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Rolljalousie mit schwenkbaren Lamellen Seitdem man dazu übergegangen
ist, an Stelle von Holzbrettchen Aluminium für die Herstellung der Lamellen von
Rolljalousien zu verwenden und ,da-durch eine höhere Lebensdauer der Lamellenstore
erreicht, sind lebhafte Bemühungen in Gang gekommen, um die früher bekanntgewordenen
Konstruktionen zu verbessern. Die Anforderungen sind hochgespannt, da mit einer
solchen Jalousie nicht nur der Einfall direkter Lichtstrahlen oder die ,Sicht von
außen abgeschirmt werden soll, ohne daß dadurch der Raum völlig verdunkelt und die
Luftventilation verhindert wird, sondern je nach Bedarf völlige Verdunkelung sowie
Schutz gegen Witterungsunbilden und .gegen Einbruch erreicht werden soll und endlich
die Einrichtung einfach und ohne Lärm zu betätigen und für eine große Anzahl von
Jahren betriebssicher sein soll.
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Die bisher vorgeschlagenen Vorrichtungen lassen sich in zwei Hauptgruppen
aufteilen. Bei der ersten bestehen getrennte Organe für das Verschwenken ,der Lamellen
und das Aufrollen der Jalousie. Es müssen also jeweils mindestens zwei Organe in
der richtigen Reihenfolge betätigt werden, was unpraktisch ist und mehrere Mauerdurchführungen
für die Mertragsorgane bedingt.
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Bei der zweiten Gruppe ist das Aufrollorgan zugleich als Schwenkvorrichtung
für die Lamellen äusgebil-det, so daß durch eine einzige Betätigungsvorrichtung
in selbsttätig richtiger Reihenfolge sowohl das Aufziehen bzw. Herunterlassen der
Jalousie
als auch das Verschweaken der Lamellen bewirkt werden kann. Den bisher vorgeschlagenen
Lösungen dieser Gruppe haften aber Unzulänglichkeiten an, die :die praktische Verwendbarkeit
stark einschränken. So können bei einzelnen Typen die Lamellen aus der Horizontallage
nur nach einer Richtung, also entweder nur nach oben oder nach unten, geschwenkt
werden. Bei anderen wandert die Falllinie der Jalousie beim Verschwenken der Lamellen
,hin und her, so daß die seitliche Führung unmöglieh wird oder sich an idersel!ben
starke Reibung ergibt. Wieder andere Konstruktionen, bei denen die Lamellen durch
starre Gelenkstäbe verbunden sind, ruhen in herabgelassenem Zustand auf ,dem Fensterbord
auf. Dadurch ist insbesondere die leichte Schwenkbarkeit der unteren Lamellen, die
durch .das Eigengewicht der darüber angeordneten Lamellen belastet sind, stark beeinträchtigt.
Außerdem ist auch die Beweglichkeit des Rolladens zufolge der beträchtlichen Reibung
der Gelenkstäbe in den Führungsnuten des Fensterfutters wesentlich erschwert und
eine Verklemmung des Rollladens in diesen Führungsnuten begünstigt.
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Die den Gegenstand ,der vorliegenden Erfindung @bildende Rolljalousie
mit parallelen schwenkbaren Lamellen, die :durch (Distanz- und Zugstränge sowohl
unter sich als auch durch die letzteren mit dem zugleich .als Schwenkvorrichtung
ausgebildeten Aufrollorgan verbunden sind, vermeidet alle diese Unzulänglichkeiten,
ist von einfacher und betriebssicherer Konstruktion und vielseitig verwendbar.
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-;Die Erfindung ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, @daß die
Distanzstrü nge des Rollladens in herabgelassenem Zustand an,der obersten schwenkbaren
Lamelle frei schwebend aufgehängt sind und @daß mindestens diese Lamelle an außerhalb
des Rolladens bzw. am Aufrollorgan vorgesehenen Tragelementen mit ihren. Schwenkachsenenden
aufliegt.
