DE896849C - Verfahren zur Herstellung eines leichten Werkstoffes aus Saegespaenen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines leichten Werkstoffes aus Saegespaenen

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DE896849C
DE896849C DED6021D DED0006021D DE896849C DE 896849 C DE896849 C DE 896849C DE D6021 D DED6021 D DE D6021D DE D0006021 D DED0006021 D DE D0006021D DE 896849 C DE896849 C DE 896849C
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DED6021D
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Gustav Dr-Ing Barchfeld
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Dynamit Nobel AG
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21JFIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
    • D21J1/00Fibreboard
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L97/00Compositions of lignin-containing materials
    • C08L97/02Lignocellulosic material, e.g. wood, straw or bagasse

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines leichten Werkstoffes aus Sägespänen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines billigen Werkstoffes aus unzerfaserten Holzspänen beliebiger Art, und zwar auf eine fabrikatorisch außerordentlich einfache und für jede Größenordnung passende Weise.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden, Werkstoffe aus Holzabfällen so herzustellen, daß man dieselben naß zerfasert, den Faserbrei auf durchlässigen Unterlagen sich absetzen läßt und den verfilzten nassen Faserformling durch. Erhitzung mixt oder ohne Auspressung vom Wasser befreit. Bei diesen bekannten Verfahren wird der Werkstoff durch die `'erfilzung der Fasern untereinander gebildet. Dabei können auch zusätzliche Bindemittel beliebiger Art beigegeben werden, durch welche gewisse Werkstoffeigenschaften zu verbessern bzw. gewisse besondere Eigenschaften, zu erzielen. sind.
  • Es ist auch bekannt, unzerfaserte Holzahfälle, wie Holzspäne der verschiedensten Art, durch Bindemittel zu einem Werkstoff in Form von Platten cd. dgl. zu binden. Bei diesen Verfahren erspart man die Zerfaserung, wodurch die Herstellungsweise fabrikatorisch bedeutend einfacher wird. Da beim Herstellen des Werkstoffverbandes mangels Faserstruktur des Stoffes keine Verfilzung erfolgt, ist die Anwendung von Bindemitteln unbedingt notwendig, um einen Zusammenhang der Einzelteile zum Werkstoffverband zu. erzielen. Als Bindemittel sind bei den bekannten Verfahren die verschiedensten Stoffe vorgeschlagen worden, wie z. B. natürliche und künstliche Leime, Kunstharze, anorganische Bindemittel, wie Gips, Zement, Magnesialaugen u. dgl. Alle bisher vorgeschlagenen Bindemittel besitzen jedoch erhebliche Nachteile. Diejenigen auf organischer Basis, wie z. B. die Leime und Kunstharze, erhöhen durch ihren Preis die Kosten der Endprodukte erheblich und machen damit das Verfahren unwirtschaftlich, die anorganischen Produkte ergeben zu schwere Enderzeugnisse. Die Anwendung aller bisherigen Bindemittel hat zur Folge, daß der Grundstoff nach der überführung in das Endprodukt seinen holzartigen Charakter, wie leichtes Gewicht, gute Verarbeitbarkeit und hohes Wärmeisoliervermögen, zum Teil oder ganz verloren hat. Die bisher angewandten Bindemittel zur Verklebung urzerfaserter Holzspäne befriedigen also in keiner Weise.
  • Es wurde nun gefunden, daß man einen sehr vorteilhaften leichten Werkstoff aus Holzspänen erhält, in welchem der stoffliche Charakter des Grundmaterials, die Holzeigenschaften, in weitgehendem Maße erhalten geblieben sind, wenn man einen arteigenen Stoff als Bindemittel verwendet. Das Verfahren zur Herstellung eines leichten Werkstoffes aus Holzspänen, wie Sägespänen, Hobelspänen, D.riehep,änea4 FTiäjs@spänen od. dgl;., isst dadurch gekennzeichnet, daß man diesen Spänen ohne jede weitere Zerfase:rung zu einem verfilzbaren Produkt wüßmigen Fesenschlei.m, -wie, z. B. Holzfaserschleim oder Papierfaserschleim; als Bindemittel zusetzt, die Masse formt und dann trocknet.
