DE899667C - Kraftstellwerk mit mechanischem Verschlussregister - Google Patents

Kraftstellwerk mit mechanischem Verschlussregister

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DE899667C
DE899667C DEV1719D DEV0001719D DE899667C DE 899667 C DE899667 C DE 899667C DE V1719 D DEV1719 D DE V1719D DE V0001719 D DEV0001719 D DE V0001719D DE 899667 C DE899667 C DE 899667C
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DE
Germany
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route
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lever
routes
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Expired
Application number
DEV1719D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Habil Wilhelm Schmitz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L19/00Arrangements for interlocking between points and signals by means of a single interlocking device, e.g. central control
    • B61L19/06Interlocking devices having electrical operation
    • B61L19/14Interlocking devices having electrical operation with electrical locks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

  • Kraftstellwerk mit mechanischem Verschlußregister Im heutigen Kraftstellwerkbau ist es üblich, zwei Fahrstraßen durch eine Schubstange im mechanischen Verschlußregister zu sichern. Jede dieser Schubstangen wird durch einen Hebel angetnieben, der zwei Umschlagrichtuntgen .besitzt. Dadurch kann vom Hebel unmittelbar die Schubstange angegriffen und nach beiden Seiten bewegt werden. Die Anzahl der erforderlichen Fahrstraßenhebel beträgt @damit die Hälfte der vorhandenen Fahrstraßen, weil jeder Fahrstrußenhebel zwei Fahrstraßen sichert. Die Anordnung hat zwei wesentliche Nachteile: r. werden sehr viele Fahrstraßenhebel bei Stellwerken mit vielen Zugfahrten oder bei Stellwerken mit gesicherten Rangierfahrstraßen erforderlich, a. ist ,die Zuordnung der Hebel zu den verschiedenen Fahrstraßen nicht ohne weiteres ersichtlich, sondern ergibt sich nur aus der Aufschrift.
  • Sind aus einem Streckengleis Einfährten in neun Bahnhofsgleise möglich, so sind fünf Fahrstraßenhebel hierfür erforderlich. Sind außerdem aus diesen neun Gleisen auch Ausfahrten möglich, so sind weitere fünf Hebel für die Ausfahrten notwendig. Das ergibt insgesamt -zehn Fahrstraßenhebel. Der Erfindung lsegt die Aufgabe zugrunde, die Anzahl der Fahrstraßenhebel eines Stellwerkes einzuschränken, und zwar soll erfindungsgemäß für alle Fahrstraßen eines Stellwerkes ,oder mindestens für eine Gruppe von Fahrstraßen, z. B. für jedes Streckengleis, nur noch ein Fahrstraßenheibel vorgesehen werden, wobei die Auswahl der betreffenden Fahrstraßen. ,durch die Auswahl der Kupplung des Fahrstraßenhebels mit den Fahrstraßen= Schiebern vorgenommen wird. Dadurch wird die Anzahl (der Fahrstraßenhebel erheblich eingeschränkt, in dem vorgenannten- Beispiel von zehn auf zwei Fahrstraßenhebel bzw. bei einer eingleisigen Strecke sogar nur auf einen Fahrstraßenhebel. Ferner ist die Bedienung viel eindeutiger, weil Ein- und Ausfahrt bei zweigleisiger Strecke auf zwei Hebel getrennt, bei eingleisiger Strecke sogar auf einen Hebel nach beiden Umschlagrichtungen getrennt sind. Schwierig ist es auch, Fahrstraßenhebel der bekannten Art in Gleisbildstellwerken zu verwenden. Eine Beschränkung der Anzahl der Fahrstraßenhebel mit (bekannten Mitteln ist hier kaum möglich. Gemäß der Erfindung kann man jedoch eine Beschränkung der Hebelanzahl im obigen Sinn, die sich auch für Gleisbildstellwerke verwenden läßt, dadurch herbeiführen, daß für eine Anzahl von Fahrstraßen nur ein Hebel verwendet wird und die von ,ihm betätigte Schubstange wahlweise mit dem einen oder dem anderen Fahrstraßenschieber gekuppelt wird.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in ,den Fig. i bis 7 beispielsweise erläutert.
  • Fig. i zeigt den mit zwei Bewegungsrichtungen ausgerüsteten Fahrstraßenheibel H für die Einfahrten von, o in die Gleisanlage nach Fig.7. Durch das axiale Verschieben wird die Achse A des Fahrstraßenhebels H (durch die Zunge Z mit der gewünschten Schubstange, z. B. S3, gekuppelt, die dann beim Drehen des Hebels H verschoben wird. Statt des Hin- und Hersc'hiebens der Fahrstraßenachse kann auch, etwa durch Drehen eines Handrades vorn: am Hobel od..dgl., die Kupplung Ader_ Achse mit den Schiebern herbeigeführt werden.
