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Grubenstempel Die Erfindung betrifft einen Grubenstempel derjenigen
Art, bei welchem in Längsrichtung des Stempels ein Keiltrieb wirksam ist, bei welchem
der Innenstempel mindestens auf einer Seite in eine durch eine Schloßeinlage gebildete
Keilnut mit nach außen konvergierenden Reibflächen eingreift.
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Es ist ein Stempel bekannt, bei welchem der in Längsrichtung keilförmige
Innenstempel einen dreieckigen Querschnitt besitzt, wobei jeder Dreieckseite ein
besonderer Reibkörper zugeordnet ist und diese Reibkörper unter der Wirkung von
einem oder mehreren Anpre@ßkeilen stehen. Zwei aneinanderstoßende Dreieckseiten
bilden hierbei ebenfalls nach außen konvergierende Keilflächen, und man kann ,die
diesen Flächen zugeordneten besonderen Reibkörper als eine Keilnut .ansprechen.
Diese Bauart hat den Nachteil, daß sie zu sehr großen Abmessungen des Schlosses
im Verhältnis zu dem nutzbaren Querschnitt des Innenstempels führt und daß außerdem
ungünstige Beanspruchungen im Schloß auftreten, weil einer Keilnut jeweils eine
ebene Fläche des dritten Reibkörpers gegenüberliegt.
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Bekannt ist ebenfalls ein Grubenstempel, bei welchem ,der prismatische
Innenstempel aus einem Doppel-T-Eisen besteht, in dessen zwischen den Schenkeln
gebildeten Rinnen eine Anzahl Querrippen angeordnet sind, die einen oder zwei auf
beiden Seiten einsetzbaren Keilstücken als Widerlager dienen. Diese Keilstücke können
also an verschiedenen Stellen des Unterstempels eingesetzt werden und bestimmen
dadurch die Länge des Stempels bzw. das Maß, um welches die beiden
Stempelteile
ineinandergeschoben werden:. Bei, diesem bekannten Stempel besitzen die auf beiden
Seiten eingesetzten Keilstücke .auf der Außenseite eine Keilnut mit einer breit
bemessenen ebenen Fläche am Grunde dieser Nut. In diese Keilnuten greifen. im Schloß
:des Stempels angeordnete Keile ein. Auf diese Weise besitzt also gewissermaßen
der Innenstempel zwei :diametral gegenüberliegende, einen spitzen Winkel (z. B.
6o,°) einschließende Reibungsflächenpaare, die mit entsprechend ausgebildeten Gegenflächen
im Schloß zusammenwirken.
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Die bekannten Stempel erfordern eine sehr sorgfältige Bearbeitung
der zusammenwirkenden Keilflächen, ohne daß im Betrieb, z. B. infolge der unter
hohem Druck auftretenden Verformung des Innenstempels oder sonstiger Teile, ein
Pressen der Reibflächen mit Sicherheit vermieden werden kann. Dieser Nachteil wird
erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß die die Keilnut bildende Schloßeinlage in
senkrechter Mittelebene geteilt ist und,die beiden Teile (Druckstücke ito) in waagerechter
Ebene verschieblich sind. Am zweckmäßigsten ist es hierbei, wenn die Rückenflächen
der Druckkörper bogen-oder kreisabschnittförmig ausgebildet werden und sich gegen
den entsprechend ausgebildeten Scheitel des Schloßbandes abstützen. Auf diese Weise
können sich die Druckkörper im Stempelschloß völlig den Reibflächen des Innenstempels
anpassen.
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Eine weitere diese Wirkung begünstigende Ausgestaltung ergibt sich,
wenn das Schloßband bzw. ,der Schloßbandscheitel aus einem biegsamen Stahlband hoher
Zugfestigkeit besteht. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß das Schloßband bzw.
.der Schloßbandscheitel unter zunehmendem Horizontaldruck im Schloß schmiegsäm um
die Reibkörper gezogen wird.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt.
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Fig. i ist der Aufriß, Fig. 2 ein Seitenriß; Fig. 3 ist einSchnitt
nachLinieIII-III derFig. i; Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
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In der Zeichnung bedeutet i den Innenstempel, 2 den Außenstempel,
3 das Stempelschloß mit Spannkeil 4 und Keil 5, der sich auf den Sattelkeil6 abstützt
und durch den Haltekeil ? gehalten ist, welcher mit einem Bolzenansatz 8 äusgerüstet
ist; durch diesen wiederum greift er selbsthemmende Setz- und Lösekeil 9 hindurch.
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Bei beiden Ausführungsbeispielen ist auf der,dem Keilgetriebe des
Schlosses abgewandten Seite eine Schloßeinlageangeordnet, die in der senkrechten
Mittelebene geteilt ist, so daß zwei Druckkörper io entstehen, welche,die Keilnut
mit den Reibflächen R2 bilden. In diese Keilnut greift der kastenartig profilierte
Innenstempel ein (s. Fig. 3). Die Druckkörper io sind auf der Rückseite bogenförmig
bzw. kreisabschnittförmig ausgebildet, wobei das die Druckstücke umschließende Schloßband
die. gleiche Formgebung besitzt. Die Druckkörper io können sich infolgedessen in
waagerechter Ebene verschieben und sich dabei .den. Reibflächen des: Innenstempels
in gewisser Weise anpassen, damit stets die nötige Anlagefläche erhalten bleibt.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. i bis 3 ist der Innenstempel aus
einem starkwandigen Rohr hergestellt, auf dessen Außenseite durch sparlose oder
spanabhebende Bearbeitung die beiden Reibflächenpaare R1 und R2 erzeugt sind, die
in Längsrichtung keilförmig zugeschnitten sind.
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Fig, 4 zeigt eine andere Ausführungsform, wobei der Innenstempel eine
etwa dreieckige Grundform besitzt. Hier wirkt die Reibfläche R, die keine Keilnut
besitzt, mit dem entsprechend geformten Spannkeil 4 zusammen.
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Der Scheitel i2a des Schloßbandes ist aus einem biegsamen Stahlband
mit besonders hoher Zugfestigkeit gebildet.