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Bei Anbringung der Jalousien an nach außen gerichteten Fenstern und
Türen sind die Distanzstränge in der Regel dem Freien zugekehrt und ,die Zugstränge
dem Innenraum zugewandt. Jedoch werden solche Jalousien bisweilen auch zur Abteilung
von zwei Innenräumen verwendet.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden in der nachfolgenden
Beschreibung der einige Ausführungsbeispiele .des Gegenstandes der Erfindung schematisch
darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigt Fig. i einen Querschnitt durch-
eine FensterÖffnung mit einer Rolljalousie in einer ersten AusfÜhrungsform, Fig.2
die Ansicht eines Teils der Rolljalousie nach Fig. i in größerem Maßstab, Fig. 3
einen Querschnitt durch einen. Teil einer Rolljalousie in einer zweiten Ausführungsform,
Fig. 4 einen Querschnitt durch einen Teil einer Rolljalousie in einer :dritten Ausführungsform,
Fig. Seinen Querschnitt durch den oberen Teil einer Lichtöffnung mit eingebauter
Rolljalousie in einer -vierten Ausführtirigsform,.- . Fig. 6 einen Querschnitt durch
eine Türöffnung mit einer Rolljalousie in einer weiteren Ausführungsform, Fig. 7
einen- Querschnitt durch die Auf rollvorrichtung und,den oberen Teil einer Rolljalousie,
Fig. B eine Ansicht in perspektivischer Darstellung einiger Einzelheiten der Jalousie,
Fig. 9 .die ',Ansicht des untersten Teils der Rolljalousie nach Fig. 6, Fig.-io
leinen Schnitt durch weitere Einzelheiten der Rolljalousie.
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Einander entsprechende Teile sind in den verschiedenen Figuren mit
den gleichen Bezugszeichen versehen..
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In Fig. i ist die Anordnung einer Rolljalousie in einer durch den
Sturz io, ii, die Fensterbank 13 und den Rahmen 12 angedeuteten Fensteröffnung schematisch
imScbnitt dargestellt. ImFenstersturz ist der Rolladenkasten mit dem Aufrollorgan
eingebaut, welches .im wesentlichen aus der Walze 4, der damit verbundenen Gurtrolle
5 und des ins Innere des durch die Jalousie abzuschirmenden Raumes geführten Aufzuggurtes
6 besteht. AmAufrollorgan sind die zum Aufziehen und Schwenken .der Lamellen i bestimmten
Stränge 2 so (befestigt, daß ein Zug an .dem Aufzuggurt 6 sich zwangsläufig auf
:die Zugstränge 2 überträgt. Die oberste schwenkbare Lamelle i ist mittels Drehzapfen
9 auf seitlich an. der Fensterleibung befestigten Auflagen 8 drehbar gelagert, wie
in Fig.2 verdeutlicht wird.
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Die Lamellen i sind unter sich durch zwei Gruppen von Strängen 2,
3 so verbunden, daß sie unter sich in parallelen Stellungen gehalten werden. Die
zu einer -dieser Gruppen gehörenden Stränge 3 verbinden die Lamellen in der Weise,
daß sie beim Verschwenken der Lamellen keinen direkten Bewegungsimpuls von dem als
Schwenkeinrichtung ausgebildeten Aufrollorgan erhalten. Soweit diese Stränge 3 in
der Schwenkachse der Lamellen selbst befestigt sind, wie dies z. B. in der Ausführungsform
nach Fig. i, 3, 4, 5 und 7 der Fall ist, führen sie während des Schwenkvorgangs
keinerlei Bewegung aus, sondern dienen im wesentlichen nur der Versbindung und der
Distanzhaltung der Lamellen. Sofern sie hingegen außerhalb der Schwenkachse an den
Lamellen befestigt sind, wie dies in Fig. 2 angedeutet ist, übertragen sie beim
Schwenken die Kippbewegung der einen Lamellenkante auf die entsprechende Kante der
übrigen Lamellen. Sie erhalten in diesem Fall den Bewegungsimpuls von der - obersten
schwenkbaren Lamelle, an der sie befestigt sind; und dienen somit ebenfalls im wesentlichen
der Distanzhaltung der Lamellen. Sie werden daher in der Folge der Einfachheit halber
als Distanzstränge bezeichnet und sind offensichtlich der einen Gruppe von Lamellenkanten
zugeordnet.