  • Ein zweites Beispiel -für eine solche Anordnung ergibt sich aus Fig. 3. Hier ist vorgesehen, daß der Wärter gleichzeitig -zwei Handlungen macht,- statt wie in Fsg. i zwei Handlungen nacheinander. In Fig. 3 sind drei Fahrstraßenschubstangen S( bis S3 vorgesehen, die sich mit ,den )bei-den Fahrstraßenachsen der @beiden. Fahrstraßenhebel für Ein- und Ausfahrt von o ,bzw. nach o kreuzen. An diesen Kreuzungsstellen sollen beispielsweise Drucktasten o1, o2, o3 bzw. 1o; 20, 3o angeordnet werden, durch deren Betätigung die Kupplung der betreffenden Achse mit der ,gewollten Fahrstraßenschubstange vorgenommen wird. Durch ein schematisches Bild auf ,dem Stellwerk läßt sich die vorzunehmende Handlung sehr verdeutlichen. Befinden sich auf dem Stellwerk über den Fahrstraßenschubstangen Striche, die die Bahnhofsgleise andeuten und dort, wo die Achsen der Fahrstraßenhebel sitzen, senkrecht (dazu ebenfalls Striche, die zur Unterscheidung der Ein- und Ausfahrt bunt gemacht sein können, so wird an den erforderlichen Schnittpunkten der horizontalen und senkrechten Striche je eine Drucktaste od. dgl. vorgesehen. Will der Wärter z. B., die Einfahrt von o nach Gleis I einstellen, so drückt er die Taste o1, wodurch die Kupplung der Schubstange s1 mit dem Fahrstraßenheibel von o erfolgt. Legt er nun den Hebel von o im Uhrzeigersinn um, so (bewegt er die Schubstange s1 nach rechts, wodurch bei Fahrstraßenstellung die Weichenhebel 1d, 2" und 2b erforderlichenfalls gestellt, dann auf jeden Fall mechanisch verschlossen werden. Will der Wärter jedoch die Ausfahrt aus Gleis i nach o vornehmen, so drückt er (die Taste io, wodurch die Schub-Stange s1 mit dem Hebel nach o gekuppelt wird. Wird nun .der Hebel in umgekehrtem Uhrzeigersinn umgelegt, so wird die Schubstange s1 nach links bewegt, und die entsprechenden Weichenverschlüsse werden vorgenommen. Die Anordnung eines solchen Stellwerkes wird besonders vorteilhaft, wenn die Fahrstraßenkontakte von den Schubstangen betätigt werden. Es ist hierbei möglich, auf einfachstem Wege normale Relaiskontakte statt der bisher verwendeten Fährst.raßenkontakte einzusetzen. Die Anordnung der Fahrstraßenkontakte geht aus Fig. 2 hervor. Vorhanden sind zwei Satz Fahrstraßenkontakte, von denen der eine bei Bewegung nach links, z. B. Koi, Ko3, der andere bei Bewegung nach rechts, z. B. Klo, Klo, betätigt wird. In der Fahrstellung ist die Bewegung der Kontakte durch schräge Auflaufflächen y1 der Einfachheit halber dargestellt. Es muß dafür gesorgt werden, daß die Kontakte mit den Schubstangen zwangsläufig gekuppelt werden, was ohne weiteres mög-1,ich ist. An Stelle der Fahrstraßenschubstangen können euch Fahrstraßenausschlußwellen od.:dgl. verwendet werden.
  • Ein weiteres Beispiel ist in F!g. 4 bis 6 dargestellt. Es ist hier angenommen, daß im Stellwerk außer den Weichenhebeln 1a, 2" und 2b ein Fahrstraßenhebel 30 vorhanden ist. Dieser Fahrstraßenhebel 3o hat zwei Umschlagrichtungen. Weiter ist angenommen, daß für jedes Gleis eine Fahrstraßenschuhstange s(, s2 und s3 vorgesehen ist. An den Schnittpunkten zwischen Fahrstraßernschubstange und Achse 31 des Fahrstraßenhebels 30 sind Drucktasten g(, g2 und g3 vorgesehen, durch ,deren Betätigung die Kupplung zwischen Fahrstraßenhebelachse 31 und der betreffenden Schubstange vorgenommen wird. .Soll z. B. die Einfahrt von o in Gleis i vorgenommen werden, so drückt der Wärter die Kup:pelltaste g1. Hierdurch wird ein in der Fahrstraßenhebelachse sitzender Stift 32 nach unten gedrückt, der damit in die Schubstange s1 von Gleis i eingreift (Fig. 6). Wird nun der Fahrstraßenhebel 30 im umgekehrten Uhrzeigersinnbewegt, so wird .die Schubstange s1 nach rechts in Richtung o,io bewegt. Dadurch werden die Verschlüsse der Weichenhebel und gegebenenfalls die Umstellung der Weichenhebel vorgenommen. Ist die Schub-Stange ganz nach rechts bewegt, so wird.siedurch den beispielsweise dargestellten Stift 43, der durch eine Feder 44 nach oben "e,drück't wird, festgelegt. Wird der Fahrstraßenhebel3o losgelassen und die Drucktaste g1 ebenfalls, so erfolgt die Entkupplung .des Fahrstraßenhebels 3o durch Einwirkung der Feder 33, so daß er in die Grundstellung zurückkehrt. Die Fahrstraßenschubstange ist jetzt eingestellt, durch nicht dargestellte Ausschlüsse zwischen den verschiedenen Fahrstraßenschubstangen oder auch durch Rückwirkung auf die Drucktasten