffe durch leicht zugängliche synthetische Rohstoffe zuersetzen.
  • Man kann die neuartigen trocknenden Öle zusammen mit Naturharzen oder künstlichen Harzen verwenden, wie z. B. mit Kolophonium, Kopalen, Dammarharz u. dgl., Formaldehydkondensationsprodukten, Polyvinylkondensationsprodukten, Alkydharzen usw. Ferner kann, man die Öle auch mit Celluloseestern und Celluloseäthern kombinieren. Weiterhin sind sie verträglich mit Wachsen, insbesondere Montanwachs, Chlornaphthalinen, mit synthetischem und natürlichem Kantschuk, gechlortem Kautschuk, Guttapercha, Balata, Pechen, Asphalten, Kondensationsprodukten aus Äthylenchlorid und Natriumsulfiden, bekannten organischen Lösungsmitteln, insbesondere Lacklösungsmitteln ti. dgl.
  • Man kann die Öle daher mit Vorteil bei der Herstellung technischer Mischprodukte aller Art ge- brauchen, wie z. B. von Isoliermassen, Kleb- und Kittstoffen, Imprägnierungen und Imprägnierinassen, Dichtungsmassen, Wachstuch, Kunstleder, Lincrusta, Linoleum, Vulkanfiber u. dkl. B e i s p i e 1 e I. 7o Gewichtsteile Dodecatrien-2,4, 6-oi-(8) werden mit 15 Gewiclitsteilen Rizinusöl und 15 G#-wichtsteilen ölsäuretetrghydrofurfurylester als Weichmacher unter Zusatz von i,2.Olo Zinkchlorid mehrere Stunden auf Temperaturen von etwa 24o bis 28o9 erhitzt. Es tritt eine starke Wasserabspaltung ein, nach deren Beendigung sich eine viskose, standölartige Masse gebildet hat. Dieses Produkt ist streichfähig und kann nach Hinzufügen von geeigneten Harzen und eines Sikkativs zur Lackbereitung verwendet werden.
  • 2. Aus Hexadecatrien--2,4,6-oi-(8) wird unter Verwendung eines, harzsauren Blei-Mangan-Sikkativs ein Firnis gekocht. Dieser Firnis wird auf geeignete Baumwoll- oder Leinengewebe aufgetragen. Nach mehrfacher Wiederholung des Auftragens, bei welcher den letzten Aufstrichen als Füllmittel Kaolin und ein geeigneter Farbstoff zugesetzt wird!, erhält man nach dem Trocknen ein imprägniertes Gewebe, das als, Kunstleder verwendet werden kann.
  • 3. 6o Gewichtsteile Kresol-Formaldehyd-Kunstharz werden mit 40- iGewichtsteilen Decatrien-2, 4, 6-oi-(8) verschmolzen. Nach dem Abkühlen wird die Schmelze mit einem Gemisch aus gleichen Teilen Tetrahydronaphthalin und Methylcyclohexanol verdünnt, bis ein streichfähiger Lack entsteht. Dieser Lack ist für Außenanstriche geeignet und gibtgut haltbare, glatte Überzüge.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verwendung höhermolekularer, meJhrfach ungesättigter, sekundärer Alkohole bzw. der daraus abgeleiteten Kohlenwasserstoffe als trocknende Öle.
  2. 2. Verwendung höhermolekularer, mehrfach ungesättigter, sekundärer Alkohole, die teilweise mit Wasserstoff a:bgesättigt sind, als trocknende Öle. 3. Verwendung höhermolekularer, mehrfach ungesättigter, sekundärer Alkohole, deren Hydroxylgruppe z.B. durch Verätherung oder Veresterung ganz oder teilweise abgesättigt ist, als trocknende Öle.
DED4458D 1940-02-18 1940-02-18 Trocknende OEle Expired DE902071C (de)

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