DE89927C - - Google Patents

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DE89927C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G51/00Conveying articles through pipes or tubes by fluid flow or pressure; Conveying articles over a flat surface, e.g. the base of a trough, by jets located in the surface
    • B65G51/04Conveying the articles in carriers having a cross-section approximating that of the pipe or tube; Tube mail systems
    • B65G51/26Stations
    • B65G51/32Stations for despatch, delivery, and transit

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Refuse Collection And Transfer (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung dient dem Zwecke, um von einer Centralstelle die in Kästen in den verschiedenen Postbezirken einer Stadt niedergelegten Postsachen auf schnellem, sicherem und praktischem Wege zu sammeln, ohne einen grofsen Collector für diesen Zweck zu benöthigen.
Es ist eine Neuerung in jener Form pneumatischer Postcollectoren, in welchem ein Wagen mittelst Luftdruck durch ein unterirdisches Rohr getrieben wird und automatisch die in einzelnen Kästen niedergelegten Postsachen sammelt. Die Neuerung besteht in der besonderen Construction und Anordnung der verschiedenen in diesem System wirksamen Theile, welche an der Hand beiliegender Zeichnung beschrieben .werden sollen.
Fig. ι ist ein Verticalschnitt durch das unterirdische Rohr und durch zwei Sammelkästen.
Fig. 2 ist eine perspectivische Ansicht der Vorrichtung an dem Boden des Sammelkastens.
Fig. 3 ist ein vergröfserter Verticalschnitt, welcher den Arbeitskolben und den Wagen in dem Zustande der Entleerung der Postsachen darstellt.
Fig. 4 ist eine perspectivische Ansicht des Arbeitskolbens.
Fig. 5 ist eine Seitenansicht der verschieden gelagerten Rollen-, welche durch den in dem Arbeitskolben angebrachten Kolben von kleinerer und bei den einzelnen Arbeitskolben' verschiedener Gestalt angeordnet sind.
In der Fig. 3 ist A ein Arbeitskolben, der luftdicht in dem Rohre I angeordnet ist und durch einen bestimmten Theil des unterirdischen Rohres durch den Druck der comprimirten Luft, welche an der einen Seite desselben wirkt, bewegt werden kann.
An diesem Kolben ist mittelst Arme h2 h'2 ein leichter Wagen H aus Leder oder anderem geeigneten Material angebracht, welcher für die Sammlung der in den einzelnen Kästen aufbewahrten Postsachen geeignet ist. Dieser Wagen ist an seinem oberen Theile offen und hat in seiner Gesammtform die Gestalt des Rohres I. Der Kolben A (Fig. 4) hat zwei Längsrippen e, die an den einander diametral gegenüberstehenden Seiten befestigt sind, in Längsführungen h an dem inneren Umfange des Rohres / eingreifen und dazu dienen, den Kolben und den Wagen zu führen und letzteren daran zu verhindern, sich in axialer Richtung zu drehen. In dem Kolben A sind zwei cylindrische Bohrungen α α in einem Winkel von ungefähr 45 ° zu der Rohrachse angeordnet. Diese cylindrischen Oeffhungen enthalten kleinere Ergänzungskolben B B, welche mit einem luftdichten Abschlufs versehen sind und welche jeder an ihrem unteren Ende ein Paar Rollen i tragen, welche den Contact mit den Innenwandungen des Rohres herstellen. In den Innenwandungen des Rohres sind entsprechende Bohrungen//1 (Fig. 1) angeordnet, welche in ihrer Gestalt und winkligen Anordnung den cylindrischen Bohrungen a des Arbeitskolbens entsprechen. Direct neben diesen Bohrungen//1 (Fig. 1) ist in dem Rohr der Sammelkasten X angeordnet, in welchem die Postsachen aufgespeichert sind, und welcher, mit einem kippbaren Boden G versehen, ge-
eignet ist, den Sammelkasten unten zu öffnen und die Postsachen aus dem Sammelbehälter in den Wagen oder Aufnehmer H zu entleeren.
Dieser kippbare Boden ist bei g in dem Boden des Postkastens drehbar und hat eine weiche Reibungspackung oder ein anderes Polster an seinem Rande c, so dafs er sich luftdicht in den Sammelbehälter zwischen dem Rohre 1 einpressen kann.
