DE894934C - Schaedlingsbekaempfung - Google Patents

Schaedlingsbekaempfung

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DE894934C
DE894934C DEG3333D DEG0003333D DE894934C DE 894934 C DE894934 C DE 894934C DE G3333 D DEG3333 D DE G3333D DE G0003333 D DEG0003333 D DE G0003333D DE 894934 C DE894934 C DE 894934C
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DE
Germany
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pest control
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mealworms
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DEG3333D
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English (en)
Inventor
Alfred Dr Phil Hahn
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SCHULZ GLOBUS WERKE F
Original Assignee
SCHULZ GLOBUS WERKE F
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/02Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one or more oxygen or sulfur atoms as the only ring hetero atoms
    • A01N43/04Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one or more oxygen or sulfur atoms as the only ring hetero atoms with one hetero atom
    • A01N43/20Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one or more oxygen or sulfur atoms as the only ring hetero atoms with one hetero atom three- or four-membered rings
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27KPROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
    • B27K3/00Impregnating wood, e.g. impregnation pretreatment, for example puncturing; Wood impregnation aids not directly involved in the impregnation process
    • B27K3/34Organic impregnating agents

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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Description

  • Schädlingsbekämpfung Es ist bereits bekannt, Halobgenhydrine zur Schädlingsbekämpfung zu verwenden. Ferner hat man Äthylenoxyd (s;ogenanntes T-Gas) und dessen Homologe zur Insektenbekämpfung herangezogen. Letztere Verbindungen verdanken ihre insekticiden Eigenschaften in erster Linie dem Äther-Sauerstoff im Molekül.
  • Untersuchungen halben nun ergeben, daß die Glycidverbindungen, die ebenfalls eine Sauerstoffbrücke enthalten, in gleicher Weise Insekticide von sehr hohem Wirkungsgrad darstellen. Im Verg er leich zu Äthylenoxyd, das bei Zimmertemperatur gasförmig ist (Siedepunkt rfo:,7°) und sich deshalb für viele Zwecke der Schädlingsbekämpfung, z. B. im Haushalt, nicht eignet, besitzen die Glycidverbindungen den Vorteil, daß sie Flüssigkeiten darstellen, und zwar von angenehmem, schwach ätherischem Geruch. Die Verbindungen dieser Körperklasse besitzen ein hohes Lösungs- und Benetzungsvermögen und eignen sich infolgedessen nicht nur als Atmungsgifte, sondern gleichzeitig auch als wirkungsvolle Kontaktgifte, indem sie leicht in die tierische Substanz eindringen.
  • Die Glycidverbindungen, z. B. Glycid, Glycidacetat, Äthylglycidäther usw., bewirkten bei Versuchen mit verschiedenartigen Insekten, wie Ameisen, Motten, Mehlwürmern, Fliegen, Blutläusen, Schaben, Kornkäfern, und anderen, in wenigen Minuten starke Schädigungen des Organismus und in kurzer Zeit völlige Abtötung der Versuchstiere. Auch als sogenannte Fraßgifte für größere Schädlinge, wie z. B. kleinere Wirbeltiere (Hamster, Ratten, Mäuse), sind die Stoffe erfindungsgemäß verwendbar. Die Glycidverbindungen eignen sich weiterhin zum Fernhalten von Parasiten und MikroGrganismen aller Art von Leder, Stoffen und anderen organischen Materialien, ferner zum Imprägnieren von Holz gegen Schädlinge und Pilze aller Art; diese Stoffe besitzen somit auch fungicide Eigenschaften. Infolge ihres großen Lösungsvermögens sind die Gly cidverbindungen mit anderen flüssigen Insekticiden mischbar und können auch inLösungen neutraler Stoffe, wie Spiritus oder Benzin, oder in Mischungen. mit staub- oder gasförmigen Trägerstoffen zur Anwendung gebracht werden.
  • Diese Substanzen eignen sich auch zur Vernichtung, Vertreibung und Fernhaltung von Schäd- lingen aller Art und deren, Brut in Räumlichkeiten, wie Wohnungen, Stallungen, Kleiderschränken, Textillagern, Magazinen usw.
  • Die Glycidverib-indungen dürften als Schädlingsbekämpfungsmittel für die Land- und Forstwirtschaft wie, überhaupt für die gesamte Volkswirtschaft von erheblichem Nutzen sein. Beispiele i. In einer Glasglocke von 21 Inhalt werden 2 g Glycidacet.at, in frei hängendem Wattebausch aufgesogen, auf fünf Mehlwürmer zur Einwirkung gebracht. Nach 21/z Stunden sind vier Mehlwürmer nahezu tot und bewegen sich nur sehr wenig beim Berühren. Nach 3 Stunden io Minuten sind alle fünf Würmer abgetötet.
  • 2. i gMethylglycidäther wurde unter :den gleichen Versuchsbedingungen auf fünf Mottenfalter zur Einwirkung gebracht. Bereits nach 15 Minuten liegen zwei Falter mit Zuckungen am Boden, die anderen drei können nicht mehr fliegen und kriechen nur langsam umher. Nach 25 Minuten liegen alle Falter am Boden, zwei davon geben: nur noch schwache Lebenszeichen von sich. Nach 55 Minuten sind vier Falter tot und nach 70 Minuten ist auch der letzte Falter abgestorben.
  • 3. Mit einer Lösung von 2: g Epihydrinulkoho:l in 1o g Wasser und 2 g Brennspiritus werden zwei Blutlausnester am. Apfelzweig bespritzt. Der weiße Flaum wird rasch gelöst, so daß der insekticide Stoff leicht in die lederfarbene Haut der Blutläuse eindringen kann. Nach io bis 15 Minuten sind die Blutläuse bewegungslos und tot.
  • Noch rascher wirkt eine Lösung von je i g Epihydrina,lkohol und i g Methylglyci-däther in der beschriebenen Verdünnung auf Blutfauskolonien ein.
  • Unter den Bedingungen des ersten Beispieles wurden; vier Mehlwürmer der Einwirkung von Äthylenchlorhydrinausgesetzt. Nach q. Stunden ist ein Mehlwurm noch vollkommen unbehindert in seinen, Bewegungen, einer läuft umher und zwei Mehlwürmer liegen auf dem Rücken und machen schwache Bewegungen. Nach 5 Stunden hatte sich das Bild nicht wesentlich geändert, während bei dem Versuch mit Glycidacetat bereits nach 21/z Stunden vier Mehlwürmer tot waren und nach 3 Stunden io Minuten auch der fünfte Mehlwurm abgetötet wurde.
  • Aus diesem Versuchsergebnis geht hervor, daß der erfindungsgemäße Stoff dem . Halogenhydrin hinsichtlich seiner insekticiden Wirkung überlegen ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von Glycid (Epihydrinalkohol), dessen Äthern oder Glycidacetat für sich oder in Verbindung mit anderen Stoffen zur Schädlingsbekämpfung.
DEG3333D 1939-03-22 1939-03-22 Schaedlingsbekaempfung Expired DE894934C (de)

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