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Reißverschluß Die Erfindung bezieht sich auf einen Reißverschluß,
bei dem die Verschluß;glieder U-Profile mit verschieden langen Schenkeln bilden,
an denen die längeren Schenkel am Ende ,die Ausnehmungen und .die in diese einrastenden
Nocken !besitzen und bei dem die zwischen. den. U-Schenkeln liegenden Ränder der
Verbindungsstreifen entgegen der Richtung der U-Schenkel nach außen umgelegt und
zuvor zwischen den Enden der kürzeren U-Schenkel senkrecht .zur Richtung der Schenkel
in die Verschlußglieder eingeführt sind.
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Reißverschlüsse dieser Bauart sind bekannt und für den Zweck vorgeschlagen
worden, zu verhindern, daß ihre Metallteile direkt mit dem Körper, z. B. bei der
Verwendung für Unterwäsche, in Berührung kommen .und daß Luft, Schmutz oder sonstige
Stoffe .durch ,den Reißverschluß eindringen. Es ist jedoch noch nicht die Aufgabe
gestellt und gelöst worden, den Reißverschluß als Ganzes wasserdicht auszubilden.
Diese Aufgabe liegt der Erfindung zugrunde und wird dabei in vorstehendem Zusammenhang
dadurch gelöst, daß die Verbindungsstreifen oder mindestens eine Schicht der Verbindungsstreifen
aus wasserdichtem Werkstoff, nämlich Gummi oder wasserdichtem Kunststoff, bestehen.
Vorzugsweise kann in diesem Zusammenhang noch vorgesehen sein, daß in an sich bekannter
Weise der die längeren U-Schenkel umschließende Verschlußschieber die kürzeren U-Schenkel
mit U-förmig abgebogenen Seitenteilen untergreift, die die Verbindungsstreifen zwischen
sich eintreten lassen, und dieseAusbildung des Verschlußschiebers trägt zu seiner
sicheren Führung und auch insbesondere .dazu bei, die abdichtenden Verbindungsstreifen,
durch die vom Verschlußschieber beim Schließvorgang übergriffenen Verschlußglieder
an
den Rändern wasserabdichtend zusammenzupressen. Diese Zusammenpressung
ist vorzugsweise gemäß der Erfindung in der Form vorgesehen, daß die kürzeren U-Schenkel
der Verschlußglieder die Ränder der Verhindungsstreifen gegeneinänderpressen und
gegen eine diese Anpressung lockernde Verschivenkung nach oben an den Verschlüßenden
sichern, z: B. durch je einen an diese Verschlußenden anliegenden Vorsprung des
nächstfolgenden Verschlußgliedes einer oder beider Reihen von Verschlußgliedern.
Insgesamt sitzt also ein Reißverschluß gemäß der Erfindung nicht wie sonst im wesentlichen
in der Ebene der zu verbindenden Stoffkantern .der Verbindungsstreifen, sondern
liegt über den mit dem Kleidungsstück od. @dgl. verbundenen Enden .der Verbindungsstreifen,
deren Ränder nach außen umgelegt sind, wobei gleichzeitig die Verschlußglieder gegenüber
den üblichen Reißverschlüssen um r8o° gedreht sind.
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Die erfindungsgemäß erzielte Wasserdichtigkeit erlaubt die Anwendung
des Reißverschlusses auf den verschiedensten Anwendungsgebieten, z. B. für wasserdichte
Westen, wasserdichte Taschen in Schwimmanzügen und sonstige Kleidungsstücke und
selbständige Taschen, Beutel od. dgl. Wenn auch die Wasserdichtigkeit der ,Zweck
,der Erfindung ist, so versteht es sich doch von selbst, daß die erfindungsgemäß
hergestellten Reißverschlüsse auch für andere Zwecke angewendet -werden können,
bei denen es auf Wasserdichtigkeit nicht ankommt.
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Die Verbindungsstreifen oder mindestens eine Schicht der Verbindungsstreifen
können statt aus Gummi auch aus Zellkautschuk oder Zellkunststoff oder sonstigem
wasserdichtem Kunststoff oder -wasserdicht imprägniertem Stoff bestehen und an den
gleichfalls wasserdichten Stoff des Kleidungsstückes, der Tasche od. dgl. wasserdicht
befestigt, z. B. angeklebt werden.
