DE895906C - Schaltungsanordnung zur Abnahme von ueber eine Fernschreibleitung gegebenen Zeichen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Abnahme von ueber eine Fernschreibleitung gegebenen ZeichenInfo
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- DE895906C DE895906C DES23722A DES0023722A DE895906C DE 895906 C DE895906 C DE 895906C DE S23722 A DES23722 A DE S23722A DE S0023722 A DES0023722 A DE S0023722A DE 895906 C DE895906 C DE 895906C
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Description
- Schaltungsanordnung zur Abnahme von über eine Fernschreibleitung gegebenen Zeichen
Um den Betriebszustand auf einer Fernschreib- leitung feststellen zu können, ist es erforderlich, die über die Leitung gegebenen Zeichen einem zusätzlichen Überwachungsorgan zuzuführen, das diese entsprechend auswertet. Dabei kann es sich z. B. darum handeln, eine Mitlesemöglichkeit zu schaffen oder ein Überwachungszeichen, z. B. Schlußzeichen, zu geben. Bisher bestehen derartige Überwachungseinrichtungen aus Relaisschaltungen, die entweder von einem Empfangsrelais gesteuert oder direkt an die Fernschreibleitung angeschlossen sind. Die Anschaltung der Relais an die Leitung bewirkt eine zusätzliche Belastung derselben, die unter ein bestimmtes Maß, das durch die Empfind- lichkeit der benutzten Relais bestimmt ist, nicht herabgedrückt werden kann. Dies hat beispielsweise besonders bei Fernschreibleitungen mit einer ein- zigen Stromrichtung, sogenannten Einfachstrom- leitungen, die zu einer Fernschreibnebenstellen- anlage führen, eine Verringerung der Reichweite zur Folge, da in -diesem Fall zur Auslösung der Fernschreibnebenstellenanlage ein überwachungs- relais in die Leitung eingeschaltet sein muß, dessen Widerstand zum Leitungswiderstand hinzukommt und damit die ohne dieses Relais mögliche Leitungs- länge herabsetzt. Durch die erfindungsgemäße Schaltungsanord- nung wird -die zusätzliche Belastung dadurch prak- tisch ganz vermieden, daß an die Fernschreibleitung eine Röhrenschaltung angekoppelt ist, deren Gitter- spannung durch die zwecks Zeichengebung erfolgen- den Potentialveränderungen auf der Leitung so ge- steuert wird, daß ein im Anodenstromkreis liegendes, zur Zeichenabnahme dienendes Relais dadurch beeinflußt wird. Zweckmäßig erfolgt die Ankopplung der Röhrenschaltung über einen Spannungsteiler, dessen eine Seite an einer Ader der Fernschreibleitung und dessen andere Seite über eine Vorspannung an der finit Erde verbun- denen Kathode einer Röhre der Röhrenschaltung liegt, wobei sein Abgriff mit dem Gitter dieser Röhre verbunden ist. Die Belastung der Leitung wird dabei durch den Spannungsteiler bestimmt, dessen Widerstandswerte so hoch bemessen sein können, z. B. in der Größenordnung von i MD, daß diese Belastung der Leitung gegenüber der Be- lastung, welche durch das dem Fernschreibbetrieb dienende Empfangsrelais gegeben ist, praktisch ver- nachlässigbar ist. Wenn die Röhre der Röhrenschaltung beispiels- weise im Ruhezustand gesperrt ist, dann wird bei Zeichengebung durch die Potentialveränderungen auf der Leitung die Gitterspannung der an den Spannungsteiler angeschlossenen Röhre derart ge- steuert, daß synchron mit den Zeichen die Röhre leitend wird und ein gegebenenfalls in ihrem Anodenstromkreis liegendes Relais erregt. Auf diese Weise kann über dieses Relais der gesamte sich über die Leitung abwickelnde Verkehr mitgelesen oder sonstwie überwacht werden. Zweckmäßig ist es hierbei, die Vorspannüng so zu wählen, daß ihr Wert ein Mehrfaches derjenigen negativen Gitter- vorspannung beträgt, bei ,der die Röhre beginnt, leitend zu werden. Fig. i zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfin- dungsgemäßen Schaltungsanordnung, in -der ein Fernschreibteilnehmer Fs über eine Einfachstrom- leitung L an ein Amt A angeschlossen ist. Die An- kopplung der Röhre R erfolgt über die beiden Spannungsteilerwiderstände W, und W2 in einer ohne weiteres aus der Fig. i erkennbaren Weise. In ihrem Anodenstromkreis liegt das Relais X, das ein Mitlesen der über die Leitung gegebenen Zeichen gestattet. Wenn die Schaltung nur auf das Schlußzeichen ansprechen soll, dann muß -dafür gesorgt werden, daß