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Die zur anderen- Gruppe gehörenden Stränge 2, ,die ihren Bewegungsimpuls
direkt vom Aufroll-Organ erhalten, besorgen hingegen das Aufziehen und Aufrollen
der Lamellen i und bestimmen zudem :die Schwenkstellung der letzteren. Sie sind
somit der anderen Lamellenkante zugeordnet und
naturgemäß immer
außerhalb der Schwenkachse an den Lamellen befestigt. Inder Folge werden sie der
Einfachheit halber als Zugstränge bezeichnet.
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Um zu erreichen, daß der Drehzapfen 9- der obersten schwenkbaren Lamelle
beim Herunterlassen der Jalousie sicher .in die Auflage 8 gleitet, laufen die Zugstränge
2 über eine Führungsrolle 7, welche seitlich im Rolladenkasten gelagert ist; aus
dem gleichen Grund ist mindestens ein Arm der Auflage 8 über die Fallinie hinaus
verlängert. Aus Fig. i ist ersichtlich"daß'bei vollständigemLock ern des Aufzuggurtes
6 die Lamellen mit der gegen den Fensterrahmen 12 liegenden Innenkante infolge ihres
Eigengewichtes nach unten schwenken, bis sich die L.amellenränder dachziegelförmi,g
überdecken. In dieser .Stellung ist der Raum gegen Sicht von schräg unten vollständig
abgeschirmt. Wird nun auf den Gurt 6 ein Zug ausgeübt, so schwenken die Lamellen
i aus der untersten Stellung vorerst allmählich in die im oberen Teil der Fig. 1
dargestellte Horizontalstellung, bei Fortsetzung des Zuges in die im unteren Teil
der Fig. i angedeutete Stellung i, schräg nach oben, und zwar zuletzt so weit, -daß
wiederum die Kanten der nächstfolgenden Lamellen sich schuppenartig übereinanderlegen.
Inn dieser Stellung ist der Raum gegen von außen, insbesondere gegen schräg von
oben einfallendes Licht völlig geschützt. Die Schwenkung der Lamellen erfolgt hierbei
um die durch die Lage des Drehzapfens 9 für die oberste schwenkbare Lamelle !bestimmte
Schwenkachse, der für die anderen Lamellen einer durch die Lage der Stränge 2 und
3 bestimmten Schwenkachse entspricht.
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Bei weiterer Zugeinwirkung auf ,den ;Gurt 6 in der durch den Pfeil
angedeuteten Richtung werden die Lamellen. i in ihrer Gesamtheit durch die Zugstränge
2 angehoben und sodann auf der Wale .4 aufgerollt. Das Aufrollorgan dient also zugleich
als Schwenkeinrichtung für die Lamellen.
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Die einzelnen Lamellen werden vorteilhaft seitlich geführt, und zwar
am besten in Gleitschienen 15, wie dies in .den Fig. 3, 5, 6, 7 und 8 dargestellt
ist. Die Lamellen weisen zu diesem Zweck an ihren Stirnseiten Führungszapfen 17
oder andere zum Eingriff in die Führungsschienen geeignete Organe auf, welche beim
Aufziehen und Herunterlassen der Jalousie in den Schienen 15 gleiten.
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Zweckmäßigerweise wird der oberste Teil der Gleitschiene so ausgebildet,
,daß er zugleich als Auflage für die Drehzapfen der obersten schwenkbaren Lamelle
dient, etwa in der Weise, daß die beiden Backen der Führungsschiene weiter voneinander
entfernt werden, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. In diesem Fäll wird für den
Drehzapfen 9 ein größerer Querschnitt gewählt als für die Öffnung der Führuhgsschiene
und für die in der Schiene zu führenden Zapfen 17 der übrigen Lamellen, so daß beim
Herablassender Jalousie der Drehzapfen9,der obersten schwenkbaren Lamelle -im erweiterten
oberen Teil 16 der Gleitschiene 15 liegenbleibt.