  • Die Herstellung der als Bindemittel verwendeten Faserschleimstoffe erfolgt durch Mahlung mit vorzugsweise Quetschwirkung, z. B. zwischen geglätteten Steinen, in einem Holländer. Als Ausgangsstoff für die Schleime können alle möglichen cellulosehaltigen Produkte dienern, wie z. B. das Holz selbst, die verschiedensten Zellstoffe, aber auch Schilfrohr und alle sonstigen Grundstoffe, welche Cellulose in mehr oder weniger reiner Form enthalten.
  • Mit dem Faserschleim können zusätzlich andere Substanzen. in das Endprodukt eingebracht werden. Hierbei ist z. B. an feuerhemmende Salze gedacht, wie Ammonphosphat, die in dem Faserschleim gelöst oder mit ihm gemischt werden. Die Herstellung des Werkstoffes erfolgt in der Weise, daß man, die Holzspäne, die gegebenenfalls nach Korngröße sortiert angewandt werden, mit dem Faserschleim vermischt, die gut durchmischte Masse in beliebig gestaltete Formen einfüllt und darin trocknen läßt. Das entstehende Produkt hat nach dem Trocknen ein Raumgewicht von weniger. als 5oo kg/ms. Es läßt sich leicht sägen und sonstwie bearbeiten. Durch die Menge des Zusatzes an Faserschleim, der z. B. in einer Menge von 5 % bis etwa 2o 1/o des Spänetrockengewichts angewandt wird, lassen sich die Eigenschaften, der erzielten Produkte noch in gewissen; Grenzen variieren, wobei z. B. mit steigender Menge an Faserschleim die Härte erhöht wird. Der erzielte billige Werkstoff eignet sich für zahlreiche Anwendungen. Er besitzt ein gutes Isoliervermögen, kann also als Dämmaterial aufgebracht bzw. angewandt werden. Er eignet sich ferner als Mittelschicht zum Aufkleben von Oberflächenveredlungen; wie z. B. zum Auffurnieren von Holz oder ähnlichen Schichten. Er ist gut verleimbar und kann auch durch Lackierung und Imprägnierung weiter veredelt werden.
  • Mit dem Verfahren gemäß der Erfindung wurde eine Methode gefunden, die es gestattet, auch in kleinstem Rahmen, -also in Kleinbetrieben anfallende Holzspäne auf billigste und apparativ einfachste Weise wieder zu brauchbaren Werkstoffen umzusetzen. Durch den neuen Werkstoff wird ermöglicht, diaß praktisch kein Holz verlorenzuigehen braucht, sondern alle Abfälle wieder, z. B. in Form von Platten als, Kernfugen u-. dgl., verwendet werden können. Es ist einleuchtend, daß das erfindungsgemäße Verfahren bei der heutigen Holzknappheit eine enorme wirtschaftliche Bedeutung besitzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines leichten. Werkstoffes aus Holzspänen, wie Hobelspänen, Sägespänen, Drehspänen, Frässpänen od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß man denselben ohne jede weitere Zerfaserung zu einem verfilzbaren Produkt, wäßrigen Faserschleim, wie z. B. Holzfaserschleim oder Papierfaserschleim, als Bindemittel zusetzt, die- Masse formt und dann trocknet. Angezogene Druckschriften Deutsche Patentschriften Nr. 3$7 6g1, 334494 546777.
DED6021D 1943-06-26 1943-06-26 Verfahren zur Herstellung eines leichten Werkstoffes aus Saegespaenen Expired DE896849C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE334494C (de) * 1919-11-22 1921-03-14 Max Schoenbeck Verfahren zur Herstellung einer bearbeitungsfaehigen Masse aus organischen Rohstoffen
DE387631C (de) * 1919-11-27 1924-01-02 Carl G Schwalbe Dr Verfahren zur Herstellung hornartiger Massen
DE546777C (de) * 1927-12-08 1932-03-18 Arne Vesterlid Verfahren zur Herstellung von Isolations- und Konstruktionsmaterial

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE334494C (de) * 1919-11-22 1921-03-14 Max Schoenbeck Verfahren zur Herstellung einer bearbeitungsfaehigen Masse aus organischen Rohstoffen
DE387631C (de) * 1919-11-27 1924-01-02 Carl G Schwalbe Dr Verfahren zur Herstellung hornartiger Massen
DE546777C (de) * 1927-12-08 1932-03-18 Arne Vesterlid Verfahren zur Herstellung von Isolations- und Konstruktionsmaterial

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