DE89928C - - Google Patents

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DE89928C
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Germany
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weather
throttle valve
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21FSAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
    • E21F11/00Rescue devices or other safety devices, e.g. safety chambers or escape ways

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Air-Flow Control Members (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 5: Bergbau.
AUGUST ROHRBACH in ERFURT.
von Explosionen und Grubenbränden.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. März 1896 ab.
Die vorliegende Sperrvorrichtung in Ventilationsrohrleitungen hat den Zweck, gegen ausgedehnte Explosionen, sowie hei Grubenbrä'nden die Arbeiter vor Ort zu schützen, so dafs die entwickelten heifsen oder giftigen Gase infolge der durch die Grubenventilation bewirkten Wetterführung nicht an die übrigen Betriebsstellen gelangen und so den hier befindlichen Arbeitern schädlich werden können.
Die Anwendung und Einrichtung vorliegender Sperrvorrichtung ergiebt sich aus folgenden Betrachtungen. Nimmt man an, es handle sich um ein Koblenflötz, dessen Bewetterung nach Fig. ι und 2 eingerichtet ist. Die in dem mehr oder weniger stark geneigten Flötz in annähernd horizontaler Lage hergestellten Strecken 1, 2, 3, 4 etc. (Fig. 1) mit den Betriebsstellen a1 a2 as cfi etc. (Fig. 2) werden paarweise in Entfernungen von etwa 20 m durch sogenannte Wetterdurchhiebe verbunden. Sobald beim Vorschreiten der Betriebsstellen ein neuer Wetterdurchhieb hergestellt ist, wird der vorhergehende b (Fig. 2) geschlossen. Die oberste Strecke in Fig. 1 und 2, Strecke 7, ist mit dem über Tage stehenden' Ventilator verbunden," welcher die verbrauchten Wetter absaugt, während in die unterste Strecke 1 frische Wetter zuströmen. Die frischen Wetter machen dann den durch die Pfeile angedeuteten Weg durch die letzten Wetterdurchhiebe. Hieraus.ergiebt sich, dafs hierbei die Luft nicht bis zu den Betriebsstellen a1 a1 a3 a* etc. strömt, vielmehr werden die nicht vom Wetterstrom bestrichenen Streckenabschnitte nur durch Diffusion bewettert, d. h. es findet ein Austausch der dort befindlichen Luft mit dem vorbeifliefsenden Wetterstrom statt, ohne dafs dabei eine Luftcirculation erfolgt.
Will man die Durchhiebe auf noch gröfsere Entfernungen legen, so mufs infolge dessen auf andere Weise bewettert werden, weil dann die Diffusion der Luftarten nicht mehr ausreichen würde. In solchen Fällen werden vielfach Rohrleitungen oder Wetterscheider (letztere sind bekanntlich Wände, welche die Strecken der Länge nach in zwei Kanäle theilen) eingebaut und eventuell mit separaten Ventilatoren versehen.
Fig. 3 und 4 beiliegender Zeichnung stellen derartige Bewetterungseinrichtungen mit Rohrleitungen dar, und zwar zeigt Fig. 3 die Einrichtung ohne Separatventilator, Fig. 4 eine solche mit Ventilator. Bei beiden Einrichtungen ist von der Betriebsstelle aus eine Rohrleitung zum nächsten Wetterdurchhieb gelegt und in diesem luftdicht abgekleidet. Der Wetterstrom nimmt dann den durch die Pfeile angedeuteten Weg.
Solche Einrichtungen mit Rohrleitung bringen aber die Gefahr mit sich, dafs beim Eintritt einer Explosion bezw. eines Grubenbrandes die Verbrennungsgase, dem Wetterstrom folgend, an sämmtliche Betriebsstellen strömen und daselbst die Arbeiter vergiften oder verbrennen.
Diesem Uebelstande zu' begegnen dient die vorliegende Sperrvorrichtung. Das Zuströmen der Gase an den Betriebsstellen ist dann nicht möglich, wenn irgendwo die Rohrleitung ge-
sperrt ist und dadurch die Circulation unterbrochen wird.
Die Sperrvorrichtung besteht aus einer Drosselklappe (Ventil oder Schieber), welche an geeigneter Stelle, beispielsweise bei c nach Fig. 3 und 4, in die Rohrleitung oder einen der beiden durch die Wetterscheider gebildeten Kanäle eingeschaltet ist und bei Eintritt einer Explosion durch den entstandenen Luftstofs entweder unmittelbar oder mittelbar durch Ausschaltung eines besonderen Apparates selbstthä'tig geschlossen wird. Um diese selbsttätige Schliefsung der Drosselklappe herbeizuführen, sind beispielsweise an der Achse d der in die Rohrleitung e eingesetzten Drosselklappe f Schaufelflächen g derart zwischen Scheiben h h angesetzt, dafs sie auf je einer Seite nach der einen Richtung zusammenklappen, nach der anderen Richtung hin aber aufklappen und in ihrer aufgeklappten Stellung Stofsflächen bilden, gegen welche der Luftstrom wirkt und das Drehen der Drosselklappe f veranlafst. Das Flügelrad mit den abgebogenen, nach innen zusammenklappbaren Flügeln nach Fig. 5 und 6 soll nur eine Ausführungsform der Einrichtung darstellen. Infolge dieser Einrichtung der Flügel wirkt der Windstofs einseitig auf das Flügelrad und dreht dasselbe herum, und zwar immer nach ein und derselben Richtung, von welcher Seite auch der Windstofs kommen mag.
Die Sperrvorrichtung ist aber auch so eingerichtet, dafs sie.von Hand geschlossen werden kann, und hierauf beruht ihre Anwendung bei blofsen Grubenbränden ohne dabei auftretende Explosionen. ,

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Sperrvorrichtung an Ventilationsleitungen von Bergwerken zur Verhinderung der Ausdehnung von Explosionen und Grubenbränden, bestehend aus einer Drosselklappe (Ventil oder Schieber), welche in die nach der Betriebsstelle führende Wetterleitung oder in einen der beiden durch den Wetterscheider gebildeten Kanäle eingeschaltet und mit einer die aufklappbaren Flächengtragenden Trommel derart versehen ist, dafs bei Eintritt einer Explosion durch den Luftstofs infolge Auf klappens und Umdrehens -der beweglichen Wände die Drosselklappe geschlossen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1140532B (de) * 1958-08-28 1962-12-06 Hausmann Blomberger Holz Wetterluttenstrang
DE2722195A1 (de) * 1977-05-17 1978-11-30 Steag Ag Einrichtung zur regelung der leistung von dampf- oder heisswasserkesseln mit wanderrostfeuerung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1140532B (de) * 1958-08-28 1962-12-06 Hausmann Blomberger Holz Wetterluttenstrang
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