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Sicherheitseinrichtung für Gaserzeuger Das Patent 834 i22 betrifft
eine Sicherheitseinrichtung für Gaserzeuger mit in der Gasleitung eingebauter, vom
Druck. des Unterwindes gesteuerter Absperreinrichtung. Bei dem Hauptpatent ist ferner
in der in die Außenluft führendenGasleitung, der sogenannten Fackelleitung, die
vor der Gasabsperreinrichfiung von der Gasleitung abzweigt, ebenfalls eine vom Winddruck
gesteuerte Absperreinrichtung vorgesehen, die bei Ausfall des Winddruckes geöffnet
wird. Weiterhin sieht das Hauptpatent vor, in den zu den Gaserzeugern führenden
Windleitungen bzw. in der Hauptwindleitung eine Umstelleinrichtung anzuordnen, die
bei Ausfall des Luftgebläses. die Windleitung mit der Außenluft verbindet, um eine
Ansaugung der Luft zum Gaserzeuger zu ermöglichen. Nlach dem Patent 834 122, werden
die einzelnen Absp,8rr- bzw. Umstellorgane vorzugsweisse gemeinsam von einem Gestänge
betätigt. Die Absperr-bzw. Umstellorgane sind dabei als Tauchglockenverntile ausgebildet.
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Die Erfindung betrifft nun eine weitere Ausbildung des Hauptpatentes,
wodurch die Absperrorgane erheblich vereinfacht werden. Die Erfindung besteht zunächst
darin, daß die Absperrorgane aus Kolbenschieubern bestehen., die von einer vom Winddruck
beeinflußten hydraulischen Einrichtung betätigt werden. Die Absperreinrichtungen
können gemeinsam von einer Kolbenstiange betätigt werden. Vorzugsweise sieht die
Erfindung vor, das Absperrorgan der ins Freie führenden Gasleitung (Fackelleitung)
mit dem Umstellorgan in der
Windleitung zu kuppeln und das Gasahsperrungan
in der Decke der Gaswaschen anzuordnen.
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Die in der Decke der Gaswaschen angeordnete Absperreinrichtung ist
gemäß der Erfindung als Flüssigkeibsverschluß ausgebildet, wobei in einen an der
Wascherdecke aufgehängten, oben offenen Behälter die Gasabführungsleitung .so weit
hineinragt, da.ß bei Füllung dieses Behälters mit Waschflüssigkeit ein Gasabschluß
entsteht. Der Boden des in der Wascherdecke aufgehängten Behälters, ist dabei mit
einer Öffnung versehen, die bei Ausfall des Windgebläses. von einem hydraulisch
durch den Winddruck betätiigten Ventilkörper geschlossen wird.
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Eine gemäß der Erfindung ausgebüdete beispielsweise Einrichtung ist
in der Zeichnung dargestellt. Das in den hintereinander angeordneten Gaserzeugern
i erzeugte Gas gelangt durch die Leitung 2 in denWascher 3, wo es durch in derDecke
4 angeordnete Spritzdüsen 5 mit Waschflüssigkeit in Berührung gebracht wird. Das
Gas wird durch die in der Decke 4 vorgesehene Leitung 6 und die für sämtliche hintereinander
angeordnet=e Waschen gemeinsame Sammelleitung 7 abgeführt. An der Decke 4 des Waschens
3 ist ein Behälter 8 mittels Laschen 9 aufgehängt. Der vorzugsweise konisch ausgebildete
Boden des Behälters 8 besitzt eine Öffnung io, die von einer Ventilkugel i i verschließbar
ist. Die Ventilkugel i i ist an einer Kette 12 aufgehängt die von einem Hebel 13
betätigt wird: Der Hebel 13 ist bei 14 an der Rohrleitung 6 gelagert und wird von
einer Stange 15
bewegt. Die Stange 15 ist mit einem hydraulischen Kolbenschieber
16 verbunden, des=sen Zu- und Ableitungsvenbile von einer unter dem Einfluß des
Winddruckes stehenden Einrichtung gesteuert werden.
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Das Gasableitungsrohr 6 ragt so weit in den Flüssigkeitsbehälter 8
hinein, daß bei Füllung des Behälters mit Flüssigkeit ein Gasabszhluß entsteht.
Dieser Abschluß entsteht dadurch, daß bei Ausfall des Windgebläses der Druckkolben
16 die Stange 15
nach oben zieht, wodurch die Ventilkugel ii die Öffnung io
des Behälters 8 abschließt. Die durch die Spritzdüsen 17 dauernd zufließende
Waschflüssigkei:t füllt denBehälter 8 und verhindert damit den Durchtritt
des Gases durch die Rohrleitung 6.
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Um den Gaserzeuger weiterhin betriebsfähig zu halten und ein Eindringen
von Gas in die Windleiibung zu vermeiden, ist es erforderlich, weiter Luft durch
die Gaserzeugerbeschickung zu leiten und das dabei erzeugte Gas abzuleiten.