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Um die Höhe des Lagerzapfens 9 beim Einbau der Rolljalousie bequem
den vorhandenen Verhälthissen anpassen zu können; ist es zweckmäßig, ;die Tragelemente
verstellen zu können. Zu diesem Zweck ist im Ausführungsbeispiel nach Fi.g. 6 im
Innern des oberen erweiterten Teils 16 der Führungsschiene 15 ein Anschlagstück
34 mittels der Klemmschrauben35 befestigt. DieFührungsschiene weist an der betreffenden
Stelle in der Zeichnung nichtdargestellte Längsschlitze auf, so daß,das Anschlagstück
34 nach oben oder unten verschoben und in der ,gewünschten Stellung mittels der
Klemmschrauben 35 fixiert werden kann. Das Anschlagstück 34 läßt innerhalb der -Schiene
einen genügend breiten Schlitz offen, damit die Führungszapfen 17 der Lamellen durchgleiten
können, nicht aber der größere Dimensionen aufweisende Lagerzapfen 9.
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(Eine andere Art der Verstellbarkeit der Tragelemente ist in Fig.
4 dargestellt. Dort bleiben die Lagerzapfen 9 beim Herablassen der Jäloüsie auf
dem Tragbügel 22 liegen. Dieser Bügel ist verstellbar und kann z. B. in die strichpunktiert
eingezeichnete Stellung 22a .gebracht werden. Diese Stellung und die Fixierung in
:der gewünschten Stellung erfolgt durch die Flügelschrauben 26, 27, welche mit dem
Verbindungsstück 2@5 zusammenwirken. Das Verbindungsstück kann in -dem z. B. an
der Fensterleibung befestigten Träger 23 längs ,des im letzteren angebrachten Schlitzes
24 -verstellt und in der gewünschten Höhe und Schwenkläge festgeklemmt werden. Außerdem
kann der Bügel 22 mittels der Flügelschraube 27 im entsprechenden Führungsschlitz
verkürzt oder verlängert werden. Selbstverständlich kann die Anordnung nach Fig.4
durch seitliche- Führungsschienen oder andere Führungselemente bekannter Art für
die Lamellen ergänzt werden.
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Die Lage der Schwenkachse der obersten schwenkbaren Lamelle kann aber
noch -auf-andere Art bestimmt werden, nämlich durch Haltestränge 28, 36, 45, welche
an der obersten schwenkbaren Lamelle befestigt und derart mit dem Aufrollorgan verbunden
sind"daß ihre freie Länge sich während der zur Erzeugung Ader Schwenkbewegung der
Lamellen ausgeführten Drehbewegung des Auf rollorgans nicht ändert. Beispiele dieser
Ausführungsart sind in den Fiig. 5, 6 und 7 dargestellt. In Fig. 5 ist der Haltestrang
28 an der obersten schwenkbaren Lamelle und andererseits am Ring 29 befestigt. Letzterer
ist in einer Vertiefung der Aufrollwalze 4 derart angebracht, .daß er gegen die
Walze so weit freidrehbar ist, als der in der Nut 30 gleitende Anschlag 31
es erlaubt. Die Anordnung ist so getroffen, daß die Drehbewegung der Walze 4 in
dem zur Verschwenkung der Lamellen notwendigen Ausmaß sich nicht zwangsläufig auf
den Ring 29 überträgt, so daß während des Schwenkvorgangs die freie Länge der Haltestränge
weder verkürzt noch verlängert wird. Sobald jedoch beim Weiterdrehen der Walze 4
das Aufziehen der Jalousie bewirkt wird, gelangt der Anschlag 31 an das Ende ,der
Nut 30, so daß auch der Ring 29 in der Aufzugsrichtung mitgenommen und damit der
Haltestrang mit aufgerollt wird. Beim Ausführungsbeispiel
nach
Fig. 6 ist der Haltestrang 36, der natürlich nur zur Anwendung kommt, wenn
!der Anschlag 34 weggelassen wird und der daher gestrichelt eingezeichnet ist, in
der Drehachse der Aufrollwalze 4 befestigt, wobei die Wälze an den entsprechenden
Stellen Aussparungen 38 besitzt. Diese sind wiederum so bemessen, daß die freie
Länge der Haltestränge 36 sich während des Schwenkvorgangs nicht oder zum mindesten
nicht wesentlich ändert, beim Aufrollender Jalousie hingegen auch die Haltestränge
36 mit aufgewickelt werden. Bei diesem wie beim vorangehenden Ausführungsbeispiel
sind die Zugstränge zdirekt am Umfang der Walze 4 befestigt.
