DE900355C - Verfahren zur Herstellung von Stahl mit niedrigem Phosphorgehalt und guter Vergiessbarkeit im Windfrischverfahren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Stahl mit niedrigem Phosphorgehalt und guter Vergiessbarkeit im WindfrischverfahrenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Stahl mit niedrigem Phosphorgehalt und guter Vergießbarkeit im Windfrischverfahren Im Kleinbessemerverfahren wird ein Stahl erzeugt, der wegen seiner guten Vergießbarkeit besonders zur Herstellung von Stahlguß geeignet ist. Ein Nachteil des Kleinbessemerverfahrens liegt aber darin, daß wegen der sauren Schlackenführung eine Entphosphorung nicht möglich ist. Es verlangt daher einen phosphorarmen Einsatz. Das Rinneneisen für das Kleinbessemerverfahren wird heute gewöhnlich aus Schrott und Hämatit, gegebenenfalls unter Zugabe von Ferrosilizium, erschmolzen. Aber auch bei sorgfältiger Auswahl des Einsatzes ist es kaum möglich, betriebsmäßig eine obere Grenze für den Phosphorgehalt von o,o6% einzuhalten. Es ist möglich, den Phosphorgehalt des Kleinbessemerstahls durch Zugabe von Entphosphorungsmitteln, wie z. B. Mischungen von Kalk, Soda und Erz, in die Pfanne oder durch Behandlung mit entsprechend zusammengesetzten Schlakken nachträglich zu entphosphoren. Es hat sich aber herausgestellt, daß die Vergießbarkeit eines derart hergestellten Stahles schlecht ist, so daß er sich nicht zur Herstellung von Stahlguß eignet. Auch im basischen Windfrischverfahren auf niedrige Phosphorgehalte heruntergeblasener Stahl erwies sich als schlecht vergießbar.
- Erfindungsgemäß wird nun vorgeschlagen, einen Stahl mit niedrigem Phosphorgehalt, aber guter Vergießbarkeit in der Weise herzustellen, daß der Stahl zunächst im basischen Windfrischverfahren bis auf niedrige Phosphorgehalte gefrischt und, gegebenenfalls nach Aufkohlung und unter Zugabe von Wärmespendern, wie Ferrösiliziurii, in einen sauren Konverter eingefüllt und kurzzeitig nachgeblasen wird. Der auf diese Weise hergestellte Stahl erwies sich trotz seines niedrigen Phosphorgehaltes als gut vergießbar.
- Bekanntlich ist es aber beim normalen Thomasverfahren nur unter Anwendung besonderer Maßnahmen möglich, auf Phosphorgehalte von weniger als o,o5 % zu kommen. Es hat sich daher als zweckmäßig erwiesen, in der ersten Verfahrensstufe einen Einsatz mit mehr als 2,5'10'C, bis i,5 % Mn, bis o,5 % Si, bis o,5 % P, vorzugsweise bis o,25 % P und vorzugsweise bis o, i °/o S; im basischen° K-leinkonverter mit seitlicher Windzuführung zu verblasen. Beim Verblasen: eines derartigen, Einsatzes in einem Konverter mit seitlicher Windzuführung ist es möglich, durch Zugabe von entsprechenden Mengen Kalkeine sehr weitg ehende Entphosphorung und Entschwefelung zu. erzielen. Der höhere Abbrandverlust kann durch Zugabe von Erz, auf eine betrieblich tragbare Größe herabgesetzt werden.
- Beim Vergießen von. weniger verwickelt geformten Gußstücken kann- es unter Umständen schon genügen, die notwendigen sauren Reaktionen in der Weise zu erreichen, daß der im basischen, Verfahren erblasene -Stahl mit einer sauren Schlacke, z. B. der beim üblichen Kleinbessem@erverfahren anfallenden Schlacke, in Berührung gebracht wird. Hierbei wird zweckmäßigerweise so verfahren, daß der basisch erblasene Stahl in eine Pfanne entleert wird, in der sieh noch saure Schlackenreste vom Vergießen einer Kleinbessernerschmelze her befinden. Das Verfahren nach der Erfindung bietet gegenüber dem üblichen Kleinbessemerverfahren weiterhin den Vorteil., daß es nicht auf die Verwendung von Hämatit angewiesen ist, sondern daß der Einsatz aus Schrott und Stahleisen oder-auch aus Schrott und Thomasroheisen, gegebenenfalls unter Zugabe von Stahleisen, erschmolzen werden kann: " Der erfindungsgemäß hergestellte Stahl ergibt Stahlgu:ßteile mit ausgezeichneten Festigkeitsdigenschaften und ist dem sauren Elektrostahl ebenbürtig.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Stahl mit " niedrigem Phosphorgehalt und guter Vergießbarkeit --mit Hilfe des Windfrischverfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß der Stahl im basischen Windfrischverfahren vorgeb:las,en und entpho,sphort- und; - gegebenenfalls nach Aufkohlung und Zugabe von Wärmespendern, wie Ferrosilizium, im sauren Windfrischverfahren kurzzeitig nachgeblasen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das basische Verfahren in einem Konverter mit seitlicher Windzuführung mit- einem Einsatz von mehr als etwa 2,5 % C, bis i,5 % Mn, bis o,5 % Si und bis o,5o °/o P, vorzugsweise bis o,25a/oP, unter Zugabe von-ent--sp@rechenden Mengen: Kalk zur Erzielung besonders niedriger Phosphor- und Schwefelgehalte durchgeführt wird.
- 3. Verfahren nach :Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz für das basische Windfrischverfahren aus Schrott und Stahleisen und/oder Thomasroheisen erschmolz-en wird.
- 4. Abwandlung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, da.ß der im basischen Windfrischverfahren erblasene Stahl nach Beendigung des Blasens an Stelle des Nachblasens im sauren Windfrischverfahren mit einer sauren Schlacke behandelt wird.
Priority Applications (1)
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| DE900355C true DE900355C (de) | 1953-12-21 |
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1944
- 1944-10-22 DE DEV1476D patent/DE900355C/de not_active Expired
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