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In der zu dem Gaserzeuger i führenden Windleitung i9 isst zu diesem
Zwecke eine Umstellein-@richtung 2o angeordnet. Die Umstelleinri.chbung 2o besteht
aus einem in einem Zylinderteilzi verschiebbaren Kalben 22. Der Kolben 22 ist mit
einer Kolbenstange 213 verbunden, die von einer oberhalb angeordneten hydraulischen
Kolbenschiebereinrichtung 24 bewegt wird. Diese Kolbenschiebereinrichtung 24 wird
in ähnlicher Weise wie die Kolbenschiebereinrichtung 16 des: Gasabsperrvents.ls
von dem Winddruck gesteuert. Wenn sich der Kolben 22 in der in der Zeichnung dargestellten
Lage befindet, so ist der Durchgang des vom Gebläse 18 erzeugten Unterwinddruckes,
durch die Leitung i9 frei. Fällt das Windgebläse aus, so wird die Kolbenschiebereinrichtung
24 selbsttätiig so. gesteuert, daß der Kolben 22 in die gestrichelt dargestellte
Lage geschoben wird. Dadurch gelangt der zwischen dem Gaserzeuger i und der Umstbelleinrichtung
2o befindläche Teil der Windleitung i9 durch oberhalb des zylindrischen Gehäuses
21 angeordnete Öffnungen 25 mit der Außenluft in Verbindung: Durch den im Gaserzeuger
vorhandenen Auftrieb wird nunmehr Luft in die Windleitung i9 und damit in den Gaserzeuger
i gesaugt Das bei dieser Luftansaugung erzeugte Gas wird durch eine Fackelleitung
26 abgesaugt, die an die Gasleitung 2 angschlossen ist und nach oben ins Freie führt.
In der Fackelleitung 26 isst ein Absperrorgan 27 angeordnet, das nur von Hand betätigt
werden kann und bei selbsttätigem Betrieb der Einrichtung geschlossen bleibt.
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Zur selbsttätigen Abfackelung des Gasfes dient eine Absperreinrichtung
28, die ebenfalls aus einem zylindrischen Teil besteht, in dem ein Kolbenschieber
29 verschiebbar gelagert ist. Der Kolbenschieber 29 ist durch die Stange 23 mit
der Kolbenschiebereinrichtung 24 verbunden. Die Absperreinrichtung 2,8 ist oben
von einem Deckel 30 abgeschlossen, der von der Kolbenstange 23 durchsetzt
wird. An der Absperreinrichtung 28 sind Stutzen 31, 32 angeordnet, die über die
Verbindungsleitungen 33, 34 mit der Fackelleitung 26 verbunden sind. In der dargestellten
Lage des Kolbens 29 ist der Durchgang des Gases durch die Fackelleitung gesperrt.
Bei einem Ausfall des Windgebläses und Absinken der Kolbenstange 23 wird gleichzeitig
mit dem Kolben 22 der Windums.telleinrichtung der Kolben 29 ün die gestrichelt dargestellte
Lage verschoben, so daß das Gas nunmehr durch die Verbindungsleitung 33, Stutzen
32, den Kolbenzylinder 28 sowie Verbindungsleitung 34 in die Fackelleitung 26 und
damit ins Freie gelangen kann.
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Während dieser Vorgänge ist auch in der vorher beschriebenen Weise
nach Absinken der Ventilkugel-ii der Gasabsperreinrichtung der Flüssigkeittsabschlußbehälber
8 von der Waschflüssigkeit gefüllt und damit die Unterbrechung der Gasableitung
zu der Verbrauchsstelle vollzogen.
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Der Kolben 22 der Luftumsbelleinrichbung ist unten mit einer Stange
35 verbunden, die an ihrem Ende eine mit einem Handrad 36 versehene Verstellmutter
37 trägt. Die Verstellmutter 37 kann auf dem mit Gewinde. versehenen Ende der Stange
35 axial verstellt werden und begrenzt durch Anlage an der Durchtribtsstelle 38
den Hub des Kolbens 22. Dadurch ist es. möglich, den Kolben 22 in den Bereich der
Zylinderöffnung 39 zu bringen und so die durch das Windgebläse dem Gaserzeuger zugeführte
Unterwindmenge einzustellen, so daß sich: besondere Windschieber in jeder Leitung
erübrigen.
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Durch Betätigung eines in der Druckflüssigkeitsleitung zu dem. Druckzylindern
16 angeordneten
Absperrmittels kann. die Gasleitung einzelner Gaserzeuger
von Hand geschlossen werden. In gleicher Weise iisit auch die Zufuhr des. Druckmittels
zu dem Druckzylinder 24 von Hand.beeinflußbar, um eine Gasabfackelung und Windumstellung
willkürlich vorzunehmen.
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Vorzugsweise wird der hydraulische Druck zur Betätigung der Druckkolbenschieber
16, 24 einem für alle Druckeinrichtungen gemeinsamen hydraulischen Akkumulator entnommen.
Auf diese Weise iist ein sicheres Betätigen der Einrichtung auch bei Ausfall des
Windgebläses infolge Stromunterbrechung gewährleistet.