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Beim Ausführungsbeispiel nach Fi.g. 7 sind die Haltestränge 45 an
der Walze 4,der Aufrollvorrichtung befestigt, wobei diese Walze jedoch gegenüber
jenem Teil s (der Aufrollvorrichtung, in welchem die Zugstränge 2:, 2a befestigt
sind, Abis zu einem in der Nut 46 laufenden Anschlag 47 frei drehbar ist. Durch
die in diesen drei Beispielen beschriebene Befestigungsweise -der Zugstränge 2 und
,der Haltestränge am Aufrollorgan ergibt sich eine Kreuzung der zwei Strangarten
zwischen ihren Befestigungspunkten an der .obersten schwenkbaren Lamelle und am
Aufrollorgän. Sie. werden daher zweckmäßigerweise gegeneinander seitlich versetzt
angeordnet.
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Die Länge der Haltestränge 28, 36, 45 kann bei der Montage der Jalousie
ebenfalls nach Bedarf eingestellt werden, so daß sich hierdurch wiederum eineRegulierbarkeit
derTragelemente entsprechend den Erfordernissen des Einbaus ergibt.
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Im allgemeinen sind die Rolljalousien unten durch eine nicht schwenkbare
Leiste 39 abgeschlossen, welche Anschlagelemente 4o tragen, um deren Endstellung
im hochgezogenen Zustand .der Jalousie zu bestimmen. Damit diese untere Abschlußleiste
ebenfalls mit hochgezogen werden kann, muß sie mit den Strängen 2, 3 verbunden sein.
Wie in Fig. 6 und 9 dargestellt, erfolgt die Verbindung mit den Zugsträngen 2 zweckmäßigerweise
über Schwenkarme 41, welche mittels der Lagerstücke 44 auf der unteren Abschlußleiste
39 drehbar befestigt sind. Die Schwenkarme 41 laufen in Nuten 42 und stehen unter
der Wirkung von nach unter drückenden Torsionsfedern 43. Die strichpunktiert gezeichnete
Stellung 41, des Schwenkarms 41 .entspricht -der im oberen Teil der Fig. 6,dargestellten
Schwenklage der Lamellen, die ausgezogen gezeichnete Stellung hingegen der im unteren
Teil der Fig.6 .gezeigten geschlossenen Schwenklage 1Q der Lamellen.
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Eine besonders zweckmäßige Anordnung des Schwenkarms 41 ergibt sich,
wenn @die durch die Lagerstücke 44 bestimmten Drehachsen wenigstens annähernd in
der Ebene liegen, die durch die Schwenkachsen der schwenkbaren Lamellen bestimmt
ist, und wenn zudem die Schenkel der Schwenkarme 41 annähernd so lang sind wie der
Abstand zwischen der Schwenkachse -der Lamellen und der Verbindungsstelle der Lamellen
mit den Zugsträngen 2. Dadurch wird nämlich erreicht, daß der Schwenkradius der
Schwenkarme dem zugehörigen Schwenkradius der Lamellen annähernd entspricht und
die Stränge 2, auch in der untersten Partie parallel geführt sind, was zum guten
Funktionieren wesentlich beiträgt.