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Die zur Sicherung der wasserdichten Anpressung der Verbindungsstreifen,
gegen Verschwenkung zweckmäßig ausgebildeten Verschlußglieder können zu .diesem
Zweck z. B. an Stelle der erwähnten, an den Verschlußenden anliegenden Vorsprünge
bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung Ausnehmungen und zugehörige Nocken
mit in zur Bewegungsebene des Schiebers parallelen Ebenen urrunden Querschnitt besitzen,
vorzugsweise länglichen oder rechteckigen Querschnitt, der in der Schließstellung
ihre Verschwenkung gegeneinander verhindert.
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Zur Vereinfachung der Fertigung bilden die Verbindungsstreifen in
der Regel selbständige Teile, die nachträglich an dem zu verschließenden Gegenstand
.angebracht werden. Da es sich jedoch bei den wasserdichten Verschlüssen häufig
um Gegenstände handelt, die, wie eingesetzte Taschen, verhältnismäßig klein sind
und ohnehin gesondert angefertigt werden müssen, können die Verbindungsstreifen
auch einstückig in den vorzugsweise wasserdichten Stoff des mit dem Verschluß zu
versehenden Gegenstandes, z. B. einer wasserdichten Tasche, übergehen, d. h. die
Randstreifen .dieses Stoffes bilden. Auch können, wenn gesonderte, vom zu verschließenden
Gegenstand unabhängige Verbindüiigsstreifen vorgesehen sind, die Stoffränder dieses
Gegenstandes zusammen mit .den Verbindungsstreifen zwischen die U-Schenkel der Verschlußglieder
eingepreßt werden.
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Am einen Ende eines .derartigen wasserdichten Reißverschlusses können
die Verbindungsstreifen, wie üblich, durch ein Endstück fest zusammengepreßt und
miteinander verbunden werden. Am anderen Ende verhindert .dann aber der übliche
Trennstift oder Trennocken des Verschlußschiebers, daß die letzten Gliederdes Verschlusses,
über .denen sich der Verschlußschieber in seiner Endstellung befindet, in die Schließstellung
gebracht werden und auch an :diesem Ende die Verbindungsstreifen zusammendrücken.
Dies ist für Mäntel, Westen, Wasserstiefel od. dgl., d. h. oben offene Gegenstände,
ohne Bedeutung. Um nun bei allseitig zu schließenden Gegenständen, z. B. bei Taschen,
Zelten, Faltbooten, auch nahe der Endstellung des Verschlußschiebers nach dem Verschließen
einen wasserdichten Abschluß zu gewährleisten, werden die Verbindungsstreifen über
das Ende des zu verschließenden Spaltes um ein Stück hinausgeführt, daß mindestens
der Länge des Verschlußschiebers entspricht, so daß .die nach dem anderen Ende des
Spaltes zu folgenden Verschlußglieder ,die Verbindungsstreifen bereits fest zusammendrücken.
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Bei besonderer Beanspruchung könnte gleichwohl noch Feuchtigkeit zwischen
und unmittelbar unter den nicht verbundenen Endgliedern, über denen der Verschlußschieber
in seiner Endstellung sitzt, in der Längsrichtung des Reißverschlusses in diesen
und den verschlossenen Gegenstand eindringen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist daher kurz vor diesem Ende des Reißverschlusses ein wasserdichter
Dichtungslappen mit seinem einen Ende mit dem einen Verbindungsstreifen und mit
seinem anderen Ende mit .dem .anderen Verbindungsstreifen wasserdicht derart verbunden,
daß er beim Schließen, zwischen die Verbindungsstreifen eingeklemmt wird und beim
Öffnen schräg zwischen diesen Streifen- verläuft..
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Auf die genannten Dichtungsmaßnahmen und die wasserdichte Ausführung
der Verbindungsstreifen kann verzichtet werden, wenn der neue Reißverschluß für
andere Zwecke Anwendung finden soll, bei .denen es auf die Wasserdichtigkeit nicht
ankommt. Er kann z. B. einen unsichtbaren Reißverschluß bilden, wenn,der Versghlußschieber
innerhalb:des Kleidungsstückes od. dgl. geführt wird und die Ränder der Verbindungsstreifen
nach innen umgelegt werden. Der Verschluß. kann in wasserdichter Ausführung auch
einen vorstehenden Zierstreifen einesKleidungsstückesoder sonstigen Gegenstandes
bilden.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise
dargestellt, und zwar zeigt Fig. r einen Querschnitt einer wasserdichten Ausführungsform,
wobei die Verschlußglieder in Schließstellung im mittleren Bereich des Verschlusses
gezeigt sind,
Fig.2 eine Vorderansicht der Ausführung nach Fig.
i, -wobei ein Teil .der Verschlußglieder in Schließstellung und ein anderer Teil
in mehr oder weniger geöffneter Stellung unterhalb des Verschlußschie'bers dargestellt
ist, Fig.3 einen Querschnitt durch eine andere wasserdichte Ausführungsform, z.