alle anderen Impulse, wie z. B. die Schrift- zeichenimpulse, unwirksam bleiben. Dies geschieht erfindungsgemäß -dadurch, daß zwischen Gitter und Kathode der Röhre ein Kondensator C gemäß der gestrichelten Darstellung in Fig. i geschaltet ist, der im Zusammenwirken mit den Spannungsteiler- widerständen die Potentialveränderungen am Gitter gegenüber denen auf der Leitung in bestimmter Weise verzögert, nämlich so, daß die Potential- veränderungen in einer Richtung wesentlich mehr verzögert werden als in der anderen. Die Wirkungs- weise des Kondensators in Verbindung mit dem Spannungsteiler ist in Fig. a näher erläutert. Wenn z. B. die Röhre im Ruhezustand der Anlage durch ein negatives Potential an ihrem Gitter gesperrt ist, so bewirkt jedes Schriftzeichen, das gegenüber dem Schlußzeichen relativ kurz ist, am Gitter eine langsame Potentialverschiebung in positiver Rich- tung, die folgende kurze Pause bis zum nächsten Schriftzeichen infolge der für die Potential- verschiebung in negativer Richtung kleineren Zeit- konstante jedoch wieder das Absinken des Gitter- potentials auf die ursprüngliche Vorspannung, so daß ein schrittweise langsames Ansteigen der Span- nung, welches infolge einer dichten Aufeinander- folge von Schriftzeichen erfolgen könnte, vermieden ist. Diese-Potentialverschiebungen bleiben so lange ohne Einfluß, wie sie in dem Bereich der Gitter- vorspannung erfolgen, in dem die Röhre gesperrt ist. Erst ein so langes Schaltzeichen wie das Schluß- zeichen bewirkt wegen der für die Potential- verschiebung in positiver Richtung großen Zeit- konstante nach einer gewissen Zeit ein Fließen des Anodenstromes und damit eine Erregung des Relais X. In Verbindung mit der Vorspannung und den unterschiedlichen Zeitkonstanten für positive und negative Richtung wird daher erreicht, daß bestimmte Zeichen aus andersartigen ausgewählt werden. Da in der erfindungsgemäßen Schaltungsanord- nung mehrere Gleichspannungen zusammenwirken, nämlich die Amtsbatteriespannungen und die zwischen Gitter und Kathode der an den Spannungs- teiler angeschlossenen Röhre liegende Vorspannung, ist es bei den zulässigen Spannungsschwankungen der Batterien möglich, daß bei Zusammenfallen von allen extremen Spannungswerten im ungünstigen Sinn der Aussteuerbereich der Röhre so weit ein- geengt wird; daß die zum Ein- und Ausschalten des Relais X notwendige Sicherheit nicht mehr gewähr- leistet ist. Zur Vermeidung dieser Schwierigkeit ist erfindungsgemäß der Röhre ein aus einer oder mehreren Röhren bestehender Gleichstromverstärker nachgeschaltet, der auch bei größter Einengung,des Aussteuerbereiches der an den Spannungsteiler angeschlossenen Röhre an seinem Ausgang die Sicherheitsbedingung für Erregung und Aberregung des Relais X innerhalb der dafür vorgesehenen Zeiten erfüllt. In diesem Fall wird zweckmäßig vor die letzte Röhre ein Verzögerungsglied geschaltet, da hier die für das richtige Arbeiten des Ver- zögerungsgliedes in Verbindung mit den Röhren- kennlinien notwendigen großen Spannungsände- rungen auftreten. Zur Erzeugung von zwei verschiedenen Zeitkonstanten für Potentialverschie- bungen in beiden Richtungen weist das Ver- zögerungsglied einen Gleichrichter auf, dessen Sperrwirkung in einer Stromrichtung für die Er- zielung der beiden unterschiedlichen Zeitkonstanten ausgenutzt ist. Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit einem solchen Gleichstromverstärker, der ebenfalls über die Spannungsteilerwiderstände W1 und W2 an die Leitung L angekoppelt ist. Der Gleichstrom- verstärker besteht aus einer Doppeltriode DT, deren zweites. Röhrensystem über das Verzögerungs- glied hz an die Endröhre E angeschlossen ist, in deren Anodenstromkreis das auf die Zeichen an- sprechende Relais X liegt.. Wird beispielsweise das an den Spannungsteiler angeschlossene Röhren- system der Doppeltriode DT bei Zeichengabe impuls- weise leitend, so bewirkt der Spannungsabfall am Anodenwiderstand dieses Röhrensystems eine impulsweise Sperrung des zweiten Röhrensystems. Das letztere steuert über das Verzögerungsglied Vz die Endröhre E derart, daß das in ihrem Anoden- stromkreis liegende Relais X im Rhythmus der Zeichengabe erregt wird.
