DE895641C - Verfahren zum Schleudergiessen duennwandiger Koerper - Google Patents
Verfahren zum Schleudergiessen duennwandiger KoerperInfo
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- DE895641C DE895641C DEH1065A DEH0001065A DE895641C DE 895641 C DE895641 C DE 895641C DE H1065 A DEH1065 A DE H1065A DE H0001065 A DEH0001065 A DE H0001065A DE 895641 C DE895641 C DE 895641C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D13/00—Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Reduction Rolling/Reduction Stand/Operation Of Reduction Machine (AREA)
Description
- Verfahren zum Schleudergießen dünnwandiger Körper Die Vorteile des Schleudergießens, zur Verfeistigung des Gefüges des Gußs,tiickes sind bekannt. Jedoch lassen sich dünnwandige Zylinderlaufbüchsen oder Zylinder mit- sehr schlanken Rippen od. dgl. in diesem bekannten Gießverfahren nicht ohne weiteres herstellen. Würde man zum Zweck der Gefügeverfestigung schon kurz nach dem Eingießen die Umdrehungszahl steigern, befände sich das eingegossene Metall noch in flüssigem Zustand, wodurch infolge der auftretenden Fliehkräfte z. B. bei sehr schlanken Zylinderrippen die Form zerstört würde. Es ist nun schon vorgeschlagen worden; Metallhohlkörper durch Schleudergießen so herzustellen, daß das Eingießen bei langsamerer Drehzahl erfolgte und daß eine Steigerung der Drehzahl allmählich und gleichmäßig während des weiteren Eingießerns vorgenommen wurde. Das Ziel dieses bekannten Gießverfahrens bestand darin, ein Gußstück von durchweg gleichförmig dichtem Gefüge zu erzielen. Dieses Verfahren ist somit geeignet zum Schleudergießen von Hohlkörpern, die als Ausgangsstücke einer weiteren Verarbeitung beispitIsweise durch Walzen dienen sollen. Hierbei ist die Gleichförmigkeit des Gefüges im ganzen Gußstück von Bedeutung. Bei Zylinderlaufbüchsen und bei Zylindern mit sehr schlanken Rippen liegen die Verhältnisse jedoch anders, denn hier ist mit Rücksicht auf die spätere Beanspruchung des Werkstückes im Gebrauch Wert darauf zu legen, daß die Gefügeverfestigung im Geisamtbereich des Laufbüchs-enkörpers erzielt wird. Die Gefügeverfestigung in diesem Teil des Gußstückes ist deshalb wichtig, weil an der Lauffläche des Zylinders diel höchste meehanische Beanspruchung durch das Gleiten des Kolbens auftritt. Das bekannte Verfahren, bei dem zunächst unter niedriger Drehzahl gefüllt und untrer allmählicher gleichmäßiger Steigerung derDrehzahl die Form völlig ausgegossen wird, könnte bei Werkstücken, wie Rippenzylindern u. dgl., nicht zum Erfolg führen. Würde die Drehzahl nämlich allmählich und gleichmäßig gesteigert, so würde beim Gießen von dünnwandigen Zylindern die Erstarrung schon zu weit fortgeschritten sein, als daß die allmählich später wirksam werdende Drehzahlsteigerung noch eine tiefer gehende Gefügeverfestigung erzielen könnte. Andererseits muß aber aus den obenerwähnten Gründen doch wiederum mit geringer Drehzahl begonnen werden, um in den gefährlichen Formquerschnitten, wie z. B. bei den-Rippen, eine Erstarrung eintreten zu lassen, bevor die höhere Drehzahl zur Anwendung gebracht wird. Die Erfindung hat somit zum Ziel, dünnwandige Körper, auch solche mit schlanken Rippen, in empfindlichen Kernformen herzustellen, die empfindliche Form gegen die Einflüsse der auftretenden Fliehkräftei beim Schleudern zu schützen und trotzdem in den entsprechend wesentlichen Teilen des Gußstückes eine Gefügeverfestigung zu gewährleisten. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die niedrige Drehzahl beim Einschleudern so lange.. aufrechterhalten @vird, bis die in die vorzugsweise empfindlichen Kernformen eingeformten Rippen od. dgl. gefüllt sind, und daß sodann unter weiterem Zuführen des Gießgutes die Drehzahl vorzugsweise plötzlich gesteigert wird.
- Dia Herstellung beispielsweise eines Zylinders mit sehr dünneu Wandung und sehr schlanken Kühlrippen erfolgt demnach derart, daß man damit beginnt, das Gießmetall in niedriger Drehzahl in die Form einzuschleudern; sobald in den besonders gefährdeten Formteilen die Erstarrung des Metallfis einzusetzen beginnt, wird die Schleuderdrehzahl plötzlich auf ihr volles, Maß gebracht. In den nun weiter auszuschleudernden Formteilen wird infolge der jetzt zur Verfügung stehenden Höchstdrehzahl die volle Verfestigung des Gefüges ausgenutzt. Es wird somit insbesondere ermöglicht, die Gefügeverfestigungischon im mittleren und unterenRippenteiil, vor allem aber im Laufbüchsenkörper selbst in seiner vollen Querschnittisstärke zu erzielen. Das erfindungsgetinäße Vorgehen erlaubt somit dem bekannten Schleudergießverfahren gegenüber den Vorteil, die Zerstörung empfindlicher Formanteile mit Sicherheit zu verhüten; ohne jedoch hierdurch gezwungen zu sein, in den einer späteren mechanischen Beanspruchung besonders ausgesetzten Teilen des Gußstückes in gewissem Umfang auf eine Gefügeverfestigung, verzichten zu müssen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: . Verfahren zum Schleudergießen dünnwandiger Körper, wobei eine bestimmte Menge des Gießgutes bei niedriger Drehzahl eingeschleudert und anschließend bei erhöhter Drehzahl fertiggeschleudert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die niedrige Drehzahl so lange aufrechterhalten wird, bis die in die vorzugsweise empfindlichen Kernformen eingeformten Rippen od. dgl. gefüllt sind, und daß sodann unter weiterem Zuführen des Gießgutes die Drehzahl vorzugsweise -plötzlich gesteigert wird. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 519 237; USA.-Patentschrift Nr. 2 oqb 5o5.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH1065A DE895641C (de) | 1949-12-31 | 1949-12-31 | Verfahren zum Schleudergiessen duennwandiger Koerper |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH1065A DE895641C (de) | 1949-12-31 | 1949-12-31 | Verfahren zum Schleudergiessen duennwandiger Koerper |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE895641C true DE895641C (de) | 1953-11-05 |
Family
ID=7142432
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH1065A Expired DE895641C (de) | 1949-12-31 | 1949-12-31 | Verfahren zum Schleudergiessen duennwandiger Koerper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE895641C (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE519237C (de) * | 1928-06-16 | 1931-02-25 | Mannesmann Ag | Verfahren zur Herstellung von Metallhohlkoerpern durch Schleuderguss |
| US2046505A (en) * | 1933-02-27 | 1936-07-07 | Goulds Pumps | Method of centrifugal casting |
-
1949
- 1949-12-31 DE DEH1065A patent/DE895641C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE519237C (de) * | 1928-06-16 | 1931-02-25 | Mannesmann Ag | Verfahren zur Herstellung von Metallhohlkoerpern durch Schleuderguss |
| US2046505A (en) * | 1933-02-27 | 1936-07-07 | Goulds Pumps | Method of centrifugal casting |
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