Um den Boden G des Sammelbehälters umzukippen, ist mit demselben eine Stange F1 vereinigt, welche mit einem Gleitblock in einer horizontalen Führung bl an der Seite des Sammelbehälters verschiebbar ist. Dieser Gleitblock by trägt an der anderen Seite eine Stange E1, welche aufserhalb des Sammelbehälters gelenkig durch einen Arm E mit einem Bolzen K verbunden ist, der in den Führungen L läuft. Dieser Bolzen hat ein fest mit ihm verbundenes, an einem Arm D sitzendes Gewicht, welches im normalen Zustande in einer Vertiefung D1 (Fig. 3) an dem Rohre sitzt. In dem oberen Theile der cylindrischen Bohrung j in dem Rohre ist ein fest schliefsender Zapfen C1 angeordnet, welcher eine centrale Aushöhlung hat, in der ein mit einem aus weichem Gummi gebildeten Kissen g2 an seinem Ende versehener Stempel C gleitet, dessen untere Hälfte wieder mit einer Bohrung versehen ist, welche in der Mitte des Stempels seitlich frei ausmündet, wenn derselbe sich in der einen Endstellung befindet und mit einer Oeffnung dx in dem Zapfen C1 in der anderen Lage correspondirt. Die untere Mündung der Bohrung steht hierbei mit der cylindrischen Bohrung f in Verbindung. Die Wirkung des Kolbens A bei der Entleerung des Sammelbehälters ist folgende:
Wenn der Kolben in dem Rohre arbeitet, so werden die kleinen Kolben B B und die Rollen i durch den Contact mit dem Rohre, wie Fig. ι zeigt, an der Innenseite desselben entlang bewegt; wenn der Kolben A an einem Sammelbehälter wie in der Fig. 3 dargestellt ist, anlangt, schwingt der auf die kleinen Kolben B B wirkende Luftdruck sie nach aufsen und zwingt die Rollen i, in die Bohrung f der Rohrwandung einzutreten. Auf diese Weise wird das Anschlagen des Endes des Kolbens B gegen den gleitenden Stempel C veranlafst, wobei es ihn nach aufsen bewegt und das mit Kissen g2 versehene Ende gegen den das Gewicht tragenden Arm D schlägt und dasselbe hoch wirft, wie es in der Fig. 3 dargestellt ist. Durch diese Bewegung wird der Bolzen K gedreht, der Hebel E und die Stange E1 gehoben und durch Mitwirkung des Gleitstückes F die Stange E1 zurückgezogen; der Boden G des Sammelbehälters kippt um und der Inhalt des Kastens wird in den Wagen H entleert.
Wenn der mit dem Gewicht versehene Arm D nach D1 zurückfällt, so drückt derselbe den Stempel C nach innen, und indem hierdurch der Arm E und die Stange E1 nach unten bewegt werden, schliefst sich der Boden G wieder; da der Arm E und die Stange E1 nun fast in einer geraden Linie (vergl. Fig. 1 und 2) liegen, so wird eine Feststellung des Bodens bewirkt, wodurch derselbe so lange verhindert wird, durch die Last der Briefe nach unten zu fallen, bis ~er von dem Kolben in der eben beschriebenen Weise geöffnet wird.
Wenn der Kolben A an seinen Sammelbehälter gelangt und sein kleiner Kolben B gezwungen worden ist, die Postsachen aus dem Kasten X zu befördern, so kann die hinter dem Kolben A comprimirte Luft durch den Kolben B mit Hülfe der Oeffnung dl und des Durchganges durch den Hohlraum des Stempels C entweichen. Bei der Ausführung dieser Erfindung wird ein besonderer Kolben A für jeden Sammelbehälter, und Kolben B B und Bohrungen f in dem Rohre in verschiedenen Formen für jeden Sammelbehälter verwendet. . Der entlegenste Sammelbehälter der Strecke hat die gröfste Bohrung f und sein Kolben A hat den gröfsten Ergänzungskolben B. Der zweitentlegenste Sammelbehälter hat seine Bohrung^1 (Fig. 1) in schmaleren Dimensionen und sein Kolben A hat die Ergänzungskolben B B ebenfalls in entsprechend kleineren Verhältnissen u. s. f.
Bei der Einsammlung der Postsachen wird der Kolben A des am weitesten entfernten Sammelbehälters zuerst bewegt, und seine Rollen i sind gröfser als die Bohrungen f der anderen Sammelkästen; sie werden daher an denselben vorbeigeführt und nur an dem entlegensten Kasten angehalten, dessen Bohrungen f mit der Gestalt der Kolben und Rollen übereinstimmen und dieselben aufnehmen. Der Kolben A mit den nächst kleineren Dimensionen von Kolben und Rollen, wird dann abgeschickt und holt aus dem nächsten Kasten den Inhalt u. s. w. Wenn die Sammelwagen nach allen Kästen abgeschickt worden ^ind, so findet ein Einsaugen von der Centralstation aus in dem Rohre / statt, und die Kolben A und die Wagen bewegen sich mit ihrem Inhalt nach der Centralstation zurück.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Pneumatischer . Postsachensammler, dadurch gekennzeichnet, dafs in der Wandung des Druckrohres an geeigneter Stelle vor den Postkästen (X) zwei diametral gegenüberstehende Bohrungen (f) angeordnet sind, in welche zwei Ergänzungskolben B eintreten können, die in zwei in den- Arbeitskolben (A) angebrachten Oeffnungen (a) gleiten und mittelst Rollen (i) in den Bohrungen geführt werden, wobei diese
    Rollen, Hilfskolben und Bohrungen bei den einzelnen Sammelbehältern verschiedenen Durchmesser haben, derart, dafs dieselben von dem entferntesten Kasten nach dem der Sammelstelle benachbarten abnehmen, so dafs die entsprechenden Hülfskolben (B) in die Oeffnungen (f) vor einem Kasten eintreten, hierbei einen Stempel (C) mit Kissen (g2) hochdrückeri, der einen um (K) drehbaren Kniehebel hochschlägt, indem er gegen den mit Gewicht versehenen Arm (D) desselben drückt, während der andere Schenkel (E) mittelst einer Stange (E1) ein Gleitstück (F) horizontal verschiebt und hierdurch mittelst einer Stange (F1) und Aufhängegliedern (b) den Boden (G) des Postsachenbehälters (X) umkippt, so dafs die Postsachen aus dem Behälter (X) in den Wagen (H) befördert werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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