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Um schon durch das bloße Lösen des Gurtes 6 die Schwenkbewegung der
Lamellen herbeizuführen, ist es notwendig, @daß auf jenen Teil der Lamellen, welcher
von der Schwenkachse aus in Richtung auf die Zugstränge liegt, eine nach unten gerichtete
Kraft wirkt. Diese Kraft kann je nach der Anordnung der Schwenkachse innerhalb der
Lamellen schön allein aus dem Übergewicht resultieren, welches sich bei den Ausführungsbeispielen
nach Fig. 1, 3, 4 und 7 ergibt. Sie kann aber auch dadurch entstehen, @daß gemäß
dem in Fig. 6 unten dargestellten Ausführungsbeispiel die Torsionsfe-der 43 einengenügenden
Druck auf die Schwenkarme 41 ausübt. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 entsteht
die nach unten wirkende Kraft dadurch, @daß die mit dem Fensterrahmen verbundene
Feder 32, auf welcher ein an der Lamellenkantebefestigter, vorstehender Stift 33
aufliegt, auf diese Kante einen Zug :nach oben ausübt. In Fig. 6 ist auf der Aufrollwalze
4 eine Feder 37 befestigt, welche in Richtung des Pfeils drückt, wenn die Walze
4 in entsprechender Richtung gedreht wird, beim Aufziehen der Rolljalousie jedoch
auf die genannte Walze mit aufgewickelt wird. Im Sinne der obengenannten Ausführungsbeispiele
wirkende Federn oder Gegengewichte können natürlich auch noch auf andere Art angebracht
wenden, wobei zweckmäßigerweise auf -die obersten schwenkbaren Lamellen eingewirkt
wird, damit in der obersten Schwenkstellung der Lamellen ein dichtes Aufeinanderliegen
der Lamellenränder herbeigeführt wird und nicht etwa infolge des notgedrungen vorhan-,denen
Spiels in den Abmessungen zwischen den unteren Lamellen infolge einer von unten
nach unten ziehenden Kraft ein Lichtspalt entsteht.
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Der lichtdichte Schluß der Lamellen kann noch durch entsprechende
Formgebung der Lamellen, insbesondere derLamellenränder verbessertwerden. Bei den
in Fig. 3 .gezeigten Lamellen weisen die Längskanten Vorsprünge 18 und Einbuchtungen
19 auf, die in der oberen Schwenkstellung i" passend ineinandergreifen und -dadurch
nicht nur jedes Durchfiltrieren von ,direktem Licht verunmöglichen, sondern auch
ein unbefugtes Hochheben einzelner Lamellen, von außen her erschweren.
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Um auch seitlich eine vollständige Lichtabdichtung zu erreichen, ist
es vorteilhaft, den einen Schenkel,derGleitschienen 15 so weitzu verlängern, daß
er über `den Rand der Lamellen 1 greift, wie in Fg. 8 dargestellt. Sofern die Schwenkachse
nicht mit einer Längskante ider Lamellen zusammenfällt, wird der verlängerte Schenkel
15" gekröpft.
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Erleichtert wird das Aufrollen der Lamellen 1 auf der Walze 4, wenn
diese Lamellen leicht gewölbt .ausgebil@dct sind, und zwar so, daß die hohle Fläche
beim Aufrollen der Aüfrollwalze zugekehrt ist, wie die Fig. 4, 5, 6 und 7 veranschaulichen.
Wenn nie Lamellen :aus - dünnem Material hergestellt
sind; ist
es zweckmäßig, sie am Rand zu bördeln und ihre Stirnseiten durch in Fig. 8 abgebildete
Kopfstücke 48 zu versteifen, welche gleichzeitig die Führungszapfen oder die Lagerzapfen
9 tragen und solide Befestigungsorgane für .die Stränge 2, 3 bieten. Im übrigen
können die Lamellen beliebige Form aufweisen und aus beliebigem Material :bestehen,
und ebenso kann die Schwenkachse in 'bezug auf die Lamellenkanten beliebig gewählt
werden.