Claims (1)
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PATENTANSPRÜCHE: z. Schaltungsanordnung zur Abnahme von über eine Fernschreibleitung durch Potential- veränderungen gegebenen Zeichen, z. B. zum Mitlesen oder sonstigen Zeichengabe, z. B. Schlußzeichengabe, dadurch gekennzeichnet, daß an die Fernschreibleitung eine Röhrenschaltung angekoppelt ist, deren Gitterspannung durch die Potentialveränderungen auf der Leitung so gesteuert wird, daß ein im Anodenstromkreis liegendes, zur Zeichengabe dienendes Relais dadurch beeinflußt wird. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch r, da- durch gekennzeichnet, daß die Ankopplung der Röhrenschaltung über einen Spannungsteiler erfolgt, dessen eine Seite an einer Ader der Fernschreibleitung und dessen andere Seite über eine Vorspannung an der mit Erde verbundenen Kathode einer Röhre liegt und sein Abgriff mit dem Gitter der Röhre verbunden ist. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch z, da- durch gekennzeichnet, daß die Vorspannung ein Mehrfaches derjenigen Gittervorspannung be- trägt, bei der die Röhre beginnt, leitend zu werden. 4.. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, da- durch gekennzeichnet, daß die Röhrenschaltung nur eine einzige Röhre aufweist, in deren Anodenstromkreis das Relais liegt, welches den Zeichen entsprechend betätigt wird. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3 oder q., dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Gitter und Kathode der Röhre ein Kondensator geschaltet ist, der im Zusammenwirken mit den Spannungsteilerwiderständen die Potential- veränderungen am Gitter gegenüber denen auf der Leitung verzögert. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, da- durch gekennzeichnet, daß der Kondensator und die Spannungsteilerwiderstände derart bemessen sind, daß am Gitter die Potentialveränderungen in einer Richtung wesentlich mehr verzögert werden als in der anderen. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, da- durch gekennzeichnet, daß der Röhre eine oder mehrere als Gleichstromverstärker geschaltete weitere Röhren in Kaskadenschaltung folgen, in deren letztem Anodenstromkreis das Relais liegt, welches den Zeichen entsprechend betätigt wird. 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7" da- durch gekennzeichnet, daß vor die letzte Röhre ein Verzögerungsglied geschaltet ist, welches die Potentialveränderungen am Gitter gegen- über denen auf der Leitung verzögert. g. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, da- durch gekennzeichnet, daß das Verzögerungs- glied aus einer entsprechend bemessenen Wider- stands-Kapazitäts-Kombination mit eingeschal- tetem Gleichrichter besteht, welches am Gitter die Potentialveränderungen in einer Richtung wesentlich mehr verzögert als in der anderen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE512480D BE512480A (de) | 1951-06-30 | ||
| DES23722A DE895906C (de) | 1951-06-30 | 1951-06-30 | Schaltungsanordnung zur Abnahme von ueber eine Fernschreibleitung gegebenen Zeichen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES23722A DE895906C (de) | 1951-06-30 | 1951-06-30 | Schaltungsanordnung zur Abnahme von ueber eine Fernschreibleitung gegebenen Zeichen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE895906C true DE895906C (de) | 1953-11-09 |
Family
ID=7477513
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES23722A Expired DE895906C (de) | 1951-06-30 | 1951-06-30 | Schaltungsanordnung zur Abnahme von ueber eine Fernschreibleitung gegebenen Zeichen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE512480A (de) |
| DE (1) | DE895906C (de) |
-
0
- BE BE512480D patent/BE512480A/xx unknown
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1951
- 1951-06-30 DE DES23722A patent/DE895906C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE512480A (de) |
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