B. für eine Tasche, wobei der Verschlußschieber in seiner Endstellung nach dem Verschließen
dargestellt ist, Fig. 4 in kleinerem Maßstab eine Seitenansicht auf einen Reiß@verschluß
nach Fig. 3, jedoch nach Beginn des Öffnens, und Fig. 5 in kleinerem Maßstab eine
Vorderansicht eines Reißverschlusses-nach Fig.4 und entsprechend Fig. 3, jedoch
abweichend von Fig. 3 kurz nach Beginndes Öffnungsvorganges.
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In sämtlichen Figuren sind die Verschlußglieder mit i und 2 bezeichnet.
Jedes der Verschlußglieder ist U-förmig gestaltet, wobei die in Fig. i und 3 untenliegenden
U-Schenkel 3 und 4 kürzer sind als die obenliegenden Schenkel 5 und 6. Die .Schenkel
5 und 6 sind auf der einen Seite mit Ausnehmungen 7 und auf der anderen Seite mit
jeweils in die Ausnehmungen 7 des Nachbargliedes einrastenden Nocken B versehen.
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Die Verschluß-glieder werden .auf der Seite der längeren Schenkel
5 und 6 von einem Verschlußschieber 9 umschlossen, der mit U-förmig umgebogenen
Seitenteilen io und i i unter die kürzeren Schenkel 3 und 4 greift.
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Gemäß Fig. i sind zwischen die U-Schenkel 3 und 4 der Verschluß:glieder
die Enden von aus Gummi bestehenden Verbindungsstreifen 12 und 13 eingeführt, deren
Ränder 14 und 15 nach außen umgelegt und zwischen die U-Schenkel 3 und 5 bzw. 4
und 6 eingepreßt sind, wobei die ursprünglich zu den oberen Schenkeln 5 und 6 parallel
laufenden Schenkel 14 und 15 nach innen abgebogen werden. An der Stelle 2o sind
die Gummistreifen gegeneinandergepreßt, so daß sie hier einen wasserdichten A #bschluß
bilden. Zur Sicherung dieses Abschlusses besitzen in zur Bewegungsebene des Schiebers
9 parallelen Ebenen die Ausnehmungen 7 und die Nocken 8 rechteckigen Querschnitt,
.der eine Verschwenkung der Verschluß-glieder i und 2 gegeneinander und nach oben
in .der Schließstellung verhindert. Zum gleichen Zweck können statt dessen oder
zusätzlich an der einen Reihe der Verschlußglieder i die in Fig. i und 2 strichpunktiert
angegebenen Vorsprünge 16 und/oder an der anderen Reihe der Verschlußglieder 2 die
strichpunktiert angegebenen Vorsprünge 17 vorgesehen sein, die in der Schließstellung
gegen das gegenüberliegende Ende des benachbarten Verschlußgliedes der anderen Reihe
anliegen und die Verschwenkung verhindern. Der Einfachheit halber sind in Fig. 2
die Vorsprünge 16 und 17 nur bei den beiden ersten Gliedern angedeutet.
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Die Verbindungsstreifen 12 und 13 werden gemäß Fig. i an die Stoffkanten
n8 und i9 des Klei-3ungsstückes, einer Tasche oder eines sonstigen zu verschließenden
Gegenstandes angeklebt, wobei .der Stoff der Teile 1.8 und 19 gleichfalls aus Gummi
bestehen oder anderweitig wasserdicht ausgeführt sein kann.
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Fig. 4 zeigt, eine zur Anwendung auf eine wasserdichte Tasche od.
dgl. geeignete Ausführungsform eines Reißverschlusses, und zwar ist Fig.3 ein Schnitt
nach der Linie III-III .der Fig. 4 und 5, wenn albweichend von diesen Figuren der
Verschlußschieber seine Endstellung einnimmt, in der er mit der Linie M der Fig.
5 abschließt. Die Stoffränder der Tasche sind mit 21 und 22 (bezeichnet. Gemäß Fig.