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Die Umstände, z. B. die Gestaltung des Fenstersturzes, können es erheischen,
daß die oberste schwenkbare Lamelle verschieden von den übrigen Lamellen ausgebildet
wird. So ist in Fig.6 eine Ausführung dargestellt, bei der einerseits im schon erwähnten
Sinne ,die Ausbildung eines übergewiehtes herbeigeführt wird und zudem die Lamelle
weniger breit als die übrigen ausgeführt ist, damit sie beim Schwenken am Sturz
nicht ansteht. Die oberste Lamelle kann aber auch nur als Torso ausgebildet und
z. B. auf ein Traggerippe reduziert werden, welches die nötigen Befestigungsstellen
für die .Stränge und die Stellen für die Lagerung in (der ,Schwenkachse bietet.
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Die Stränge können ebenfalls verschiedenartig ausgebildet sein, z.
B. als Draht oder Faserseil, in das an den Verbindungsstellen an dem Lamellen Ösen
5o eingesetzt sind, wie das die in Fig. 8 gezeigte Ausführungsform veranschaulicht.
Sie können ferner als Gliederketten ausgebildet sein, wie in Fig. 2,dargestellt,
oder als Band aus Metall, Kunststoff oder Fasermaterial, wie die Fig. 4, 8 und 9
veranschaulichen. Die Verbindung zwischen den Lamellen und den Strängen ist in allen
Fällen drehbar. Bei Benutzung von Metallbändern für die Stränge können geschlitzte
Einpressungen 49 zum Umfassen der Führungs- bzw. Lagerzapfen 9, 17 angebracht sein,
wie Fig. 8 zeigt. Eine besonders vorteilhafte Ausführung ist in der Fig.4 veranschaulicht.
Danach werden Bogenstücke 2o; welche die an den Lamellen befestigten Drehstifte
21 umfassen, derart inAusnehmungen undEinpressungen 14 des Stranges 2 eingesetzt,
daß sich eine Öse ergibt und die der Öse abgewendete Bandseite keine Erhebung aufweist.
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Die in Fig. io abgebildete Öse weist eine nach dem Versetzen des Bogenstückes
2o in den Haken 5z einzuführende Zunge 51 auf, welche das Bogenstück 2o geben unbeabsichtigtes
Lösen sichert. Die Sicherung kann natürlich auch durch besondere Formgebung der
Öse oder andersartige Verstrebungsmittel bewirkt werden.
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Für besonders breite Jalousien ist es zweckmäßig, außer den an oder
in der Nähe .der Stirnseiten .der Lamellen angeordneten Stützpunkten weitere dazwischenliegende
auf,diegleicheSchwenkachse abgestimmte Stützpunkte vorzusehen. Zu .diesem Zweck
können am Sturz weitere Auflagen so angeordnet sein, (daß nur die oberste schwenkbare,
entsprechend gestaltete Lamelle darauf aufliegt, die übrigenLamellen aber daran
vorbeigleiten. Von den 'gewählten zusätzlichen Stützpunkten der obersten schwenkbaren
Lamellen aus können aber auch weitere Haltestränge zur Aufrollvorrichtung laufen.
Bei sehr hohen Jalousien kann es auch zweckmäßig sein, außer der obersten Lamelle
noch weitere entsprechend ausgewählte Lamellen schwenkbar zu lagern. Dies kann beispielsweise
erreicht werden, indem die Führungsschienen an bestimmten Stellen feste oder durch
verstellbare Anschläge !bewirkte Verengerungen aufweisen, durch die nur die einen
entsprechend geringen Durchmesser aufweisenden Führungsbolzen der tiefer angeordneten
Lamellen gleiten können, nicht aber die dickeren Bolzen der zusätzlich zu lagernden
Lamellen. Die Führungsschienen können in vertikaler oder schräger Lage an der Leibung
fest verankert oder herausklappb .ar sein.