g2 und g3 'kann die Kupplung oder Einstellung feindlicher Fahrstraßen verhindert werden. Nach erfolgter Zugfahrt wird durch :die bekannte.Fahrstraßenauflösung, also z. B. eine isolierte Schiene, die Fahrstraße wieder aufgelöst. Dabei wird der im Eingriff befindliche Stiftlurch eine nicht dargestellte Gabel nach unten gezogen, wobei diese Gabel durch den Auflösemagneten betätigt wird. Erfolgt die Auflösung nicht durch den Zug, so kann auch die Gabel von Hand nach unten gezogen werden, was. durch kleine Tasten tl, t2 und t. unterhalb der Hebel vorgenommen werden kann. Andererseits kann diese Hilfsentsperrung auch auf elektrischem Wege durch Drucktasten erfolgen, die auf den vorhin -erwähnten Auslö'semagneteneinwirken. Wird die Schubstange auf dem vorgeschriebenen Wege entsperrt, so kehrt sie selbsttätig, z. B. unter Einwirkung von Federn f1, f2, in die Mittellage zurück. Mit der Fahrstraßenschubstange werden die Fahrstraßenkontakte gekuppelt, was besonders vorteilhaft ist, weil dann zwangsläufig sichergestellt ist, daß die Fahrstraßenkontakte nur bei eingetretenem Verschluß betätigt sind. Die Kuppeltasten werden zweckmäßig in einem aufgemalten schematischen Bild untergebracht, damit die Zuordnung ohne weiteres erkennbar ist. An Stelle der Kuppeltasten können auch FahrstraSenhebel mit zwei Bewegungen vorgesehen werden, wobei z. B. die Hinundherbewegung zum Kuppeln mit dem Schieber, .die Dre#,hb-ewegung zum Bewegen des Schiebers ausgenutzt wird. An Stelle der Fahrstraßenschubstangenkönnen auch Fahrstraßenausschlüsse od.digl. benutzt werden.
  • In den Beispielen ist angenommen, daß für die Weichenstellung besondere Hebel vorgesehen sind und der Fahrstraßenhebel nur zum Verschluß der Weichen dient. Man kann jedoch auch hier das bekannte Prinzip zur Anwendung bringen, wonach bei der ersten Teilbewegung des Fahrstraßenhebels die zur Fahrstraße gehörigen Weichen mitgestellt werden und bei weiterer Bewegung des Fahrstraßenhebels der Verschluß herbeigeführt wird.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kraftstellwerk mit mechanischem Verschlußregister, dadurch geI@ennzeichnet, daß für alle Fahrstraßen eines Stellwerkes oder mindestens für eine Gruppe von Fahrstraßen nur ein Fahrstraßenhe bel verwendet wird, wobei dieAuswahl der betreffen.denFahrstraßen durch die Auswahl der Kupplung des Fahr'straßenhe:bels mit den Fahrstraßenschiebern vorgenommen wird.
  2. 2. Kraftstellwerk nach Anspruch i, .dadurch gekennzeichnet, daß die Auswahl der Fahrstraße durch die Verwendung von Fahr'straßenebeln (H) mit zwei Bewegungsrichtungen, etwa Hinund'herbewegung und Drehen, vorgenommen wird.
  3. 3. Kraftstellwerk nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mehrteilige Fahrstraßenhebel verwendet werden, .bestehend aus einer Handhabe zur Kupplung und einer zweiten Handhabe zur Bewegung des Schiebers. .
  4. 4.. Kraftstellwerk nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d,aß das Kuppeln des Fahrstraßenschiebers mit dem Fahrstraßenhebel durch besondere Glieder, z. B. Drucktasten oi, 0@2, 0@3, 1o, 20, 30) vorgenommen wird, die zweckmäßig an den Kreuzungspunkten zwischen Schubstangen und Heihelachse vorgesehen sind.
  5. 5. Kraftstellwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Stellwerk ein Schema aufgezeichnet ist, an dem .man nach außen hin erik ennen kann, wie die Zuordnung der Kuppeltasten zu den Fahrstraßen vorgesehen ist.
  6. 6. Kraftstellwerk nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrstraßenko,ntakte(K) mit den Fahrs,traßenschubstangen (S) gekuppelt sind.
  7. 7. Kraftstellwerk nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, .daß für jede Bewegungsrichtung ,der Fahrstraßenschubstange ein Satz Fahr'straßenkontakte vorgesehen ist. B. Kraftstellwerk nach Anspruch i .bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrstraßenschubstange sich nach dem Bewegen selbsttätig sperrt und nach Aufhebung der Sperre selbsttätig .wieder in ,die Grundstellung zurückkehrt (Fig. 6). g. Kraftstellwerk nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Entsperrung der Fahrstraßenschubstange selbsttätig durch den Zug oder auch von Hand auf mechanischem oder elektrischem Wege vorgenommen wird.
DEV1719D 1944-12-23 1944-12-23 Kraftstellwerk mit mechanischem Verschlussregister Expired DE899667C (de)

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