5 ist der eine Verbindungsstreifen 12 mit dem anderen Streifen 13 durch einen Dichtungslappen;
23 aus Gummi verbunden, der in der Offenstellung nach Fig.4 un-d 5 schräg zwischen
diesen Streifen verläuft. Im Bereich zwischen den Linien I-1 und III-III ist der
Dichtungslappen bei 28 an den Streifen 13 angeklebt. In Fig. 3 sind alle Klebverbindungen
zwischen den einzelnen Stoff-und Streifenrändern mit dickeren. Linien veranschaulicht.
Bei 26 ist der Dichtungslappen an den Streifen 12 angeklebt. Der Stoffrand 21 ist
zwischen das Ende des Streifens 12 und den Dichtungslappen eingeführt und gemäß
Fi:g.3 im Bereich des Schnittes III-III nur an den Dichtungslappen angeklebt. Befindet
sich der Verschlußschieber zwischen den Linien 1-I und III-III der Fig. 5, deren
Abstand mindestens der Länge a des Verschlußschiebers gleich sein soll, so dient
in diesem Bereich der Verbindungsstrelfen 12 nicht mehr zur Abdichtung, sondern
lediglich als .freier Träger für die letzten Verschlußglieder i und zur Führung
des Verschluß,schiebers. In diesem Bereich können daher die Verschlußglieder auch
in der Schließstellung nach wie vor durch den in Fig.2 gezeichneten Trennocken3o
mehr oder weniger und ohne wasserdichten Abschluß voneinander getrennt sein. Die
wasserdichte Zusammenpressung es Streifens 12 mit dem Dichtungslappen' 23 und dem
Streifen 13 beginnt erst im Schnitt III-III. Dabei verhindert der Dichtungslappen
23, daß in der Längsrichtung des Verschlusses und dicht unterhalb der Verschlußglieder
im Bereich zwischen den Linien I-I und III-III eingedrungenes Wasser in .die Tasche
dringt. Voraussetzung ist dabei, daß die im Schnitt III-III senkrecht zur Zeichenebene
der Fig. 5 verlaufenden Taschenränder bis dicht unterhalb des Streifens 13 und des
Lappens 23 miteinander verklebt sind, wie dies bei 2:5 in Fig. 3 gezeigt ist, mit
anderen Worten, .daß der öffnungsspalt 2:4 der Tasche im Schnitt III-III endet.
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Der Streifen i2 kann abweichend von Fig. 3 auch im Schnitt III-III
mit seinem freien Ende mit dem Stoffrand 21 verklebt sein. Wesentlich ist nur, daß
das die Verschlußglieder i tragende Ende des Streifens 12 genügend Bewegungsfreiheit
besitzt, um den Trennocken 30 im Bereich zwischen den Linien III-III und
1-I durchtreten zu lassen.
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Am anderen Ende des Reißverschlusses ist in an sich bekannter Weise
ein Endstück 29 vorgesehen, das gemäß Fig. 4 und 5 die Verbindungsstreifen 12 und
13 und auch die Stoffränder 2i und 2,2 wasserdicht zusammenpreßt. Auch an diesem
Ende müssen im Bereich des Endstückes 29 die Stoffränder in
einer
z. B. senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 5 verlaufenden Ebene unmittelbar unterhalb
der anschließenden Verbindungsstreifen 12, 13 miteinander verklebt oder anderweitig
wasserdicht miteinander verbunden sein, z. B. :durch Umlegen der Stoffbahn. Der
Stoff der auf diese Weise gebildeten Tasche soll wasserdicht sein, z. B. aus Gummi
bestehen. Die ganze wasserdichte Tasche kann als Ganzes in ein Kleidungsstück, einen
Badeanzug od.:dgl. eingesetzt werden oder eine für sich tragbare Tasche bilden.
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Zum Verschieben des Verschlußschiebers 9 dient, wie üblich, ein Bügel
27, der in Fig. i und 3 weggelassen ist.
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Abweichend von Fig.3 können .die Stoffränder 21, 22 .auch .zwischen
den Dichtungslappen 23 und den Verbindungsstreifen 13 eingeklebt werden.
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Die Erfindung umfaßt auch die in verschiedener Weise möglichen und
nur beispielsweise beschrieibenen Kombinationen des neuen Reißverschlusses mit -den
zu verschließenden Gegenständen, insbesondere Klei-düngsstücken, Taschen, Schuhen
oder Wasserstiefeln, Westen, Regenmänteln, Zeltplanen oder Zelten und Faltbooten.